Wie werde ich gelassen älter? – mit Bertram Kasper | HAH 209
Shownotes
In dieser Woche spreche ich mit Bertram Kasper über die wichtige Frage, wie wir im Prozess des Alterns die innere Gelassenheit bewahren können. Ich freue mich sehr über dieses schöne Gespräch und wünsche dir jetzt ganz viel Spaß beim Hören.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen by Humans Are Happy.
00:00:03: Ich bin Leonhard Gabriel Heigster und heute spreche ich hier mit Bertram Casper über die Frage, wie wir gelassen älter werden können?
00:00:12: Ich freue mich auf das Gespräch!
00:00:14: Schön, dass du da bist.
00:00:15: Herzlich Willkommen lieber Bertram!
00:00:17: Ja vielen Dank für die Einladung, Leonhard.
00:00:19: Ich freu mich auch total.
00:00:20: Ich habe mich richtig aufs Gespräch gefreut.
00:00:23: Schön.
00:00:24: Und jetzt liegt es auch noch die ganze Zeit vor uns... Wie großartig.
00:00:29: Ich frage einfach mal direkt Bertrand, wie wird man gelassen älter?
00:00:34: Ja das ist die große Gretchenfrage, die mir natürlicherweise ja öfter gestellt wird wegen dem Podcast.
00:00:41: also ich glaube es ist ein immerwährender Prozess um gelassen Älter zu werden oder was ich auch gerne sage Es ist eine immerwärende Akzeptanzübung weil du dich ja immer wieder neu einlassen musst auf den Prozess des älters werdens.
00:00:57: Und ich hatte so meinen ersten Einschnitt, wenn ich das sagen darf mit ... Ich war exzessiver Marathonläufer und habe einen Meniscus-Rest bekommen im Knie.
00:01:06: Und konnte dann kein Marathon mehr laufen.
00:01:08: Und ich bin quasi den letzten Marathon mit ... Und dann ist diese Beeinträchtigung passiert!
00:01:16: Das war ein krasser Einschnitt.
00:01:18: also das erste Mal so richtig bewusst zu merken jetzt funktioniert mein Körper nicht mehr so wie ich das gerne hätte Und ich muss mich umorientieren.
00:01:27: Also das war quasi die erste Akzeptanzübung im Kontext des Elterwerdens für mich, wo ich dann überlegen musste was will ich denn für den Sport machen?
00:01:36: und ich bin dann auf das Nordic Skating gekommen.
00:01:41: Das ist im Grunde Skaten mit Stöcken wie beim Biatlon nur ohne Gewehr Auf Asphalt mit so einer Art Rollschie.
00:01:49: Das sieht ein bisschen anders aus weil ich ein anderes Gerät benutze und das war total gut Und es hat aber wirklich gedauert.
00:01:57: Ich würde sagen, so anderthalb Jahre habe ich wirklich damit mich rumgequält bis ich das auch in Gänze akzeptiert habe.
00:02:05: also ein Anpassungsprozess ist es ein permanenter und ich glaube auch eine immerwährende Übung sozusagen die Gelassenheit immer wieder in den Blick zu nehmen.
00:02:17: Und ich habe das jetzt gerade auch im Kontext meiner Buchveröffentlichung gemerkt, wie schnell ein die alten Narrative also mich, die alten narrative von Leistungen und Perfektionismus einholen.
00:02:29: Wie wichtig es ist für die Gelassenschaft oder auch für die Achtsamkeit sich selbst gegenüber, sich dann auch wieder zurückzuholen?
00:02:36: Also erst mal das wahrzunehmen und sich dann zu überlegen ja was mache ich denn jetzt damit?
00:02:41: Will ich das so?
00:02:42: Will ich es
00:02:42: nicht?".
00:02:43: Und wenn ja, was bedeutet das?
00:02:44: und wenn nein, was muss sich ändern um mich wieder quasi in der Gelassenheit wiederzufinden.
00:02:50: Genau also das mal vielleicht ein bisschen allgemeiner und natürlich gibt es eine Menge Methoden da kommen wir vielleicht im Einzelnen noch drauf die man natürlich auch machen kann um Gelassenheid einzüben.
00:03:01: und vielleicht als kleiner schonmal Hinweis was da total gut hilft sind Rituale widerkehrende Rituaale die ich quasi auch so einbaue in meinen Alltag, in mein Leben.
00:03:16: Um da gut immer wieder daran anzuknüpfen und auch mir selbst eine Erinnerungshilfe wie ich das gerne nenne zu bauen.
00:03:26: Echt danke dir!
00:03:27: Ich finde es total spannend.
00:03:28: Ich habe jetzt gerade dir ja eine Frage zum Beginn rübergeworfen sowie wird man gelassen älter?
00:03:35: Man merkt auf jeden fall oder ich merke auf jeden Fall du hast dich mit dem thema beschäftigt da kommt ganz ganz viel warum.
00:03:42: Zwei schlagworte hast du selber auch erwähnt.
00:03:45: dann möchte ich gerne noch mal ganz kurz darauf eingehen.
00:03:47: das werden wir natürlich in diesem gespräch noch vertiefen.
00:03:50: es wird dir häufiger diese frage gestellt wegen deines podcastes.
00:03:53: ja genau du hast nämlich einen eigenen podcast gelassen.
00:03:56: älter werden heißt er ja und dazu hast du auch gerade ein ganzes buch geschrieben.
00:04:02: dazu.
00:04:02: darüber sprechen wir auch oder zum beispiel auch jetzt.
00:04:05: Das kommt Anfang April, zehnte April.
00:04:08: oder was war das Erscheinungsartum?
00:04:09: Siebte vierte.
00:04:11: Siebter vierter kommt das Haus genau.
00:04:14: Ja werde ich natürlich auch in den Show Notes verlinken.
00:04:16: Ich finde es total spannend weil wir sprechen gerade zum zweiten Mal.
00:04:21: Wir hatten mal ein Vorgesprächen jetzt heute und ich merke beispielsweise wenn wir miteinander sprechen, ich habe zumindest das Gefühl ja okay wow du bist aber wirklich gelassen.
00:04:29: also das schreibst ihr nicht nur drauf sondern da kommt irgendwie Eine Ruhe bei rüber, die man wahrscheinlich... Ja doch.
00:04:39: Ich wollte gerade sagen, wie man sich nicht antrainieren kann aber ich denke das kann man sich antrainiren.
00:04:43: Ich komme ja selber aus dem Bereich der Glücksforschung so sage ich mittlerweile und ich vertrete auch die These.
00:04:50: Das ist sehr provokant aber Glück kann man lernen.
00:04:53: Das heißt nicht dass es kontrollierbar ist auf gar keinen Fall!
00:04:56: Aber natürlich kann man Lernen Verhaltensweisen und Haltungen anzunehmen, die einem gelingenden Leben eher zuträglich sind.
00:05:07: Und genauso kann man es natürlich auch lernen dem leben mit mehr Gelassenheit zu begegnen je mehr man sich selber kennt und je besser man ja je mehr Situation man vielleicht auch manchmal meistern musste.
00:05:19: Ich würde eine spannende Frage gerne auch mal direkt zu Beginn dir reinwerfen.
00:05:23: Ich habe nämlich letztens ein Podcast auch aufgenommen mit einer Dame, die der Achtsamkeit sehr kritisch gegenübersteht.
00:05:30: Habe ich gehört?
00:05:30: Ja!
00:05:31: Heute direkt musst du es gehört haben...
00:05:33: Ich hab's heute auf der Autofahrt gehört.
00:05:35: Fand dich richtig
00:05:36: cool!
00:05:36: Ja genau und ich fand es auch total spannend mal so verschiedene Perspektiven mit reinzugeben.
00:05:42: aber dann weißt Du was ich fragen will nämlich na ist aber Gelassenheit denn immer das Ziel?
00:05:47: Also ich würde sagen natürlich nein, weil es kommt ja immer auf den Kontext an und es kommt darauf an für welche Situation brauche ich welche Energie.
00:05:56: Und Gelassenheit ist eher so würde ich das zumindest beschreiben eine Ruheenergie wenn man so will.
00:06:04: Es gibt aber Situationen zum Beispiel wenn ich abends beim Spazieren gehen, einer Wildschweinrotte begegne.
00:06:13: Dann ist vielleicht Gelassenheitsenergie nicht gerade günstig, wenn es darum geht zu verschwinden also abzuhauen.
00:06:20: Da brauche ich eher was anderes da brauche er quasi ja wie soll ich sagen eine Wutenergie oder eine Aggressionsenergie.
00:06:26: Also von daher würde ich sagen für mich kommt das immer sehr auf den Kontext an und Gelassenheit um das nochmal aufzugreifen beim Älterwerden glaube ich ist deswegen so wichtig weil natürlich der Abbauprozess sich fortsetzt.
00:06:42: Natürlich bei jedem Menschen anders und unterschiedlich, auch jeder geht damit anders um.
00:06:48: Ich selber weiß ich habe großen Respekt vor dem Älterwerden und mir hilft eine Übung von Gelassenheit beim Ältern, um besser älter werden zu können, um das mehr zu genießen.
00:07:00: Die Alternsforschung als kleinen Exkurs sagt im Grunde auch, wenn ich zum Älter werden die Einstellung habe dass es eher positiv ist.
00:07:09: Also ich gehe eher gelassen darauf zu gehen dann hab' ich auch durch das positivere Alternspild die größere Chance älter zu werden tatsächlich.
00:07:18: Da gibt's Metastudien zu, diese sozusagen.
00:07:20: eine Wurme mit Professorinnen aus Potsdam hat das untersucht Und das ist natürlich eine gute Botschaft sozusagen.
00:07:27: Also wenn mein Alternsbild eher mit Gelassenheit verbunden ist und mit dem positiven Bild, dann habe ich auch ne Chance älter zu werden und dann gelingt es auch.
00:07:35: Und dennoch bin ich überzeugt auch bei mir dass es Einschnitte geben wird wo ich mehr gefragt bin meine Gelassenhaut wieder einzüben oder meine Akzeptanz dieser Veränderung gegenüber einzuüben damit ich wieder gelassener Älter werden kann.
00:07:53: Da gibt es natürlich einen richtigen Schub in der vierten Lebensphase, sagen wir.
00:07:57: Wenn die Menschen hochaltrig sind also über fünfundachzig wo quasi deutliche gesundheitliche Veränderungen auch da sein können und die Akzeptanz notwendiger ist
00:08:09: dann bedeutet das ja im Grunde dass das Leben eine lege lustig das leben eine lebenslange akzeptanzübung ist.
00:08:19: Und natürlich wenn ich sage mal relativ jung bin und jetzt in dem Sinne körperlich sehr wenig Einschränkungen habe, auf der Ebene wenig akzeptieren muss.
00:08:33: Und durch die einfach zwangsläufig auf...durch den wie du es ja auch gesagt hast zwangsläufig auftretenden Verfallsprozess, der einfach zum Leben dazugehört ist es notwendig sich immer mehr in Akzeptanz zu üben Und darin gelassen zu sein.
00:08:49: aber jetzt würde ich gleichzeitig sagen ja klar okay, ich kann gewisse Sachen nicht aufhalten.
00:08:53: Aber das heißt auch nicht dass sich sie nur.
00:08:55: also ich muss Sachen akzeptieren ja aber natürlich habe ich auch immer ein handlungsspielraum oder nicht also.
00:09:01: In dem gesunden lebensstil pflege in dem mich mich bewege indem ich schlafe indem ich gesund esse.
00:09:07: kann ich dann natürlich einen gewissen Einfluss nehmen.
00:09:10: Also es ist ja jetzt nicht nur so ein, ich akzeptiere und kann nichts machen und lass einfach passieren sondern ich habe auch im Spielraum.
00:09:18: Wo siehst du da die Balance?
00:09:22: Das wird ja gerade in der Longevity Forschung hoch und runter diskutiert.
00:09:25: Und es ist natürlich so, wie du sagst das je früher ich anfange etwas dafür zu tun dass ich gesund bleibe und da wissen wir auch in der Regel alle was das ist gutes Essen Bewegungen gute soziale Beziehungen usw.
00:09:39: Selbstwirksamkeit erleben Das ist ja relativ bekannt und auch gut erforscht.
00:09:44: Ich glaube, es kippt dann in dem Moment wo es ein reiner Selbstoptimierungstrend ist oder einen reiner selbstoptimierungsanspruch der quasi dann überhöht wird.
00:09:54: also so nach dem Motto wenn ich das mache, dann werde ich garantiert gesund hundert!
00:10:00: Das halte ich für gelindegesagt für den Gerücht.
00:10:03: Also das finde ich hoch schwierig Aber dennoch, auch ich kann heute im vierentsechzigsten Lebensjahr natürlich etwas dafür tun.
00:10:10: Dass sich darauf achte dass ich möglichst gesund lebe und das wird natürlich eine Auswirkung haben in besten Sinne ganz klar.
00:10:17: also da bin ich überhaupt nicht ausgeliefert an der Stelle.
00:10:20: Und natürlich ist es so du bist jetzt ein junger Mann.
00:10:23: je eher Ich mich mit diesen Themen beschäftige und je eher ich quasi in Anführungsstrichelchen gesund Lebe desto größer wird die Chance dass ich länger beim älter werden gesund bleibe.
00:10:35: Und da gibt es natürlich einen Zusammenhang, der auch evident ist und den man gut nachweisen kann.
00:10:40: Deswegen lohnt sich natürlich, sich möglichst früh damit zu beschäftigen.
00:10:45: Jetzt hast du gerade ... Danke dir!
00:10:46: Jetzt haste ein Stichwort gesagt.
00:10:48: Da spring ich sofort drauf an und das ist longevity.
00:10:54: Ich hör dich schon?
00:10:55: Ich würde gerne mal deine Meinung zu longevity hören.
00:10:57: Was hältst denn davon?
00:10:59: Longevity ist ja die Langlebigkeitsforschung, wenn man so will.
00:11:02: Also wie bleibe ich möglichst lange Leben und lange gesund leben?
00:11:06: Vereinfacht jetzt gesagt.
00:11:08: Da hängt natürlich ganz viel dran und auch eine inzwischen richtige Industrie kann man sagen, die diese longevity Forschungen vorantreibt.
00:11:18: Und ich hatte gesprochen in dem Podcast einmal mit dem Nils Behrens und dem Tonmaß Schulz.
00:11:22: das sind so zwei Deutsche, die sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt haben und Experten sind Und auf beide hatte das tatsächlich auch Auswirkungen, diese Beschäftigung damit.
00:11:32: Nämlich dass sie bestimmte Dinge in ihrem Leben auch verändert haben umgestellt haben und sich dem angepasst haben.
00:11:40: Dennoch sagen beide wenn daraus ein Selbstoptimierungswahn wird also wenn es so sich polarisiert in eine Richtung dann ist es eher ungünstig weil dann macht es schon wieder das Gegenteil von dem was ich eigentlich will.
00:11:54: Und das ist natürlich schwieriger aus meiner Sicht.
00:11:58: Das ist auch, was ich für mich selber ablehne.
00:12:03: Ich finde es deswegen spannend... Auch diese Forschung... Also das kontakariert aus meiner Perspektive wirklich alles, was irgendwie mit wohlbefinden Glück und Wirksamkeit und Werthaltigkeit zu tun hat, weil der Zauber von etwas immer, immer nur durch auch das natürliche Ende bedingt.
00:12:27: Also erstell dir mal ein Fußballspiel vor was kein Abfall hat.
00:12:32: Jedes Tor ist scheißegal!
00:12:34: Ich will ja gar nicht für immer leben.
00:12:36: also es macht doch nur der Zauber des Moments, der Zauber von jedem Tag... Das ist ja nur deshalb da weil wir irgendwann physisch sterben.
00:12:48: Unser Dein Körper stirbt, ne?
00:12:49: Wir können da eine sehr spirituelle Diskussion drüber führen weil genau ist es nicht eigentlich nirgends dieses Leben nicht nur ein großes Trainingsfeld und was das eigentlich danach und so weiter auch egal würde jetzt noch hier den Rahmen sprengen.
00:13:07: aber ja ich wollte einfach gerne dich dann mal fragen bei Long Jevity wenn ich sage ja ich will ich forsche dazu dass sich wirklich lange lebe, dann geht es ja gar nicht ums älter werden sondern ums jung bleiben.
00:13:21: so gesehen und das ist natürlich spannend wenn du dazu mit menschen mit Menschen sprichst.
00:13:25: Und ich gehe auch sowie du davon aus sage ich jetzt mal ich glaube es ist total klasse älters zu werden.
00:13:31: ich sag dass ich jetzt heute so ne?
00:13:33: Ich habe jetzt nicht so viele Altersbeschwerden oder so bisher in meinem Leben erleben müssen.
00:13:40: ich denke mir aber irgendwie.
00:13:42: also ich hab voll Bock Ich hab voll Bock auf das Leben, ich habe voll Bock... ...auf älterwerden.
00:13:45: Ich hab... ...voll Bock auf Dinge erleben und ich habe... ...voll Bock auf achtsam oder sagen wir mal aufs... ...bewusste gestalten.
00:13:54: Ich habe Bock auf Selbstwirksamkeit und natürlich wird es auch nur dadurch irgendwie... ...wirksam weil ich habe halt so hier jetzt die Spanne von wenn's gut läuft... ...achtzig neunzig Jahre und dann Mal gucken was mir in der zeit gelungen ist oder auch nicht mal gucken, was ich gelernt habe.
00:14:10: Mal gucken wie aber natürlich Also vor allem Was mich dann beispielsweise an deinem thema so reizt es vielleicht auch gar nicht das gelassen älter werden.
00:14:19: also Natürlich geht's auch um eine gewisse gelassenheit oder ein akzeptieren der dinge aber vor allem so um des elterwerden.
00:14:25: Naja Ich hab mal mit Professor Dr.
00:14:30: Anneli Keil gesprochen im Podcast, das ist mittlerweile eine Freundin von mir.
00:14:33: total klasse weil ich war damals noch nicht mal dreißig.
00:14:36: die war schon Anfang Achtzig als wir unser erstes Gespräch hatten.
00:14:40: und da habe ich sie mal gefragt was heißt denn älter werden?
00:14:42: Und dann hat sie gesagt Älterwerden heiß Neuwerden Weil so neu wie heute war ich noch nie.
00:14:47: Es ist so ein geiles Zitat, das weiß ich noch.
00:14:51: Ja genau, älter werden heißt Neuwerden und aus der Perspektive ist ja... Das Leben ist ein großes Überraschungsei hat sie dann auch gesagt, es nicht meint sich.
00:15:00: Total!
00:15:02: Ich darf da zwei Sachen zu sagen die mir einfallen.
00:15:05: jetzt zu deinen Gedanken?
00:15:07: Genau weil also einmal die Endlichkeit.
00:15:10: Ich sehe das genauso wie du, weil für mich hat die Endigkeit quasi Darüber schreibe ich auch im Buch zwei Gesichter, nämlich ein tragisches.
00:15:18: Weil damit natürlich Verlust verbunden ist der Verluste des eigenen Lebens aber auch der Verluß von lieben Menschen natürlich und das ist ja eher der Teil, wo wir nicht so gerne hingucken.
00:15:28: Und dann gibt es aber noch den anderen Teil der Endlichkeit nämlich wenn wir uns trauen, der Endigkeit wie ich das gerne sage auch in die Augen zu schauen dem Blickstand zu halten mal sich auf sie einzulassen Dann schärftest das Bewusstsein dafür was für mich wirklich wesentlich ist weil Ich weiß dass meine Zeit endlich ist und Das gewinnt natürlich zumindest für mich.
00:15:49: so war das jetzt bei mir quasi mit dem Älterwerden an Bedeutung gewonnen, weil die Zeit immer endlicher wird sozusagen und weil das Ende absehbar ist.
00:16:00: Und diesen Gedanken, der gefällt mir total gut dabei genau.
00:16:03: Und dann zu dem Neuwerden was ja eine ganz große Entwicklungsaufgabe bei dem älter werden ist und wahrscheinlich hat deine achtzigjährige Freundin, die hat davon etwas verstanden, weil es gibt so sozusagen gegen In Richtung des Lebensende gibt es nach dem Erik Ericsson, das ist ein amerikanischer Entwicklungspsychologe.
00:16:24: Gibt es eine ganz wichtige Aufgabe die zu erfüllen ist?
00:16:27: Es geht nämlich darum eine Ich-Integrität zu entwickeln und das bedeutet im Grunde dass ich alles was in meinem Leben ausgemacht habe gut in mich integriere, also sowohl die Sachen, die eher schwierig für mich waren als auch die Sachen die gut für mich war.
00:16:42: Und wir tun uns ja eher schwer mit dem Schwierigen.
00:16:44: Also wie versöhn ich mich mit Dingen, die ich vielleicht falsch gemacht habe?
00:16:48: Wie versöhne ich mich bei Dingen, wo ich gerne andere Entwicklungen genommen hätte, die aber verpasst haben?
00:16:54: Bin ich da anklagen mir gegenüber oder bin ich mir da eher freundlich gegenüber zugewandt?
00:17:00: Oder ich sage auch gerne bin ich mir selber in dieser Hinsicht ein guter Freund, der nämlich zuhört, der aufmerksam ist und so weiter.
00:17:09: Und dann gelingt das!
00:17:10: Das ist für mich auch die spirituelle Ebene des Elternwerdens, dass diese Ich-Integrität gewinnt einen Ansatz den ich mehr und mehr entdecke, weil ich glaube darin steckt noch mal eine echt große Herausforderung auch im Zusammenhang mit der Endlichkeit.
00:17:28: Und das heißt für mich auch ein Stück Neuwerden ja also ein neuer Werden ein inmich integrierter Mensch zu sein.
00:17:37: Wie geht das mit der Ich-Integrität?
00:17:39: Integrität
00:17:41: Ja genau.
00:17:43: Ich kann das Wort nicht mal aussprechen, du musst es jetzt erklären los geht's!
00:17:46: Ja genau also der Erich Eriksson meint damit dass wir ja natürlich viele positive Dinge haben die uns ausmachen als Person aber auch viele Schattenseiten die wir haben sozusagen also Dinge die uns eher schwer fallen oder ich sage dazu auch gerne... Themen, wo wir permanent ehrenrunde der Seele brauchen um das quasi auch ein bisschen feinfühliger gegenüber sich selber zu beschreiben.
00:18:12: Weil wir brauchen immer wieder eben diese Ehrenrunden weil wir natürlich diese Themen die uns eher im Weg sind für eine Entwicklung über die stolpern wird.
00:18:21: zuerst oder Tim Bensko hat es neulich bei mir im Podcast so ausge... sagt ausgedrückt, da ist der Widerstand und am Widerstand lernt er letztendlich am meisten.
00:18:31: Und das sind eben eher diese Schattenseiten.
00:18:33: Und Erik Ericsson sagt eben dass es darum geht sich als Gesamtpersönlichkeit, sich als gesamtperson anzunehmen mit genau diesen beiden Elementen mit dem was eher gut ist.
00:18:43: Das fällt uns eher leicht.
00:18:45: und dann aber auch mit dem Was eher schwer für uns ist.
00:18:49: Ich habe da ein schönes Beispiel, was demnächst auch im Fernsehen gezeigt wird.
00:18:54: Weil ich habe unserer jüngeren Tochter der Lea nicht erlaubt mit meinem Dienstwagen zu fahren und unsere älteren Tochter hab' ich das erlaub'.
00:19:04: Und für die war es richtig schlimm, dass sich das nicht gemacht haben.
00:19:13: Wir haben beide gemerkt, dass es für uns beide schwer ist.
00:19:15: Aber wir hätten nie mehr darüber reden können zum Beispiel.
00:19:17: aber wir haben uns für was anderes entschieden.
00:19:19: Wir haben sogar uns dafür entschieden das öffentlich zu machen und öffentlich darüber sozusagen regen.
00:19:24: da können die Leute zugucken bei wenn du so willst weil das im Fernseher ausgestrahlt wird.
00:19:28: Und in dem Zusammenhang Haben wir gemerkt wie sehr wir beide betroffen sind davon sie auf ihre art als junge frau und ich Als vater der eigentlich ja was anderes will der ja eigentlich fürsorglich ihr gegenüber sein will Und mir hat total geholfen, quasi dieses Thema wirklich zu öffnen.
00:19:48: Also nicht als Elefant im Raum der ausgegrenzt wird, der nicht angeschaut wird zu behandeln sondern eben den Elefanten reinzulassen und über den Elefan zu sprechen.
00:19:58: Das ist ich Integrität also diese... also zu sagen hey da war ich scheiße!
00:20:03: Da habe ich mich blöd als Vater verhalten.
00:20:04: das war nicht in Ordnung Und ich muss dafür auch die Quittung tragen, aber dann zu sagen hey!
00:20:10: Ich kann damit auch mich versöhnen wenn ich mit meiner Tochter da ein Weg finde.
00:20:15: Ja?
00:20:15: Wenn ich schaue wie kriegen wir das wieder zusammen?
00:20:20: und so begleitet mich auch im Kontext der Endlichkeit so einen Vorsatz den ich habe nämlich dass sich mit Menschen die mir extrem wichtig sind dass ich versuche eben nicht Konflikte zwischen mir und denen stehen zu lassen, sondern Konflichte zwischen mir oder denen zu lösen.
00:20:35: Damit ich sie gut integrieren kann und nicht mitnehmen kann als etwas was sich bedauere, was ich nie gemacht habe.
00:20:43: im Sinne einer Erklärung
00:20:45: Ich mag das total, wie du es sagst den Elefanten reinlassen.
00:20:49: Also ist ein schöner Satz.
00:20:50: Das ist ein schönes Bild.
00:20:51: Vielen vielen Dank.
00:20:52: ich spreche das einfach nur aus ums nochmal zu highlighten.
00:20:55: und dann hast Du natürlich hier gerade eine wahnsinnig gute Werbung gemacht.
00:20:58: von daher musst Du auch mal sagen wann kommt das?
00:21:00: wo kann man sich das anschauen?
00:21:02: Ach so an der
00:21:03: Leute darauf Lust
00:21:04: genau am vierzwanzigsten dritten um zwanzig Uhr fünfzehn sieben dreißig Grad die Dokumentation auf dem ZDF.
00:21:12: Ja okay, das ist scheiße.
00:21:13: Das muss ich dann rausschneiden weil die Folge kommt danach erst.
00:21:17: Also unsere Folge ist schnell.
00:21:18: Okay na egal aber dass mit dem Elefanten war gut.
00:21:22: Vielleicht lasse ich es auch drin?
00:21:23: Ich lass es drinnen und dann kann man sich das einfach in der Mediathek anschauen geht ja auch was muss man in die mediatek rein?
00:21:30: Geil!
00:21:30: Das ist hier gerade richtig live denken.
00:21:34: Ja genau zu jung fürs Absteck leise.
00:21:37: Zu jung fürs abstecken
00:21:38: bitte.
00:21:40: So heißt es
00:21:41: Ja, okay.
00:21:43: Gut!
00:21:44: Den Elefanten reinlassen?
00:21:46: Ich Integrität finde ich ein spannendes Bild.
00:21:51: Erichsen als Name sagt mir auch außer Glücksforschung was.
00:21:55: deswegen finde ich das ja finde ich es auch nochmal super spannend.
00:21:59: Ich würde gerne mit dir noch mal auf einen weiteren Punkt kommen.
00:22:02: jetzt haben wir viel übers älter werden gesprochen.
00:22:06: Vielleicht haben wir es auch schon so ein bisschen angeschnitten, wir haben ja auch über Gelassenheit geredet.
00:22:10: Und in dem Wort gelassen steckt ja auch das Wort lassen und ich glaube es macht Sinn.
00:22:17: oder Ich habe das Gefühl Es macht Sinn wenn wir mal übers Loslassen reden.
00:22:21: dann älter werden bedeutet glaube ich auch an vielen Stellen loszulassen.
00:22:26: Ja absolut Das ist der Teil der mir echt schwer fällt Wenn ich das so sagen darf dass loslassen weil ich jemand bin der gerne Ja, die Kontrolle hat.
00:22:36: Oder ich sage es anders.
00:22:38: Das stimmt natürlich auch was ich gerade gesagt habe aber der gern die Dinge irgendwie in der Hand hat und gerne alles dafür tut das ist auch der rote Faden im meinem Buch Selbstwirksamkeit zu erhalten für mich selber also selbst Wirk macht sag' ich dazu gerne auch.
00:22:53: Und genau und das ist natürlich wenn's um das loslassen geht eher kontraproduktiv aus meiner Sicht weil ich eben beim Loslassen auch akzeptieren muss, dass bestimmte Dinge eben nicht mehr gehen.
00:23:04: Dass ich sie tatsächlich loslasse.
00:23:06: und wer mir da ein echtes Vorbild ist?
00:23:09: Ist der Anselm Grün einen Benediktina-Pater den ich total schätze, der auch schon in meinem Podcast war und mit dem ich genau übers Loslassen gesprochen habe.
00:23:19: Und diese wie soll ich sagen eher drückt es für mich so aus das er sagt Es ist eben irgendwann wichtig zu erkennen, wann trete ich in Anführungsstrichlchen von der Bühne ab.
00:23:37: Beziehungsweise wann stehe ich auf der Büne zu meiner Unlänglichkeit und zwar versöhnlich also positiv betrachtet?
00:23:45: Und also wann kann ich sozusagen auch im Loslassen zu meiner Unsullänglichkeit stehen?
00:23:51: Das halte ich für extrem wichtig!
00:23:53: Ich glaube die größte Frage oder wo das erst einmal unheimlich stark auf ploppt.
00:24:00: Das Thema das Loslassen ist bei dem Übergang von den Beruf in die Rente, was ja viele der Babyboomer und ich spreche hier auch für die Baby Boomer ein Stück weit dass viele quasi genau diesen Übergangen, dass er denen schwer fällt weil sie eben nicht von ihrer Identität
00:24:16: des Berufs
00:24:17: los lassen können, weil es ihnen so schwerfällt, weil dadurch eine Lehre und eine Lücke tatsächlich entsteht.
00:24:23: Und das ist quasi so die erste große Aufgabe des Loslassens, glaube ich.
00:24:30: Es sei denn mich hat irgendeine Krise ereilt oder ein Schicksal oder was auch immer – das kann natürlich viel vorher im Leben passieren!
00:24:37: Aber da entsteht das erste Mal wirklich aus meiner Sicht auch gerade für Männer... Wir sind ja hier auch zwei Männer….
00:24:48: wenn ich so sehr mich identifiziert habe über den Beruf das erste Mal ein großes Loslassen im Raum.
00:24:54: Und da geht es natürlich dann darum, wie gehe ich mit diesem leeren Blatt was plötzlich vor mir liegt um?
00:25:01: Kann ich die Chancen darin sehen, die dieses leere Blatt mit sich bringt?
00:25:05: oder tue ich mich eher damit schwer und fange an den Keller zu renovieren – ich sage das mal ein bisschen despektierlich?
00:25:11: oder Reisen zum Machen, die ich immer schon machen wollte?
00:25:13: keine Ahnung aber Wie weit lasse ich quasi diese Lehre erst mal zu und konfrontiere mich auch mit dieser Lehre im Sinne des Loslassens, um dann zu entdecken.
00:25:23: Hey!
00:25:24: Was gibt denn diese Lebensphase jetzt für Chancen mir?
00:25:27: Was hält die mir denn entgegen?
00:25:29: Was kann ich denn ergreifen an schönen Dingen, die mir Freude machen und zu denen ich Lust habe?
00:25:34: Und wo ich eine andere Form der Selbstwirksamkeit entwickeln kann, der Selbstwirk macht – das glaube jetzt im Sinne der Lebensphasen und im Zusammenhang mit dem Elter werden, der erste große Moment.
00:25:51: Ja das ist total spannend.
00:25:52: Danke für diese Vorlage!
00:25:54: Ich frage mich nämlich warum muss es da sein?
00:25:58: Muss es erst da sein dass das der erste großen Moment des Loslassens ist?
00:26:02: Also Spoiler ich glaube nicht.
00:26:03: trotzdem glaube auch, dass für viele Menschen in der Gesellschaft Das ist irgendwie lebst du dein Leben, du machst deinen Job.
00:26:10: Du identifizierst dich mit deinem Job und plötzlich fällt der weg aber du hast dich eigentlich gar nicht mit dir selber mal beschäftigt.
00:26:15: Ist natürlich auch ein wahnsinniges Privileg das zu können also auch im Außen vielleicht so gar nicht jetzt nur die ganze Zeit am Kämpfen zu sein sondern auch manchmal irgendwie... Ja, manchmal auch einfach so den Raum zu schauen.
00:26:30: Gleichzeitig kam mir gerade die Frage auf und ich glaube das ist ganz wichtig dass man sich die stellt nicht erst wenn man irgendwie in die Rente eintritt oder sonst wie sondern wer bin ich eigentlich ohne meine Rollen?
00:26:43: Und ohne meine Titel.
00:26:45: Total!
00:26:47: das ist so eine wichtige frage und deswegen highlight ich die hier auch noch mal unter streiche.
00:26:51: die weil vielleicht mögen leute die gerade zuhören, die ja aufschnappen also wirklich wer bin nicht ohne meine rollen.
00:26:58: Wer bin ich ohne meine elternrolle?
00:27:01: wer bin ich ohne meine berufsrolle?
00:27:03: so auch für mich ich habe mich das auch häufig gefragt und ich glaube es ganz ganz wichtig so wer bin i wenn ich nicht um uns are happy machen?
00:27:09: Es ist eigentlich ganz geil, weil ich bin halt Leo.
00:27:15: Aber es ist wichtig... Aber das ist ein Punkt.
00:27:19: Guck mal, weil hier stelle ich mich immer vor als Leonhard Gabriel Heikster.
00:27:21: aber wenn ich dann, wenn ich ihm uns einfach nicht macht?
00:27:23: Wenn ich Leo... Das ist schön!
00:27:26: So, diese Frage muss man sich immer wieder stellen wer bin ich ohne meine Rollen und Titel?
00:27:31: Weil ich glaube dann kommen wir.. Ich habe mal mit Willas Turske, ganz großartiger Meditationslehrer im Podcast gesprochen der spricht vom sogenannten separaten selbst.
00:27:43: so um das separate selbst Psychologisch könnte man vielleicht sagen, ist so was wie das Selbstkonzept.
00:27:48: Also ich mit meinen Vorstellungen und Erwartungen an mich und die Welt und der Filter durch den ich so schaue und meine Rollen und Titel... Und dass das separate selbst ist aber halt ein separatest selbst und das wirkliche selbst also die Sense, die ist davon komplett losgelöst und dies aber von uns allen gleich und wunderschön immer schon wertvoll Und in der sind wir uns einfach gleich so.
00:28:16: Aber dann werden da viele Sachen drüber gestülpt, ja schon wieder die Linien sind sehr fein hier zwischen Spiritualität und Psychologie ist aber super.
00:28:29: Noch ein Punkt es sprudelt richtig So merke ich zu dem, was du sagst.
00:28:34: Aber das ist ja auch nur ein Zeichen von Resonanz.
00:28:36: also vielen, vielen Dank an Sam Grün.
00:28:37: loslassen hast Du gerade noch gesagt.
00:28:40: so wann muss ich los lassen?
00:28:41: Ich finde es total spannend!
00:28:42: Ich bin nämlich heute ganz konkret damit konfrontiert.
00:28:46: wir nehmen jetzt heute auf mal ganz transparent ungefähr einen Monat vor der Veröffentlichung und ich habe heute Morgen mit Dami Schaf schon eine Podcastfolge aufgenommen Und mit der habe ich die letzten drei Jahre ja ne Podcast Reihe gemacht, wenn man so möchte.
00:29:02: Wir haben bestimmt dreißig Gespräche geführt und heute war das letzte erst mal.
00:29:06: So
00:29:06: d.h.,
00:29:06: ähm, genau.
00:29:08: Die Folge wird schon veröffentlicht sein, wenn diese hier rauskommt.
00:29:11: Deswegen kann ich darüber jetzt auch total gut reden.
00:29:14: D.h.
00:29:14: aber da ist gerade ein Prozess des Loslassens total da, ne?
00:29:18: Weil wir eben sagen so hey, das war voll super!
00:29:21: Wir mögen uns auch.
00:29:22: Aber wir wollen irgendwie auch was verändern.
00:29:24: Lass uns doch mal hier... Loslassen an der stelle obwohl es gutes feedback gibt auf diese gespräche und so weiter.
00:29:32: Und das ist für mich so ein ding auch immer wieder bewusst loszulassen von Dingen, dass ist jetzt nichts was mein körper mir sagt du musst jetzt hier los lassen weil du kannst nicht mehr oder so sondern.
00:29:46: Das finde ich ist aber total klasse wenn man eben so bewusst das leben gestaltet dass sich selber sage ich lass jetzt hier loss weil ich möchte auch raum schaffen für neues.
00:29:56: Das ist natürlich ein bisschen was anderes.
00:29:57: jetzt mit dem älter werden, wie du es gerade gesagt hast oder die Perspektive, mit der du in dieses Gespräch reingegangen bist.
00:30:05: So das körperliche Abbau und was irgendwie zwangsläufig kommt sondern ich muss aber immer wieder auch loslassen.
00:30:15: Ich sehe dich, ich würde einen Satz nur noch mal gerne... Alles gut!
00:30:20: gerne reingeben, der mir gerade noch kommt den ich hier wichtig finde.
00:30:23: Ich glaube August von Hoffmannstal oder so ist die Quelle, die ich jetzt zitieren werde weil geht es unbedingt also älter bezieht sich ja aufs Alter wirklich aber vielleicht geht's ja auch ums Reiferwerden.
00:30:36: und ich glaube august von hoffmannstall er hat diesen wunderbaren Satz gesagt Reifer werden bedeutet schärfer zu trennen und inniger zu verbinden.
00:30:44: Und ich finde das ist ne ganz, ganz... Das hat nichts mit einem Alter zu tun aber es hat was mit der Reife zu tun.
00:30:50: Schärfer zu trennen und iniger zu verbinden.
00:30:53: Und ich glaube dass ist eben natürlich etwas weil reife und alter häufig so vielleicht miteinander positiv korreliert im besten Fall.
00:31:03: Genau, kommt das auch noch mal.
00:31:04: So jetzt mache ich aber mal einen Punkt.
00:31:05: Ich glaube du hast hier ein zwei Antwerpfungspunkte.
00:31:08: Ja ich wollte nochmal zum Loslassen sagen... ...ich sehe es natürlich genauso wie du und mich freut dass jüngere Menschen das erlebe ich im Unterschied jetzt zu meiner Generation so dass die viel eher auch auf einer beruflichen Ebene übers Loslassen nachdenken.
00:31:22: Also sich wirklich fragen, ist der Arbeitgeber noch der richtige für mich?
00:31:25: Ist der Job noch der Richtige?
00:31:26: und so weiter.
00:31:27: Und das ist ja auch loslassen.
00:31:29: oder was du mit deiner Podcast-Gestion beschrieben hast – es ist genau das Gleiche!
00:31:34: Natürlich hatte ich solche Phasen in meinem Leben auch wo ich Dinge loslassen musste weil ich eine Veränderung gemacht habe oder wo ich umgezogen bin mit meiner Familie oder wie auch immer und da lässt du ja auch immer wieder was los, ein soziales Gefühl lässt du los usw.
00:31:48: Und genau die Frage ist eben aus meiner Sicht wird es dann schwierig – und Du hast ja die Rollen angesprochen!
00:32:03: Wer bin ich wenn ich meine Rolle des Berufs nicht habe?
00:32:07: Wenn ich außerdem Berufe überhaupt keine Rollen habe?
00:32:10: Ja also nur ich selber bin Da steckt natürlich auch eine große Gestaltungsmacht drin, aus meiner Sicht.
00:32:18: Nämlich wenn ich neugierig auf das Leben bin über meinen Beruf hinaus zum Beispiel gerne Papa-Binn oder gerne Freund-Bin oder was auch immer, gerne Sporttreibe also andere Identitäten sozusagen entwickeln dann wird der Sprung glaube ich nicht so groß sein.
00:32:34: Wenn ich es aber weniger habe und alles sich um meinem Beruf gedreht hat was ja in unserer Leistungsgesellschaft gar nicht so selten ist ist es natürlich viel, viel schwieriger mit dem Loslassen.
00:32:46: Ja das ist glaube ich ganz wichtig, das anzuerkennen und deswegen danke ich dir auch dass du das noch mal sagst weil sonst klingt das ja eventuell oder sonst kann das auch so rüber kommen wenn Menschen das jetzt hören.
00:32:56: so gut du hast aber auch einfach oder sonst wie ne?
00:33:02: Aber es gibt einfach auch Biografien da muss man einfach... sich um gewisse dinge kümmern und es ist in instrukturen halt irgendwie eingebettet.
00:33:13: Und ja, natürlich ist das einfach die individualität und spannbreite der möglichen lebensentwürfe nie durch eine perspektive abgedeckt.
00:33:22: von daher dank ich dir an der stelle.
00:33:25: Ich würde gerne nochmal dich was anderes fragen nämlich zu Beginn unseres gespräches.
00:33:29: Das war nämlich auf meine allererste frage.
00:33:31: da habe ich gesagt Bertram wird mir einen gelassen.
00:33:32: eltern hast in deiner Wunderbaren Antwort, eine Sache gesagt oder besser gesagt zwei Worte verwendet auf die ich jetzt noch mal zurückkommen möchte und das sind Methoden und Rituale.
00:33:43: Du hast gesagt, Methoden & Rituaal helfen!
00:33:45: Und das würde dich gerne nochmal aufgreifen weil was auf der einen Seite natürlich spannend ist es irgendwie auf einer abstrakten Ebene über Dinge zu sprechen so wie wir das hier tun.
00:33:54: Ich ziehe da ganz viel Freude raus und ganz viel Wert draus und hoffentlich auch Menschen die zuhören und hoffen dich auch du.
00:34:00: Und gleichzeitig ist es aber auch herrschpannend, mal Sachen konkret zu machen.
00:34:03: Anfassbar zu machen!
00:34:05: Also wie funktioniert das?
00:34:06: Welche Methoden und Rituale helfen dir denn dabei gelassen älter zu werden?
00:34:10: Ja
00:34:11: genau also.
00:34:12: ich habe bei der Auseinandersetzung... Ich bin schon durch meinen Grundberuf, ich bin Sozialarbeiter und Diplom-Supervisor und durch mein Grundberufe bin ich natürlich geübt einmal Menschen zu begleiten bei ihrer Entwicklung, aber auch mich selbst zu begleichen im Grunde bei meiner eigenen Reflexion Und so weiß ich natürlich auch über meine Schwächen Bescheid.
00:34:32: Und eine meiner größten Schwächen ist, nicht so gut Nein sagen zu können.
00:34:37: Also ich bin ehrgeizig und lebe von schönem Feedback sozusagen.
00:34:42: Ich lebe vom Gefühl wenn Menschen mich brauchen, wenn ich für Menschen gut sein kann usw.
00:34:47: In diesem Wissen habe ich mir zum Beispiel überlegt dass es für mich gut ist, mein Jahr in gerade und ungrade Wochen einzuteilen.
00:34:55: Und die ungraden Wochen sind die roten Wochen, in denen arbeite ich frei beruflich.
00:35:00: Und da habe ich aber auch noch ein Limit eingebaut nämlich maximal drei hundert Stunden im Jahr.
00:35:05: Ich muss dazu sagen, ich bin in einer Phase der Freistellung und gehe danach in Rente.
00:35:09: also das heißt ich bekomme jetzt noch Geld von meinem Arbeitgeberarbeit.
00:35:13: Ich arbeite nicht mehr voll genau und in den geraden Wochen Das nenne ich grüne wochen.
00:35:20: das sind die wochen wo ich quasi die ernaublichen dinge tue, die Ich mache zum beispiel meinen podcast oder ich bin hier Im vorsitzender vom heimat- und kulturverein.
00:35:29: Und aber auch das mache ich so dass es für mich dosiert ist.
00:35:32: also ich könnte da viel viel mehr machen natürlich Aber ich mache immer das wo ich denke.
00:35:37: das passt gut zu dem level der gelassenheit den ich ja leben will.
00:35:40: im Grunde das ist zb So ein Ein Schutzmechanismus, den ich mir eingebaut habe – das Rote und das Grüne.
00:35:51: Ein anderes ganz wichtiges Ritual für die Gelassenheit ist, dass sich jeden Tag anderthalb Stunden spazieren gehe.
00:35:59: Heute ist leider ein Tag, weil ich viele Termine habe, wo ich das nicht schaffen werde.
00:36:04: Und das merke ich dann auch wenn ich es nicht schaffe.
00:36:06: Also da fehlt mir sozusagen was... Und was ich auch mache, ich gehe fast immer dieselbe Strecke und das mache ich auch aus einem bestimmten Grund.
00:36:14: Auch wenn meine Erlebnisdichte vielleicht nicht unbedingt erhöht aber Ich mache es bewusst um eben auch wahrzunehmen die kleinen Veränderungen die sich im Laufe quasi einer Woche ergeben in der Natur.
00:36:24: Das ist ja gerade jetzt wo der Frühling beginnt auch wieder total spannend und würde ich dauernd einen neuen Weg gehen, dann könnte ich das für mich nicht so gut vergleichen.
00:36:33: Und das ist mir zum Beispiel ein wichtiger Punkt.
00:36:35: Das ist so ein weiteres Ritual.
00:36:38: Dann habe ich z.B.
00:36:39: auch wieder angefangen zu meditieren... Man kann jetzt viel über das Meditieren philosophieren.
00:36:45: und wie das geht?
00:36:46: Ich meditiere total!
00:36:47: Ich hab mal eine Ausbildung zum Waldbademeister gemacht also Waldbaden habe ich gelernt und schon länger her und ich meditiare gerne beim langsamen Gehen Also bin da ganz bei mir und das baue ich dann in so einen Spaziergang ein.
00:37:03: Genau, und dann ist ein ganz wichtiges Synonym für mich und das habe ich mir auch wirklich so markiert.
00:37:10: Das heißt Ich möchte lernen jetzt wo ich aufgehört hab zu arbeiten dass sich einfach zwecklos in die Luft schaue.
00:37:18: also ich lerne in die luft zu schauen Und das ist quasi mein bild dafür für das nichts tun.
00:37:24: Die Holländer sagen zu diesem zwecklosen Dasein, sagen die Nixen.
00:37:29: Und da steckt ja dieses Nix-Tun drin.
00:37:31: also zwecklos sein und das hilft mir total.
00:37:35: jetzt bei der Gelassenheit auch immer wieder mich dazu zurückzuholen und mir diese Momente jeden Tag auch zu schenken wo ich einfach nur in die Luft gucke und zwar ohne irgendetwas zu tun und auch ohne quasi jetzt eine konkrete Absicht zu haben.
00:37:49: in dieser Situation sondern für mich ist es eher so dass sich sage Ja das hilft diese Energie auch weiter in mein Leben gut zu integrieren, denn das möchte ich.
00:38:02: Und als weiteren Punkt was für mich ein ganz schwieriger Punkt war... Ich war immer so einen Frühaufsteher jemand der den Tag versucht hat auch auszunutzen zu optimieren in allen Bereichen.
00:38:14: und was sich heute anders mache als früher ist dass ich zum Beispiel morgen ist wieder ein Tag, obwohl ich eine rote Woche habe.
00:38:20: Da kann ich ausschlafen und dann schlafe ich auch auf.
00:38:23: Dann stehe ich erst auf.
00:38:24: wenn nicht das Gefühl habt jetzt mag ich aufstehen.
00:38:27: heute Morgen musste ich viel früher raus weil ich früh einen Termin hatte Und das ist dann gleich wieder da kann Ich nicht wählen ja und diese Wahlmöglichkeit bewusst wahrzunehmen und mich dann zu entscheiden was will ich denn Heute Morgen?
00:38:40: Was tut mir denn heute Morgen?
00:38:41: gut?
00:38:42: Das ist quasi Ja etwas, was ich total genieße und ich sage ja gerne auch in Anlehnungen zu der Gudrun B. Steidel die hat diesen Begriff geprägt das eine Professorin mit der ich befreundet bin Die hat den Begriff Lebensphase Freiheit geprägte Und eben frei entscheiden zu können Was heute ist dass es die neue Qualität die Ich wahrnehme In meinem Leben eben weg von der Fremdbestimmung hin Zu der Eigenbestimmung.
00:39:12: Manchmal bin ich ein bisschen traurig, quasi dass sich das so spät in meinem Leben erst geschnallt habe.
00:39:19: Wenn wenn ich dich reden höre oder wenn wir zusammenreden dann ist mir das oft so als ob du da schon viel viel weiter bist.
00:39:26: Das was ich mir jetzt sozusagen mühsam beigebracht habe oder mühsame Versuche in mein Leben zu integrieren Da seid ihr jungen Menschen, das erlebe ich auch bei meinen Töchtern.
00:39:38: Ihr seid da einfach ein Stück weiter, warum auch immer?
00:39:41: Aber ihr habt aus meiner Sicht dann mehr Bewusstheit und das freut mich für euch.
00:39:48: Ja danke!
00:39:51: Ich kann mir vorstellen also zu dem letzten Punkt vor allem jetzt wir haben ja viel über Generationen heute auch gesprochen und Baby Boomer usw.
00:40:00: Und in der Generation der Baby Booma stand halt Arbeit vielmehr im Vordergrund und auf der anderen Seite muss man auch real sagen, galt ist noch viel mehr Wohlstand zu erwirtschaften.
00:40:11: In der Zeit in der du gearbeitet hast, hast du ja wahrscheinlich gesehen wie der Wohlstand innerhalb der Gesellschaft wirklich angestiegen ist?
00:40:19: Das ist einfach eine andere Voraussetzung jetzt für die Generation von mir!
00:40:22: Also ich glaube wenn wir genauso hart arbeiten würden... Erstens es ist voll der Trugschluss dass diese Generation nicht so hart arbeiten würde.
00:40:31: Du kannst nur einfach viel weniger viel weniger rausholen, weil einfach die Strukturen sich voll krass verändert haben.
00:40:38: Und natürlich muss man gleichzeitig sagen so es ist einfach eine viel höhere materielle Sicherheit da.
00:40:46: Ich glaube ich in meinen Dreißigern und die materielle Sicherheit im Außen versus du in deinen Dreißigeren und die Materielle Sicherheit im Außensein war ne andere.
00:40:54: das heißt Du musstest wahrscheinlich auch mehr arbeiten.
00:40:57: Das ist glaube ich ganz wichtig, also voll die Hypothese.
00:41:00: Aber das ist einfach wichtig so als Kontext mitzudiefern weil es ist halt insogesehen auch ein großes Privileg jetzt der jungen Generation wenn man so möchte dass du dann auch viel mehr die Möglichkeit hast solche achtsamen Themen zu behandeln.
00:41:15: und das ist nicht nur ein dummes in die luft gucken sondern natürlich ist es selbst also innere arbeit des bearbeiten von traumata.
00:41:22: Das hat einen hohen hohen, hohen gesellschaftlichen wert weil das sind vielleicht auch Themen.
00:41:28: ich finde das super dass ich eine therapie gemacht habe.
00:41:29: bevor ich eventuell mal kinderkriege sage ich mal so ja simpley put einfach mal sich seine biografien anschauen einfach mal sie seine themen anschauen dann vielleicht also aber da ist auch ein großes privilegt drin Das vielleicht mal so.
00:41:46: ich habe gerade versucht ein bisschen mitzuschreiben während du die Themen genannt hast.
00:41:50: Ich versuche das mal zu ordnen, du hast hier von der roten Woche grün Woche gesprochen dass immer wieder den gleichen Weg gehen zwecklos in die Luft schauen und ausschlafen wenn es geht.
00:42:02: Also die Quintessenz, die ich rausgehört habe.
00:42:04: Warum ich das jetzt wiederhole ist ganz einfach gesagt?
00:42:08: Das war jetzt nämlich was du gerade aufgezählt hast fast schon vielleicht die Antwort auf meine nächste Frage.
00:42:13: Ich frage hier nämlich immer alle mit meinen Interviewgäste nach ihren fünf konkreten Tricks und Tipps und Alltagshacks für mehr wohlbefindende im Alltag.
00:42:25: Und da hast du jetzt ja ein paar Sachen schon genannt.
00:42:27: Falls du noch was ergänzen möchtest, total gerne dann mach ich dafür den Raum nochmal auf sonst war das ja fast schon eine Antwort.
00:42:35: Ja genau!
00:42:35: Ich würde gerne noch etwas ergänzten weil ein anderer Punkt der mir noch total wichtig ist die Gestaltung meiner sozialen Beziehungen.
00:42:44: also früher stand es im Vergleich zu der Arbeit hinten an heute steht es sozusagen lange vor der Arbeit Und dazu gehört eben auch die Gestaltung der Beziehung zu jüngeren Menschen, nicht nur meines Alters und zu älteren Menschen sondern eben auch zu jüngeren Menschen.
00:43:02: Das ist für mich etwas was für mich... wie soll ich das beschreiben?
00:43:07: eine ganz hohe Qualität ins Leben bringt, eben nicht nur professionelle Beziehungen zu haben sondern freundschaftliche Beziehung.
00:43:14: und wenn es immer nur freundhaftliche Momente sind die ich auch total genieße also keine Herzensfreunde sozusagen.
00:43:21: Sondern ein freundchaftlicher Moment mit einem Menschen der... Also, wo ich eine tiefe Resonanz und die tiefe Wechselwirkung spüre.
00:43:29: Das bringt mir total viel!
00:43:31: Und da liegt für mich ein ganz hoher Wert drin in der Gestaltung meines Lebens.
00:43:35: Wir haben gestern zum Beispiel mit vier Männern haben wir Fotos aufgehängt weil wir einen Foto-Wettbewerb machen hier im Heimat- und Kulturverein.
00:43:43: Und allein dieses mit den Vier Männern sein... ...und ich war da zusammen mit einem jungen Mann, weil wir haben die dann final aufgehängt Die anderen haben die eingerahmt.
00:43:51: Der junge Mann ist siebzehn Jahre Und das war ein freundschaftlicher Moment, wie wir da miteinander zusammengewirkt haben und wie wir diese Situation gestaltet haben.
00:44:02: Und nachher hatten wir alle eine total gelöste freie Stimmung.
00:44:08: Das war einfach toll, das wahrzunehmen und zu reflektieren und für so was dankbar zu sein und es auch wahrzunemen – das ist mir früher viel, viel schwerer gefallen!
00:44:19: mit dem Raum, den ich habe oder vielleicht auch dem inneren Freiraum.
00:44:22: Den ich habe gelingt mir das viel leichter und dann spüre ich eine ganz große Dankbarkeit dafür dass sich das erleben kann und das wäre auch noch mal ein wichtiger Hinweis.
00:44:33: also sich zu fragen wofür kann Ich denn dankbar sein?
00:44:37: Und ich laufe oft durch den tag und sag mir hey du hast es gut Du hast es gut getroffen, alles passt.
00:44:45: Es geht alles gut und dann wird sozusagen eine Rückenzipperlein oder irgendwie dass ich doch beim Fitness Training nicht so viel Gewichte heben konnte wie ich wollte, dann tritt das in den Hintergrund weil im Großen und Ganzen eben alles stimmt und ja und dazu gehören eben soziale Beziehungen ganz oben an.
00:45:06: Danke dir, ja das ist eine wichtige Ergänzung und es nehme ich definitiv auch mit auf die Liste.
00:45:11: Jetzt fragst du dich oder Menschen, die zuhören welche Liste?
00:45:14: Ich führe genau diese Liste mit so wirklich konkreten und bunt gemischten und von allen möglichen Leuten beigetragene Liste hier im Podcast einfach schon jetzt seit einiger Zeit und teil die in regelmäßigen Abständen im Newsletter da wenn du daran Interesse hast Nicht nur du Bertram, sondern alle Menschen die hören gerne auf humans are happy.org für meinen Newsletter anmelden und dann bekommst Du solche bunten Tipps und Tricks und ganz viel mehr Zusammenfassung und Inhalte rund um Wohlbefinden und ein gelingendes Leben regelmäßig als E-Mail Link in den Show nutzt natürlich auch Werbeblock Ende Lieber Bertram Ich würde gerne Wir sprechen jetzt ja schon einige Zeit.
00:45:57: ich hätte gleich noch zwei kleine persönliche Fragen.
00:46:00: wahrscheinlich kennste sie schon Wenn du heute Morgen die Folge gehört hast mit Kathrin Fischer, da habe ich sie nämlich auch gestellt.
00:46:06: Aber vorher frage ich dich ob wir hier irgendwas ausgespart haben?
00:46:09: Gibt es noch irgendein Feld wo du sagst ey das ist eigentlich noch total wichtig.
00:46:13: Ich finde es wichtig nochmal deinen Buch zu erwähnen.
00:46:17: Da finden auch alle Leute den Links in den Show Notes.
00:46:19: und jetzt frage' ich dich nochmal was ist noch wichtig heute für dieses Gespräch?
00:46:25: Ja will ich nochmal einen Moment überlegen... Ich würde mir wünschen Wenn wir alle miteinander mehr und mehr aufgeben können, dass wir uns über den Generationsbegriff auseinanderdividieren.
00:46:50: Sondern... Wir sind eine Menschheit!
00:46:54: Und wir leben auf einem Planeten!
00:46:59: Ich bin der festen Überzeugung, das wir nur zusammen das lösen können, was an Herausforderungen vor uns liegt.
00:47:05: Und ich würde mir wünschen und deswegen mache auch diesen Podcast gelassen älter werden weil ich eben einen Beitrag leisten will und das ist auch mal eine Vision zu einer Kultur des Pro Aging oder man könnte es auch anders sagen egal wie alt jemand isst er ist immer ein lebenswärter Mensch der...und für alle Menschen welche Hautfarbe, wie alt und so weiter sie sind gilt das gleiche Recht.
00:47:35: Das ist mir so total wichtig einfach nochmal zu erwähnen weil ich mich ja stark aufs Alter fokussiere.
00:47:41: aber ich glaube es geht eben nur übergreifend.
00:47:45: genau dass vielleicht noch als Ergänzung.
00:47:49: Danke das darf man auch einfach so stehen lassen.
00:47:52: Aber super schön.
00:47:54: zwei kurze Fragen.
00:47:56: die erstes wenn dein Leben ein Buch wäre welchen Titel würde es tragen?
00:48:01: Ja, ich habe gerade eines geschrieben.
00:48:04: Aber nein!
00:48:05: Den Titel hätte das nicht.
00:48:10: Werde mehr und mehr deiner eigener Freundin.
00:48:17: Ja... Das ist ein schöner Titel.
00:48:21: Letzte Frage über welchen Satz oder über welche Frage sollte jeder Mensch einmal nachdenken?
00:48:29: Wie bin ich der geworden, der ich geworden bin?
00:48:35: Und wer will ich noch
00:48:36: werden?!
00:48:37: Genau.
00:48:37: Würde ich jetzt sagen, nein aber es ist ja deine Antwort von daher
00:48:41: super gut.
00:48:41: Passt total!
00:48:44: Ja?
00:48:44: Wunderbar.
00:48:46: Denn älter werden heißt neu werden und zu alt wie heute war ich noch nie oder so neu wir heute naja in dem Sinne hey wow ich dank dir für diese wirklich im flüge vergehende Stunde und mir hat mir das wahnsinnig viel Freude gemacht.
00:49:03: wenn du möchtest dann gehen die letzten Worte jetzt an dich.
00:49:06: Ja, vielen, vielen Dank.
00:49:09: Ich spreche total gern mit dir Punkt!
00:49:12: Na dann werden wir vielleicht noch hier und da weiter sprechen.
00:49:15: Mich würde das nämlich freuen.
00:49:17: an der Stelle machen wir einen Punkt.
00:49:19: Danke auch fürs Zuhören an alle Menschen die jetzt bis hier hin zuhören für deine wertvolle Aufmerksamkeit in dieser Woche.
00:49:26: Und ja einfach bis zum nächsten Mal.
00:49:28: danke und ciao Bertram Bis bald.
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