So zeigst du deine Verletzlichkeit – mit Lukas Klaschinski | Wdh.
Shownotes
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Hier findest du das zweite Gespräch mit Lukas Klaschinski über Gefühlsbereitschaft (HAH 86)
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen bei Humans Are Happy.
00:00:02: Ich bin Leonhard Gabriel Heikster und das hier ist die zweite Folge oder die zweite Woche unserer kleinen Zeitreise!
00:00:10: Wir fahren noch mal ein bisschen weiter in die Vergangenheit, letzten Sommer waren wir ja... letzte Woche waren wir im Sommer, zwanzigzehnundzwanzig und jetzt plötzlich ganz schwupp die Wupp sind wir im August zweitausendundzweiundzwanzig und in der dreißigsten Folge hier im Podcast gelandet.
00:00:27: Die dreißigste Folge hier im Humans Are Happy Podcast war für mich damals ein echter Meilenstein.
00:00:32: Ich weiß noch, wie stolz ich war, dass sich jetzt ganze Dreißig-Podcast-Folgen hochgeladen hatte und ich war auch total glücklich, dass ich damals Lukas Klaschinski für das Gespräch gewinnen konnte.
00:00:43: Das war übrigens auch erst das erste unserer insgesamt zwei Gespräche hier am Podcast!
00:00:48: Im Januar, wir haben dann noch einmal über das Thema der Gefühlsbereitschaft gesprochen.
00:00:54: Und wenn du an diesem Gespräch auch Interesse hast, dann kannst du dir das ja direkt im Anschluss an dieses Gespräch oder an dieses Interview anhören.
00:01:01: Skroll einfach nach oben in die sechsenachtzigste Folge hier im Podcast oder klick auf den Link in den Show Notes.
00:01:07: da habe ich dir die Folge verlinkt.
00:01:09: Jetzt sind wir aber erstmal hier bei Gespräch Nummer dreißig und bei der Frage, wie du Verletzlichkeit zulassen kannst.
00:01:16: Lukas erklärt in dieser Folge warum wir vor negativen Gefühlen langfristig gar nicht weglaufen können und ist deshalb auch gar nicht sollten.
00:01:26: Er sagt dabei treffend, wenn du deine eigene Verletzlichkeit vor dir selber zulassen und sie auch in einem gesunden Rahmen nach außen tragen kannst.
00:01:34: Dann hat das nicht nur positive Effekte auf deine emotionale und körperliche Gesundheit sondern vor allem auch auf deinen sozialen Leben.
00:01:41: Ach was sage ich?
00:01:42: Auf dein Leben allgemein!
00:01:44: Warum aber fällt es jetzt vielen Menschen so schwer, Verletzlichkeit zuzulassen oder sie nach außen zu zeigen?
00:01:49: Und wie schaffen wir's überhaupt die eigene Verletzlichkeit selber zu spüren und sie dann auch noch – wie Lukas sagt – in einem gesunden Rahmen nach Außen zu tragen.
00:01:58: Naja auf all diese Fragen hörst du
00:02:01: in diesem Gespräch
00:02:02: Antworten!
00:02:03: Ich kann sagen ich habe damals viel gelernt und deswegen lade ich diese Folge hier als Episode Nummer zwei unserer kleinen Zeitreise nochmal hoch.
00:02:12: Und
00:02:13: bevor wir aber jetzt in das Gespräch starten, kommt noch einmal der kleine Hinweis.
00:02:16: Denn in einer Woche am Montag den vierten Mai findet von achtzehn bis neunzehn Uhr der nächste offene Call statt!
00:02:24: Der offene call ist ein kostenloses und offenes
00:02:27: Austauschformat
00:02:28: dass ich vor drei Jahren gestartet habe und das seitdem immer wieder mal stattfindet.
00:02:33: Mein Ziel mit dem offenen Call ist es, dich und ganz allgemein die Menschen hinter den Download-Zahlen kennenzulernen.
00:02:40: Das sind nämlich für mich häufig so Statistiken und Zahlen aber das sind ja Menschen hinter!
00:02:44: So wie du, der das jetzt hört oder die dass jetzt hört... Und ich möchte mit diesem Podcast gerne in Beziehung gehen.
00:02:50: Deshalb ist der offene Call dafür eine wunderbare Gelegenheit.
00:02:55: Du musst dich dafür weder anmelden noch irgendetwas vorbereiten.
00:02:59: Du darfst einfach deine Fragen, deine Themenwünsche oder einfach dein Interesse am Austausch und am Kennenlernen mitbringen.
00:03:05: Und wenn du gerne dabei sein möchtest dann melde dich einfach für den Humans Are Happy Newsletter an denn dort verschicke ich eine Stunde vor Beginn des Termins den Teilnamelink.
00:03:16: Wie gesagt, wenn du Lust hast dabei zu sein dann melde dich einfach über den Link in den Shownotes oder direkt auf meiner Website humansarehappy.org für den Humans Are Happy Newsletter an!
00:03:26: Jetzt wünsche ich dir aber noch einmal ganz viel Spaß mit dieser Folge und der Frage wie lasse ich meine Verletzlichkeit zu?
00:03:33: Ich sage nochmal herzlich willkommen lieber Lukas.
00:03:37: Hallo
00:03:38: Vielen Dank dass du die Zeit nimmst und schön das du da bist.
00:03:42: Wie gewohnt würde ich am Anfang gerne dir ein paar kurze Sätze hinwerfen, die du dann beenden darfst.
00:03:47: Wollen wir das legen?
00:03:49: Ja bitte!
00:03:50: Sehr gerne... Die Psyche des Menschen ist
00:03:56: veränderbar aber auch sehr, sehr determiniert durch die Erfahrung, die wir gemacht haben.
00:04:04: Gefühle sind
00:04:06: da um uns Hinweise zu geben und um uns in Richtung zu weisen und nicht dafür darum verdrängt zu werden Obwohl wir das sehr oft machen und ich auch.
00:04:16: Ich auch!
00:04:18: Verletzlichkeit ist
00:04:20: ein ganz, ganz wichtiger Punkt um mehr Lebenszufriedenheit zu bekommen und im Leben einfach das ganze Spektrum wahrzunehmen und die Unterschiedlichkeiten, die es gibt.
00:04:31: also eigentlich ist es so als ob man mit Verletzlichkeit seinen Filter aufmacht für alles was da ist.
00:04:42: In manchen Situationen angebracht, in anderen vielleicht nicht.
00:04:45: Aber in viel mehr Situationen eingebracht von denen wir eigentlich nicht denken dass es dort angebracht ist.
00:04:50: und wenn wir damit anfangen... ...erzeugen wir eine Beziehungsebene zu anderen Menschen und werden glaube ich qualitativ höhere Beziehungen leben können.
00:05:01: Einen Podcast zu machen ist?
00:05:04: Ich glaube... wie mit Titowierungen haben, eine Sache die man haben muss in Berlin.
00:05:08: Sonst ist man kein wirklicher Berliner in einen Quatsch.
00:05:11: Jemanden zu finden der keinen Podcast hat das ist das Schwierige nicht jemanden zufinden der einen Podcast hat.
00:05:19: Okay lassen wir mal so stehen.
00:05:21: vielen vielen dank dir.
00:05:22: ich fand da waren gerade schon total spannende Antwortpunkte bei.
00:05:28: du hast ja grade gesagt es ist ein bisschen wenn man Verletzlichkeit zulässt oder zeigt wie wenn man ein Filter öffnet und Gefühle die quasi daher vorstehen wollen uns auf etwas hinweisen.
00:05:41: Magst du das vielleicht einmal ausführen, wie kann man Verletzlichkeit als Filter sehen oder als Filter den man öffnet wenn man es zulässt?
00:05:48: Also wir gehen ja immer davon aus dass wir negative Gefühle einfach verdrängen können.
00:05:54: ich will mal damit anfangen.
00:05:56: dann
00:05:56: wenn wir uns in der Situation unangenehm fühlen und es einfach wegdrücken und quasi damit sagen okay das nehmen wir jetzt nicht mehr wahr.
00:06:05: Denken wir das funktioniert.
00:06:06: Aber das Problem ist, dass die Gefühle nicht weg sind sondern an weiteren Ecken auf uns warten und wieder zurückkommen.
00:06:14: Und wenn wir anfangen einen Gefühl nicht wahrnehmen zu wollen ist es so als ob... ...die ganze Bandbreite angefühlen die eigentlich da sind nämlich auch die angenehmen Gefühlen können wir dann irgendwann auch nicht mehr wahrnehmen weil sich der Filter leider nicht so fein justieren lässt und wird den nur auf die negativen oder ich sag lieber unangeneben Gefühles einstellen können.
00:06:35: Wenn wir jetzt anfangen mit unserer Verletzlichkeit rauszugehen, ist es so als ob wir diesen Gefühlen die da aufkommen weil es im ersten Moment unangenehm wieder mehr Raum geben.
00:06:47: Aber auf der anderen Seite bekommen wir eine Qualität dazu nämlich
00:06:51: auch
00:06:52: feine sehr angenehme Gefühle wieder besser fühlen zu können und was Verletzlichkeit ja immer schafft.
00:06:57: und ich vielleicht kennst du das aus einer Situation wenn dir jemand etwas anvertraut hat wo er wirklich verletzlich war in der Situation Dass du dich gleich viel mehr zu dem hingezogen gefühlt hast, wenn es adäquat war in der Situation.
00:07:10: Es gibt Leute die Overschärm tragen ihr Leid nach außen.
00:07:14: das hat auch nicht was mit Verletzlichkeit zu tun sondern es hat einfach etwas mit Selbstmitleid zu tun.
00:07:20: Nicht selbst Mitgefühl sondern selbst Mitleid.
00:07:22: aber wenn Leute dir eigentlich das Geschenk gemacht haben sich verletzlich zu zeigen Fühlt man sich ja sehr verbunden mit den Menschen.
00:07:31: Und das ist eine weitere Qualität von Verletzlichkeit, nämlich dass du eine Verbindung mit anderen Menschen schaffst und vor allem auch eine Rampende Bühne dafür, dass sie das auch tun.
00:07:41: wenn du dich verletzlich zeigst und jemanden hast der das zu Schätzen weiß würde das auch tun?
00:07:47: Dadurch erreicht er eine andere Beziehungsebene.
00:07:51: Ich würde mal gerne nochmal auf einen Satz eingehen, den du gerade am Anfang gesagt hast.
00:07:56: Deine Antwort nämlich negative Gefühle zu verdrängen funktioniert nicht.
00:08:01: Warum ist das so?
00:08:02: oder beziehungsweise wie macht sich das deutlich?
00:08:05: Wie kommt sowas raus?
00:08:07: Ich nenne dir mal ein Beispiel.
00:08:09: ich habe jetzt grad eine Hörerin gehabt in einem Podcast und die hat uns eine Nachricht geschrieben dass sie in einer sexuellen Situation sich nicht abgrenzen konnte.
00:08:21: In dem Moment hatte sie eigentlich schon gefühlt zu der Situation.
00:08:24: Sie hat kein Bock gehabt, ein Blowjob zu geben und eigentlich hätte sie sich abgrenzen müssen und hätte sagen müssen hey ich habe hier ganz klares Gefühl in mir.
00:08:32: Ich hab gar keinen Bock dazu auch wenn du das in tausend Pornos gesehen hast.
00:08:35: Ich möchte das nicht machen aber... ...sie wollte nicht als Brüde oder als Verklemmt gelten und hat es dann letzten Endes doch durchgezogen.
00:08:45: Durchgezogen ist vielleicht auch das falsche Wort aber sie hat's gemacht hat dann am Ende ein schlechtes Gefühl gehabt, ne?
00:08:52: Also in der Situation hätte sie sich eigentlich dem unangenehmen Gefühl stellen müssen zu sagen hey ich habe keinen Bock dazu egal wie du mich dann findest.
00:09:01: Ich mach es nicht!
00:09:03: Dann hätte das unangenäme Gefühl nicht auf Sie gewartet hinter der Ecke nämlich.
00:09:07: ich hab' mich nicht im unangenen Gefühlen der Situation gedrängt Dem hingegeben, hab gesagt ich mach das jetzt einfach weil ich das Gefühl was es auslöst ist nicht zu machen.
00:09:16: Ich spüren wollte und dafür kam es dann zurück und hat hinter zwei Ecken gewartet.
00:09:21: Nämlich mit dem Gefühl eigentlich hast du hier gegen deine Werte gegen dein inneres Gefühl gehandelt?
00:09:26: Und das meine ich damit wenn wir uns der Situation nicht stellen.
00:09:29: oder gibt's auch vielleicht non sexuelle Beispiele.
00:09:32: Der Chef kommt rein ballert einem Akten auf den Tisch die fallen vom Tisch runter... ...und der Chef guckt einen an und sagt ja muss er ledigt werden!
00:09:42: Man könnte die aufheben in dem moment.
00:09:44: Oder man könnte sagen, ja ich arbeite hier nicht vom boden aus und setzt sich dem chef zu wieder Und das kann in den moment unangenehme gefühle auslösen und trotzdem sich dem zustellen und sagen Ich nehme diese gefühlen an in der moment diese auslösend?
00:10:01: Und handeln nach meinen werten.
00:10:03: und dass gibt es natürlich auch in sachen verletzlichkeit.
00:10:06: vielleicht kennst du eine situation wo du Mit einer Partnerin mit einem partner warst und eigentlich das bedürfnis hattest dass er oder die sich dich mal in den arm nimmt.
00:10:16: Und was wir ganz oft machen ist eigentlich ein
00:10:21: hey
00:10:22: Du bist so unaufmerksam geworden also wirklich vergisst alles.
00:10:27: Und vor allem vergiss auch den scheiß Müll rauszubringen, das heißt Wir stehen eigentlich nicht zu unserem gefühlen zu unserer verletzlichkeit in dem moment projizieren es auf was anderes, um das nicht wahrzunehmen.
00:10:41: Und dieses negative Gefühl – was wir verdrängen in dem Moment?
00:10:45: Das bleibt erhalten!
00:10:54: bei Apple oder Spotify mit fünf Sternen bewertest.
00:11:08: Für dich sind das wenige Klicks, aber für mich macht das hier wirklich einen großen Unterschied aus.
00:11:13: Ich danke dir im Vorfeld und ich wünsche dir jetzt wieder ganz viel Spaß bei diesem Gespräch!
00:11:19: Das bleibt erhalten und kommt dann einfach an... also du hast ja gerade gesagt, dass wartet einfach einer anderen Ecke auf uns.
00:11:25: Genau, es wartet.
00:11:27: Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es oft gar nicht so ist, dass ich mich bewusst entscheide wenn Also irgend ein Gefühl hab, was nicht schön ist.
00:11:36: Ob das jetzt irgendwie eine kleine sexuelle Handlung?
00:11:38: Ist immer ein extrem krasses Beispiel, was ja auch alleine schon wegen des Beispiels viele Menschen emotionalisiert.
00:11:45: Das kann ich mir zumindest so vorstellen.
00:11:47: aber... Auch in anderen Beispielen ob es das jetzt auch verarbeitet oder irgendeine andere Alltagssituation Kann ich mir vorstellen dass wir oft gar nicht so bewusst also Ich für mich für meinen Teil kann das auf jeden Fall sagen oder ich arbeite da auch total stark dran und versuch da irgendwie mehr hinzukommen.
00:12:06: Aber oft auch gar nicht so merke, ah hier ist jetzt ein unangenehmes Gefühl!
00:12:12: Ich entscheide mich jetzt bewusst das mal kurz nicht zuzulassen sondern ich merk eigentlich gar nicht dass ich das verdränge und dann ist man ja irgendwie in so einer Art Teufelskreis weil man ja gar nicht weiß, dass man was verdrängt, oder?
00:12:25: Du bist im Automatismus in dem Moment und die geht's da wie neunundneinzig, neun Prozent der Menschen.
00:12:30: Und mir den meisten Fällen auch wir verdrängen von Natur aus unangenehme Gefühle und wollen angenehmes Gefühl wahrnehmen.
00:12:38: Das passiert in so einem Automatismus dass das noch nicht mal bewusst ist.
00:12:42: In einem Streit in einer Situation, dass wir eine Art Übersprungshandlung haben.
00:12:46: uns ist eine Situation Unangenehm und wir nehmen unser Handy damit wir das nicht spüren müssen.
00:12:51: was braucht es um unangentehme gefühle besser wahrnehmen zu können?
00:12:54: Der erste und allerwichtigste Schritt ist Achtsamkeit, das heißt den Moment wahrnehmen zu lernen.
00:13:01: Und das machen wir außerhalb von Extremsituationen nämlich nicht in der Situation wo es richtig brennt sondern außerhalb der Situation wenn wir zum Beispiel gerade überhaupt gar nicht so extreme Empfindungen haben einfach mal Schritte bewusstmachen uns über die Lippe streichen und gucken wie fühlt sich das an?
00:13:19: ... ein Essen bewusst essen.
00:13:21: Und in dem Moment, wo wir Achtsamkeit kultivieren... ... schaffen wir es auch, achtsamer in solchen extremen Momenten zu sein und dann können wir das was wir wahrnehmen mehr als Qualität wahrnehmen ohne dem gleiche Bewertung zu geben weil.. In dem moment wo wir sagen oh Gott!
00:13:38: Das ist schrecklich ich will hier raus sind wir schon im Rückzug.
00:13:42: und in dem moment Wo wir sagen hey krass Es entsteht gerade einen Drücken auf meiner Brust wenn du das sagst oder ich merke, wie ich mich innerlich so zusammenziehe.
00:13:53: In dem Moment können wir mit dieser Situation viel, viel besser umgehen und vor allem das Allerwichtigste unsere Emotionen durchfließen lassen und nicht anhalten und was neues fühlen, was wir dann lieber fühlen
00:14:07: wollen.".
00:14:09: Ja.
00:14:10: Das klingt plausibel!
00:14:13: Ich kann es zu gewissen Teilen auch... Kenne ich's von mir selber irgendwie?
00:14:17: weiß nicht, wenn man irgendwie meditiert beispielsweise.
00:14:19: Ich hab irgendwann mal, als ich vor zwei drei Jahren oder so damit angefangen habe, mal regelmäßiger zu meditieren und dann fallen einem einfach irgendwie so achtsam... Also fallen einem Gedanken die man denkt in anderen Situationen auch auf quasi
00:14:34: jetzt total.
00:14:35: also wir sind ja eigentlich immer fast immer zu hundert Prozent identifiziert mit der Situation.
00:14:42: was bedeutet das?
00:14:44: Also, dass das der Zustand ist in dem Moment, in dem wir für immer sein werden.
00:14:49: So fühlt sich das an ne?
00:14:50: Okay gecheckt ja!
00:14:52: Wir checken nicht... ...dass ich unsere Gefühle verändern und wir der Himmel sind und nicht das Wetter in der Situation.
00:14:59: also eigentlich sind wir ja wenn man es nimmt eher der Himmel wo es unterschiedliches Wetter gibt aber der Himme verändert sich nicht Der Himmel nimmt wahr Und das Wetta is.
00:15:12: Ey, ich bin gerade ultra frustriert und fühle mich nicht geliebt oder ey!
00:15:16: Ich bin grad der glücklichste Mensch in der Welt.
00:15:18: Aber das Wetter wird sich zwei Stunden später verändert haben Und in dem Moment wo wir hundertprozent identifiziert sind checken wir nicht dass wir nicht das wetter sind sondern der himmel.
00:15:29: Das ist ein schöner vergleich.
00:15:30: ja es finde ich sehr einleuchtend voll gut Wir sind der Himmel nicht das wetter.
00:15:36: Ich würde noch mal kurz einen Punkt zurückgehen.
00:15:38: Du hast ja grade gesagt man braucht achtsamkeit.
00:15:42: Absolut wichtiges Thema, aber auch ein bisschen schwer zu greifen weil es in den letzten jahren extrem.
00:15:48: Durchgenudelt wurde
00:15:49: extrem durch genutelt wurde.
00:15:51: vielen dank und einfach.
00:15:52: also ich nehme mittlerweile so als Passwort war deswegen an der stelle vielleicht einfach mal kurz der einschub.
00:15:57: was verstehst du unter achtsamkeit?
00:16:00: oder vielleicht sogar eine definition?
00:16:02: Ja nicht in der zukunft sein und nicht in die vergangenheit sondern in dem moment wo's passiert und im ideal fall ohne Bewertungen wie gut oder schlecht.
00:16:15: Und das heißt konkret, ich laufe und spüre wie meine Füße auf dem Boden gehen... ...und denke nicht.. Ich laupe gerade zu dem Termin!
00:16:23: Und ich bin zu spät verdammt!
00:16:24: Was wird alles passieren?
00:16:25: Mein Chef wird so und so reagieren oder der Typ den ich da treffen will, er wird so-und-so reagiert.
00:16:30: Wir sind hier eigentlich nie im Moment.
00:16:32: wir sind immer in der Zukunft oder in der Vergangenheit.
00:16:36: Wir denken irgendwann, wenn wir uns richtig anstrengen und richtig schnell laufen sind wir irgendwann im Moment.
00:16:42: Das ist eine Illusion.
00:16:42: das wird nicht passieren!
00:16:44: Man kann zehn Jahre zurückgehen wo man das auch schon gedacht hat und wird feststellen fucking da habe ich das aus schon gedacht und jetzt denke ich dass noch immer.
00:16:51: was wird wohl in zehn Jahren passieren?
00:16:53: Da wird man immer noch in der Zukunft oder in der Vergangenheit sein.
00:16:56: Das heißt achtsam zu sein ist hier jetzt in diesem moment weil es eigentlich keine große Rolle spielt in den meisten Fällen, ob ich mich jetzt darüber sorge was in der Zukunft passiert oder was in die Vergangenheit passiert ist.
00:17:12: Es wird die Verganganheit nicht ändern und ganz ganz ganz vielen Fällen – nur nur neun Prozent der Fälle auch die Zukunft nicht verändern wenn ich mir jetzt die ganze Zeit darüber Sorgen mache.
00:17:23: Ein Beispiel wo das natürlicherweise passiert ist der Flow.
00:17:27: also den kennen wir alle.
00:17:28: dass wir Die Zeit und den Raum um uns vergessen im Idealfall zum Beispiel beim Sex, also wenn wir beim Sex nicht im Flow sind ist unschön oder da dann darüber nachdenken.
00:17:38: Hey was muss ich noch einkaufen?
00:17:40: Eigentlich habe ich ja morgen diesen Termin habe ich mich darauf richtig gut vorbereitet das ungünstig.
00:17:46: Also beim Sex sind wir im Flow, wenn wir guten Sport machen und der Sport irgendwie so ein Einklang schafft meistens auch oft Sachen wo wir hyper konzentriert sind und es braucht er uns ganz Dann sind wir auch in einem Flow, also einem Zustand wo es keine Vergangenheit und keine Zukunft gibt.
00:18:03: Sondern einfach nur jetzt im Moment... Ich bin beim Surfen zum Beispiel mit dem Flow Und das ist ja eigentlich so ein Zustand der Achtsamkeit.
00:18:12: Den Zustand einer Achtsammigkeit können wir noch mit Konzentration Mit einem Bewusstsein für diesen Moment spicken.
00:18:21: Okay, ich finde das kommt da gut raus.
00:18:24: Vielen Dank und du hast ja gerade auch schon vor zwei Minuten oder so ein paar Sachen gesagt.
00:18:29: irgendwie nimm mal wahr.
00:18:31: Nimm nicht sofort dein Handy in die Hand.
00:18:33: also dann muss ich sagen da habe ich ungünstigerweise leider eine große Resonanz gespürt ist es passiert mir auch super super häufig aber... Hast Du da für Dich vielleicht praktische Methoden oder Sachen wo Du sagst dass anzuwenden hilft?
00:18:49: hilft dir oder hat dir geholfen, weil ich finde so hintergrund meiner Frage ist.
00:18:56: Ich habe das Gefühl oft man weiß so irgendwie in der Theorie ja nicht so oft aus Handy gucken oder mal mehr im Moment sein aber das gelingt trotzdem nicht immer so gut.
00:19:08: vielleicht hast du ja irgendwelche sagst du ja aus deinen Erfahrungen heraus dass hier es eine gute Strategie.
00:19:17: Das Problem ist, das eine ist ne bewusste Entscheidung.
00:19:19: Das andere ist unterbewusst und wir kämpfen immer gegen unser Unterbewusstsein oder unser Unterwusstsein.
00:19:25: Ja, unser Untergewusstsein greift nach dem Handy wenn wir uns unangenehm fühlen oder wenn wir sagen hey wir haben gerade kurz Langeweilung können es gar nicht mehr ertragen weil unsere Gehirn Futter brauchen und immer diese Dopaminstöße die wir im Handy bekommen.
00:19:38: Und das heißt mit unserem Bewusstsein, das müssen wir immer anschalten um gegen unser Unterbewusstsein anzutreten.
00:19:45: Das ist ein Kampf, den können wir nur verlieren.
00:19:47: Weil unser Bewusstsein ist auch nicht die ganze Zeit da!
00:19:51: Das müssen wir auch in irgendeiner Weise ansteuern.
00:19:54: Unser Unterbewusstein ist die ganzezeit da... Die ganze Zeit am rödeln und am machen und am reagieren auf Breize.
00:20:01: Wir müssten uns Rahmenbedingungen schaffen, die es erleichtern.
00:20:04: Das is der erste Schritt ne?
00:20:06: Das heißt ganz ganz einfach Entweder auf dem schäbiges handy umsteigen was keine social media.
00:20:13: Kann und das dann auch bewusst nicht mitnehmen.
00:20:15: oder wir sagen hey, wir machen der off sonntags ist mein handy freier tag Wir bekommen keine pruschnachrichten aufs handy wir haben limits auf dem handy.
00:20:24: wenn wir jetzt ganz konkret oft beim handy bleiben ich darf für mir zwei zwanzig minuten auf instagram meine zeit verschwenden.
00:20:32: Wir schaffen ja gar nicht so viel, aber wenn wir die ganze Zeit nehmen würden wie wir bei Instagram sind oder bei irgendwelchen anderen Seiten dann würden wir ziemlich viel mit dieser Zeit anfangen können.
00:20:42: Ich bin fünfzig Minuten bei WhatsApp.
00:20:44: das nutze ich jetzt auch beruflich dass also schwierig das zu trennen Instagram mir auch Aber ich stell mir Limit und dadurch kämpfe ich quasi oder Zäume mein Unterbewusstsein was natürlich immer Bock hat auf Instagram und Co.
00:21:00: Und das andere ist, Morgenroutinen einführen.
00:21:03: Das sorgt auch für ein bewussteres Leben und da kann man ganz ganz einfache und schöne Sachen machen und die Klingen halt total abgetroschen.
00:21:11: aber wenn man sich jeden Tag vielleicht auch mit einer geführten App Zeit nimmt zu meditieren.
00:21:16: Jeden morgen fünfzehn Minuten ne?
00:21:18: Habe ich nicht die Zeit!
00:21:19: Okay dann teils ihr halt nicht ein.
00:21:21: Für dich.
00:21:22: Wenn man das zu sich selber sagt also ich finde es auch immer schwierig zu sagen Ich hab' die Zeit nicht.
00:21:27: Für wen hat man eine Zeit, wenn man sie nicht für sich selber hat?
00:21:31: Ja das ist ein gutes Argument.
00:21:32: Also ich hab die Zeiten... Ich meine im Grunde haben wir ja alle vierundzwanzig Stunden am Tag.
00:21:36: so.
00:21:37: also
00:21:38: und was geht da vor?
00:21:39: immer ne dass man sagt hey.
00:21:41: Ja ich habe Zeit das jetzt schnell noch abzuarbeiten.
00:21:43: ich habe zeit den Kaffee noch schneller mich rein zu trinken aber ich habe keine Zeit mehr fünfzehn Minuten jeden tag zu nehmen um zu meditieren.
00:21:51: Und ich kenne das bei mir dass ich mich immer wieder dabei wische heute habe ich wirklich keine Zeit.
00:21:55: fucking hast du keine Zeit oder bist du einfach nicht bereit dafür.
00:21:59: Also Meditation ist so eine Sache und was ich auch habe für mehr Bewusstheit, für mehr Achtsamkeit und auch für mehr positive Gedanken ohne toxisch positiv zu werden dankbar zu sein Für ganz kleine Sachen und das in der Routine also nicht Ich bin jetzt so dankbar dass sich jetzt in dieses Mikrofon spreche Sondern kann man natürlich auch denken sondern morgens Dass ich mir drei sachen rausnehme für die ich dankbar bin und abends Drei Sachen, für die ich dankbar bin.
00:22:27: Die an dem Tag erlebt zu haben.
00:22:29: und drei Sachen fallen einem oft ein.
00:22:32: es müssen auch keine Erlebnisse sein sondern ey cool dass sich oder danke das ich in einem schönen trockenen Bett liege Und hier gebettet und darüber nachdenken kann.
00:22:42: Ja auf jeden Fall okay.
00:22:44: das heißt Wenn man's dann so ein bisschen schafft mal die eigenen weil ich denke mir das ist ja der erste Schritt wenn nicht jetzt irgendwie.
00:22:50: wenn wir nochmal zurück ins Thema Verletzlichkeit.
00:22:53: wenn ich irgendwie meine eigene Verletzlichkeit wahrnehmen will, dann muss ich ja insgesamt Gefühle wahrnehmen und...
00:23:01: ...unbewusst.
00:23:02: Ja genau!
00:23:02: Und du musst diesen Mechanismus durchbrechen wo ich fühl mich hier gerade unangenehm.
00:23:08: Ich mache eine Übersprungshandlung oder eine Handlung die das verdrängt und dann fühle ich mich wieder einigermaßen gut.
00:23:13: Das muss erst mal gegeben sein dass du deine eigenen verletzlichen Momente überhaupt erkennst.
00:23:18: dafür braucht es bewusst sein
00:23:20: und Dann muss man da auch reingehen Bedeutet.
00:23:22: ist das?
00:23:23: Oder also ich merke Ich merke, ich fühle mich hier unwohl.
00:23:28: Oder ich merke irgendwie, es kommt ein doofes Gefühl auf oder ... können wir auch sagen, jemand hat mich echt verletzt das Verhalt von irgendwem dann nicht sich da reinzugeben und sich darin zu suhlen aber wirklich sich zu fragen wie fühlt sich das an?
00:23:46: Und das wahrzunehmen.
00:23:47: Ja unbedingt
00:23:51: Wie ist deine Erfahrung dazu?
00:23:53: also du arbeitest ja viel mit dem Thema zusammen Und das ist am Ende wie dieser Filter, der quasi ich stelle es mir jetzt gerade auf so eine Skala vor und die geht weiß nicht von minus zehn bis plus zehn.
00:24:07: Ich will halt keine Gefühle spüren, die beispielsweise negativer sind als ne Minus fünf.
00:24:14: dann habe ich aber immer auch den Filter gleichzeitig bei plus fünf gesetzt und kann auch nix positiveres Equivalent wahrnehmen.
00:24:21: Ist das so was du meinst?
00:24:22: Man kann diesen Filter nicht so fein justieren sondern setzt die Schraube immer auf beiden Ebenen an.
00:24:28: Du musst dir das vorstellen wie ein Pendel, der ausschlägt
00:24:31: und
00:24:31: je mehr du dem Raum lässt im positiven Auszuschlagen beziehungsweise umgekehrt, je mehr Raum du dem lässt im negativen auszuschlagen desto mehr darf er auch in die andere Richtung ausschlagen.
00:24:43: zum Pendel der hin-und her geht und wenn du sagst oh nee der soll bei unangenehmen Gefühlen bei eins stoppen mehr darf es nicht dann kann ja auch nur auf eins ausschlagen bei den angenehmen gefühlen Und das meine ich mit Feinjustierung des Filters.
00:25:01: Warum fällt uns das so schwer, dann Verletzlichkeit oder negative Gefühle vielleicht erstmal so im Allgemeinen zuzulassen?
00:25:07: Weil es liegt ja so auf der Hand und was du sagst ist auch alles vollkommen logisch.
00:25:12: und trotzdem versuchen wir oft das zu verdrängen oder nicht wahrzunehmen Oder vielleicht gar nicht irgendwie nach außen zu zeigen.
00:25:19: wenn wir uns mal nicht gut fühlen Wenn wir immer unsicher sind, wenn wir verletzt sind Geht's einfach darum dass man versucht kurzfristig irgendwas zu vermeiden und das Unterbewusstsein da nicht weiß, dass es einem langfristig eigentlich besser gehen würde oder auch viel so schwer.
00:25:34: Es ist so multifaktoriell also es hat ganz ganz viele Stränge die wir darauf hindeuten.
00:25:40: Also ein Strang wenn du geschichtlich auf Menschen guckst ist Wir alle kommen aus einer kriegstraumatisierten Generation und wurden von Eltern erzogen, die von Eltern, die kriegstraumatisiert waren, erzogen wurden.
00:25:57: Und im Krieg war Verletzlichkeit das was du am wenigsten gezeigt hast und was ganz ganz wenig Platz hat.
00:26:03: also sind wir alle sozialisiert unsere Verletzlichkeit eigentlich nicht zu zeigen.
00:26:07: und dann gibt es noch so Sprüche wie in Indiana kennt kein Schmerz oder äh heul doch nicht mach dich mal gerade oder Ganz ganz viele Themen.
00:26:14: Das heißt für viele Männer heutzutage obwohl's da tatsächlich einen großen Wandel gibt, ist es in der Tendenz schwerer das zu zeigen als für viele oder einige Frauen.
00:26:26: Das ist halt dieses Thema.
00:26:27: wie sind wir aufgewachsen?
00:26:28: Wie sind wir erzogen worden?
00:26:29: was haben wir mitbekommen?
00:26:32: Das ist das eine.
00:26:33: Das andere ist dass es natürlich immer mal wieder Enttäuschung gab mit dem Thema Verletzlichkeit.
00:26:37: Dass wir uns verletzlich gezeigt haben und dann einen auf den Deckel gekriegt haben.
00:26:41: Und das fühlt sich so unangenehm an!
00:26:47: durch die Erziehung, durch unsere Psycho-Education uns gar nicht so bewusst sind.
00:26:53: Was passiert denn eigentlich wenn wir uns auch verletzlich zeigen?
00:26:57: Dafür muss es erst mal ein Bewusstsein geben um dann zu sagen hey das fühlt sich im ersten Moment unangenehm an wie das erste Mal nach langer Zeit zum Sport zu gehen oder in Eisbar zu steigen.
00:27:07: oder ich habe jetzt eine lange Wanderung gemacht.
00:27:09: ne Die ersten fünf Kilometer haben sich irgendwie unangnehm angefühlt.
00:27:12: aber was hat sich danach verdammt?
00:27:13: geil angefühlen das heißt zu wissen Verletzlichkeit in dem moment wird sich vielleicht unangenehm angefühlen, aber dahinten wartet was?
00:27:21: Was es wert ist diesen weg zu gehen und dafür ein bewusst sein zu bekommen dass das auch nicht Ja gang und gäbe.
00:27:28: und das machen wir gerade.
00:27:31: Also es ist so ein bisschen so.
00:27:33: Meine freundin hat letztens zu mir gesagt Wir arbeiten eigentlich die ganzen traumata unserer elterngeneration auf.
00:27:41: also das Kommt und ist natürlich jetzt sehr plakativ gesagt.
00:27:45: aber trotzdem die Erziehung, die durch kriegstraumatisierte Generationen dann weitergegeben wird spielt das sicher mit rein.
00:27:56: Das erinnert mich gerade ein bisschen an das was du grade gesagt hast dass wir quasi oder das was heißt jetzt unsere Generation?
00:28:04: aber zur Zeit der Zeitgeist zumindest kommt mir das so vor vielleicht ist es auch eine Geschichte in welcher Bubble hält man sich auf?
00:28:11: Aber das ist halt ja das ganz viel Aufbericht sowas irgendwie Gefühle zeigen und die Akzeptanz auch von Schwäche beispielsweise, dass das einfach viel mehr Interesse ist.
00:28:25: Und auch Informationszugänglichkeit.
00:28:29: Ja ganz viele Sachen spielen eine Rolle also... Das erste ist, dass wir den Luxus haben uns überhaupt damit beschäftigen zu können.
00:28:37: Ich glaube in dem Moment unser Kopf ist ja ne Problemlösermaschine.
00:28:41: Wir sind die ersten Generationen wo es so wenig Probleme im Außen gibt Probleme in Anführungsstrichen im Inneren fokussieren können und dürfen.
00:28:52: Und die Generation davor hatte so viel Scheiß am Laufen im Außen, dass sie gar nicht ins Innere gucken konnten.
00:28:58: Ich nenne ein Beispiel ich habe mit Eva Cephesi Holocaust Überlebende langes Gespräch geführt.
00:29:03: Die ist als vierzehnjährige dargelassen worden in Auschwitz und nicht auf den letzten Todeszug mitgenommen worden.
00:29:12: Sie hat also in einem Berg von Leichen überlebt Und hat fünfzig Jahre, fünfzig verdammte Jahren nicht über das gesprochen was hier passiert ist.
00:29:22: Weil sie es einfach nicht konnte weil sie so tief traumatisiert war erst mit ihrer Tochter zusammen die tatsächlich die gleichen Bilder visualisiert hat wie ihre Mutter die sie in sich getragen hat.
00:29:35: also Das sind unvorstellbare Sachen die da die da passiert sind.
00:29:42: erst fünfzig jahre später konnte sie das aufarbeiten.
00:29:45: das heißt Ihre Tochter hat schneller geschafft, klar wir nehmen die Trauma unserer Eltern und verarbeiten sie.
00:29:52: aber weil wir den Luxus haben das erste Mal in der Position zu sein das machen zu können und zu dürfen.
00:29:58: Und weil unser verdammtes Gehirn einfach Futter braucht nach Problemen sucht und diese auch verwerten und verarbeiten möchte was wären wir ohne Probleme?
00:30:08: Glücklich
00:30:10: eben nicht!
00:30:11: Unser Gehirnt funktioniert leider so nicht.
00:30:13: ne also zum Thema Glück Ich glaube das ist eine Einbildung, also wir funktionieren mit Kontrasten.
00:30:22: Ich könnte dir jetzt heute alle deine Probleme nehmen und so viel Geld geben wie du nur haben könntest.
00:30:29: Dein Gehirn würde sich innerhalb von zwei drei Wochen darauf einstellen.
00:30:33: Dann gehören würde sagen ach okay das ist also das neue null.
00:30:36: nehm ich das?
00:30:37: unser Gehirnen funktioniert eher so dass du mal was Gutes machst mal was schlechtes mal was gutes und dadurch kannst du das gute wahrnehmen.
00:30:45: Ein Beispiel ist Jay-Z und Beyoncé sollen ab und zu mal in schäbigen Hotels einsteigen.
00:30:52: Warum machen sie das?
00:30:53: Wenn sich eigentlich jedes Hotel der Welt leisten können, weil sie jedes Hotel nicht mehr wahrnehmen diese ganz edlen geilen Hotels nehmen Sie nicht mehr als solches war wenn sie nur da drin wären.
00:31:04: Das ist ein verdammtes Luxus Ding was ich da beschreibe aber im kleineren skaliert für uns normallos heißt es sich Ab und zu Mal etwas ganz tolles kochen.
00:31:14: Dafür haben wir mehr Wertschätzung, mehr Wahrnehmung als immer die ganze Zeit super edel zu essen.
00:31:21: Ja voll verstanden Wie ist das wenn wir jetzt sagen okay?
00:31:27: Wir haben den Luxus, wir haben ja die wenigeren Probleme im Außen und auch den Willen und die Akzeptanz quasi da reinzugehen.
00:31:41: Wenn ich beispielsweise erstmal ins innere schaue und mehr und mehr wahrnehme.
00:31:49: Nicht nur was habe ich für positive gefühle, sondern was hab ich vielleicht auch für negative Gefühle wo es irgendwie ein unangenehmes ziehen oder drücken in der Brust oder im Bauch?
00:31:59: Und was tut mir da vielleicht auch weh?
00:32:03: Da kommen wir ja auch schnell irgendwie zum Thema Angst!
00:32:07: Also das spielt wahrscheinlich, denke ich mal stark mit rein.
00:32:11: Sich selber mit seinen eigenen Dämonen zu beschäftigen und die dann auch noch nach außen zu tragen.
00:32:19: Jetzt einfach nur das Wissen.
00:32:21: danach tut es vielleicht nicht mehr so weh oder danach wird's besser oder ein bisschen angenehmer ist das eine.
00:32:26: aber wo kommt diese Angst her?
00:32:29: Wie kann man also kann man die kann man dir vielleicht verstehen um zu sagen sie ist eigentlich gar nicht so begründet?
00:32:35: oder wie is dass
00:32:37: Du meinst die Angst vor der Verletzlichkeit?
00:32:40: Ja, ich glaube viele Menschen haben Angst vor Verletzlichkeit.
00:32:44: Das sind Erfahrungen, die sie schon gemacht haben.
00:32:46: Ich wurde mal verletzt als ich mich verletzlich gezeigt habe und nicht drauf positiv reagiert.
00:32:53: Mir wurde das anders beigebracht.
00:32:55: man macht es nicht.
00:32:56: oder ist es manchmal auch die Angst vorderangst also die angst vor diesen Gefühlen, die aufkommen könnten.
00:33:02: Und ich glaube da braucht es einfach Erste Schritte.
00:33:06: also erste kleine Schritte.
00:33:07: ich muss ja nicht jemandem sagen, weil ich das letzte mal irgendwie.
00:33:12: Ganz krass geheult habe weil mich meine exfreundin verlassen hat oder so sondern es fängt ja mit ganz ganz kleinen sachen an.
00:33:21: Kumpel von mir hat den Geburtstag von seiner Frau vergessen und er wurde in dem Moment so wütend hey warum nimmst du den geburtstag ist so wichtig dazu sagen.
00:33:29: Hey Ich merke gerade dass mein ganzer körper traurig wird Weil du mir als mensch Total wichtig bist und ich irgendwie erschüttert bin von meiner eigenen Vergesslichkeit, weil die das nicht widerspiegelt was du mir wert bist.
00:33:45: Mit so Sachen fängt es an wäre auch relativ groß.
00:33:48: Aber wir müssen nicht immer den riesen Schritt machen und sagen ab heute ist alles anders sondern mit ganz kleinen Schritten man kann nicht mal meine Verletzlichkeit zeigen in welchen Momenten passt das?
00:33:59: wo kann ich mich auch mal üben?
00:34:01: Wo ist ein geschützter Rahmen?
00:34:03: und dann Erfahrung machen Die anders sind als ich es vermuten würde.
00:34:08: Das ist okay.
00:34:10: Alles klar, aber da haben wir ein tolles Stichwort weil wie kann ich mich darin üben?
00:34:14: Wie kann ich einen sicheren Rahmen schaffen?
00:34:17: Man muss ja auch nicht... Ich glaube das kann Sinn machen irgendwie vielleicht erstmal für sich selber in sich reinzuspüren und dann in kleinen Schritten wie du sagst ja auch nach außen zu gehen.
00:34:27: Aber wie würdest du sagen oder Kann man da vielleicht irgendwie Eckpfeiler aufstellen, wie könnte so ein Rahmen aussehen um Verletzlichkeit zuzulassen und zu zeigen?
00:34:38: Also ich glaube der erste Schritt fängt im Inneren an.
00:34:41: Wie rede ich mit mir selber und wie groß ist mein Selbstmitgefühl?
00:34:47: Und das schafft eine Basis nach außen für die eigene Verletztlichkeit.
00:34:52: also wenn ich selber mich für jede Sache die Ich nicht ganz so toll mache in meinem Verwusstsein verurteile.
00:35:01: Ich vermute natürlich, dass das im Außen auch passiert und wenn ich anfange, wenn ich mal was vergessen habe oder was nicht so toll gemacht hab oder tatsächlich einfach auch blöd war in manchen Situationen wie auch immer Wertschätzung und Mitfühlen damit mir selbst umzugehen dann schaffe ich es auch eher das zu teilen Das heißt das erste Mal zu beobachten Wie rede ich denn mit mir selbst?
00:35:27: Und vielleicht Leona, du als Beispiel.
00:35:30: Wie würdest du sagen wie redest du mit dir selbst?
00:35:32: Bist du... ...mit einem Selbstmitgefühl unterwegs oder bist du selbst mitfühlen also bist du mit fühlender mit anderen als mit ihr selbst?
00:35:39: Ja gute Frage ich bin da ja selber auch voll auf der was heißt auf der Suche Ich würde eher sagen im Prozess Und auch Da ist das sehr situativ abhängig.
00:35:51: Also je nach Situation und Menschen mit unterschiedlichen menschen ist man.
00:35:55: vielleicht klingt jetzt so, aber ist man halt irgendwie mit fühlender oder empathischer als bei anderen?
00:36:02: Und so bin ich glaube auch mit mir selber in manchen Situationen mit fühlen da.
00:36:08: Wobei ich versuch... Also es geht ja nicht darum dass man sich irgendwie dann in Mitgefühl oder in Selbstmitleid zuholt sondern das man eher so liebevoll mit sich selber ist und sagt und sich selber vielleicht irgendwie erlaubt irgendwas zu spüren.
00:36:23: Da muss ich ehrlich auch zugeben versuche ich immer wieder, was wir vorhin besprochen haben mit diesem in den eigenen Alltag integrieren beispielsweise oder einfach in möglichst vielen Situationen präsent zu sein und das wahrzunehmen.
00:36:40: Und dann freue mich beispielsweise manchmal eigentlich... Ich freu mich manchmal darüber dass sich das dann geschafft habe irgendwas wahrzunimmt vielleicht was auch nicht irgendwie angenehm ist sondern aber erstmal ein Gefühl zu spüren.
00:36:56: Das ist... Es klingt, also es kostet mich über Windung das auszusprechen aber es ist tatsächlich so.
00:37:04: Ich habe halt ja auf diesem... In diesem Projekt.
00:37:15: Ich bin jetzt Fitness Trainer gestartet, man hat ganz vielen Zielstellungen konfrontiert und... Da ging es auch immer stark um Selbstoptimierung und so.
00:37:24: Und ich wollte halt wissen was ist eigentlich Glück?
00:37:25: Und Glück ist immer das glorifizierte positive.
00:37:27: mittlerweile bin ich da ja gar nicht mehr.
00:37:30: aber es war immer eine Auseinandersetzung eher mit Ja irgendwie was Schöne, man guckt auf was Schönes.
00:37:39: Und so dann bin ich auch durch den Podcast sehr schnell Richtung.
00:37:43: es geht eigentlich um Wohlbefinden.
00:37:44: und wie ist eigentlich dein Befinden?
00:37:46: Das Befinden ist ja das wo wir erst mal dazu kommen nicht nur... Es geht nicht darum sich möglichst toll immer die ganze Zeit zu fühlen.
00:37:55: Es geht dann ja in diese toxische Positivitätsrichtung.
00:37:59: aber Ich glaube ehrlich gesagt dass ich ... viel in den letzten Jahren immer versucht habe, einfach möglichst viel gut drauf zu sein.
00:38:10: Weil das ja irgendwie mehr Spaß macht!
00:38:14: Aber es ist halt einfach überhaupt nicht nachhaltig und deswegen ist es je nach Situation freue ich mich manchmal auch... Ich freu mich manchmal wirklich was Negatives wahrzunehmen weil ich mich freue was wahrzunem irgendwie.
00:38:28: Das ist ein ganz komischer, ganz komisch twist dass man das dann wieder irgendwie für sich ins positive kehrt keine ahnung ob das jetzt auch.
00:38:37: Ja genau weiß nicht ein irgendwo auf irgendeiner Ebene einen sich in die Tasche lügen oder so.
00:38:43: aber ja ich versuche einfach selber auch da immer mehr tiefer reinzugehen und es zu verstehen.
00:38:49: Und auch negative Gefühle, und auch Verletzlichkeit als Schlüssel dann zu sehen für auch positive Sachen beziehungsweise ein Schlüssel zu sehen diesen Regler oder einfach den Raum in dem das Pendel sich bewegen kann auszudehnen.
00:39:06: Und wer hat dir gerade von Übungsfeldern geredet, ne?
00:39:09: Wie ich das mehr integrieren kann Schritt für Schritt.
00:39:12: Ich würde mir immer Menschen suchen im ersten Moment wo ich weiß dass ich recht sicher bin und es gibt diese Menschen... Manchmal gibts die in der Familie.
00:39:21: Manchmal ist die Familie aber auch ein zu großes Hindernisst.
00:39:24: Manchmal gibts sie im Freundeskreis wo man weiß eigentlich ist es relativ egal was hier passiert.
00:39:30: Ich werde immer als Mensch gesehen und gewertschätzt.
00:39:34: Mein Verhalten wird vielleicht beurteilt, aber ich bleibe im Kern der, der ich bin in diesem Kreis oder mit dieser Person.
00:39:42: Und das ist ein ideales Übungsfeld um erstmal erste Schritte zu machen.
00:39:46: So ein bisschen so... Wir erwarten immer von uns auf psychologischer Ebene dass wir einmal den Scheiter umlegen und dann funktioniert alles.
00:39:56: Also es ist so, als ob du jemanden im Basketball in die Hand drückst.
00:39:58: Der kann sich vorher ein Video angucken wie Basketball spielen funktioniert und sagt jetzt geh mal raus!
00:40:03: Du kannst ja jetzt witzpielen, du hast das gesehen.
00:40:06: So funktioniert die Psyche auch nicht.
00:40:07: Das ist einfach ein Lernprozess.
00:40:09: Üben, wiederholen und darum fragen wir uns auch manchmal nach zwei Jahren warum hänge ich eigentlich immer noch in dieser gleichen Scheiße rum?
00:40:16: Und kann es nicht verändern?
00:40:17: Ja weil das ein fucking Prozess ist und du das einschleifen kannst und einschlafen kannst und immer wieder und irgendwann wird dir der verdammte drei Punktewurf gelingen wenn nur noch zwei Sekunden auf die Uhr sind.
00:40:28: und das is aber einfach einen Weg dahin.
00:40:31: also wir erwarten einfach dass es nicht irgendwie...das ist einfach alles mit verstehen zu tun hat psychologisch, aber es ist eben leider nicht so.
00:40:39: Verstehen ist der erste Schritt und der Rest ist machen handeln fühlen verkörpern bewusst sein.
00:40:51: Ja
00:40:51: das ist wahrscheinlich da einfach ein sehr realistisches Bild ne?
00:40:55: Das ist schlecht für Menschen die eine oder wenn man eine kurze schnelle einen kurz und schnellen Abkürzungsweg gehen will sondern ja dass ... den wahren Erfolg oder wie auch immer man Erfolg dann definiert, gibt's meistens ja einfach erst wenn man bereit ist auf viel einzusetzen.
00:41:15: Ja
00:41:15: toll!
00:41:16: Aber wo du das gerade sagst es ist ein stetiges Arbeiten oder Hinschauen.
00:41:24: Wenn wir jetzt nochmal ganz an Anfang gehen da habe ich ja den Satz begonnen die Psyche ist und ich glaube Du hast ungefähr so was gesagt wie veränderbar, aber zu einem Großteil auch determiniert über unsere Erfahrungen.
00:41:41: Das bedeutet ja zum einen ja klar sie ist veränderba durch beispielsweise indem ich neue Verhaltensweisen neue Denkweisen irgendwie durch Routinen integriere und dann durch Neuroplastizität irgendwie andere andere Gedanken Autobahn in meinem Gehirn erschaffe oder so.
00:42:03: Aber gleichzeitig hast du ja auch dann so eine Sperre oder Schranke da verankert und gesagt, aber zum Großteil auch determiniert.
00:42:11: Wie würdest du denn da sagen hat jeder Mensch da gleiche Möglichkeiten die Pendel Range zu erweitern?
00:42:21: Oder da seine eigene Psyche irgendwie zu verändern?
00:42:24: oder gibt es da Unterschiede?
00:42:26: das ist einfach dass manche Leute einfach grundsätzlich mehr Pendel Range haben und andere weniger Möglichkeiten.
00:42:33: Also ich glaube, es gibt hier und jetzt wo jeder unterschiedlich pendelt.
00:42:39: Und das hier und Jetzt ist determiniert durch unterschiedliche Faktoren.
00:42:42: die Frage ist wie wichtig ist das für den Einzelnen der doch was verändern kann.
00:42:47: ob er derjenige ist der nicht so viel verändern Kann oder ganz ganz viel weil selbst Die kleine Veränderung macht Für Denjenigen einen großen großen Unterschied weiß ich gar nicht, ob die Antwort auf die Frage so motivierend ist für die Leute, die etwas verändern oder in die Veränderung gehen.
00:43:04: Also es ist ein bisschen so als ob man darauf stolz ist, dass man irgendwie eins-fümundneunzig oder zwei Meter oder zweimeter fünf ist oder eins- fünfundsechzig oder eins sechzig.
00:43:14: Das ist was dann vorgegeben ist.
00:43:16: Was wir mit der Größe machen – das ist ja das Wichtige!
00:43:20: Also wo gehen wir von da aus hin?
00:43:23: und nochmal zu den positiven Gefühlen, die du vorhin angesprochen hast.
00:43:27: Wir wollen ja die ganze Zeit positive Gefühle und positive Lebenssituationen erfahren und damit sein.
00:43:32: und eigentlich nur in diesen Schwägen wenn wir darauf zurückgucken was hat uns am meisten geprägt und verändert?
00:43:39: Und auch zu einer positiven Veränderung oder zu einem Persönlichkeitswachstum hingeleitet sind es meistens nicht diese ganz tollen schönen Erfahrungen, sondern ganz oft Erfahrungen die sich in dem Moment unangenehm angefühlt haben.
00:43:54: Das heißt dieser Erfahrung mehr als richtungsweisend anzunehmen für uns hilft manchmal um auch uns anderen Gefühlen zu stellen die unangnehm sind.
00:44:03: Diese Vision von hey am Ende ist das was ich hier gerade erfahre vielleicht etwas was mich Zu einer Veränderung anstößt Die mir später in Zukunft gut tun wird muss nicht immer so sein es nicht deterministisch aber kann.
00:44:19: Stimmt, das ist ja auch nochmal eine Sichtweise die es vielleicht einfach einfacher macht, auch negative Dinge positiv da zu sehen.
00:44:30: aber ich finde den Sprung den du gerade eben gesagt hast noch mal total spannend mit dem Beispiel der Körpergröße ein Mensch der eins fünf sechszig ist und jemand der zwei Meter fünf ist das großer Unterschied.
00:44:40: aber da hat niemand von denen was für getan.
00:44:43: Und ist das so, wenn es darum geht Gefühle zu spüren?
00:44:47: Oder es gibt ja Menschen die nehmen beispielsweise emotional unfassbar viel wahr und es gibt andere Leute, die sind eher wie so ein Stein.
00:44:57: Ist es so dass manch... also dass so die Intensität, wie wir Gefühlen wahrnehmen auch zum Teil angeboren oder schon vor der Geburt festgelegt ist genetisch irgendwie Determiniertes?
00:45:09: Ja da gibts ne Genetische Determinante klar, aber die ist nicht alles entscheidend.
00:45:14: Das ist ein bisschen wie Intelligenz.
00:45:16: also Teil davon ist Wie bist du aufgewachsen?
00:45:20: Teil davon is das genetisches Set was du mitbekommen hast.
00:45:24: Teil davon Ist dann wiederum wie bildest Du dich als Erwachsener zu?
00:45:27: was bist Du bereit da spielen so viele Faktoren mit rein?
00:45:33: und Was machst du denn, wenn du jemanden bist, der irgendwie mit einem kleinen Set auf die Welt gekommen ist.
00:45:39: Aber trotzdem eine geile Erziehung erfahren hat in dem Sinne und trotzdem happy bist?
00:45:45: Also... Die Frage ist was machen wir damit?
00:45:48: also das nur zu wissen reicht ja nicht.
00:45:50: die Frage ist wie gehen wir da mit um?
00:45:53: ich will verstehen was?
00:45:54: wo wollen wir mit der frage hin?
00:46:00: Ich glaube es war gerade erstmal so.
00:46:02: erst mal Interesse Wie is Wir sind wir sind da?
00:46:07: die Voraussetzung und ich kann das total verstehen.
00:46:09: beispielsweise wenn ich jetzt.
00:46:12: Wenn ich erstmal eine kleine Range habe und.
00:46:16: Beispielsweise ein bisschen Pendelstrecke erweitern kann dann hab ich ja relativ gesehen trotzdem für mich eine große Steigerung gehabt.
00:46:25: aber sobald man.
00:46:28: Dann wiederum im Kontakt nach außen ist weil wir sind nicht nur in uns alleine, sondern wenn ich mich jetzt mit Menschen umgebe die einfach da ganz andere Pendelranges haben.
00:46:41: Dann kann es ja sein dass man da nie hinkommt.
00:46:45: und das war eigentlich gerade meine Frage wo ich hin wollte wie viel kann ich selber eigentlich beeinflussen und was nicht?
00:46:53: Und natürlich ist dann egal wie's ist immer auch wichtig Wie gehe ich damit um, was mache ich mit dem?
00:47:00: Aber das war so.
00:47:01: meine Frage hatte gerade darauf abgezielt.
00:47:05: Wie es dann wie man's quasi wahrnimmt oder wie sich da vielleicht die Wahrnehmung darauf ändern kann wenn dann eben Menschen im Außen dazu kommt ja auch ganz andere Voraussetzungen genetisch haben und andere Erfahrungen und Erziehungen usw.
00:47:20: Insgesamt können wir alle unsere Pendel relativ weit zum Ausschlag bringen.
00:47:24: Es gibt eine ganz kleine Gruppe an Leuten Für die ist das sehr, sehr schwer möglich.
00:47:29: Die hat eine Erziehung erfahren wo sie sozial so vernachlässigt wurde dass sie bestimmte Teile von Mitgefühl Empathie nicht entwickeln kann.
00:47:37: Das geht schon fast in die psychopathische Richtung.
00:47:39: aber gehen wir mal von dem Normalfall aus.
00:47:41: Es sind würde ich jetzt mal auf den Kopf sagen.
00:47:44: Ninundneinzig Komma Acht Prozent der Menschen also.
00:47:46: Ninehundert Acht und Neunzig Von Tausend.
00:47:49: Die können ihren Pendelausschlag sehr weit bewegen.
00:47:52: ob die denn noch ein bisschen weiter bewegen können als andere Sehr sehr fraglich.
00:47:57: Die Frage ist ja auch immer, wenn du nur den Kontrast wahrnimmst?
00:48:00: Ist das für dich ja total geil!
00:48:02: Wenn du auf einmal statt einer zwei auf vier pendelst und wenn jemand davor schon auf einer sechs gependelt hat und dann auf nachpendelt... ...ist es im Verhältnis weniger.
00:48:11: Also wir nehmen die Kontraste wahr.
00:48:13: darum von wo aus wir starten Ja, ist berechtigt und cool aber eigentlich nur relevant wenn wir uns mit anderen vergleichen.
00:48:21: Wenn wir uns selber vergleichenn und in uns selbst drin bleiben Und das ist eigentlich die beste Form des Vergleichs.
00:48:28: Dann spielt die absolute Ist Situation gar nicht so eine Rolle.
00:48:34: Ja, ich habe jetzt gerade während wir darüber sprechen Ich finde selber super wichtig und auch mega interessant.
00:48:40: Deswegen hab' ich ja so Bock auf dieses Gespräch oder auf dieses Thema auch.
00:48:43: Aber gleichzeitig kommt mir grade der Gedanke Das ist doch auch wieder so... Oder wo es jetzt der Grad von Selbstoptimierung und kritischer Selbst Reflexion, ne?
00:48:56: Also geht's...
00:48:57: Ja also kann ich dir genau sagen.
00:48:59: Ja
00:48:59: okay gerne!
00:49:00: Ich bin gespannt.
00:49:01: Es gibt ein bisschen Unterschied selbst mitgefühl bzw.
00:49:05: wir reden ja über Verletzlichkeit als Instrument zu nehmen und da ist es dann keine Verletzlichkeit sondern instrumentalisierte Verletztigkeit.
00:49:16: Hey, ich zeig mich jetzt verletzlich damit der andere was sie über sich preis gibt.
00:49:20: Ich zeig mir verletzlich im Dating Game, damit ich das Herz des anderen schneller erweiche.
00:49:24: Ich Zeig mich verletzt in der Öffentlichkeit weil es gerade irgendwie Uso ist und mich alle dann als total empathisch wahrnehmen oder...
00:49:32: ...ich
00:49:33: gehe dahin wo's wirklich unsicher ist.
00:49:36: Wo's wirklich wehtut.
00:49:38: Wo wenn ich sage zum Beispiel hey beim letzten Date mit dir hab' ich mich ver letztlich gezeigt weil ich mich eigentlich bei dir einschmeichen wollte und mich zu unsicher gefühlt habe, das über einen anderen Weg zu machen.
00:49:54: Ich hab eigentlich gedacht so wie ich mich in normalerweise verhalte es reicht nicht dass du mich magst.
00:49:59: Das wäre wirkliche Verletzlichkeit.
00:50:03: wenn man sich schon wieder instrumentalisiert und sagt sie ist zweite Stufe weißt du was ich meine?
00:50:09: Ja
00:50:09: ich weiß was du meinst aber das ist glaube ich ein bisschen noch eine andere Ebene.
00:50:12: weil was ich gerade was ich grade gedacht hatte war warum warum mache ich das?
00:50:16: Mache ich das einfach nur ... ummöglichst, also jetzt natürlich wenn ich jetzt instrumentalisiere weil ich irgendwie im Außen dann... ... irgendeine bestimmte Resonanz von Menschen bei Menschen auslösen will.
00:50:28: Dann ist es das eine.
00:50:30: aber vielleicht mache ich das ja auch.
00:50:32: Ja, also mach ich das weil ich selber Kontrast wahrnehmen möchte und weil ich mich selber irgendwie spüren möchte und irgendwie verstehe dass mein Leben dann intensiver ist, weil ich einfach insgesamt ne größere Farbpalette hab oder ne höhere Pendel Range oder was auch immer?
00:50:48: Oder ... mache ich das, weil es irgendwie vog ist daran gerade zu arbeiten.
00:50:55: Also ich mein vor zehn Jahren oder so war irgendwie Fitness und ... ... solche Geschichten glaube ich noch eher so dieses selbstoptimieren Ding... ...und jetzt habe ich das Gefühl dass geht viel ins Inn.
00:51:10: Und ich hab mich einfach grade glaube ich laut gefragt wo ist also macht man das?
00:51:13: Einfach um sich selber so als Menschen vollzuspüren?
00:51:16: und ja keine Ahnung Keine wirkliche Antwort oder worauf ich da gerade will, es war vielleicht.
00:51:20: Ja,
00:51:21: aber ich verstehe den Gedanken und ich würde mal interpretieren so wie ich ihn verstehe.
00:51:25: Es ist ein bisschen so als ob du dich gesund ernährst.
00:51:27: Ernährst du dich gesund?
00:51:28: Und machst die ganzen... Ich esse jetzt Shiro Samen und Goji Berne und so den ganzen Kram weil das so das Gesündeste ist und weil das wirklich nur mich gesund ernähren lässt.
00:51:38: Oder sagst du hey!
00:51:39: Ich kann mich auch gesund ernähern indem ich regional ess' und einfach irgendwie rote Bede aus dem Garten ziehe.
00:51:44: Und genau das kannst du eigentlich auch beim Thema Verletzlichkeit machen.
00:51:48: Machst Du Verletzlichkeit, weil es gerade irgendwie ein Trennthema ist?
00:51:53: Ja meinetwegen!
00:51:54: Aber trotzdem wird's auf dich einzahlen und dir gut tun und auch den Menschen um dich herum... Weil dass alle allerwichtigste was für zu Lebenszufriedenheit beiträgt ist nicht wie viel Geld wir auf dem Konto haben oder wieviel Erfolg wir hatten oder wie viele Oscars wir gewonnen haben oder mit wievielen Frauen wir geschlafen haben oder was auch immer sondern Wie sind die Beziehungen, die wir geführt haben?
00:52:16: Und Verletzlichkeit ist eine der wichtigsten Faktoren für gutes Beziehungsleben miteinander.
00:52:22: Mit unseren Freunden mit unserer Familie und unserem Partner mit unserer Partnerin.
00:52:27: Für wen mache ich es?
00:52:28: Ja!
00:52:28: Für mich selber auch für die Menschen in der Umgebung und für ein Bewusstsein dafür dass wir nicht irgendwelche Steine sind sondern verletzliche Wesen die in der Interaktion funktionieren und in der Resonanz.
00:52:41: Klar, kann es ein neuer Trend sein.
00:52:43: Aber was für'n geiler Trend?
00:52:45: und auch Gutschiebären schmecken gut?
00:52:46: Was für'en geiler Trennt wenn uns das Meer zu uns selbst und zu anderen führt dann liebe ich diesen Trend Und dann ist es für mich auch ziemlich wurscht ob's nen Trend ist oder nicht.
00:52:55: Sondern finde ich hat es seine Berechtigung und Verdientes nach vorne getragen zu werden.
00:53:03: Ja fair point also es ja macht Sinn an der Stelle.
00:53:08: Du hast ja gerade nochmal gesagt das Beziehungen bzw.
00:53:12: das Verletzlichkeit zeigen zu können, die Qualität von Beziehung extrem aufwertet und vorhin hast du das Beispiel einmal ja gebracht.
00:53:22: wenn ich jetzt mich verletzlich zeige oder wenn jemand anders sich verletzlich zeigt dann fühle ich mich der Person in der Regel viel stärker hingezogen.
00:53:30: aber was spielen da noch für Faktoren eine Rolle?
00:53:33: also warum macht Verletzlichkeit beziehung besser?
00:53:38: Weil es authentischer ist einfach oder was gibt's da für Gründe?
00:53:42: Wir alle wollen gesehen werden.
00:53:44: Eigentlich geht es ja immer nur darum, gesehen zu werden.
00:53:46: ob ich Instagram verfolge und da hundert Karl Likes habe oder ob ich Präsident bin von irgendeinem Land und dort der mächtigste Typ und im Fernsehen ausgestrahlt werde.
00:53:57: das ist eine perverse Form von gesehen werden.
00:54:00: aber eigentlich gehts um uns Menschen immer darum gesehen und geliebt zu werden.
00:54:05: Und wie können wir jemand anderes gut sehen und gut lieben Indem er sich zeigt und indem er seine Facetten zeigt.
00:54:13: Und das schaffen wir durch Verletzlichkeit, nämlich uns zeigen in unserer ganzen gesamten Qualität nicht nur in den Momenten wo wir gerade gewinnen und wo wir Pokale nach oben halten sondern auch in dem Momenten Wo wir auf dünnem Eis sind uns unsicher fühlen und eigentlich All das was wir nie nach außen hin tragen, weil wir denken dass ist nicht liebenswert.
00:54:36: Das ist der Teil für den uns andere Menschen missachten.
00:54:39: wenn wir denen in uns tragen und verheimlichen dann sind wir es wert geliebt zu werden.
00:54:43: Wenn wir diese Matrix umkehren, dann werden wir merken okay Wir werden für all das gesehen was wir sind als menschen und das fühlt sich wahnsinnig gut an.
00:54:53: Wahnsinn ja das haben mir gerade voll geholfen.
00:54:56: die Antwort also es macht es macht voll Sinn einfach aber ich habe sie so noch nie betrachtet.
00:55:01: vielen dank Stark.
00:55:04: Was war so dein Main Learning oder vielleicht zu deinen größter Aha-Moment in der Auseinandersetzung mit diesen Themen?
00:55:11: Hattest du da mal irgendwie so einen Moment, also ich fand das gerade was du gerade zum Beispiel deine Antwort grade eben macht für mich voll Sinn und ist wie ein Aha-Moment, ne?
00:55:20: So weiß jetzt nicht ob es der allergrößte ist im gesamten Humans.
00:55:24: Are Happy Ding.
00:55:24: aber in deiner Auseinsatzung mit der sage ich jetzt mal Psyche des Menschen und den Themen in denen du da unterwegs bist hattest Sachen wo du sagst, ach krass das da ist irgendwie mal ein Knoten geplatzt.
00:55:39: Da habe ich so eine Art Kroschenfeier gehabt?
00:55:42: Ja also ich hab mir natürlich meinen Lebensweg angeguckt und bin in vielen Punkten sehr verschlossener Mensch auf einer bestimmten Ebene.
00:55:52: dadurch dass sich alles psychisch verstehen möchte Und auch damit kontrollieren möchte, ist ja eigentlich ein Zeichen dafür dass ich bestimmte Gefühle nicht wahrnehmen will sondern sie verstehen möchte.
00:56:01: und fühlen und verstehen das sind zwei unterschiedliche Sachen.
00:56:05: Das war ein Aha Moment diesen Mechanismus erstmal in mir zu erkennen und damit auch eine Grundlage zu schaffen für Verletzlichkeit.
00:56:12: Das heißt Verletzlichkeit auch zu leben und nicht nur aus dem Verständnis heraus so... Joa okay da ist ne gute Sache.
00:56:18: die mache jetzt mal weil ich weiß das ne gute sache!
00:56:21: Das ist das einer..das andere war dass ich die Armoring Training gemacht habe.
00:56:28: Das macht jeder Unterschied, es gibt indigene Kulturen, die denken oder glauben daran das bestimmte emotionale Punkte im Körper wenn wir bestimmte Themen nicht verarbeiten als Energiepunkte gespeichert sind und sie drücken auf diese Punkte so lange bis die Energie wieder fluss hat mag man dran glauben oder nicht?
00:56:46: Ich hab's gemacht und war danach ultra offen Ultra offen für all das und bei mir war so eine Art Panzer auf der Brust drauf.
00:56:52: Das heißt, der Typ, der das mit mir gemacht hat wirklich ne dreiviertel Stunde mit vollem Gewicht voller Kraft auf meinem Brustkorb gehangen und auf meiner Brust quasi wo das Herz ist drauf gelegen.
00:57:03: Und danach war ich das erste Mal tatsächlich ultra feinfühlig für diese ganzen Qualitäten Und habe ganz, ganz viele Gefühle wahrgenommen die ich vorher gar nicht wahrgenommen hab.
00:57:16: Also dass bestimmte Sachen physisch verankert sind das wissen wir.
00:57:20: Ich habe nicht gedacht das so funktioniert aber mir hat es funktioniert kann auch eine Einzelerfahrung sein.
00:57:24: Das hat mir die Augen geöffnet für die Qualitäten die einfach vorhanden sind und das andere sind Ganz, ganz Viele Babyschritte Erfahrungen nicht gemacht habe.
00:57:32: ich habe eine Tochter bekommen gemerkt Was bedeutet eigentlich das erste Mal wirklich verlässlich zu sein weil verletzt dich bist du klar Für Dich selber Aber Wenn Du Denkst irgendjemand, irgendwas passiert einem Kind.
00:57:45: Das ist nochmal eine ganz neue Qualität der Verletzlichkeit.
00:57:50: Also ganz viele Erfahrungen haben dazu geführt oder mal Gefühle mit Menschen zu teilen auf eine ganz intensive Art und Weise.
00:57:58: Es waren alles so Mini-Steps die sich zu einem Bild geformt haben.
00:58:01: ich kann nicht sagen dass dieses Bild fertig ist aber die Farbe ist nicht getrocknet.
00:58:06: Ich kann immer weiter daran malen.
00:58:09: Eine schöne Metapher.
00:58:11: Das klang gerade super spannend.
00:58:14: Du hast gesagt, die Armoring-Training oder...
00:58:17: Genau es hat verschiedene Namen aber es funktioniert am Ende.
00:58:20: Die Armoring funktioniert in Indigenkulturen so in manchen.
00:58:26: Da gibt's Kulturen im Amazonasgebiet das die davon ausgehen dass du energetischen fluss hast und wenn du deine gefühle nicht zulässt.
00:58:34: Und das auch über längere zeit, dann gibt es eine blockade in energetische und die kann sich in bestimmten punkten in deinem körper Häusern und wenn Du dann anfängst auf diese punkte zu drücken und dafür muss sie natürlich erkennen Kann das wieder freigesetzt werden?
00:58:47: Und der energetischer fluss kann in deinm körper stattfinden.
00:58:50: weil sowas denke ich immer so.
00:58:52: Die leute sagen ja okay ist vielleicht nicht möglich und dass bullshit und so Ja mag sein dass das für die leute bullshit ist Ist auch völlig fein für mich.
00:59:00: Aber ich finde immer ausprobieren und mal gucken, wie ist es für einen?
00:59:02: Wie wirkt das?
00:59:04: Und es gibt so viele Dinge die wir vor hundert Jahren für Bullshit gehalten haben.
00:59:08: Also wenn jemand einem gesagt hätte dass wir hier gerade unsere Stimmen aufnehmen uns dabei sehen obwohl wir nicht an einem Raum und an einem Ort sind hätte es niemand für möglich gehalten.
00:59:21: Ich glaube wir wissen ganz ganz viele Sachen noch nicht die wir vielleicht jetzt heute als Bullshit ab tun die aber möglich sind.
00:59:28: Also das beste Beispiel ist Epigenetik, da könnte ich tausend Jahre darüber reden und denke mir so wie fucking ist es möglich?
00:59:35: Aber es ist möglich!
00:59:37: Was meinst du damit?
00:59:39: Ich hatte ja von das Beispiel von Eva Schäppli sie genannt.
00:59:42: ne, die Holocaust-Überlebende ist und... Die hat ganz bestimmte Bilder gesehen als... ...Virginjährige.
00:59:49: Die hat in diesem Haufen gelegen.. Von toten Menschen und hat Skelette gesehen Augen die ausgehüllt waren und Augen, die rausgekommen sind aus den Skeletten.
01:00:01: Und ihre Tochter hatte eine Angststörung entwickelt, obwohl die Mutter fünfzig Jahre nicht über ihre Erlebnisse geredet hat.
01:00:09: Das heißt sie hat ne Angststörung entwickelt und konnte zwei Sachen nicht sehen.
01:00:13: Die Eva Ciprize erlebt hat nämlich Blut auf weißen Fliesen.
01:00:18: Da ist sie einfach unmächtig geworden.
01:00:20: und das andere sind abstehende Augen bei Menschen.
01:00:22: Da hatte sie einfach ne ultra krasse Aversion und ne Angst auch gegen.
01:00:26: Und die Frage ist, wie kann das eigentlich entstehen?
01:00:29: Das ist wirklich
01:00:29: spannend.
01:00:29: Wie kann es sein?
01:00:30: Ich will das jetzt auch wissen.
01:00:31: Die kann das entstehen wenn die Mutter nie darüber geredet hat und nicht über ihr Erziehungsverhalten... Oh Gott!
01:00:38: Da sind Fliesen und das Blut.
01:00:40: Auch nicht darüber ihr das beigebracht habt.
01:00:42: D.h.,
01:00:43: es muss eine genetische Komponente, eine Sprache geben innerhalb der Genetik, die diese Angst weitergegeben hat.
01:00:50: Und wie kann dass funktionieren?
01:00:52: Alle Eizellen einer Frau sind ja angelegt Ab der Geburt.
01:00:57: Und das heißt, die bespeichern auch bestimmte Informationen, bestimmten Stress, bestimmte Erfahrungen, die wir machen und werden damit mit der Geburnt eines Kindes weitergegeben.
01:01:09: Und wie detailliert es ist zeigt das Beispiel von Eva und ihrer Tochter.
01:01:14: Das ist eigentlich ein Wahnsinn!
01:01:16: Und das hätten wir vor fünfzehn oder hundert oder hundertfünfzig Jahren never ever für möglich gehalten.
01:01:22: Wenn wir in dieses Feld weiter reingehen mit der Forschung, werden wir andere Sachen entdecken wo wir denken Wie geht das?
01:01:28: aber es geht unser system mensch und die welt ist so viel komplex als dass wir.
01:01:34: Sie verstehen könnten mit dem was aus dieser welt entstanden ist.
01:01:39: absolut.
01:01:40: ich finde das ist ein ganz schönes beispiel für was du gerade auch als ersten aha moment bezeichnet hast diesen.
01:01:50: Kontrast oder beziehungsweise dieses.
01:01:52: ich will alles verstehen.
01:01:54: Ich will alles auf einer rationalen Ebene erfassen, das löst bei mir eine Resonanz aus weil ich auch tatsächlich ja sage.
01:01:59: ich will irgendwie diese ganzen Themen irgendwie verstehen und auf einer logischen rationale Ebene verständlich machen und kommen dann irgendwie so langsam dahinter.
01:02:06: ja nee aber manches also man kann es auch nicht ganz trennen fühlen und verstehen.
01:02:12: und ja auch was?
01:02:14: also Dinge die wir jetzt nicht irgendwie greifbar darlegen können, dann werden sie schnell abgetan.
01:02:23: Aber wenn man irgendwie hinfühlt, dann wären die doch da.
01:02:26: Das ist irgendwie noch mal ein ganz schönes Bild.
01:02:31: Wie hast du das denn geschafft als du diese Erkenntnis hattest mit dem Aha-Moment?
01:02:36: Ach krass!
01:02:37: Wie geht das?
01:02:38: Ich würde sagen ich schaffe es immer wieder.
01:02:41: Es gibt nicht so diesen Umbruchmoment.
01:02:43: Ab jetzt bin ich verletzlich by the way... Sondern ich schaffe es immer mehr in diese Situation reinzugehen, wenn ich einen Streit mit meiner Ex-Freundin hab.
01:02:54: Nicht reaktiv zu sein sondern zu gucken wie fühlt sich das denn gerade an und kann ich ihr das sagen?
01:03:00: Und warum fühlt es sich für mich so an oder meinem Vater mal nach langer Zeit zu sagen dass er mir wichtig ist und wie ich dann wirklich über ihn fühle und dass sie Schade finden, dass wir uns gerade wenig sehen und dass ich mir da ein anderes Zusammensein wünsche wenn wir eine Situation haben.
01:03:18: Wir hatten letztens eine geschäftliche Situation, wo ich das Gefühl habe er hat mir einen reingewirkt nach dem was nicht geklappt hat und... Er hatte in dem Moment angefangen zu weinen als sich ihm das gespiegelt hat und wir hatten so ein krassen innigen Moment.
01:03:31: Das heißt es ist immer wieder etwas was ich abhabe und erlebe und es ist nichts was man schaffen kann in dem Sinne ... ein Job zu bekommen.
01:03:42: oder jetzt habe ich... ... dreitausend Euro Netto verdient, oder irgendwas.
01:03:46: Das ist einfach ein Prozess und auf dieser Reise bin ich.
01:03:49: Ich bin auf jeden Fall kein Master aber... ... ich schärfe meinen Bewusstsein und ich übe.
01:03:56: Ja!
01:03:56: Ich finde das ist ein ganz guter Punkt.
01:03:58: also da... ... könnte ich für mich selber so unterschreiben?
01:04:03: Und ich glaube da habe ich ja schon wieder das Pendel... ... im Kopf.
01:04:13: Kurz die Wörter sortieren.
01:04:15: Ja und dann kommt wieder der Punkt, wenn man relativ von einer zwei auf eine vier kommt... ...und der andere von einer sechs auf acht.
01:04:23: Stimmt!
01:04:24: Dann ist da einfach wichtig auf dem Weg zu sein... ...wenn man schon sich vergleicht mit sich selber.
01:04:29: Ja vor allem was bringt das?
01:04:30: Wir sind so oft im Außen.
01:04:32: Was bringt uns das zu sehen?
01:04:33: Was kann der Andere jetzt?
01:04:35: Und macht es uns aus ein Gramm glücklicher?
01:04:38: Ziemlich sicher nicht.
01:04:40: Nee,
01:04:40: glaube ich auch nicht.
01:04:42: Ich kann mir einfach vorstellen dass der Blick nach außen oder die permanente Konfrontation mit was ist bei anderen möglich?
01:04:51: so ein bisschen den Blick für das eigene Pendel oder für die eigenen Themen vielleicht grundsätzlich verzehrt.
01:05:02: Ich glaube, es geht gar nicht darum dass man sich jetzt vergleicht und irgendwie sagt keine Ahnung wer ist jetzt hier verletzlicher oder wer kann am besten seine eigenen Gefühle wahrnehmen.
01:05:12: Oder die vielleicht auch aushalten oder welcher Mensch ist hier der achtsamste?
01:05:21: oft so ein Wettkampfgedanke ist.
01:05:24: Ich glaube aber, wenn dadurch das oft ein Thema ist und wir beispielsweise sehen oh es gibt Menschen die sind so super achtsam oder die sind ganz toll allein mit ihren Gefühlen dass das ein Zerrbild auslöst von was ist normal?
01:05:42: Und dass das wiederum dann auch vielleicht in Druck resultieren kann ja
01:05:47: du und mit wem vergleichen wir uns?
01:05:48: ne und wie vergleiche?
01:05:50: Ich find der beste Vergleich ist immer mit sich selber.
01:05:53: Und B gucken wir uns nie die ganze Facette des Menschen an, wenn wer irgendwie eine Frau sehen auf der Straße denkt wow die sieht ja toll aus.
01:06:00: Die muss wahrscheinlich ein total schönes Leben haben wissen wir gar nicht.
01:06:03: sie sieht im ersten Moment vielleicht gut aus aber vielleicht hat die andere Aspekte wo sie gerade struggled oder ich mein Eckertolle.
01:06:09: auch nur ne Sache die ich vom Hörn sagen muss jemanden von jemandem mitbekommen hab der beim Seminar war ne?
01:06:15: Eine neue Erde und jetzt zwei fantastische Bücher die wirklich ultra mindblowing sind.
01:06:20: Ein Typ, wo man denken würde er ist immer eine Warner.
01:06:23: der hat es schon geschafft.
01:06:23: Er ist eigentlich schon erleuchtet.
01:06:27: Dann gibt's andere Komponenten wo es bei dem nicht so funktioniert.
01:06:29: Der wurde mal gefragt wie sein Sexualleben aussieht mit seiner Frau und seine Frau hat für ihn geantwortet und meinte Nicht vorhanden Könnte fucking rumor sein.
01:06:38: aber Es gibt keinen Menschen auf der ganzen verdammten welt Wo alles aufgeräumt ist und funktioniert.
01:06:43: frag den Dalai Lama über Kinderziehung weiß er nicht Weil er da kein blassen schimmer hat.
01:06:49: also Gibt kein Menschen auf der Welt, der alles sortiert hat und immer hier und jetzt.
01:06:56: Und alles ganz toll hat.
01:06:58: Es gibt Menschen die leben bestimmte Qualitäten und das leben sie auch super gut.
01:07:03: Was bringt der Blick ins Außen?
01:07:05: Das lenkt nur ab von dem was im Inneren gerade passiert.
01:07:08: Klar ist es komfortabel und klar mache ich den auch sehr gerne und immer wieder aber es ist am Ende nur eine verdammte Ablenkung.
01:07:18: Ja, ja.
01:07:19: Wobei es auch... Und Inspiration?
01:07:21: Ja genau!
01:07:21: Das wollte ich gerade sagen.
01:07:22: Es ist manchmal halt auch eine Impulse und kann ja auch Dinge anregen, inspirieren wie du sagst.
01:07:31: aber ja auch das ist wahrscheinlich jedes mal ein Prozess und nicht abschließend zu beantworten und das muss man noch nicht.
01:07:39: Ich glaube wir haben da jetzt aber auch einiges mit drin.
01:07:42: Ich hätte nochmal zum Abschluss zwei ganz kurze Fragen für dich.
01:07:46: Einmal vorher fragen, haben wir jetzt hier gerade Richtung Verletzlichkeit oder irgendwie.
01:07:51: Gefühle wahrnehmen und das einmal im Innen- und dann gleichzeitig in Kontext setzen mit dem Außen?
01:07:57: irgendwo noch ein Thema wo du sagst oh das wäre jetzt aber noch wichtig?
01:08:05: Ich glaube wir sind ganz gut durch.
01:08:06: so ist ganz rund.
01:08:08: was ich empfehlen würde zum Thema Verletzlichkeit ist auf jeden Fall der Ted Talk von Briny Brown die sehr so quasi die Papsten bei dem Thema kommt aus selber aus einer texanischen Familie Wo Verletzlichkeit auf die Portsch gehen, hieß mit einem Schussgewehr und Rumballern.
01:08:25: Und ich finde sie trägt das ziemlich cool vor auf eine sehr amerikanische Art und Weise.
01:08:29: Da muss man mal gucken wie passt das zu dem Kulturkreis in dem wir aufgewachsen sind?
01:08:33: Aber würde ich auf jeden Fall jedem ans Herz legen.
01:08:38: Können wir ja in den Show Notes einfügen dann ist der da direkt okay cool.
01:08:43: Ich habe es gerade schon gesagt, zwei kurze Fragen und die erste schaut man so ein bisschen auf dich persönlich.
01:08:51: Wenn dein Leben einen Buch wäre welchen Titel würdest du ihm geben?
01:09:02: Puh vielleicht sowas wie hell und dunkel Wetter ändert sich aber der Himmel nicht.
01:09:12: Nehmen wir Und über welchen Satz oder über welche Frage sollte jeder Mensch einmal nachdenken.
01:09:22: Warum will ich das was ich will?
01:09:23: was will ich wirklich
01:09:26: Nice.
01:09:27: Vielen, vielen Dank dir!
01:09:29: Ja ich möchte dir gerne das letzte Wort geben wenn du möchtest.
01:09:32: Danke schön.
01:09:34: Wir haben so viel geredet und waren in soviel Themen.
01:09:36: drin muss auch erst mal ein bisschen sacken, auch bei mir.
01:09:40: Das war die dreißigste Folge bei Humans Are Happy Und bevor du jetzt abschaltest danke ich dir erstens fürs zuhören und freue mich eine wie ich finde richtig tolle Ankündigung machen zu dürfen Denn in der nächsten Folge habe ich wieder den Menschen zu Gast, der auch mein allererster Interviewpartner im Humans Are Happy Podcast war.
01:10:01: Nämlich den Begründer des Schulfaches Glück Dr.
01:10:05: Ernst Fritz Schubert!
01:10:07: Wir werden in der nächste Folge das Thema wohlbefinden um einen wichtigen Aspekt erweitern als es bisher in diesem Podcast behandelt wurde.
01:10:15: Wir sprechen über den Unterschied zwischen subjektivem und psychologischem Wohlbefinden, wie dieses entsteht und inwiefern beides für die Entstehung von seelischer Gesundheit entscheidend ist.
01:10:28: Um das Gespräch nicht zu verpassen, abonniere den Humans are Happy Newsletter – den Link dazu findest du in den Show Notes oder folge humansarehappy.dot wo du gerne Podcasts hast!
01:10:40: Wenn dir dieses Gespräch gefallen hat, dann freue ich mich wie immer wenn du den Humans Are Happy Podcast weiter empfiehlst oder einfach beim nächsten Mal wieder dabei bist.
01:10:49: Ich sage bis dahin dein Leo!
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