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Wie bin ich mehr im Jetzt? – mit Vilas Turske | HAH 198

Shownotes

In dieser Woche spreche ich mit dem Meditationslehrer Vilas Turske über den Unterschied zwischen Bewusstsein und bewusstem Sein. Diese Folge ist tief, sie ist weich, sie ist langsam, und sie ist ehrlich. Ich wünsche dir viel Spaß beim Hören!

Hier findest du alle Infos zu Vilas:

Vilas Ausbildungen: www.lallaundvilas.de Vilas Mediathek: www.parapara.tv Vilas Website: vilas.eu

Du hörst Vilas wöchentlich in seinem Podcast "Bewusstes Sein - glücklich leben"

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich Willkommen bei Humans Are Happy.

00:00:03: Herzlich Willkommen zu diesem ersten Gespräch im neuen Jahr.

00:00:07: Ich bin Leonhard Gabriel Heigster und auf dieses Gespräch freue ich mich schon sehr, denn heute spreche ich mit dem Meditationslehrer Willas Tuske.

00:00:18: Und wir sprechen über ein Thema, das wie ich finde, schöner nicht sein könnte, denn es geht um das Bewusstsein, um das Sein an sich und wie das eigentlich alles mit Wohlbefinden und Glück zusammenhängt.

00:00:33: Ich freue mich sehr, dass du heute da bist.

00:00:35: Herzlich willkommen, Wielas.

00:00:37: Hallo Leo, ich freue mich auch, dass ich heute bei dir sein darf und bedanke mich sehr für die Einladung und bin gespannt, was uns die nächsten Minute oder die nächste Stunde schenkt.

00:00:50: Ich bin ehrlich, das bin ich auch.

00:00:52: Und ich möchte mal eine ganz, in Art und Firmes zeichne, einfache Frage zu dir direkt am Anfang rüberwerfen.

00:00:57: Was ist denn eigentlich Bewusstsein?

00:01:03: Was ist Bewusstsein?

00:01:04: Das kann man ja, also eine ganz einfache Antwort, zwei Worte, bewusstes Sein.

00:01:17: Dann lasst uns einfach, sehr gut, sehr gut, denke, dass du demweil genauso aufnimmst, uns zurückspielst.

00:01:22: Dann lasst uns das Ganze noch einmal von der anderen Seite aufzäumen.

00:01:26: Wie funktioniert das denn mit dem Bewusstensein?

00:01:29: Ja, das ist genau das Thema, was mich ja seit den letzten Jahren, also ganz stark betont in den letzten zwei, drei Jahren beschäftigt.

00:01:43: Es gibt ja in meinem Leben so einen deutlichen Wandel von einem Unternehmer, der dann durch eine persönlich schwere Verletzung plötzlich eine Beschäftigung mit sich selbst entdecken durfte.

00:02:04: Damals war es Yoga und dieses Yoga dem verdanke ich heute tatsächlich meine Gesundheit, mein Wohlsein und dass ich heute hier so sitze, wie ich hier sitze.

00:02:20: Das war vor sechsundzwanzig Jahren dieser Schnitt, dass ich von einem Unternehmer zu einem, wie ich heute oft, leicht amüsiert sage, zu einem Fulltime-Yogi geworden bin.

00:02:38: Und dieser Fulltime-Yogi, der hat natürlich sich mit dem beschäftigt, was Yoga tut, mit der indischen fernöstlichen Philosophie.

00:02:50: Ich hatte zuvor schon einen Einstieg in diese Form des Lebens, weil ich zehn Jahre lang in Irland einen kontemplativ meditativen Landschaftspark gebaut habe, der ganz stark beeinflusst war von meinen Erfahrungen in Japan und mit dem Senbudismus.

00:03:19: Das war so mein Einstieg in die Spiritualität, die ich in der Natur erleben durfte.

00:03:26: und in diesem südlichen Zipfel von Südwest-Irland, also Westcork, da ist man wirklich am Ende der Welt.

00:03:39: Da gibt es eigentlich nur dich und die Natur.

00:03:42: Und die Beschäftigung dann mit der Landschaft dort über zehn Jahre, hat mir eigentlich damals schon, und das kann ich aber erst heute so sagen, die Erfahrung des Seins geschenkt.

00:03:59: Ich war immer in der Landschaft an einem Ort, wo ich plötzlich im Sein war.

00:04:08: Ich war nicht mehr mit meinen Gedanken irgendwo, ich war nicht mehr mit meinen Gefühlen irgendwo.

00:04:14: Ich war in meiner Essenz eingetaucht.

00:04:19: Und deshalb gab es sich dort oft, dass ich meinte, ich war jetzt zwanzig Minuten an einem Zelsen gesessen und habe mir diesen weiten Blick in die Landschaft erlaubt.

00:04:29: Und das waren zweieinhalb oder drei Stunden.

00:04:33: Interessant, dass mich das damals nicht so mit diesem Sein beschäftigt hat, sondern es war für mich einfach ein Zustand, wo ich wusste, das ist der Ort, wo einfach alles stimmt.

00:04:50: Alles da, was es zum Leben braucht.

00:04:54: Und vor diesem Hintergrund war dann vermutlich auch dieser Schritt, dass ich nach der schweren Verletzung einen Weg zum Yoga gesucht habe, naheliegend, obwohl Yoga aus meiner heutigen Sicht eigentlich ein Schritt aus dem Sein weg ist und nur im Endstadium wieder zum Sein führt.

00:05:19: Aber so wie wir im Westen eben Yoga betreiben, ist das heute aus meiner heutigen Sicht sogar, hat das eigentlich fast gar nichts mehr mit der dahinter liegenden Philosophie zu tun.

00:05:31: Das war der Einstieg.

00:05:33: Und wenn du jetzt mich fragst, wie komme ich zu dem Sein?

00:05:37: oder was ist Sein, dann würde ich sagen, das Sein ist die Beschäftigung, nein, nicht Beschäftigung, das Sein ist das Eintauchen.

00:05:49: in die Essenz von jeder Person.

00:05:54: Und dieses Sein heißt für mich, oder ist verbunden ganz stark mit der persönlichen Erfahrung, und das ist auch die einzige Erfahrung, die sich in unserem Leben nie verändert, mit der persönlichen Erfahrung, ich bin.

00:06:16: Ein kleines Kind hat ein Gefühl von ich bin.

00:06:22: Ein zehnjähriger.

00:06:23: Und eine zehnjährige hat ein Gefühl von Ich Bin.

00:06:28: Und so geht das eigentlich durch unser ganzes Leben durch bis heute.

00:06:32: Die einzige Erfahrung, die sich in unserem Leben nie verändert, die also nicht kommt und nicht geht, wie alle Gedanken oder Emotionen, ist die Erfahrung des Ich Bin.

00:06:46: Und dieses Ich Bin ist sozusagen der Einstieg zum Sein.

00:06:52: Wenn ich mich mit diesem Ich Bin, auseinandersetze, dann bin ich auf einmal tief in meinem Sein, weil alle Gedanken, alle Gefühle, alles ist nicht mehr da.

00:07:07: Ich bin nur noch.

00:07:11: Und das ist dieser sehr direkte Weg, den ich heute verstehe, den ich vor fast dreißig Jahren erleben durfte, ohne zu wissen, dass es das ist, was ich jetzt gerade beschrieben habe.

00:07:26: Aber es hat mich erfüllt und es hat mich, glaube ich, auch dahin geleitet, wo ich bin, auf einen, wie ich heute sage, zwanzigjährigen Umweg, um dort zu sein, dass ich heute sagen kann, ich kann in meiner Essenz aufgehen eigentlich in jeder Sekunde an jedem Ort den ganzen Tag über.

00:07:51: Und das ist Bewusstsein, Bewusstessein.

00:07:59: Okay, ich danke dir.

00:08:01: Und ich glaube, da gehen bei einigen Menschen, die jetzt auch gerade zuhören, viele Fragen auf.

00:08:09: Ich hab dir sehr, sehr gerne gerade zugehört und fand es spannend, du hast ja zuerst davon gesprochen, wie du in Irland in dieser Landschaft saßt und da einfach nur warst.

00:08:22: Und da hast du das erfahren, wovon du auch gerade ganz am Ende gesprochen hast.

00:08:27: Einfach zu sein.

00:08:30: Ich habe dich zwischendurch so verstanden, dass du gesagt hast, sein ist ein Zustand, der sich nicht verändert.

00:08:37: Und gleichzeitig kann ich mir vorstellen, also in mir kam sofort der Gedanke, aber wohl bemerkt, ein Gedanke hoch, aber das fühlt sich ja immer anders an.

00:08:45: Ich glaube aber, deine, also ich bin sehr gespannt auf deine Antwort und ich versuche sie mal zu antizipieren, weil was mir sofort auch gleichzeitig kommt ist, ja, aber das, was sich immer anders anfühlt, sind ja diese tausend Schichten.

00:08:59: die vor der Essenz liegen, die da einfach auch sind.

00:09:04: Und es geht also so gesehen wahrscheinlich, und so würde ich das Eintauchen mit reinbringen, also durch diese verschiedenen Schichten durchzugehen und wirklich dann in dem, in der was du gerade Essenz genannt hast, in dem zu sein, was mich wirklich ausmacht.

00:09:25: Und vielleicht müssen wir da auch schauen, weil wie können wir uns dem jetzt nähern?

00:09:28: Das ist etwas, was man vielleicht fühlen kann, was man auch in Worte verpacken kann.

00:09:34: Ich bei humans are happy mag ja auch manchmal so eine rationale Perspektive, da kann man jetzt kommen, psychologisch mit Selbstkonzept und irgendwelchen Nervenbahnen im Gehirn und so, aber ich habe das Gefühl, darüber wo du hier sprichst, das geht eigentlich eine Ebene tiefer oder vielleicht auch gar nicht tiefer, sondern weiter, weil es gar nicht nur hier wirklich neuronale Strukturen in meinem Kopf sind oder in unser aller Köpfe sind, sondern eigentlich was viel größeres.

00:10:02: Den Ball werfe ich mal zu dir und hoffe du fängst ihn.

00:10:08: Wie wirken diese Einordnungen auf dich?

00:10:11: Da müsste ich ein bisschen ausholen,

00:10:14: um

00:10:16: das etwas zu vertiefen, was du fragst, auch um diese größere Landschaft etwas darzustellen.

00:10:25: Wenn du magst.

00:10:28: Ich hatte einen kleinen Beitrag bei Arte vor einigen Monaten in einer Sendereihe, die hieß Unhappy.

00:10:42: Ja, die habe ich gesehen.

00:10:43: Darüber habe ich dich tatsächlich das erste Mal gesehen.

00:10:45: Das fand ich sehr eindrücklich.

00:10:48: Unhappy, das fand ich so wunderbar.

00:10:51: Und das ist ein wunderbarer Einstieg in das, was wir alle suchen.

00:10:57: Also wenn ich jetzt alle... Menschen auf der Erde fragen würde, lass mal alles weg, was wünschst du dir, wenn du dich jetzt ganz neutral in diesem Moment erlebst, ohne deiniges Stories, ohne es geht mir gut, es geht mir schlecht, ich bin krank.

00:11:16: Also einfach alles weg und ich frag dich, wonach sehnst du dich?

00:11:23: Dann gibt es die Menschen, die oberflächlich antworten und die sehen sich nach irgendwelchen Dingen.

00:11:31: wollen reich sein, wollen Vermögen haben, wollen keine Sorgen haben.

00:11:36: Aber wenn ich da tiefer gehe, sagen mir eigentlich fast alle, ich sehne mich nach einem glücklichen Leben.

00:11:46: Glück.

00:11:49: Was machen die Menschen, wenn sie sich nach Glück sehnen und sich ihren Alltag anschauen?

00:11:55: Sie fangen an zu suchen.

00:11:58: Sie stellen fest, im Beruf, im Alltagsleben, in den Beziehungen, Es muss doch noch irgendetwas geben, was mich tiefer berührt und glücklich macht.

00:12:15: Weil die Auseinandersetzung mit dem Alltag und mit dem Alltagsleben führt immer in die Suche.

00:12:24: Wir alles, wenn wir uns anschauen, sind mit dem, was gerade ist, also mit der Präsenz, nicht zufrieden.

00:12:33: Da ist immer ein Hauch von Mangel oder ein Widerstand.

00:12:39: Ein Widerstand gegen das, was ist oder mir fehlt was.

00:12:44: Ich wünsche mir was.

00:12:46: Und diese Suche bringt uns irgendwann, wenn wir ein bisschen Glück haben, auf einen Weg, wo wir sagen, ja, ich habe jetzt was gefunden.

00:12:58: Ich steig mal aus für vier Wochen oder für acht Wochen und ich mache eine Weltreise.

00:13:06: Und dann erlebe ich unglaublich viele aufregende Dinge.

00:13:11: bin begeistert, bin weit weg von allem.

00:13:14: Ich komme zurück und nach einer Woche bin ich wieder da, wo ich vor der Reise war.

00:13:21: Mir fehlt was.

00:13:24: Und ich suche weiter.

00:13:27: Und irgendwann wird die Suche, die sich sehr objektbezogen orientiert, noch ein größeres Haus, eine größere Wohnung, ein größeres Auto, was auch immer die Menschen mit Glück verbinden, da entstehen tatsächlich Kurzfristige Glücksmomente, wo ich sage, jetzt habe ich es geschafft, jetzt habe ich es.

00:13:51: Und dieser Glücksmoment, der ist sehr nah beim Seinen, weil in dem Moment alles weg ist.

00:13:56: Das ist nur die Empfindung, da war jetzt was ganz Tolles.

00:14:01: Aber auch das ist nach kurzer Zeit wieder weg und ich suche weiter alle Möglichkeiten, Substanzen, die mir helfen können, glücklich zu sein.

00:14:16: Konzepte, die die Gesellschaft mir vorgibt.

00:14:19: Du musst trainieren.

00:14:20: Du musst was für dich tun.

00:14:21: Du musst dich gesünder ernähren.

00:14:23: Du musst alle diese Dinge finden statt.

00:14:26: Und immer wieder in einem stillen Moment sitze ich zu Hause und schau mir das an, was gerade ist.

00:14:35: Und da ist immer noch etwas, was fehlt.

00:14:38: Da muss doch etwas sein, was ein Glücklich macht.

00:14:44: Die Suche geht weiter.

00:14:46: Mit viel Glück.

00:14:48: Oder Zufall kommt irgendeine Freundin und sagt, ich wäre am Wochenende in einem Vortrag.

00:14:57: Da ging es um das Glück.

00:15:00: Und da hat mir jemand was erzählt von einem Workshop.

00:15:05: Das ist glaube ich so ein bisschen Buddhismus oder irgend sowas.

00:15:08: Aber der Mensch, der war so aufregend anders, dass ich mir das gerne mal anschauen würde.

00:15:17: Und dann fängt es auf einmal an, dass man den Weg in einer feineren Ebene sucht.

00:15:22: Das sind nicht mehr die Objekte, sondern es sind jetzt inhaltliche Objekte.

00:15:28: Ich fange also an, zu meditieren.

00:15:31: Ich fange an, Yoga zu praktizieren.

00:15:33: Ich fange an, eine Yoga-Lehrerausbildung zu machen.

00:15:36: Ich fange an, mich mit spirituellen Inhalten zu beschäftigen.

00:15:41: Ich mache Retriezmitge auf Yoga-Reisen und erfahre immer, wenn ich dort bin, Auch in diesen Wochen, die einen Retreat ausmachen, erfahre ich Glück.

00:15:55: Da geht es mir so gut, wie sonst mir denn zu.

00:15:59: Ich komme Sonntagabend zurück, bin am Montag wieder im Betrieb und da passiert genau das gleiche wieder.

00:16:06: Da kommt wieder dieser komische Kerl, über den ich mich schon seit zehn Jahren ärgere und ich bin wieder mittendrin in meiner Abwehr und in meinem Widerstand.

00:16:16: Und so suche ich immer weiter und die Suche wird subtiler.

00:16:20: Und es gibt tatsächlich Glücksmomente, wo ich mir feststelle, ja, wenn ich mich jetzt damit beschäftige und regelmäßig das mache, dann komme ich in einen Zustand in mir, den ich beschreiben würde als fokussiert, konzentriert, so intensiv, dass meine Gedanken und auch die mich so immer wieder aufwühlenden Gefühle mit ihren Stories, die da dranhängen, dass das auf einmal alles weg ist.

00:16:54: Und da sitze ich dann da, schließt die Augen, habe meinen kleinen Ecke mir zurecht gebaut in meiner Wohnung und stelle fest, wenn ich diese zehn Minuten oder zwanzig Minuten am Tag habe, da geht es mir tatsächlich gut, wenn es mir gelingt, meine Gedanken und alles, was damit zusammenhängt, zu lassen.

00:17:17: Und so geht dieser Weg Schritt für Schritt weiter.

00:17:22: Und jetzt kann ich natürlich ein ganzes Leben lang mich mit solchen Dingen beschäftigen und suchen, suchen, suchen.

00:17:28: Die Besuche wird immer feiner.

00:17:30: Und ich erkenne, die Essen, also das, was mich wirklich glücklich macht, das ist nicht außerhalb, sondern das ist in mir.

00:17:39: Und wenn ich diesen inneren Raum entdeckt habe, dann beginne ich natürlich mein Leben anders anzuschauen.

00:17:49: Und das führt dazu, dass es mir bewusst wird, da gibt es eine Person, von der ich meine, die ich bin.

00:18:03: Und diese Person, und das möchte ich jetzt vielleicht mal mit einem Begriff beschreiben, dass die Zuhörer das auch verstehen, ich würde diese Person, die sich... meint und die meint zu wissen wer ich bin.

00:18:20: Ich würde diese Person in einem Ort ansiedeln, wo wir vom separaten selbst sprechen.

00:18:27: Das heißt also,

00:18:28: ich

00:18:29: beschäftige mich mit mir in meinen Rollen, in meinem Leben, in allem, was mich heute ausmacht.

00:18:38: Und diese separate selbst ist in unserer zielorientierten und Gewinnorientierten Gesellschaft sehr stark geistig bestimmt.

00:18:53: Das heißt also, ich muss Dinge erfüllen, ich leiste Dinge und ich entbaue auf diesem Leistungssystem entsprechende Erwartungshaltungen an mich selbst und an die anderen an.

00:19:07: Auf.

00:19:08: Und diese Erwartungshaltungen, die sind das eigentlich, die mich treiben.

00:19:14: Und ich baue um mich herum eine Welt, Die diesem Bild von mir, nehmen wir jetzt an, ich bin erfolgreich in meinem Beruf, entspricht.

00:19:25: Und ich glaube, das kennen alle.

00:19:28: Der Nachbar ist befördert worden zu einem, weiß nicht, Abteilungsleiter in der Bank.

00:19:33: Auf einmal ist er anders angezogen, hat er ein anderes Auto.

00:19:38: Also die Dinge verändern sich und erlebt diese Rolle.

00:19:42: Und das findet in unserem separaten Selbststadt und das ist eigentlich das, was uns in der Welt auch... Ja, zu der Person macht, die wir sind, die wir gern haben oder wo uns wieder was fehlt, aber die, mit der wir uns identifizieren.

00:19:59: Also diese sogenannte Persönlichkeit.

00:20:03: Und die findet im separaten Selbststadt, ist aber geprägt von allen Gedanken, Emotionen und all unseren Erfahrungen der Vergangenheit.

00:20:19: Diese Erfahrungen der Vergangenheit sind gekommen, haben uns beschäftigt und sind gegangen.

00:20:28: Aber sie haben Spuren hinterlassen.

00:20:31: Und dieses Netzwerk von Spuren aus Erfahrungen der Vergangenheit formt dieses Separate selbst.

00:20:40: Jetzt könnte ich das noch weiter ausholen, da gibt es auch noch ein kollektives Bewusstsein, was aus der Vergangenheit oder aus der Tradition kommt.

00:20:48: oder warum sind die Menschen in Deutschland so anders als die Menschen in Frankreich?

00:20:53: Aber all diese Dinge möchte ich jetzt gar nicht so reinspielen, weil das macht das Bild verwirrt ein bisschen jetzt in diesem Zusammenhang, glaube ich.

00:21:01: Diese separate selbst ist ganz stark geprägt von einem ununterbrochenen Terror von Gedanken, die kommen und gehen und uns in der Regel ja auch, ich weiß nicht wie viele, ich glaube, dreißig oder vierzig Prozent der Deutschen können nachts nicht durchschlafen, weil Gedanken... kommen, weil sie etwas beschäftigt, was sie stört oder was sie in Sorge macht und und und.

00:21:27: Das ist das, wie wir eigentlich unser Leben definieren.

00:21:30: Wir wollen unser, wie sagt man, das Spielfeld des separaten Selbst verändern, wenn wir über Glück nachdenken.

00:21:42: Ein Schritt weiter, es gibt die Essenz des Seins.

00:21:48: Diese Essenz des Seins ist völlig ungetrübt von den Gedanken und den Gefühlen.

00:21:56: Da steht der große Satz davor, ich bin nicht meine Gedanken.

00:22:02: Ich bin auch nicht meine Gefühle, denn das sind alles Dinge, die kommen und die gehen.

00:22:10: Kein Gefühl, selbst die größte Verliebtheit ist gekommen und ist gegangen und der größte Schmerz ist gekommen und ist gegangen.

00:22:19: Und vor diesem Hintergrund, wenn wir jetzt vom Sein reden, von der Essenz reden, von dem ich bin, dann ist dieses Ich Bin nicht das Ego, was sich im separaten Selbstmanifestiert, sondern dieses Ich Bin ist das völlig unberührte Versinken in einem Zustand des Seins, den man nicht machen kann.

00:22:43: Der aber, und das ist jetzt das ganz Wunderbare, geprägt ist von einer für mich deutlich wahrnehmbaren unterliegenden Schwingung von Friede.

00:22:59: Und von einer, sage ich immer, für mich immer wahrnehmbar, Freude.

00:23:09: Und dieser Friede und dieser Freude ist, meine ich, die Substanz.

00:23:14: Wenn ich das mal so nennen darf, sprachlich sind wir da immer an der Grenze irgendwo, die Substanz des Seins.

00:23:21: Und an diesem Ort ist das Glück zu Hause.

00:23:29: Und jetzt kommt das Interessante.

00:23:32: Wenn ich mich von meinen Gedanken bestimmen lasse, verliere ich mich im Separat selbst.

00:23:38: Da kann ich unendlich viele Dinge tun, ich werde nie innerlich Glück empfinden.

00:23:46: Gelingt es mir, mich in mir zu versenken, dass meine Gedanken in meinem Herz aufgehen und irgendwann nicht mehr da sind.

00:23:57: Und ich eigentlich nur bin.

00:24:00: Und gehe dann zurück ins Separat selbst.

00:24:05: Dann ist auf einmal genau das gleiche Problem, was ich vorher hatte, ein anderes, weil ich auf einmal gelernt habe, eben sein zu sein, sprich, ich kann auf Empfang gehen.

00:24:17: Ich muss nicht mehr tun.

00:24:20: Ich kann zuhören.

00:24:22: Ich kann auf einmal mit meinem Inneren Schwingung von Friede und Freude den anderen genau so lassen, wie er ist.

00:24:31: Ich muss ihn nicht mehr verändern.

00:24:33: Und dieser schreckliche Kerl, der mich zehn Tage, zehn Jahre immer geärgert hat, an jedem Montagmorgen, den kann ich auf einmal da lassen und kann ihn sogar bewundern.

00:24:42: Der lebt ja auch ein Leben, was offensichtlich funktioniert.

00:24:45: Der ist halt total anders als ich.

00:24:48: Aber dieses Erkennen, dass jeder Mensch ein in sich geschlossenes Universum ist, was mit meinem Universum, mit meinen Erfahrungen überhaupt nichts zu tun hat.

00:25:02: In dem Moment fängt das Leben an Freude zu machen und man kann die anderen Menschen lassen.

00:25:08: Und da fängt das Glück an.

00:25:11: Das war jetzt mal so ein kleiner Exkurs in das Sein und im selben Moment in das Separate selbst.

00:25:22: Ich danke dir.

00:25:26: Okay, das muss ich einen Moment sacken lassen, aber ich habe das und das ist total oder vielleicht kann ich spiegeln, was ich wahrnehme.

00:25:38: Stimmigkeit.

00:25:39: also es fühlt sich total stimmig an.

00:25:40: ich habe jetzt nicht nicht die perfekten worte ich habe jetzt nicht die ideale Anschlussfrage aber Bei den Dingen über die wir sprechen muss das auch gar nicht sein sondern ich verstehe jetzt vielleicht ein bisschen besser.

00:25:55: ich hatte gerade vorher meine letzte rückfrage war ja ja bei dieses fühlen fühlt sich ja immer unterschiedlich an oder wie man ist und durch das wie du es ausgeführt hast habe ich das Gefühl, an diese Essenz, wie du es nennst, besser ranzukommen, auch wenn ich da jetzt nicht die perfekten Worte für habe.

00:26:19: Mir persönlich hilft in letzter Zeit da ein Satz bei der Frage, was ist Bewusstsein?

00:26:26: oder wer bin ich?

00:26:30: Die Formulierung, du bist eine Seele, die einen menschlichen Körper hat.

00:26:39: Weil ich finde, mit diesem menschlichen Körper kommen natürlich, also erstmal kommt alles körperliche und körperliche Bedürfnisse wie Essen, Schlafen, Trinken und so weiter einher.

00:26:52: Aber auch meine Gedanken sind am Ende körperliche Strukturen, weil das mein Gehirn ist ja ein deutlich körperliches Organ und die neuronalen Netzwerke dort sind auch... Auch wenn ich sie jetzt nicht so anfassen kann wie ein Knochen, oder meine Haut sind körperlich, also entstehen auf Basis von körperlichen Strukturen.

00:27:16: Aber für mich ist dieser Satz, du bist eine Seele, die einen menschlichen Körper hat, dann irgendwie nochmal mehr, weil dann das schafft so diese Distanz.

00:27:26: Das kommt mir einfach gerade auf der Basis dessen, was du da sagst.

00:27:34: Also die Erfahrung Das Bewusstenseins sagt mir, dass auch mein Körper primär die Welt, also jetzt gehen wir mal, ich bin hier, mein Körper, da draußen ist die Welt, dass all das nur reines Bewusstsein ist.

00:28:02: Wie meinst du, all das ist reines Bewusstsein?

00:28:04: Das ist eine Vorstellung?

00:28:08: Reines Bewusstsein.

00:28:11: Es ist einfach ein... Produkt unseres Science.

00:28:16: Also wir haben ein Bewusstsein, was uns sagt.

00:28:20: Wir beide sitzen jetzt hier.

00:28:22: Ich höre dir zu und ich spreche zu dir.

00:28:26: Das ist eine Aktion, aber in Wirklichkeit ist es Bewusstsein in meinem Kopf.

00:28:34: Rein nicht Bewusstsein.

00:28:36: Denn ich bin ja nicht bei dir, ich kann dich nicht berühren, ich sehe dich und trotzdem rede ich mit dir.

00:28:41: Weil ich in meinem Kopf mit meinen Vorstellungen mich mit dir auf dem Bildschirm verbinde.

00:28:47: Aber reines Bewusstsein.

00:28:49: Physisch nicht nachvollziehbar, was wir hier machen.

00:28:54: Und dieses Wissen, das hilft mir natürlich unheimlich, weil ich dann mir alles anschauen kann und feststelle ja, so wie ich diese Situation jetzt, zum Beispiel meine Seele bewährte, dass ich also sage, ja ich habe eine Seele und die Seele Wie nenntest du das?

00:29:16: Das ist so ein schönen Platz gesagt.

00:29:19: Die Seele ist...

00:29:20: Also eigentlich habe ich ihn immer auf Englisch gehört.

00:29:23: You are a soul that has a human body.

00:29:25: Oder du bist eine Seele, die einen menschlichen Körper hat.

00:29:30: Ja, also die Seele ist meine ich reines Bewusstsein.

00:29:36: Und der Körper ist da, aber auch unsere Körperempfindungen.

00:29:40: Also wenn ich jetzt hier meine Hand auf meinen Oberschenkel lege, kannst du ja mal nachvollziehen.

00:29:46: Das machst du auch.

00:29:49: Und jetzt nehme ich die Hand weg, dann ist das die Empfindung von der Hand auf dem Oberschenkel schon wieder weg, die

00:29:57: ist nicht mehr da.

00:29:58: Das heißt, das war da und ist gegangen, aber mein Geist hat diese Hand auf den Oberschenkel definiert.

00:30:05: Aber das war in meinem Kopf.

00:30:08: Die Hand und der Oberschenkel haben eigentlich nichts hinterlassen außer einer Körperempfindung, die gekommen ist und die gegangen ist.

00:30:18: Und so ist es mit den Gedanken ja auch.

00:30:19: Alle unsere Gedanken kommen und gehen.

00:30:23: Was wir damit machen, ist die Summe der Erfahrungen, der Vergangenheit, die uns sagt,

00:30:31: oh,

00:30:32: das war jetzt ein schlechter Gedanke.

00:30:35: Das tut mir nicht gut.

00:30:37: Und das ist ein guter Gedanke.

00:30:38: Das habe ich gern.

00:30:40: Wie komme ich zu dieser Beurteilung?

00:30:43: Ich komme dazu, weil ich die Erfahrungen in meinem Leben gemacht habe, die mich wertend im separaten Selbst aufgehen lassen.

00:30:55: Diese separate Selbst, das ist mein Spielfeld.

00:30:59: Aber wenn ich das von meinen Gedanken abhängig mache, dann werde ich immer unbewusst in der Vergangenheit leben.

00:31:10: Weil alles was ich erfahren habe und alles was mich in meinen Bewertungen, in meinen Gefühlen dahin bringt, wo ich gerade bin, ist alles Vergangenheit.

00:31:21: Wie lebe ich mehr in der Gegend?

00:31:23: Wie lebe ich dann mehr in der Gegend?

00:31:24: Wie den Bart heißt, indem ich mir ganz bewusst in diesem Moment jetzt zum Beispiel dir zuhöre und feststelle, deine Welt ist eine unfassbar schöne vermutlich andere Welt als meine und mich fasziniert das, wie anders du bist und mich faszinieren deine Fragen, aber ich kann sie dort glaube ich wirklich völlig frei einfach lassen.

00:31:53: Und das ist der Unterschied.

00:31:54: Wenn wir normalerweise mit anderen Menschen reden, findet in unserem Moment des Dialogs im Kopf schon die Überlegung, was sage ich dazu?

00:32:04: Oder ist das nicht quatsch, was der jetzt gerade sagt?

00:32:06: Das heißt eine Bewertung oder eine Beschäftigung mit meiner Vergangenheit, die mir sagt, das ist doch Blödsinn, was die Wertung stimmt oder nicht?

00:32:15: Das muss ich das und das und das dazu sagen.

00:32:18: Aber das findet alles in meinem Kopf statt.

00:32:21: Das heißt in meinem Bewusstsein.

00:32:23: Und wenn ich jetzt mit einem Menschen aus dem Waren selbst komme und diese Erfahrung meiner Essenz gemacht habe, ich glaube, das ist so wichtig, dass wir das mal erfahren haben.

00:32:37: Wenn wir das gemacht haben, dann kann eigentlich alles geschehen, weil ich nicht mehr in meiner Vergangenheit alles rauspulen muss, um das zu bewerten, sondern ich kann es einfach lassen, wo es ist.

00:32:50: Und das ist natürlich eine unglaublich friedliche Kommunikation auf einmal.

00:32:56: Der Unfriede entsteht ja nur dadurch, dass ich im Widerstand bin gegen das, was gerade geschieht.

00:33:03: Also wenn jemand mir etwas sagt, was mich stört, dann bin ich im Widerstand.

00:33:07: Und in dem Moment bin ich innerlich nicht mehr friedlich.

00:33:12: Und da liegt, glaube ich, der Ursprung des großen Leids, dass wir eben ständig im Widerstand sind oder uns etwas fehlt.

00:33:21: Und das ist meine ich so die Antwort auf das, was du sagst natürlich.

00:33:25: Das Wort Seele verwende ich überhaupt nicht mehr.

00:33:29: Also das habe ich früher auch verwandt.

00:33:32: Ich habe mich lange Zeit ja auch mit der Erziehung her, war für mich meine Zeit in einem Jesuitenkolleg prägend.

00:33:45: Das hat mich sehr... auch schon mit ganz früh mit inneren Inhalten auseinandersetzen lassen.

00:33:52: Das fand ich schon sehr gut.

00:33:54: Aber natürlich ein System, wo unglaublich viele Wertungen und Konzepte drin sind, mit Bestrafung und nicht Bestrafung und und und.

00:34:02: Also eine wertende, nenn ich mal neutral, Spiritualität.

00:34:09: Das große Geheimnis ist, dass unsere Essenz, deine und meine absolut identisch sind.

00:34:18: Also in unserer Essenz sind wir beide total gleich.

00:34:22: Da gibt es gar nichts, was uns trennt.

00:34:25: Und wenn ich das mal begriffen habe, dass alle Menschen in ihrer Essenz reines Bewusstsein sind, dann habe ich auf einmal keinen Anlass mehr mich zu separieren.

00:34:37: Es gibt keinen Grund mehr.

00:34:39: Und das verändert meine ich unser Leben und da ist die Wurzel des Glücks für mich heute aus der heutigen Sicht.

00:34:49: Gut das bringt in mir sofort den Satz all is one oder alles ist eins auf und ja verschiedene.

00:35:02: verschiedene Dinge.

00:35:03: Ich versuche das einfach mal laut gedacht zu ordnen.

00:35:07: Wir müssen gar nicht jetzt so ausschweifend über Seele reden.

00:35:09: So wie du gerade drüber gesprochen hast, kommt es mir vor, dass es auch viel von dieser kirchlichen Perspektive, gerade wenn es um Bestrafung und so was geht, mit beeinflusst ist.

00:35:19: Das meinte ich gar nicht.

00:35:21: Ich finde eine tolle Formulierung, das mag ich nur noch mal einwerfen, ich habe mich mal mit Professor Medano Deister damals, war das der Vorsitzende des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit unterhalten und den habe ich gefragt, was ist denn eine Seele?

00:35:34: Und er hat einen coolen Satz gesagt, wie ich fand, der meinte nämlich, eine Seele ist das, was dich im Innersten ausmacht und im Außen dazu befähigt zu interagieren.

00:35:45: Und das fand ich irgendwie, das war eine Antwort, mit der ich irgendwie was anfangen konnte.

00:35:52: Aber ich verstehe auch, wenn dieses Wort, wir müssen uns da gar nicht drauf dran aufhängen, das kann auch Widerstände aussehen.

00:35:59: Das finde

00:36:00: ich ein supersatz.

00:36:00: Darf ich diesen Satz, den du gerade gesagt hast, den würde ich gerne übertragen auf das, was ich vorher gesagt habe.

00:36:12: Wenn ich in meiner inneren Essenz bin.

00:36:21: gelingt den Menschen viel einfacher, als sie denken, wir müssen Meditation nicht lernen.

00:36:25: Ich glaube, in unserer Natur sind wir Meditation.

00:36:30: Sprich, das Ziel aller meditativen Theorien, auch wenn sie lange dauern oder wenn wir uns mit der buddhistischen Tradition auseinandersetzen, das habe ich viele Jahre gemacht.

00:36:49: Das Ziel am Ende ist immer, wie immer wir es nennen, das göttliche Samadhi Erleuchtung, was auch immer.

00:36:58: Und dieser Zustand ist das Verweilen und die Möglichkeit in einem Zustand des Seins zu sein, wo uns von außen nichts mehr bestimmt beschäftigt, sondern ich einfach diesen tiefen inneren Frieden erfahren darf.

00:37:17: Und diese Essenz des Friedens Die ist von Natur aus freudig und positiv.

00:37:25: Und wenn ich das mitnehme in meinen Alltag, dann gestalte ich also mit dem, was du gerade die Seele nanntest, in diesem schönen Satz, wie die Seele sich manifestiert.

00:37:39: Die Gestaltung des Alltags ist auf einmal geprägt von meinem Sein, von meiner Seele, von dem Frieden und von der Freude in mir.

00:37:51: und wie ich jetzt damit umgehe im Umgang mit den Menschen.

00:37:58: Allgemein.

00:38:00: Und wenn ich aus diesem Punkt komme und mich dann mit mir beschäftige und den Menschen, dann fange ich an, und das ist jetzt der, glaube ich, eine Präzisierung, dann fange ich an, meine Gedanken zu bestimmen, die ich denken möchte und werde nicht mehr bestimmt von meinen Gedanken, die ihre Wurzeln der Vergangenheit haben.

00:38:25: Das ist der große Unterschied.

00:38:27: Aber das ist die Freiheit, also da sehe ich diesen Satz eigentlich ganz ähnlich mit dem, wie ich das jetzt gerade dir versuche, so ein bisschen näher zu bringen, wie ich es sehe.

00:38:39: Das ist so spannend, weil im Endeffekt, wir reden ja immer über die gleichen Sachen, die ganze Zeit.

00:38:49: Nur... immer aus einem leicht unterschiedlichen Winkel oder manchmal auch aus einem sehr unterschiedlichen Winkel.

00:38:54: Aber wir gucken immer auf das Gleiche.

00:38:58: Und wenn man tief genug eintaucht und deswegen berührt mich das, was du gerade auch gesagt hast, so in unserer Essenz sind du und ich und wir alle gleich, weil dann gibt es keine Unterschiede.

00:39:13: Das ist das reine Bewusstsein, wenn man so will.

00:39:18: Ich glaube, manche Menschen nennen das Gott.

00:39:28: Erleuchtung oder Erwachtsein oder wie auch immer, diese Begriffe sind von den unterschiedlichen Traditionen unterschiedlich, aber es geht immer um das Gleiche.

00:39:39: Genau, es geht immer darum.

00:39:42: Meinst du eigentlich, es ist so eine Art, in Anführungszeichen Aufgabe sich da so hinzuentwickeln, wie das auch manche Lebensrichtungen vorschlagen?

00:39:54: Also, dass man immer mehr, sodass die Aufgabe ist, sich immer mehr dem zu nähern.

00:40:00: Hast du dazu irgendwie eine Perspektive?

00:40:03: Ja, ich glaube, da habe ich eine sehr deutliche Antwort.

00:40:09: Ich glaube, dass man sich da nicht hin entwickeln muss, sondern dass wir das schon sind.

00:40:15: Wir haben das leider zugeschüttet durch die Erfahrungen, die wir als Kinder, wo immer wir sind, machen.

00:40:23: wie wir größer werden, wie wir Beziehungen definieren, wie wir Liebe definieren und alle diese Dinge, die wir in diesen Bereichen auch emotional erfahren haben, die bestimmen unser Netzwerk der Schleier, die über unsere Essenz liegen.

00:40:40: Für mich sind das Schleier, die muss ich nur wegziehen und dann stelle ich fest, ich bin schon da, wovon ich gerade rede.

00:40:48: Und das ist auch der große Unterschied.

00:40:50: Wir haben ja verschiedene Herangehensweise zur Meditation.

00:40:57: Das würde ich gerne noch erklären nachher, aber wenn wir den Umgang haben mit unserem Essenz, dann müssen wir nichts mehr lernen und wir müssen uns auch nicht hinbewegen, wir müssen nur sein.

00:41:12: Also das ist das ganz Wunderbare, denn die Essenz, verstehst du was ich sage?

00:41:17: Ja, also ich muss nicht.

00:41:19: Ich muss nur sein und um zu sein, muss ich die Schichten an Gedanken und Vergangenheit wegtragen.

00:41:30: Also ich muss aber nicht an einen anderen Ort, sondern ich muss an diesem Ort aufräumen, wenn du so, das ist mal ein plattes Sprache.

00:41:36: Richtig, das ist wunderbar.

00:41:39: Also ich habe ja eine sehr starke Beziehung.

00:41:43: Ich weiß nicht, ob dir dieser Gelehrte was sagt, Gidu Krishnamurti.

00:41:48: Nein.

00:41:50: Ein ganz wunderbarer, spiritueller Lehrer ist vor zwanzig Jahren gestorben.

00:42:01: Der war völlig frei, also nicht hinduistisch, nicht buddhistisch mehr, sondern war einfach ein Lehrer mit einer unglaublichen Ausstrahlung.

00:42:11: Alle großen Lehrer, alle bekannten Gegenwartstheerer haben einen ganz starken Bezug zu ihm.

00:42:16: Er hat wunderbar Bücher geschrieben.

00:42:20: Und er hat zu einem Schüler gesagt, irgendwann, der immer wieder zu ihm kam und einfach nicht klar kam mit dem Leben.

00:42:27: Und der war dann irgendwann müde.

00:42:28: und dann hat er zu ihm gesagt, weißt du was?

00:42:32: Geh jetzt und bring dein Haus in Ordnung.

00:42:37: Wirklich wie

00:42:41: übertragen.

00:42:43: Wenn ich anfange, mein Haus in Ordnung zu bringen, dann weiß ich heute, dass ich mich von ganz vielen Dingen trennen muss, die ich über die Zeit angesammelt habe, die völlig überflüssig sind.

00:42:53: Das weißt du ja von diesem Film einmal im Gegenstandssinne, wo man da wirklich irgendwann sagt, das brauche ich nicht, das brauche ich nicht, das brauche ich nicht, das brauche ich nicht.

00:43:03: Das Neti-Neti-Konzept.

00:43:06: Das nicht, das nicht, das nicht, das nicht.

00:43:08: Und im Inneren genauso.

00:43:12: Wenn ich anfange, mir anzuschauen, was bestimmt mich, welche Ängste bestimmen mich.

00:43:18: Normalerweise sind alle Menschen von ihren Ängsten definiert.

00:43:23: welche Ängste bestimmen mich.

00:43:25: Und dann stelle ich fest, das kommt ja aus der Vergangenheit und das kommt auch aus der Vergangenheit und das brauche ich nicht und das brauche ich nicht.

00:43:31: Dann bleibt am Schluss irgendetwas übrig und das ist die Essenz.

00:43:37: Und das sind die Schleier, die ich weg tue.

00:43:39: Das nicht, das nicht, das nicht, das nicht.

00:43:41: Und ich glaube, das ist der wunderbare Weg, den wir gehen können, wenn wir jetzt anfangen, unser Haus in Ordnung zu bringen, sprich aufzuräumen.

00:43:52: wie du es vorhin gerade genannt hast, Dinge wegzutun, die wir alle nicht mehr brauchen, die uns aber bestimmen.

00:43:58: Und dieses Bewusstsein ist ja fast therapeutisch heilsam.

00:44:06: Ja, ich weiß gar nicht, ob man fast, also ich würde fast schon sagen, wir brauchen das fast nicht, aber ja, das ist, ich glaube, das ist, es geht ja immer um die gleichen Sachen, aber die Kreise, die wir drum ziehen, werden gerade kleiner.

00:44:23: So, und ich hatte ganz am Anfang, weil ich möchte gerne mit dir auf das Thema der Meditation gleich kurz kommen, vorher um einmal diesen, auch diesen Schleier aufzuräumen.

00:44:37: Ja, die Frage gestellt, ja, was hat denn jetzt sein und bewusst sein eigentlich mit Wohlbefinden und Glück zu tun?

00:44:42: Und du hast so eine schöne Formulierung gesagt, nämlich für dich ein Kern-Element dieser wahren Essenz ist... Freude, Frieden und Freude.

00:44:54: Und ich glaube, Freude ist, Glück wird ja häufig, ja, wie will es, wie will es von welcher Perspektive schauen wir darauf?

00:45:02: Psychologisch ein positiver Effekt, neurologisch eine Belohnungsantwort im Gehirn.

00:45:08: Wir können da verschieden darauf schon, aber so dieser, dieser Moment, dieses, diese, diese Verbundenheit, dieses jetzt gerade ist es gut.

00:45:18: Das kann man auch als Freude bezeichnen.

00:45:20: Das heißt, was hat Bewusstsein mit Freude zu tun, könnte man oder mit Wohlbefinden oder Glück, egal welches Wortwärts verwenden, eigentlich könnte man dann doch fast die Antwort sagen, Bewusstsein ist

00:45:32: Glück

00:45:33: oder Freude.

00:45:37: Also das Bewusstsein dieser Zustand des Seins, der zeichnet sich dadurch aus, dass mir in dem Moment nichts fehlt und dass ich keinen Widerstand habe gegen irgendetwas.

00:45:57: Und in dem Moment bin ich Friede, Freude und was andere Menschen betrifft, Liebe.

00:46:08: Das heißt, wenn mir nichts mehr fehlt und ich keinen Widerstand habe, dann bin ich im Zustand von Verbindung, wenn ich in die Welt gehe.

00:46:19: Und diese Verbindung ist getragen von einer tiefen, inneren, schwingenden, universellen Liebe.

00:46:29: Und das macht das aus.

00:46:33: Also das ist das.

00:46:34: Ich glaube, wenn wir mit Leuten fragen, ich auch immer, schau, ich komme jetzt gerade von diesem Betrieb in Lagomera, ging es um das.

00:46:46: Das geht immer nur um das.

00:46:48: Alle Events, wenn du dir mal der Weg zu mir selbst anschaust, diese Workshop-Serie, die ich ja über die nächsten Jahre unterrichte, die Themen, es geht ... Es sind immer andere Themen, aber es geht immer um das Gleiche.

00:47:05: Es geht immer darum, dass wir lernen wollen, mit der Gegenwart umzugehen.

00:47:16: Das heißt, die Gegenwart zu akzeptieren, wie sie ist und nicht in den Widerstand gehen.

00:47:21: Das ist auch Präsenz und das ist eigentlich Achtsamkeit.

00:47:25: Was ich damit sagen will, ist auch aus meiner buddhistischen Ausbildung her, Ich möchte Mitgefühl lernen.

00:47:38: Ich möchte achtsam sein.

00:47:40: Ich möchte all diese Dinge, die ich in separaten Workshops lernen kann.

00:47:47: Wenn ich aus der Essenz komme und diesen inneren Frieden und Freude mitschwingen in mir trage, muss ich nicht Achtsamkeit lernen.

00:47:57: Ich bin achtsam.

00:47:59: Und ich muss auch kein Mitgefühl lernen.

00:48:01: Ich habe und bin Mitgefühl.

00:48:05: weil das ja der Friede und die innere Freude ausmacht.

00:48:09: Das heißt, das macht uns das Leben so viel einfacher.

00:48:14: und das führt mich jetzt zu diesem Thema unterschiedliche Meditation.

00:48:19: Was ist im Westen geschehen, auch mit dem Yoga, auch mit der Meditation?

00:48:25: Ich habe meine spirituelle Ausbildung plötzlich als ein Menüpunkt auf meinem To-do-Liste.

00:48:33: Das heißt also, ich habe am Donnerstagabend um siebster, dreißig bis zwanzig oder neunzehn Uhr meine Yoga-Klasse.

00:48:40: Der Tag davor war was anderes, dann kommt Yoga a, jetzt kommt die Spiritualität und das mich mit mir beschäftigen und hinterher bin ich wieder in meiner Situation, Familie oder irgendwo und alles ist genauso wie vorher auch.

00:48:54: Diese Diskrepanz ist das, was uns unglücklich werden lässt, weil wir nicht erkennen, dass Glück unsere Essenz ist und ich aus dem Glück heraushandle und nicht zum Glück gehen muss.

00:49:11: Ich muss mir das nicht anerziehen oder trainieren, sondern ich bin Glück, ich bin Meditation.

00:49:19: Wenn ich mich die Augen schließe, wir schweigen einen Moment, wir sind in der Stelle, alle Gedanken weg, ich bin im Rhein sein, ich bin im Glück.

00:49:37: Die Meditationstechniken, über neunzig Prozent der Meditationstechniken, die wir jetzt praktizieren, auch im Internet, gibt ja wie viel, hunderttausend verschiedene Möglichkeiten zu meditieren.

00:49:50: Bestimmt, ja.

00:49:51: Das sind alles Meditationstechniken, die wir die progressiven Techniken nennen, also ich sehe, das heißt Techniken, die sich mit etwas Außen beschäftigen, was mir hilft, zu fokussieren und ruhig zu werden.

00:50:06: Aber es ist außen.

00:50:08: Eine Kerze, ein Mantra, eine Yoga-Klasse, der Atem.

00:50:14: Es ist immer etwas, wo ich mich drauf konzentriere mit meinem Geist und versuche damit, die ganzen Einflüsse von außen auszuschalten, dass ich ruhiger werde.

00:50:27: Und das ist eine super Technik.

00:50:28: Das funktioniert bei ganz vielen Menschen und das ist ein wunderbarer Einstieg, finde ich.

00:50:35: Der nächste Schritt ist... Ich schaue mir nicht mehr das Objekt außerhalb an, sondern ich schaue den an, der schaut.

00:50:44: Das heißt, ich schaue mich selbst an.

00:50:47: Was erfahre ich, wenn ich mich konzentriere?

00:50:53: Nicht mehr ich konzentriere mich auf das da draußen, sondern ich konzentriere mich auf mich, der erfährt.

00:51:00: Und in dem Moment kann ich feststellen, es gelingt mir viel leichter, Dinge wegzulassen, weil ich immer bei mir bin.

00:51:07: Ich gehe gar nicht mehr raus.

00:51:08: Ich bleib bei mir.

00:51:10: Das ist der sogenannte direkte Weg.

00:51:13: Und das, wenn wir im Sein sind und uns einfach hinsetzen können und alles ausschalten können, weil unser Geist kann das, dann ist das der Weglose Weg.

00:51:25: Und das ist der Weg, der eigentlich uns allen zur Verfügung steht, da müssen wir überhaupt nichts machen.

00:51:31: Wir müssen nur wissen, dass es ihn gibt und wie wir die Schleier wegziehen, um das wieder zu erkennen, dass wir das Sein in uns haben.

00:51:40: Ich bin.

00:51:43: Verstehst du?

00:51:46: In mir kommt gerade irgendwie einfach schon wieder dieser Punkt, wir müssen eigentlich nicht lernen, irgendwas zu sein, wir müssen lernen, Schleier wegzuziehen.

00:51:54: Richtig.

00:51:57: Das ist für mich eine Essenz jetzt schon aus diesem Gespräch.

00:52:04: Und dann, als du gerade einstiegst mit dem Thema, mit der Meditation, du hast das ja so aufgemacht, ich habe jetzt meine Arbeit und dann treffe ich jemanden zum Kaffee und dann habe ich heute Abend noch mal von achtzehn bis neunzehnundreißig Yoga und da ist dann meine Spiritualität auch.

00:52:25: und dann hast du ja gleichzeitig, wenn ich dich jetzt richtig in Erinnerung habe oder ich habe verstanden, hast du gesagt, dass diese Diskrepanz macht dann unglücklich und gleichzeitig kann ja aber genau das auch so ein erster Schritt sein, dass ich dann irgendwie merke ja in der, also Da hänge ich gerade noch, weil für viele Menschen, wir haben irgendwie uns gemeinsam so eine Welt geschaffen.

00:52:49: Irgendwie darauf geeinigt, dass hier Dinge laufen, wie sie laufen.

00:52:52: Da gibt es ja auch viele Diskussionen.

00:52:55: So, das ist ein Riesenfeld.

00:52:57: Aber erst mal, wenn ich jetzt mein Leben lebe, dann ist es ja erst mal vielleicht, hat ja diese Yoga-Klasse von achtzehn bis neunzehn Uhr dreißig, einen positiven Effekt.

00:53:07: oder Effekt auf mich.

00:53:09: Selbst wenn dadurch die Diskrepanz aufgeht.

00:53:12: So, oh.

00:53:15: Oder ich kann dir ein sehr persönliches Beispiel geben.

00:53:17: Ich war letztes, letztes oder vorletztes Jahr auf einem Retreat.

00:53:22: Und das war total toll.

00:53:23: Das war wahnsinnig schön.

00:53:25: Und danach, als es vorbei war, da war ich so glücklich und total traurig gleichzeitig.

00:53:34: Weil ich dachte mir, wow.

00:53:37: So kann sich Leben und Zusammenleben anfühlen.

00:53:41: Das ist ja wunderschön.

00:53:42: Ich war total erfüllt.

00:53:44: Und gleichzeitig war ich super traurig, weil ich gemerkt habe, oh Mist, aber mein eigentliches Leben ist ja gar nicht so.

00:53:52: Und gleichzeitig, ich habe mir mein Leben sehr bewusst so aufgebaut.

00:53:56: Das ist überhaupt nicht zufällig.

00:53:57: Ich habe das feinsäuberlich so irgendwie hingestaltet und dann merke ich auf einmal verdammt.

00:54:03: Und gleichzeitig ist ja diese... Dieser Diskrepanz so, wie du es gerade genannt hast, würde ich sagen, das war diese Traurigkeit, die ich da gespürt habe.

00:54:13: Toll, voll das hinzu, davon will ich mehr und gleichzeitig eine Trauer über, wie es aber noch nicht ist oder wie es aktuell ist und gleichzeitig kann es ja voll der Motor sein, sich dann in Richtung zu entwickeln.

00:54:25: Deswegen würde ich diese Diskrepanz gar nicht als so negativ einordnen, sondern daraus kann ja auch ganz viel entstehen.

00:54:31: Ob es jetzt dies Retreat ist oder eine fiktive Yoga-Klasse ist.

00:54:35: Also ich möchte sie auch nicht negativ

00:54:36: einbauen.

00:54:38: Dann habe ich das nur gemacht.

00:54:41: Ich bin ja selbst diesen Weg gegangen.

00:54:46: Aber ich kann auch heute sagen, dass das Problem ist, dass wir die beiden Dinge noch trennen.

00:54:56: Für mich ist Yoga, also ich nenne das auch gerne so, für mich ist Yoga... wirklich eine Lebensform, keine spirituelle Praxis.

00:55:10: Wenn wir das leben, was diese wunderbaren Philosophien uns sagen, dann ist Yoga immer eine Lebensform und kein vom Leben abgetrennter Menüpunkt, wo ich dann mich damit beschäftige, um dann wieder zurückzugehen.

00:55:25: Sondern das, worauf ich großen Wert lege, ist, dass wir lernen, alles miteinander zu verbinden, dass wir Yoga sind und dass wir Yoga leben.

00:55:35: Oder Meditation sind und Meditation leben.

00:55:39: In dem Moment ist diese Trennung weg.

00:55:42: Aber da brauche ich eben diesen nächsten Schritt, der dich traurig gemacht hat, dass du zurück kommst und auf einmal nicht weißt, wie kann ich jetzt das, was ich gerade erlebt habe.

00:55:54: Das bin ich ja gewesen.

00:55:57: Wie kann ich das weiterleben in dem, was jetzt kommt?

00:56:00: Wieso bin ich traurig?

00:56:01: Ich muss doch gar nicht traurig sein.

00:56:03: Ich bin mir nahe gewesen, jetzt muss ich das einfach in mein Alltag transportieren irgendwie.

00:56:09: Und das ist eigentlich das, was ich weitergebe den Menschen.

00:56:15: Das, was wir gerade besprechen, die Verbindung mit Friede und Freude und Präsenz in der Gegenwartsein.

00:56:24: Das ist Yoga.

00:56:25: Das ist Achtsamkeit.

00:56:27: Das sind alle diese Begriffe.

00:56:29: Aber die kann ich leben.

00:56:30: Ich muss nur nicht mehr separieren.

00:56:35: Die Separation.

00:56:36: Ich hier, du dort.

00:56:39: Da fängt es an.

00:56:41: Ich bin du.

00:56:44: Da hört es auf.

00:56:48: Bestimmst du nicht ab?

00:56:50: Ja, ich würde sagen, also ich habe auf jeden Fall eine Resonanz dazu.

00:56:53: und gleichzeitig... kommt mir die Frage oder der Einwand brauchen wir nicht aber auch die separation um uns in dieser welt bewegen zu können?

00:57:03: also das ist ja es gibt ja auch die perspektive was ist zum beispiel wieder was ist bewusst sein oder was?

00:57:10: was passiert eigentlich was in unserem kopf?

00:57:11: was ist das ego?

00:57:13: ja das dampft einfach nur all die unzähligen information auf so einen kleinen bruchteil herunter dass ich fähig bin mich hier zu bewegen und dass ich dass ich halt irgendwie in dieser physischen, grobstofflichen Welt oder wie auch immer man das jetzt bezeichnen will, irgendwie fähig bin zu interagieren.

00:57:35: Also wir könnten dieses Gespräch gar nicht führen, wenn wir von vornherein einfach nur sagen, wir sind ja E-Eins, dann ist das Gespräch schon vorbei.

00:57:43: Also wir brauchen noch die Trennung.

00:57:48: Da komme ich noch mal zurück.

00:57:53: Da komme ich noch mal zurück zu der Ja, vor einer halben Stunde haben wir darüber gesprochen über das separate selbst.

00:58:02: Also das separate selbst ist ja sozusagen unser, ich nenne das jetzt mal Spielfeld Alltag.

00:58:09: Alltag und Welt.

00:58:11: Und wenn ich jetzt aus meiner Essenz mich erfahren habe, dann gestalte ich diesen Alltag völlig anders.

00:58:24: als wenn ich von meinen Gedanken getrieben werde und den Eindruck habe, oh je, jetzt kommt dieser Tag wieder.

00:58:29: Und in dem Moment akzeptiere ich ja schon, dass meine Gedanken mit mir etwas machen und nicht ich mit meinen Gedanken etwas mache.

00:58:37: Du siehst du, der Ausdruck von der Traurigkeit, den du hattest, war eigentlich ein Wissen, dass jetzt etwas geschieht, was du eigentlich gar nicht willst, aber es geschieht.

00:58:50: Wenn wir diese Erfahrung des selbst mit unserem Bewusstsein in uns verankern, Also wenn wir wissen, wir sind das, dann können wir dieses Separat selbst völlig anders aufdröseln.

00:59:04: Das heißt, der Tag am Morgen fängt schon damit an, dass ich mich, wenn ich wach werde, nicht mit irgendeinem um Gottes willen, jetzt passiert das heute und diesen Termin habe ich und das, sondern dass ich wach werde und sage, ist das nicht großartig, einen neuen Tag zu werden.

00:59:22: Und ich schaue mir diesen Tag an und sage jetzt gestalte ich den mal und mach daraus das, was mir gut tut mit meinem Wissen von mir selbst.

00:59:31: In dem Moment ist das was ganz anderes.

00:59:34: Also deshalb gebe ich dir völlig recht.

00:59:38: Wir müssen uns manifestieren in unserer Welt, aber wir manifestieren uns mit Friede, mit dem Wissen von unserem Sein und wir kreieren Schönheit und Freude.

00:59:56: Also das ist für mich die Essenz von dem, was ich eigentlich versuche, mit dir zu teilen.

01:00:04: Dieser Weg in den Alltag, das ist die Entscheidung.

01:00:08: Es nützt mir nicht, wenn ich in meinem Kämmerchen meditiere und glücklich bin, sondern das ist gut und das ist der Ausgangspunkt.

01:00:17: Aber ich möchte, dass mit den anderen Teilen und Teilen kann ich es nur, indem ich agiere.

01:00:25: mich zeige, interagiere, liebe, freude kreiere, Schönheitsschaffe.

01:00:33: Das ist das, was mein Alltag auf einmal ist.

01:00:36: Auf einmal ist ein Gespräch mit einem Menschen, den ich vorher gar nicht mochte.

01:00:42: Ich kann den auf einmal so lassen, wie er ist und entdecke in ihm ganz viel Schönheit und ganz viele Dinge, die so anders sind, als ich sie für mich machen würde, dass ich sie bewundern kann und nicht mehr ablehnen muss.

01:00:56: Und da fängt es an.

01:00:58: Ich lass das so stehen.

01:01:00: Einfach.

01:01:01: Ich glaube, das ist genau das, was es ist, nämlich Sachen sein lassen.

01:01:05: Und es ist so verführerisch und so reizvoll.

01:01:09: natürlich immer noch die nächste Frage und hier und da und das nochmal.

01:01:13: Aber ich glaube, der Kern von dem, worüber wir hier sprechen, ist ja sein.

01:01:20: Und zwar ohne was zu wollen.

01:01:23: Also übe ich mich jetzt mal darin, nichts damit zu machen zu wollen.

01:01:29: Es ist gut.

01:01:30: Ja, es ist gut.

01:01:31: Es

01:01:32: ist nicht leicht.

01:01:34: Ich, ja, ich finde es aber trotzdem, es macht aber Spaß.

01:01:38: Es macht wahnsinnig Spaß.

01:01:39: Vielen Dank.

01:01:40: Und ich kann mir vorstellen, dass da auch noch mal im Nachgang so viele, so viele Folgeperspektiven aufgehen.

01:01:47: Also ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn wir vielleicht an einer anderen Stelle da nochmal, da nochmal weiter zu sprechen können.

01:01:53: Aber ich glaube, es ist auch, wir sind auch einfach an einem, an einem guten Punkt.

01:01:58: Für jetzt.

01:01:59: Integration ist ja auch immer wichtig.

01:02:02: Wie lasse ich?

01:02:02: Wird aber gerne... Also erstmal würde ich dich gerne fragen, haben wir hier gerade ein Thema ausgespart, was aus deiner Perspektive irgendwie wichtig ist oder noch fehlt?

01:02:15: Also mein großes Anliegen ist jetzt mal ganz praktisch.

01:02:20: Also

01:02:21: es

01:02:21: geht immer ums Leben.

01:02:23: Und das Leben ist praktisch.

01:02:26: Mein großes Anliegen ist, dass das, was ich jetzt gerade auch mit dir ansatzweise teilen konnte, den Menschen zeigt, dass sie einfach nur leben müssen und die Schleier wegziehen müssen, die ihnen die Freude am Leben genommen haben.

01:02:43: Die Vorgehensweise, dass das du mitgekriegt, das stecken viele philosophische Weiszeiten dahinter, ich vermeide grundsätzlich Fremdworte, wenn ich kann.

01:02:59: in allem, was ich sage, weil alle diese Dinge separieren.

01:03:04: Also ich kenne zu viele Menschen, die beschäftigen sich seit zwanzig, dreißig Jahren mit buddhistischer Philosophie, aber sie haben keine Ahnung, wie das Leben funktioniert.

01:03:16: Und die Philosophie ist eigentlich dafür da, um ihnen das zu zeigen, wie es funktioniert, aber wir bleiben dann eben immer in den äußeren Dingen.

01:03:24: Dazu kommt, dass ich heute natürlich auch weiß, durch meine aufenthalte teilweise in anderen Ländern, dass wir uns wirklich auf die Worte, die dort gesprochen wurden, als Hinweis damit etwas im Leben zu tun berufen, weil wir keine Ahnung haben, unter welchen Umständen diese Worte vor tausendfünfhundert oder zweitausend Jahren geschrieben wurden.

01:03:50: Das ist uns so fremd und so weit, dass wir das gar nicht beurteilen können.

01:03:55: Das heißt, Alle diese Dinge Philosophien, auch die westliche, auch die griechische Philosophie, die fast zur gleichen Zeit ähnliche Theorien entwickelt hat.

01:04:06: Alle diese Dinge sind Hilfen, die uns heute in unserer Welt auch mit diesen unglaublichen Möglichkeiten des Informierzeins, die uns helfen, unser Leben einfach, leicht und freudig zu gestalten.

01:04:25: Darum geht es.

01:04:27: Also ich bin kein... Wie sagt man?

01:04:31: Also ich habe alle Dinge, die ich in mir trage, sind Bezug oder versuche ich in Bezug zu setzen, zu dem ja, wie lebe ich das?

01:04:42: Also wie lebe ich diese tollen Inhalte von dem Workshop gerade vor zwei Wochen?

01:04:48: Wie kann ich das in meinem Alltag leben?

01:04:50: Das ist entscheidend.

01:04:53: Und deshalb auch dieser große, ich würde gerne mit einem Satz enden, einen Satz.

01:04:59: Wir

01:04:59: sind noch gar nichts ganz zu Ende, aber ja.

01:05:04: Aber dann den würde ich nachher vielleicht am Ende sagen.

01:05:07: Ja, dafür habe ich die perfekte Frage für dich, wo du den Satz dann sagen kannst.

01:05:13: Wir können die auch vorziehen, weil du wolltest ihn gerade sagen.

01:05:16: Ich frage nämlich, eigentlich ist immer so die allerletzte Frage, über welchen Satz oder über welche Frage sollte jeder Mensch einmal nachdenken?

01:05:25: Und da passt er doch perfekt wahrscheinlich hin.

01:05:28: Friede und Freude sind die Essenz meines Seins.

01:05:37: Und ich teile diese Sein mit allem und mit jedem.

01:05:46: Ich danke dir.

01:05:49: Und ich habe tatsächlich jetzt nochmal... Lass uns gerne nochmal konkret bleiben.

01:05:55: Ich finde es sehr, sehr wertvoll.

01:05:59: Und die Dinge, über die wir hier sprechen, glaube ich sind nicht immer einfach zu erfassen und deswegen führe ich hier seit einiger zeit die so eine art ist es eine kategorie oder ist es eine liste?

01:06:16: wie auch immer ich frage sehr gerne alle menschen die hier in dem podcast sind am ende noch mal so nach deinen fünf oder nach ihren aber jetzt in dem fall nach deinen so fünf drei bis fünf konkreten Sachen, die du machst in deinem Alltag für mehr Wohlbefinden, Glück, Freude.

01:06:37: Was sind so die drei bis fünf konkreten Sachen für mehr Wohlbefinden, die du machst oder empfehlen kannst?

01:06:44: Also die große Überschrift ist auf Empfang gehen und nicht nur senden.

01:06:56: Dazu gehört, ich gehe auf Empfang, wenn ich mit anderen Menschen mich verbinde.

01:07:04: und versuche, meinen Reaktionsmuster zu unterbrechen.

01:07:09: Was in mir ist, wie in uns allen.

01:07:14: Wir haben Reaktionsmuster und die meiste Kommunikation, die wir machen, besteht auf Reaktion, weil das Empfangen fehlt.

01:07:25: Wenn ich auf Empfangen gehe, dann kann ich zuhören, dann entsteht in mir die Stille, die immer da ist, und dann kann ich überlegen, sage ich was oder lasse ich's.

01:07:41: kann ich es einfach verstehen lassen.

01:07:45: Wir beziehen einen großen Teil unseres Selbstwerts, dass wir in dem Moment was sagen müssen, weil es ein Reaktionsmuster ist.

01:07:55: Und deshalb ist für mich das Wichtigste auf Empfang gehen und nichts enden.

01:08:03: Das Zweite ist, wenn ich mir den Körper anschaue.

01:08:07: Ich gehe auf Empfang, was mein Körper betrifft.

01:08:12: Mein Körper sagt mir, was ist gut zu essen oder was ist nicht gut zu essen.

01:08:18: Ich brauche keine Regeln.

01:08:21: Ich brauche kein Konzept.

01:08:22: Ich brauche keine Ernährungsliste.

01:08:26: Wenn ich auf mein Körper höre, sagt mir mein Körper ganz genau, was er gerne hat und was er nicht gerne hat.

01:08:35: Und da steckt ganz viel Gesundheit drin.

01:08:37: Aber auch nicht durch tun, sondern durch auf Empfang gehen.

01:08:44: Und wenn ich mit Menschen verbunden bin, die mir sehr nahe stehen, Dann bin ich mit ihnen verbunden, weil ich sie aufnehme, wie sie sind und nichts von ihnen will.

01:09:00: Ich gehe auf den Fang.

01:09:02: Und in dem Moment sind ganz viele Dinge, die früher Ursache für Schwierigkeiten waren.

01:09:08: Nicht mehr da, weil ich, wenn ich auf einen Fang gehe, dann kann ich die andere Person im tiefster Liebe aufnehmen, wie sie ist.

01:09:19: Und die Liebe heißt in dem Moment, Ich schaffe Raum, dass die andere Person sich entwickeln kann, dass ich liebe.

01:09:30: Und da spielt auch wieder das Wort auf Empfangengehen eine große Rolle.

01:09:36: Und das ist für mich eigentlich die große Wende gewesen, glaube ich auch in den letzten Jahren in meinem Leben, dass ich auf einmal einen ganz feinen Zugang zu diesem Empfangen habe, das gegenüber aufnehmen, die Welt aufnehmen, die Gefühle, die Schönheit aufnehmen, empfangen, da lassen und dann agieren und nicht reagieren.

01:10:14: Danke.

01:10:15: Danke dir.

01:10:19: Ich gehe trotzdem einmal ganz bewusst jetzt ins Senden.

01:10:24: Ich hab zumindest fühlt es sich für mich gerade so an, sehr, sehr viel heute auch empfangen dürfen.

01:10:31: Und dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

01:10:33: und warum ich dich auch gerade gefragt habe nach diesen konkreten Dingen für mehr Wohlbefinden und Glück ist, dass ich Lust habe, langfristig einfach eine große, große Liste an ganz unterschiedlichen Impulsen zusammenzustellen.

01:10:48: Deswegen frage ich alle möglichen Gäste hier im Podcast, aber ich sende das auch ganz bewusst hier an alle Hörerinnen im Podcast.

01:10:58: Wenn ihr Lust habt an dieser großen Liste, mitzuwirken.

01:11:02: Dann schickt mir einfach eure drei bis fünf Punkte für mehr Wohlbefinden im Alltag an hello at humansarehappy.org und ich teile einmal im Monat so die wichtigsten Punkte daraus bei mir im Newsletter.

01:11:18: Also falls ihr da dann auch mitlesen wollt, dann ist es auch ganz einfach möglich.

01:11:23: Dafür anmelden könnt ihr euch auf humansarehappy.org oder natürlich über die Links in den Show Notes.

01:11:29: Da teile ich nicht nur die wichtigsten Punkte aus dieser Liste, sondern auch die wichtigsten Erkenntnisse aus allen Gesprächen.

01:11:36: und wie lasse ich bin ehrlich, ich glaube, das wird, ich weiß noch nicht, wie ich das hinkriege.

01:11:40: Aber das wird schon gehen.

01:11:43: Das wird schon gehen.

01:11:44: Ich bin, ich bin da echt frohen Mutes oder optimistisch und ich bin vor allem berührt.

01:11:51: Ich bin sehr, sehr dankbar für die Zeit, die du dir hier nimmst, um mit mir heute hier zu sprechen oder auch um zu allen Menschen zu sprechen, die Lust haben hier zuzuhören und

01:12:06: ich

01:12:07: spüre das Wohlwollen, dass du mir entgegen bringst durch den Adter des Internets und durch ja über die Entfernung.

01:12:15: Das ist wirklich, wirklich Wahnsinn.

01:12:19: Oder es ist einfach sein, auch egal.

01:12:22: Danke, das ist mir wichtig zu senden

01:12:24: an dich.

01:12:24: Sein ist immer Verbindung.

01:12:27: Sein ist immer Verbindung.

01:12:28: Vielleicht ist das eine so eine Erkenntnis, so ein kleiner Nugget.

01:12:35: Und viele Nuggets ergeben einen Barren.

01:12:37: Na okay.

01:12:38: Wielas, ich habe noch eine Frage, die ich mir aufgeschrieben habe.

01:12:44: Die frage ich auch immer gerne zum Schluss, die Menschen, die hier so sind.

01:12:48: Und zwar, wenn dein Leben ein Buch wäre, Welchen Titel würde es tragen?

01:12:55: Bewusstes sein, glücklich leben.

01:13:02: Ich danke dir, Wila, es noch einmal.

01:13:05: Von Herzen, für deine Impulse, für dein Sein und für deine Zeit und Aufmerksamkeit.

01:13:11: Und wenn du magst, dann gehen die letzten Worte jetzt an dich.

01:13:18: Ich habe eigentlich gar nicht mehr viel zu sagen.

01:13:20: Ich bin sehr glücklich.

01:13:22: Ich danke dir, dass ich hier sein durfte und mit dir diese Dinge teilen darf, die mich beschäftigen.

01:13:29: Und mir liegt wirklich ganz, ganz viel daran, dass die Menschen bewusster sind und dadurch glücklich leben.

01:13:44: Danke dir.

01:13:46: Dankeschön.

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