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So heilst du dein "inneres Kind" – mit Stefanie Stahl | Wdh.

Shownotes

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen bei Humans Are Happy und bei unserer kleinen Zeitreise durch ein paar ausgewählte Folgen aus den letzten fünf Jahren.

00:00:08: Ich bin Leonhard Gabriel Heikster, in der letzten Woche waren wir hier bei Folge Nummer zwanzig!

00:00:13: Jetzt springen wir einfach mal um fünfundfünfzig Folgen nach vorne und zwar hin zu Episode Nummer siebenundsiebzig.

00:00:20: Dort habe ich nämlich mit der sehr bekannten Psychotherapeutin, Bestsellerautorin und Podcasterin Stephanie Stahl gesprochen.

00:00:28: Ich wollte natürlich von ihr wissen was das sogenannte innere Kind überhaupt ist wie es wissenschaftlich belegt ist und was an diesem Konzept wirklich dran ist wenn man mal ein wenig kritischer darauf schaut.

00:00:40: Ich war damals nicht nur total froh und stolz, so eine hochkarätige Interviewpartnerin für diesen Podcast zu gewinnen.

00:01:00: Und innerhalb des Gespräches habe ich dann festgestellt, oh ja das ist mir wirklich gelungen.

00:01:05: Du darfst dich also freuen auf ein interessantes und spannendes Gespräch dass nicht immer nur von Harmonie geprägt ist Aber vielleicht ist dieses Gespräch ja auch gerade deshalb umso höhrenswärter.

00:01:17: Bevor wir damit jetzt aber starten, kommt hier nochmal der kleine Hinweis.

00:01:20: Wenn du auf keinen Fall verpassen möchtest wann dieser Podcast wieder weitergeht und was in diesem Jahr alles noch so hier bei Humans Are Happy ansteht dann abonniere diesen Podcast gerne bei Spotify oder bei YouTube falls du das dort hörst oder für noch mehr Hintergrundinfos abonniere gerne den Humans are happy Newsletter.

00:01:39: Darüber erhältst du nämlich nicht nur regelmäßig Infos und Hintergrundwissen zu den Gesprächen im Podcast, sondern auch ganz exklusive Einblicke in meine Arbeit sowie einen Zugang zum Format des offenen Calls indem Du Dich mit mir oder anderen Höhrenden vernetzen kannst.

00:01:53: Einen Link zu meinem Newsletter findest Du in den Infos unter dieser Folge oder auf meiner Website humansarehappy.org.

00:02:00: Ich freue mich dich auch bald dort begrüßen zu dürfen wenn Du dazu Lust hast!

00:02:04: Und jetzt wünsche ich Dir aber erst einmal ganz viel Spaß mit diesem Gespräch.

00:02:08: Ich sage herzlich willkommen, Stefanie Stahl.

00:02:11: Hallo!

00:02:12: Danke für die Einladung Leo.

00:02:14: Ja danke dass du dir die Zeit nimmst heute hier zu sein.

00:02:18: ich möchte mit dir heute gerne über das Thema des inneren Kindes reden und durch deine Bücher bist du mit diesem Thema ja wie kaum jemand anders im deutschsprachigen Raum ja mit dem Begriff verknüpft und da habe ich total Lust mit dir einzutauchen.

00:02:35: Hier mag ich es ja total gerne einfach am Anfang erstmal so eine Klarheit über den Begriff zu schaffen.

00:02:41: Und deswegen frage ich dich einfach mal ganz breit gesehen, was ist denn aus wissenschaftlicher oder psychologischer Perspektive genau das innere Kind?

00:02:51: Das Innere Kind – das ist eigentlich ne Metapher und die bezieht sich darauf wie unser Gehirn sich in den ersten Lebensjahren ausprägt.

00:03:02: Denn wenn wir auf die Welt kommen, ist unser Gehören noch nicht besonders weit entwickelt.

00:03:07: Da sind nur sehr basale Funktionen vorhanden und gerade in den ersten sechs Lebensjahren verknüpft sich wahnsinnig viel, das heißt Soft- und Hardware werden da erst noch erstellt.

00:03:22: auch unser Gefühlsleben ist ganz am Anfang noch recht rudimentär.

00:03:26: Das braucht ja auch Einspurungen im Gehirn Und dieses Gehirnen ist ja sehr sehr anpassungsfähig.

00:03:34: Es verknüpft sich je nach den Bedingungen, die es da draußen in der Welt vorfindet.

00:03:40: Und wenn diese Bedingung sehr günstig sind dann verknüpft es sich so dass der betreffende Mensch später sich recht wertvoll findet auch das Gefühl hat ich darf so sein wie ich bin Ich darf authentisch sein Dass dieser spätere Mensch also Erwachsene eben auch ganz guten Zugang hat zu seinen Gefühlen Die Gefühl aber auch regulieren kann Und im Großen und Ganzen, so das Gefühl hat.

00:04:04: ich bin in diesem Leben gewachsen.

00:04:07: Beziehungen sind etwas, worauf ich Einfluss nehmen kann und dem nicht einfach nur ausgeliefert bin.

00:04:12: Wenn es nicht so gut läuft dann entstehen andere Verknüpfung und die können lauten wie Ich genüge mich, ich bin nicht okay, ich muss mich sehr anstrengen damit mich andere Menschen mögen Ich bin nicht wichtig und daraus resultieren natürlich auch entsprechend Verhaltensweisen.

00:04:29: Ich spreche in dem Kontext von Selbstschutzstrategien, also wie zum Beispiel Perfektionsstreben um sich unangreifbar zu machen oder dass man immer mit einer Maske durch die Welt läuft oder das man halt überall die Maßen angepasst ist.

00:04:43: es versucht allen Leuten rechtzumachen alles um zu vermeiden dass man auf Ablehnung stößt Und diese Summe dieser frühen Prägungen, die eben unser Gehirn sozusagen formatieren.

00:04:55: Die werden metaphorisch als das innere Kind bezeichnet und das referenziert eben dazu dass es eben die frühe Kindheitserfahrung sind, die sehr prägend sind.

00:05:05: Okay dann würde ich gerne mal auf diese Metapher ein bisschen tiefer einsteigen.

00:05:10: Soweit ich das verstehe baut es dann quasi dieses Modell des inneren Kindes auf dem Modell der inneren Anteile auf.

00:05:19: Ist das richtig oder wie kann ich das einordnen?

00:05:24: Kurzer Exkurs in die Geschichte der Psychologie.

00:05:27: Bitte, ja!

00:05:29: Der Siegmund Freud war da erste, der unterschieden hat zwischen dem Ich, dem Überich und dem S – oder E's.

00:05:37: Das mag ich auch aussprechen.

00:05:40: Und dass es, oder es bei Freude steht für die Triebe und auch für Gefühle.

00:05:47: Dass ich ist so unser bewusstes Erwachsene ist ich und das über Ich ist eine moralische Instanz.

00:05:54: Dann kam später die Transaktionspsychologen Harris und Bernie hießen das und sprachen zum ersten Mal vom Kindheits-Ich, vom Erwachsenen-Ich und vom Überich glaube ich genau ist jetzt lange her, dass ich die gelesen habe.

00:06:11: Überlich war auch die dritte Instanz und so entwickelte sich das weiter.

00:06:17: es gab dann mal zwei amerikanerinnen deren Name ich nicht sofort parat hab die ich glaube was waren siebziger jahren ganz großes ding zum inneren kind geschrieben haben.

00:06:29: irgendwann gab's die schematherapie mit millionen an inneren anteilen.

00:06:35: also in der schemattherapie werden wird auch Innere Kind sehr weit ausgefächert.

00:06:42: Das gibt das verletzte innere Kind, das traumatisierte innere Kinder, das fröhliche innere kind, das verzogene innere Kinn und weiß ich nicht alles.

00:06:49: eben so viele erwachsene Anteile usw.

00:06:52: Und sofort.

00:06:54: Ich habe aus meiner eigenen Arbeit heraus, das kam durch meine Tätigkeit als Psychotherapeutin, hab' ich eine Übung entwickelt.

00:07:04: Die wurde mir so ein bisschen eingegeben, die Übung.

00:07:07: So kommt es mir vor wie wenn die so von oben in mich reingefahren wäre und ich differenzier halt nur das Schattenkind.

00:07:14: Das Schatten Kind symbolisiert alles was nicht so günstig gelaufen ist und das Sonnenkind symbolisiert die gesunden Anteile die da sind was gut gelaufen is.

00:07:22: und das sonnen Kind symbolisiert aber meinem Ansatz auch die Vision der Heilung also dass man wenn man sich Wenn man seinen Schattenkind bearbeitet und nicht mehr mit diesen alten Glaubenssätzen, wie ich Genüge nicht und so weiter identifiziert ist.

00:07:37: Dann ist es immer von Vorteil, man hat was Neues, was man stattdessen macht.

00:07:42: Ich war das Leben lang das eigene Zuhause dieses Lebensgefühlen und alles Und deswegen steht das Sonnenkind in meinem Ansatz eben auch für die Vision der Heilung, also da wo es hingehen soll und den inneren oder die innere Erwachsene.

00:07:57: Brauche ich auch in meinem Ansatz sonst brauche ich nichts weil meine Erfahrung ist sowohl meine persönliche als auch mit meinen Klienten je komplizierter die Dinge werden desto schneller ermüdet man und legt das beiseite.

00:08:12: Und meine Erfahrung isst es braucht auch nicht so viel Weil wir reden hier ja alles von Metaphern Und meiner Meinung nach, ob das Schattenkind jetzt traumatisiert verletzt oder gestolpert oder sonst was ist spielt eigentlich nicht so eine wirklich wichtige Rolle sondern dass man selbst einfach kommt.

00:08:30: Was hat mich individuell geprägt und wo sind deswegen immer wieder meine Faltstrecke?

00:08:36: Total.

00:08:37: also diese Dinge zu vereinfachen macht ja im Endeffekt die Handhabung leichter bei mir.

00:08:43: es ist tatsächlich so wenn ich auf mich schaue Mir hilft die Verstehbarkeit immer total, deswegen ich komme total stark von der Ratio.

00:08:50: Ich habe in diesem Podcast ja auch am Anfang wirklich fast nur über wissenschaftliche Aspekte gesprochen und irgendwann dann festgestellt er okay Die Sachlichkeit und die Verstäberkeit ermöglichen mir die Einsicht.

00:09:04: Vielleicht solltest du denn auch mal ins Fühlen gehen um nicht nur darüber zu sprechen sondern wirklich dich damit zu verhalten.

00:09:10: aber Gerade in diesem Kontext finde ich es eben so hilfreich, diese Vereinfachung zu verstehen um auch wirklich damit arbeiten zu können.

00:09:17: Das heißt ich versuche einfach mal mit eigenen Worten wiederzugeben Du hast ja gerade von verschiedenen Kindern oder inneren Kindern gesprochen die da in unterschiedlichen psychologischen Ansätzen niedergeschrieben worden sind und du fasst diese Anteile slash Kinder zusammen in Sonnenkind & Schatten Kind.

00:09:39: Könnte man das so sagen?

00:09:41: Ja und ich finde, dass Wort Vereinfachung hat immer so ein Beigeschmack.

00:09:47: Also ich erlebe es anders.

00:09:48: Ich würde sagen ist die Essenz Und ich kümmere mich immer in all meinen Büchern sehr um die Grundstrukturen.

00:09:55: also wie sind wir tatsächlich strukturiert und Genau und ich habe Sachen zusammengefügt In dem Buch des Kinder muss Heimat finden die bisher nicht zusammengefügt worden sind.

00:10:11: Denn in älteren Ansätzen ist das innere Kind besteht eigentlich nur aus einem Gefühl, aus so einem alten Gefühl was immer wieder getriggert wird.

00:10:17: also was weiß ich?

00:10:19: jemand guckt mich böse an und schwupp werde ich innerlich wieder klein und fühle mich beschämend und abgelehnt als Grundlebensgefühl.

00:10:27: Und ich habe bei dem inneren kind hinzugefügt Die Glaubenssätze Ich habe dem hin zu gefühlt die Selbstschutzstrategien.

00:10:35: Also ich hab da einen ein geschlosseneres Modell draus gemacht.

00:10:39: Insofern habe ich es einerseits vereinfacht, auf der anderen Seite aber auch ein bisschen komplexer

00:10:44: gemacht.".

00:10:54: bei Apple oder Spotify mit fünf Sternen bewertest.

00:11:08: Für dich sind das wenige Klicks, aber für mich macht das hier wirklich einen großen Unterschied aus.

00:11:13: Ich danke dir im Vorfeld und ich wünsche dir jetzt wieder ganz viel Spaß bei diesem Gespräch!

00:11:19: Ja... ich finde es total gut.

00:11:22: Übrigens, das war für mich auch der Einstieg.

00:11:25: Ich habe mal von dir tatsächlich mit diesem Arbeitsbuch zu Das Kind in Dir muss Heimat finden dafür mich angefangen quasi Mit tiefer liegenden Glaubenssätzen auseinanderzusetzen und dann eben für mich an der Stelle gemerkt, ich habe aber total Lust das noch ein bisschen differenzierter einfach zu sehen.

00:11:44: Aber natürlich ist es total spannend gerade diese Unterscheidung zwischen Vereinfachungen.

00:11:52: oder ist es eigentlich nur die... Fügt das so die Essenz zusammen?

00:12:01: Das arbeitet einfach gerade in mir.

00:12:02: Ich glaube, das muss ich ganz kurz dabei prozessieren lassen.

00:12:06: Aber vielleicht mal als Frage dann befinden sich diese Essenzen dessen quasi was da in mir an Struktur gewachsen ist immer auch noch im Erwachsenenalter emotional in der Kindheit.

00:12:19: oder wie kann ich den Begriff des Kindes dabei genau verstehen?

00:12:22: Ja also ich mache das jetzt mal im konkreten Beispiel deutlich und es ist immer leichtes nachvollziehbar.

00:12:28: Nehmen wir mal.

00:12:31: Nehmen wir mal den Michael aus meinem Buch.

00:12:35: Der Michael wächst auf mit noch drei Geschwistern und beide Eltern haben eine Bäckerei, die sind von morgens bis abends am Schaffen, haben vier Kinder zu versorgen und dann kann man sich ja leicht vorstellen dass der kleine Michael nicht die Aufmerksamkeit und Zuwendung und auch nicht immer das Mitgefühl und das Verständnis bekommen hat was er benötigt hätte.

00:12:58: Und der kleine Michael hat natürlich nicht gedacht, Mama und Papa sind nur am Schuften und die hätten mal besser nur ein Kind bekommen und vielleicht sollten sie doch mal in eine Erholungskurren anschließend in einer Erziehungsberatung gehen.

00:13:11: so denken ja Kinder nicht sondern der kleine Michelle hat natürlich gedacht und gefühlt ich falle zur Last!

00:13:18: Ich bin hier zu viel Ich komme zu kurz und so entstehen ja diese sogenannten Glaubenssätze.

00:13:24: Und das spurt sich in seinen Gehirn einen Form von vielen synaptischen Verknüpfungen als Lebensgefühl, als Grundgedanke, als sozusagen Essenz an der Kindheit.

00:13:33: jetzt wird er mit diesem Gehirnen groß.

00:13:36: Das ist ja das einzige Gehirne was ihm zur Verfügung steht.

00:13:42: Jetzt passiert es natürlich leicht... dass er wieder in diesem Teil seines Gehirns landet, zum Beispiel wenn seine Freundin Sabine irgendwas vergisst was ihm wichtig ist.

00:13:53: Und was war es ich?

00:13:55: Sie war dran mit einkaufen und er sagt noch bitte bring mir die Chips mit.

00:14:00: Er kommt abends zu Hause, er freut sich auf die Chipps, Chips sind nicht in der Tüte.

00:14:03: so jetzt denkt er erwachsene Michael nicht.

00:14:08: Jo sie hat die Chipping vergessen weil Genau wie ich auch manchmal etwas vergesse kann passieren, ist dumm bisschen ärgerlich.

00:14:16: Habe mich jetzt gefreut!

00:14:17: Der Erwachsene Michael denkt stattdessen der rutscht sozusagen wieder in diesen alten Teil seines Gehirns rein und spürt und fühlt und denkt da haben wir es wieder... Ich bin nicht wichtig Ich komme hier immer zu kurz, meine Wünsche werden nicht ernst genommen.

00:14:32: Also er rutscht in sein altes Kinderprogramm rein und agiert auch daraus.

00:14:38: Das heißt, er ist wieder im Teil seiner Vergangenheit Und alle Psychotherapien haben eigentlich die Gemeinsamkeit dass die Klienten dabei unterstützt werden Die Vergangenhalt von der Gegenwart zu unterscheiden das heißt ins hier und jetzt zu kommen, weil im Hier- und Jetzt ist Michael groß.

00:15:04: Sabine sind nicht Mama oder Papa.

00:15:07: Überhaupt sind die Prägungen, die er hat von ich komme zu kurz, ich bin nicht wichtig

00:15:11: usw.,

00:15:12: vollkommen willkürlich.

00:15:14: Die stellen ja eher seinen Eltern ein Zeugnis aus als ihm selbst Das zu verstehen, das ist natürlich der erste Riesenschritt in Richtung Heilung.

00:15:25: Dass ich aufhöre mich mit diesen alten Überzeugungen zu identifizieren.

00:15:32: Mhm.

00:15:33: D.h.,

00:15:33: in dem Moment wo ich mich, wo ich identifiziert bin, wäre ich quasi in meinem Kind Modi und ich bräuchte dafür meinen inneren Erwachsenen um in der Sprache zu bleiben, der verstehen kann an dem Moment oder den Abstand ... herstellen kann, ah warte mal da läuft gerade ein Programm aus der Vergangenheit.

00:15:54: Aber das muss eigentlich grade gar nicht sein.

00:15:57: Deswegen sage ich ja immer... Ich sag das immer mit zum Augenswinkern, dass Steffi Stahl Mantra heißt Atappen und Umschalten.

00:16:05: Das heißt Michael hat die größte Chance sich frühzeitig zu atappen also frühzeitig zumerken.

00:16:13: es ist wieder soweit.

00:16:14: ich bin gekränkt auf die Kränkung vor dem Wut möglichst frühzeitig, denn wenn das Gefühl schon zu stark ist, blockiert es natürlich den frontalen Cortex.

00:16:23: Also das vernünftige Denken die große Chance in der Psychologie wie in der Medizin ist immer die Früherkennung.

00:16:30: also möglichst früh merken.

00:16:32: A hier kommt wieder dieses alte gekränkliche Gefühl dieses Wutgefühl ertappen umschalten auf das Erwachsene ich sozusagen innerlichen Schritt beiseite treten und sich nochmal klarmachen.

00:16:45: Ey, du bist wieder getriggert in diesem beleidigten Gekränken das du übersehen wirst dass du nicht so wichtig bist.

00:16:51: Das kommt vom Mama und Papa.

00:16:53: aber im Grunde ist die Situation noch eine andere.

00:16:56: sie hat einfach die tüte chips vergessen und mehr auch nicht.

00:17:00: Und dann kann er sich regulieren.

00:17:02: Das ist der Zauber der Selbstregulation.

00:17:05: Ja Das ist genau dann quasi der nächste Schritt.

00:17:09: Ich würde aber, bevor wir da jetzt sofort weitergehen zum nächsten Schritt gerne nochmal auf dieses Konzept des inneren Kindes eingehen.

00:17:16: ich habe gerade von dir verstanden du hast ja diesen kleinen Exkurs in die Psychologie gerade schon mal gemacht und dann gesagt Du hast einige Dinge Essenzen vielleicht herausgefiltert und dann weitere Elemente dazu getan.

00:17:32: Seh manchmal in Literatur oder in sozialen Medien auch immer wieder, dass der Begriff des inneren Kindes kontrovers diskutiert wird.

00:17:39: Und es brennt mir natürlich unter den Nägeln dann muss ich doch dich direkt fragen.

00:17:44: So und ich habe mal einen Vorbereitung auf dieses Gespräch dazu ein bisschen recherchiert und einen Zeitungsartikel in der Geo gefunden recht aktuell jetzt vom fünften Oktober dreiundzwanzig.

00:17:57: da wird unter anderem geschrieben zum inneren kind.

00:17:59: Ich zitiere das jetzt Was ist dran am Konzept?

00:18:03: Eins vorweg.

00:18:04: In der wissenschaftlichen Psychologie spielt dieser Begriff quasi keine Rolle, erstmals tauchte das Konzept in den sogenannten Transaktionsanalyse von Eric Burney auf.

00:18:13: Den hattest du ja glaube ich erwähnt vorhin.

00:18:14: Ja

00:18:15: und

00:18:15: er hat es auch sehr viel von

00:18:16: Freunden draus entwickelt.

00:18:18: Genau!

00:18:19: Seit den Achtzigerjahren arbeitete dann die Schematherapie mit verwandten Vorstellungen und verschiedenen Kindmodi, die es nach Sicht der Chemotherapeuten nachzubeeltern galt.

00:18:28: So wendet man sich in Therapien beispielsweise den vulnerablen ärgerlichen oder undisziplinierten Kind-Modi zu.

00:18:34: Erfolgreich wurde die Metaphe vor allem durch den Selbsthilfetrend auf dem Büchermarkt der vergangenen

00:18:40: Jahre.".

00:18:42: Da hast du jetzt ja quasi, du hast auch zum Teil gerade eben schon gesagt was mich dabei interessiert ist.

00:18:49: Was ich da zum teil auch auslese ist so ist das innere Kind jetzt gar kein Trennschaft wissenschaftliches Konzept wenn da steht es spielt eigentlich in der wissenschaftlichen Psychologie keine Rolle und du sagst jetzt aber ich habe Sachen dazu getan könnte man ja genauso argumentieren.

00:19:04: und mich interessiert total Ey, ich habe einfach Bock es einzuordnen.

00:19:07: Hilf mir doch mal!

00:19:08: Also

00:19:08: die Neuropsychologie hat ja sensationelle Fortschritte in den letzten Jahrzehnten gemacht weil einfach viel, viel bessere Untersuchungsmethoden da sind um dem Gehirn beim Denken zuzuschauen.

00:19:22: und da kann man wunderbar belegen dass sich zum Beispiel wenn Kinder früh vernachlässigt werden das die Amygdala als Zentrum der Gefühle sich verändert, also nicht normal gedeiht.

00:19:38: Auch andere Gehirnzentren sich anders entwickeln, dass andere Verknüpfungen entstehen.

00:19:44: und deswegen sage ich es ist eine Metapher denn das was die Neuropsychologie beschreibt an Gehirmprozessen, die sich verändern durch die Interaktion mit der Umwelt des Kindes sich aufbauen, entstehen, verknüpfen.

00:20:02: Und dann hast du ja nur noch dieses eine Gehirn.

00:20:04: Irgendwann ist es fertig und mit diesem Gehirnen musst du dann leben und durch die Welt gehen.

00:20:08: Das kannst du alles neuropsychologisch differenziert beschreiben.

00:20:13: Du kannst mal für die Psychotherapie sagen was man auf alles was dich da geprägt hat und zum Teil auch schlecht geprächt hat.

00:20:20: das nennen wir jetzt mal dein inneres Kind.

00:20:22: damit können wir arbeiten

00:20:24: Perfekt.

00:20:25: Es hilft mir total, das einfach einzuordnen.

00:20:27: Weil sonst in mir so quasi immer die Spannung bei diesem Thema ist... Ist es jetzt ein Konzept?

00:20:32: Ist es eine Metapher?

00:20:33: Was ist es?

00:20:34: Das gibt ja Leute

00:20:34: wieder.

00:20:35: Ja cool!

00:20:36: Also unbeschritten in der ganzen wissenschaftlichen Psychologie und Neurobiologie und Biologie und Medizin und welche Wissenschaften sich mit diesem Thema befassen, ist vollkommen klar dass das Gehirn sich ausbildet in den ersten Lebensjahren und natürlich auch so ausbildelt mit der Interaktion, mit der Umwelt.

00:20:56: Und dann kriegst du zum Teil Erfahrungen mit.

00:20:58: die sind eher ungünstig unter denen leidest im Zweifelsfall dein ganzes Leben lang z.B.

00:21:04: frühe Traumatisierung.

00:21:05: es gibt Erfahrungen die sind toll die tragen dich durchs Leben und das alles kannst du als inneres Kind bezeichnen.

00:21:11: damit kannst du nämlich in der Psychotherapie wunderbar arbeiten.

00:21:15: tatsächlich hilft also ja ich kann es aus eigener erfahrung nur sagen für mich war sehr also ich habe auch quasi mit mit deinen büchern da gestartet.

00:21:22: irgendwann hab ich auch eine therapie angefangen.

00:21:24: es war tatsächlich so ein ganz klassischer weg.

00:21:26: eigentlich.

00:21:27: damals mit meiner freundin hatten wir einfach er weiß nicht sie hatte deine bücher schon gelesen, ich habe dann auch irgendwie gesagt okay fange ich auch mal wieder an irgendwie interessant was machst du?

00:21:36: ... hatten wir so Sachen, über die wir immer nicht so richtig hinweggekommen sind.

00:21:40: Mal zur Paartherapie gegangen, sagt der Therapeut halt so nach zwei Sitzungen.

00:21:44: Ja ich könnte auch ein drittes mal kommen aber eigentlich müsst ihr eure eigenen Themen einzeln bearbeiten.

00:21:50: und dann ging halt bei mir auch so die Tiefe, ne?

00:21:52: Aber mit dem Metapher quasi gestartet... ...und dann nochmal tiefer und tiefer eingetaucht.

00:21:57: Das bringt mich aber zum nächsten Punkt!

00:21:59: Wenn diese Artikel schon so gehalten ist, da muss ich sagen dass der Autor oder die Autorin das Konzept überhaupt nicht verstanden hat.

00:22:06: Ja, das ist ja genau das.

00:22:09: Häufig ein Problem grundsätzlich wenn über irgendwas geschrieben wird da gibt's Leute die finden die haben diese nie.

00:22:16: niemand ist ja komplett objektiv auch wenn es eine Zeitschrift ist die vielleicht so einen Anspruch hat und mich interessiert einfach vor allem an der stelle gar nicht jetzt ich will das in eine richtung stellen oder ein andere sondern ich habe einfach voll lust das einzuordnen so und da hilft es mir halt total zu sagen herr nee man verstehst doch einfach als metapher damit du damit arbeiten kannst weil ja dass funktioniert.

00:22:37: also kann ich aus eigener perspektive dann sagen ohne den anspruch zu haben wir irgendwelche gehörnscans angeschaut zu haben oder eine studie anführen zu können so sondern zu sagen ja gut aber Und der Erfolg auf irgendeine Weise gibt dir ja da auch recht.

00:22:52: Also es hilft ja vielen Leuten augenscheinlich, sonst wäre's ja nicht so populär.

00:22:56: Extrem viele Leute.

00:22:57: in der Psychotherapie ist das ein wahnsinnig wichtiges Konzept also mit ganz vielen Psychotherapieformen.

00:23:05: und weißt du?

00:23:06: Es geht ja auch bei solchen Artikeln immer darum ach jetzt haben wir hier einen Trend und sei der er ist ja total gut Trennt und der ist so lebensnotwendig und er sowelt rettend.

00:23:16: Und schon wird wieder vom Hype über Psychologie gesprochen, dann müssen wir da irgendwelche Schreiberlinge daherkommen und sich wichtig tun indem sie das jetzt alles in Frage stellen.

00:23:25: Das sind ja auch die Dynamiken der Medien zum Teil.

00:23:29: Absolut ne klar absolut ein Begriff der da ja auch in deinen Metaphern auftaucht.

00:23:39: ist dieser Punkt normal gestört.

00:23:42: Ich weiß, ich habe mir auch ein paar Interviews von dir durchgelesen, wo du darauf eingegangen bist schon.

00:23:50: Ich mag nur quasi es trotzdem so aus der Perspektive noch mal fragen... ...ich lese hier und da manchmal Stimmen die sagen naja normal gestürrt irgendwie was heißt das könnte so eine Man könnte da eine pathologisierende Sichtweise reininterpretieren.

00:24:06: Aber bevor ich jetzt anfange zu interpretieren, was heißt normal gestört?

00:24:12: Und quasi wann ist jemand gesund in der Abgrenzung dazu?

00:24:15: Nein!

00:24:15: Ich habe mal in dem Wort normal gestürtlich das Wort normal.

00:24:20: also es geht nicht nicht nicht pathologisiere.

00:24:26: Es ist genau das Gegenteil Und das entlastet doch so viele Leute.

00:24:30: Ach, ich bin ja nur normal gestört!

00:24:32: Wie schön!

00:24:33: Also es löst in der Regel eine riesige Erleichterung aus weil das Wort Normal doch drinsteckt

00:24:39: und... Weißt du was?

00:24:41: Ja.

00:24:41: Das ist für viele Leute die Riesenalleichterungen.

00:24:44: Ich bin normal gestörter.

00:24:48: Ich habe gerade eine Eingebung.

00:24:51: Das ist ja total interessant, wenn man diese beiden Worte normal und gestört zusammentut – jetzt zeigt sich eigentlich daran, welche Haltung habe ich?

00:24:59: Also sehe ich das halb volle, sehe ich deshalb leere Glas?

00:25:01: Sehe ich normal oder sehe ich gestört?

00:25:04: Und worauf will ich mich jetzt quasi da mich einschießen?

00:25:12: Super, super cool.

00:25:13: Ja und ich beziehe mich darauf... Ich benutze jetzt mal ein altmodisches Wort auf die...

00:25:18: Gerne!

00:25:18: ...die Durchschnittsneurotika, ganz normalen Neurotikal.

00:25:21: Und es geht ja aber auch darum und das mache ich an meinem Ansatz klar Da können wir die Worte wie Neurose und Störung alles bei Seite lassen.

00:25:31: Ich bezieh mich ganz nüchtern Auf diesen Vorgang dieser frühen Prägung im Gehirn.

00:25:38: Jeder hat eigentlich irgendwo irgendwas, auch wenn man ein ganz gutes Urvertrauen, gutes Selbstwertgefühl hat.

00:25:44: Aber fast jeder hat doch irgendetwas aus seiner Kindheit mitgenommen wo er sagt, das könnte ich vielleicht mal entrümpeln.

00:25:52: Das ist eine Geschichte die habe ich da so übernommen und um ihr geht es ja überhaupt nicht.

00:25:57: also was mich aber übrigens sehr freut und eigentlich auch überrascht damit hätte ich jetzt nicht gerechnet dass mich tatsächlich auch Leute anschreiben oder ich lese das bei Amazon, bei den Kritiken oder so.

00:26:11: Die tatsächlich zum Beispiel traumatisiert sind also die ein größeres Päckchen zu tragen haben.

00:26:17: Sie sagen auch, dass ihnen meine Bücher helfen.

00:26:19: Das finde ich ganz schön weil jemand mal mir vorgeworfen hat von den Krautsreportern der war in einer Show von mir.

00:26:27: Die hieß auch normal gestört im Titel Und er sagte, er hätte sich so ausgegrenzt gefühlt.

00:26:32: Weil er wär nicht normal gestört.

00:26:34: Er würde unter schwersten Depressionen leiden und ... Ich sag's jetzt mal in meinen Worten total gestört und ungefähr hat er sich ausgetrückt!

00:26:44: Und er hätte da sich ausgegrenzelt.

00:26:47: Das will ich natürlich nicht.

00:26:49: Umso mehr freut es mich auch, dass ihm Leute ein schweres Päckchen zu tragen haben, sich häufig abgeholt fühlen von meinen Konzepten.

00:26:58: Ja... Ja, ich hab das Interview gelesen.

00:27:00: Ich weiß auf welchen Reporter du dich beziehst.

00:27:04: Ähm ... ja genau, das kann man an der Stelle vielleicht einfach stehen lassen.

00:27:08: Das

00:27:09: nennt man gute Vorbereitung.

00:27:11: Leo ist es sehr gut vorbereitet!

00:27:13: Er hat übrigens auch mal ein Interview gemacht, das war wesentlich versöhnlicher.

00:27:18: Das freut mich.

00:27:20: Aber vielleicht mal ganz kurz dann ums Essenz rauskünden?

00:27:23: Da können wir uns drauf einigen, dass das etwas Spannendes ist.

00:27:28: Wenn Menschen die therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, die gehören dann aber in dieser Definition nicht mehr zu normal gestürten.

00:27:34: Ach ich würde das gar nicht so kategorisieren wollen!

00:27:40: Der Punkt ist Psychotherapie ist eigentlich gedacht für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

00:27:48: Und da wird auch, zumindest wenn man es über die Kasse abrechnen möchte, wird er auch einen Antrag gestellt.

00:27:53: Er wird dann geprüft.

00:27:55: bis jetzt erkrankt genug ist alles natürlich ein totales Scheißsystem müssen wir gleich darüber reden Ist doch wunderbar Wenn Menschen sagen hey ich würde mich gerne irgendwie weiterentwickeln und aber gut Wir haben das Geld nicht dass aber eine politische Frage oder angeblich nicht.

00:28:11: Aber es ist tatsächlich so und da fange ich natürlich viele Menschen auf.

00:28:16: Und auch andere Leute, die wie ich unterwegs bin das bin ja nicht allein dass viele, viele Menschen durchaus die Ressourcen haben und das Potenzial haben sich selbst unheimlich gut zu heilen.

00:28:29: und Selbstheilungskräfte sind ja auch gut und es ist ja auch sehr, sehr gut für die Selbstwirksamkeit oder innere Kontrollüberzeugung, wie wir Psychologen sagen, interne Kontrollüberzeugung sich selbst zu therapieren.

00:28:48: Und das können viele oder sich selbst ein paar Sachen einfach an gerichtige Ställe zu stellen.

00:28:54: und dass das funktioniert, das zeigt eben auch der Erfolg meiner Bücher Millionen von Lesern Und wo ich es auch immer wieder höre, wenn ich auf Veranstaltung bin.

00:29:04: Steffi du hast mir so geholfen, steffi... Du hast mein Leben gerettet, Steffii!

00:29:08: Ich habe viele Hoffnungen im Leben und und und also sehr sehr rührend.

00:29:11: auch zum Teil muss ich sagen die Rückmeldung

00:29:15: Ja das ist glaube ich einfach.. Das ist total schön sowas zu hören Wo du gerade Heilung sagst, möchte ich?

00:29:21: Das hab' ich jetzt eigentlich nicht vorbereitet aber es kommt mir ins Gehirn.

00:29:23: deswegen frage ich's Das is ja so ein Begriff der auch viel verwendet wird und mir fällt es manchmal schwer.

00:29:28: Also wenn ich mich jetzt am Arm schneide, dann kann ich sehr gut erkennen da kommt eine Kruste die Haut heilt irgendwann ist das weg, dann sage ich okay dass sie jetzt geheilt so.

00:29:37: Das finde ich ein bisschen schwieriger einzuordnen.

00:29:40: woran erkenne ich denn wann ich geheilt bin?

00:29:44: Jetzt also im psychotherapeutischen Sinn.

00:29:47: gibt's an der Definition eigentlich.

00:29:49: kennst du einer?

00:29:51: Definition psychischer Gesundheit Ja oder

00:29:55: Heilung, was heißt Heilung in diesem Kontext?

00:29:58: Ich

00:29:58: kenne nicht die offizielle Definition.

00:30:01: Ich kann ja

00:30:02: meine Definition sagen und ich glaube sehr viele Psychotherapeutinnen würden mir dazustimmen.

00:30:08: Das ist wenn du Zugang zu deinen Gefühlen hast zu allem, wenn du deine Gefühle einigermaßen gut regulieren kannst also weder ständig in der Übererregung noch in die Erstarung in die Untererregungen gehst Wenn du um großen Ganzen das Gefühl hast, dass du ganz okay bist wie du bist und in der Lage bist Beziehung die tragfähig sind zu pflegen.

00:30:33: Und häufig sagt man auch der gesunde Mensch ist liebes und arbeitsfähig natürlich auch eine gewisse Arbeitsfähigkeit da ist, wobei ich will jetzt nicht in so einen funktionierenden Konzept abrutschen.

00:30:46: Aber wichtig ist dass man den Zugang zu sich hat das man sich verbunden fühlt mit der Welt und auch mit anderen Menschen, dass ein Gefühl von der Verbundenheit und nicht des Abgetrenntseins, nicht des Isoliertseins da ist und dass man in großem Ganzen mit sich ganz gut leben kann.

00:31:01: Und das Gefühl hat auch dem Leben gewachsen zu sein ohne gewisse Wirksamkeit zu haben.

00:31:07: Gerade wo du den Begriff der Verbundenheit verwendest, da löst in mir eine starke Resonanz aus.

00:31:12: Weil die also zum einen zu mir selber hast du ja auch gerade gesagt, ne?

00:31:16: Also in mir meine Gefühle mal wahrnehmen aber auch meine Verbundenkeit zur Mitwelt, zur Umwelt, zu irgendwas größerem Ganzen müssen wir jetzt nicht betiteln nennen, aber diese Fähigkeit des in Verbindung gehen oder ich auch nicht ja... löst eine Resonance aus an dieser Stelle.

00:31:32: Ja, Verbundenheiten ist eigentlich das A und O unserer ganzen uns das ganze menschlichen Daseins und das fängt eben in ganz, ganz kleinen Jahren an.

00:31:40: Und deswegen ist die Bindung so wichtig – die Eltern-Kindbindung.

00:31:45: So wichtig denn alle Verletzungen in frühen Jahren sind immer eine Unterbrechung der Verbundenheit ja?

00:31:52: Also Vernachlässigung zu viel Fremdbetreuung in den allerersten Jahren und das richtet etwas an im Gehirn diese permanenten Unterbrecher von Verbundenheiten bzw kann sogar im schlimmsten Fall dazu führen dass sich in einem Säuglingsgehörn, im Babygehörnen der Nähewunsch gar nicht so einspurt hormonell.

00:32:14: Also das diese Hormonkreisläufe die dann letztlich für Nähwunsche und Nähbefriedigung also unser Grundbedürfnis nach Bindung, dass das schon so früh unterdrückt wird, dass sich das Hormonell gar nicht einspört spurt und dieser Mensch eben auch später im Leben Eigentlich sehr geringe Nähe, Wünsche verspürt wenig.

00:32:35: Die Elfhaden auch schnell immer abreißt wieder so innerlich und die Menschen fühlen sich mit dem Leben und der Welt wenig verbunden.

00:32:42: wie sagen aus sie haben oft das Gefühl Sie sind Zaungast im Leben und beobachten das Leben eigentlich eher als dass sie das Gefühl haben selbst daran teilzunehmen weil sie eben auch zu ihren inneren Gefühlen die haben sich gar nicht so ausgeprägt.

00:32:53: deswegen spüren sie auch keine große Lebendigkeit.

00:32:58: Ja Verbundenheit auf jeden Fall ein wichtiges Thema.

00:33:01: Ich würde gerne mit dir noch mal auf einen weiteren Aspekt, vielleicht auf der größeren Ebene eingehen.

00:33:07: Dir sagt sicher der Name Professor Wolfgang Lutz was oder?

00:33:12: Ich muss beschrieben sagen nein.

00:33:14: Na alles gut!

00:33:14: Ich hätte es jetzt sowieso ein kurzes Intro gemacht für die Höhren, weil den muss nicht jeder kennen.

00:33:19: Kurz zur Einordnung, Professor Wolfgang Lutz gibt einen Standardwerk für Psychotherapieforschung raus und leitet die Abteilungen für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Trier.

00:33:29: Ach

00:33:30: der

00:33:30: Lutz?!

00:33:32: Ja, klar.

00:33:33: Ich denke, ich dachte mir jetzt was ganz Großes hier.

00:33:37: Das klingt für mich groß.

00:33:41: Deswegen habe ich gerade die Kerze nicht

00:33:43: geklingelt bei mir.

00:33:46: Pass auf!

00:33:47: Ich finde der hat eine ganz interessante These.

00:33:50: Ich beziehe mich auf den gleichen Geo-Artikel aber ist jetzt etwas anderes.

00:33:54: Professor Lutz hat einige Zeit in den USA geforscht und eine interessante Beobachtung mitgebracht.

00:34:00: In Amerika ist das Konzept des inneren Kindes nicht so populär wie in Deutschland.

00:34:04: Offenbar ist der Blick zurück in die Vergangenheit etwas, dass dem deutschen Bedürfnis nach Rückschau entspricht.

00:34:10: Dabei sind Gegenwart und Zukunft oft viel eher mit aktiver Problemlosung und als Folge davon mit größerem Glücksempfinden verbunden.

00:34:17: Und das finde ich total spannend weil mich interessiert ja voll dieses Thema Glück- und Gelingendes Leben aber auch dieses... Vielleicht deutsche Thema, so nach Rückschau schauen zu wollen.

00:34:28: Interessiert mich einfach nur mal.

00:34:30: was ist dein Impuls dazu?

00:34:32: Erlebst du das auch?

00:34:33: Du bist ja auch international unterwegs.

00:34:35: wie ist es?

00:34:35: Also wie gesagt erstens waren zwar zwei Amerikanerinnen dieses Konzept ultra weit nach vorne gebracht haben.

00:34:41: Zweitens sind die Transaktionsanalytiker auch zwei Amerikane.

00:34:44: das nochmal da zu.

00:34:47: Was heißt das?

00:34:48: ganz kurz zu einem?

00:34:49: Weil er sagt, in Amerika wäre es nicht so wichtig.

00:34:51: Es kommt aus Amerika ganz viel davon.

00:34:53: Okay okay danke ja.

00:34:59: Also für alle dies jetzt gerade hören wir so nicken und lachen und so.

00:35:01: also ja ok gecheckt

00:35:04: Wenn du wenn du früher sehr belastende oder gar traumatische Erfahrungen hast stören die seinen erleben im hier-und-jetzt permanent.

00:35:13: Insofern ist das von dem Herrn Lutz zu kurzfristig gedacht aber er isst ja auch kein Psychotherapeut in dem Sinne ist an der Uni tätig, weil das ja permanent dann passiert.

00:35:24: Dass durch die schnellen Verschaltung in deinem Gehirn du ganz schnell wieder unbewusst in einen Zustand reinrutscht den du gar nicht haben willst und die zum Teil auch gar nicht erklären kannst neben dir an.

00:35:35: jemand hat Panikattacken weiß ich nicht warum er weiß dass sie Angst total übertrieben is ja bis er dann erkennt ach Mensch das tritt eigentlich auf Früher, ich war viel zu früh auf mich allein gestellt.

00:35:50: Ich bin sehr früh aus der Bindung geflogen und habe jetzt im Grunde meines Herzens nicht das Gefühl, auf eigenen Füßen sicher durch dieses Leben gehen zu können.

00:35:58: Und deswegen triggert es in mir immer so eine wahnsinnige Angst.

00:36:02: oder Menschen die sagen da kommt diese unerklärliche Traurigkeit, die mich wieder überschwemmt ja, die wieder im Gehirn irgendein Trigger ist da Das Gehirn feuert wieder ab, die am Mückdala ist wieder am Arbeiten und beherrscht einen dann ja.

00:36:18: Diese Gefühle beherrschen ein Jahr und gerade Angst.

00:36:24: auch überängstliche Menschen, die einfach zu viel erlebt haben früher und deswegen permanent innerhalb acht Stellungs sind unter Dauerstress das wissen wir auch dass eben frühe Störungen Vernachlässigung, frühe Traumatisierung.

00:36:41: Das Gehirn unter Dauer kann sich stressmäßig nicht mehr regulieren und das ist dann ja auch die Gegenwart.

00:36:47: Ich kann mich hier und jetzt nicht wirklich regulieren.

00:36:51: Jetzt rutsch ich immer wieder in Gemützzustände oder auch in Verhaltensweisen können ja auch aggressiv sein

00:36:58: usw.,

00:36:59: die eigentlich gar nichts mit mir heute zu tun haben sondern von früher stammen.

00:37:05: Diese ganzen Traumatisierungen, diese Milliarden und Millionen von Menschen die traumatisiert sind.

00:37:11: Und schon immer traumatisiert waren unsere ganze Menschheitsgeschichte ist eine Geschichte der Traumätisierung führt natürlich dazu dass wir die Welt auch heute haben wie sie ist.

00:37:20: Ja, denn solange der Krieg im Inneren nicht beendet wird.

00:37:23: Also in mir selbst werden wir jetzt nicht schaffen den Krieg äußeren zu beenden weil dann kommen wir in dem Bereich der Projektion und so weiter.

00:37:31: und auch dieses Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit kann mich natürlich wiederum auch zur Haltung und den Kreis treiben die immer nicht nur nicht immer nur gut ist bewirken.

00:37:40: ja also ich sage immer wer ganze Welt reflektiert selbst wirklich tief selbst reflektieren hätten wir ein komplett andere welt.

00:37:50: Ich würde am liebsten mit dir nochmal ein ganz neues Gespräch zum Thema kollektives Trauma machen, aber ich glaube das wäre jetzt ein bisschen zu groß.

00:37:56: Dafür

00:37:56: bin ja auch nicht die Expertin.

00:37:58: es gibt andere Menschen die sind wesentlich mehr Expertise in Sachen Trauma als ich.

00:38:03: also ich habe schon natürlich eine ganz gute Bildung was Sachen Traumabetrifft, aber es gibt ja auch Psychologen und Psychologinnen die sich damit ganz tief und ganz expertenhaft beschäftigen.

00:38:18: Ja klar Okay, aber dann kommen wir mal von dem Griff weg.

00:38:23: Ich lass uns mal den Blick dann vielleicht von der Vergangenheit so ein bisschen in die Zukunft richten.

00:38:27: ich habe letztens du weißt dich höre gerne podcast Ein ganz interessantes konzept gehört und das kam.

00:38:36: ich weiß nicht ob es ursprünglich davon kam.

00:38:38: ich hab's dort gehört Deine Kollegen in Sachen Psychotherapie und Podcast nämlich Frank hat sie roti Psychologie to go.

00:38:45: kennst du vielleicht den podcast.

00:38:47: Ich

00:38:47: hab mir nie gehört aber der ich weiß dass er sehr erfolgreich ist.

00:38:50: Ja, die hat nicht

00:38:52: schere Roti.

00:38:52: ich dachte mal schere

00:38:53: roti.

00:38:54: verzeih mir franken vielleicht auch ich weiß es auch.

00:38:57: ich bin manchmal unser ja franker ruti.

00:38:59: ich hoffe es wird so ausgesprochen.

00:39:03: Hat eine podcast folge zum thema der inneren oma des das inneren opa gemacht und damit ist jetzt nicht quasi die mutter meiner mutter oder mein meines Vatersgemeins, sondern quasi die Vorstellung dass ich mich selber mal als Oma oder Opa vorstelle.

00:39:18: und diesen Anteil wenn ich so möchte kann ich im jetzt aber befragen was er mir raten würde welcher Entscheidung ich ihm jetzt treffen sollte um irgendwann mal als dieser Opa quasi ein gutes Leben gehabt zu haben.

00:39:31: Und ich finde dabei diese Spanne aus Blick in die Vergangenheit quasi inneres Kind wenn man so will und der Blick in ... innerer Opa in meinem Fall total spannend.

00:39:40: Und wo ich jetzt quasi aber dich gerade hier vor dem Mikrofon habe, mag ich dich einfach total gerne fragen was denkst du?

00:39:47: Also für mich ergänzt sich es total gut einfach so als ist das eine hilfreiche Ergänzung zum Thema inneres Kind, sodass beides nebeneinander zu stellen.

00:39:54: oder wie ist dein Impuls dazu?

00:39:56: Es

00:39:56: ist für den hilfreich dem es hilft also... Das ist doch ganz klar!

00:40:03: Wer sagt dass das für mich ein tolles Bild mit dem möchte ich gerne arbeiten.

00:40:07: super Ich würde es jetzt zu meinem konzeptlichen Zufügen, weil für mich ist das einfach ein Teil des Erwachsenen-Ichs.

00:40:13: Was in die Zukunft reflektieren kann... Also erwachsenes ich ist ja das Symbol, dass auch nur eine Metapher steht für unsere neofrontalen Cortex also dem gehörnengeschichtlich spätesten entwickelten Gehirnanteil, der steht für unsere Reflektionsvermögen.

00:40:31: Für die Vernunft

00:40:32: usw.,

00:40:33: ja?

00:40:33: Für planerisches Handeln etc.

00:40:36: Und in der Psychotherapie sprechen wir halt gern vom Inneren Erwachsen, weil es wunderbar griffig ist und der kann natürlich in die Zukunft gucken und sich überlegen was wären jetzt wirklich sinnvolle Entscheidungen für mich?

00:40:47: welche Werte möchte ich leben?

00:40:50: Was soll mir wirklich wichtig sein im Leben?

00:40:53: Worauf möchte ich stolz sein, wenn ich später zurückblicke in meinem Leben.

00:40:56: Das ist ja natürlich alles in der Lage zu leisten und deswegen würde ich da nicht noch wieder eine nächste Substanz oder eine nächste Instanz aufmachen.

00:41:06: Ich habe ja wir haben schon am Anfang drüber geredet kippe simpel oder bleibt bei der Essenz.

00:41:12: aber wenn jemand sagt ey geiles Konzept ich spreche jetzt immer mit Oma oder Opa kein Thema hab' ich keine Kritik dran.

00:41:21: Nee, so war das auch nicht gemeint.

00:41:23: Aber ich finde den Satz gut!

00:41:24: Es hilft wem es hilft?

00:41:25: Das ist super.

00:41:28: Dann lass uns vielleicht noch mal beim inneren Kind bleiben... Was muss ich denn jetzt tun oder was denn aus deiner Erfahrung quasi die griffigsten Strategien in Mangel eines besseren Wortes damit mein inneres Kind Heimat finden kann?

00:41:43: und woran würde ich das überhaupt erkennen?

00:41:44: also wie finde ich mein innerer Kind?

00:41:46: Also als erstes eben Das du überlegst, wie war das eigentlich bei mir daheim?

00:41:52: Und mal in dich hineinspürst.

00:41:54: Was sind meine inneren Überzeugungen?

00:41:56: Was glaube ich bin nicht wert und was glaube ich muss ich dafür tun um gemocht oder geliebt zu

00:42:01: werden?".

00:42:04: Dann wenn du dann auf innere Verletzungen stößt und sagst Mensch ja das war wirklich schwer und ich habe da auch immer so ein ganz schnell so einen Gefühl der Ablehnung in mir.

00:42:12: Ich finde auch sehr oft unsicher Wenn ich irgendwo in Gesellschaft bin, ich bin immer sehr unsicher mögen die mich wirklich abgelehnt und dann versuche ich mich immer so anzustrecken irgendwie alle Erwartungen zu erfüllen oder möglichst an der Kavor zu bleiben, möglichst unsichtbar zu bleiben oder was auch immer.

00:42:29: Dass du das anerkennst dass du sagst ja Das war so und da sind diese schmerzlichen Gefühle dass sie erst mal da sein dürfen.

00:42:38: Denn je bewusster ich mir das mach desto weniger können Sie mich aus dem Hinterhalt lenken.

00:42:44: Also jemand, der das noch nie reflektiert und sein Leben undercover führt und immer versucht in der Defensive zu bleiben.

00:42:53: Weil er nie einen inneren Abstand dazugenommen hat oder nie erkannt hatte hey das ist eine Prägung von mir sondern alles glaubt was er fühlt und denkt wird es ja auch nicht verändern können.

00:43:03: Und deswegen ist es wichtig diese Gefühle auch mal zuzulassen sie auch wirklich anzunehmen liebevoll anzudehnen also ein lieben Selbstdialog zu gehen und dadurch diese Gefühle, wie wir Psychologen es bezeichnen zu integrieren.

00:43:17: Das heißt dass das nicht mehr als so ein Teil meiner selbst, dass ich immer versuche zu verdrängen war Seite zu schieben, dass sich dann aber immer wieder mit Macht nach vorne drängt, dass das irgendwo so abgespalten in mir rumliegt und da einen Eigenleben führt und auch aus dem Hintergrund einiges bewirkt Nicht gutes sondern das in meinem Bewusstsein aufzunehmen Und im Grunde genommen mir selbst Trost zu spenden, um mich selbst zu regulieren mit diesen Gefühlen.

00:43:50: Also ich kann auch mit Angst einen Vortrag halten.

00:43:55: Ich kann auch ein Menschen ansprechen und einen Konflikt angehen.

00:44:04: Um darüber amählich neue Erfahrungen zu machen und zu erfahren und zu fühlen.

00:44:12: Hey, diese alte Angst.

00:44:13: Die berät mich eigentlich falsch weil die Welt da draußen hat sich geändert.

00:44:17: Die Welt da draussen ist nicht mehr Mama und Papa.

00:44:20: Und genau also das ist ein wichtiger Punkt dann ist sehr wichtig sich wirklich klar zu machen seines inneren Wertes.

00:44:32: ja oder es gibt auch immer einen Teil in mir der ist einfach heil der ist gesund.

00:44:37: manche Psychologen sprechen von dem Unzerstüberbaren Kern, also so dass es einen Kern in dir gibt der zwar zum Teil überdeckt wurde durch falsche Botschaften aber der einfach da ist und wirklich mir klar zu machen mein Wert ist unantastbar.

00:44:56: Und ganz wichtig das ist eigentlich das A und O. als kleines Kind das hatte ich von Michael klar gemacht denkst du Ich bin der Fehler Und das ist genau das Lebensgefühl mit dem viele Menschen rumlaufen.

00:45:12: Ich bin der Fehler.

00:45:13: und sich klar zu machen, nein ich war einfach nicht der Fehler!

00:45:16: Ich habe bestimmt als Jugendlicher auch als Erwachsener immer wieder Fehler gemacht.

00:45:20: Ich hab falsche Entscheidungen getroffen aber hauptsächlich auch weil ich mich beschützen wollte vor weiteren Verletzungen ja?

00:45:27: Aber sich klarzumachen...ich bin total heil auf die Welt gekommen.

00:45:31: es war vergammt.

00:45:32: nochmal die Aufgabe meiner Eltern mich so zu lieben und so zu beschützen dass ich für mich erlebe, ich bin wertvoll und es ist nicht meine Aufgabe als Kind gewesen, mich so zu verhalten.

00:45:44: Dass ich meinen Eltern gefalle.

00:45:49: Ich finde das total spannend.

00:45:52: Du hast gerade am Anfang diesen Begriff der Integration verwendet und so wie es für mich quasi wenn man's jetzt irgendwie übersetzt sagen würde ist die Integration dieser Gefühle.

00:46:03: zum einen ist eben quasi könnte man in der Metapher sagen, als dass es Heimat finden und dann dieses sich klar machen.

00:46:13: Da kam mit mir gerade so ein bisschen.

00:46:14: das ist auf der einen Seite irgendwie tricky weil ich kann mir kognitiv Dinge super easy klarmachen.

00:46:20: also ich persönlich kann... Ich bin voll schnell glaube ich so in einer Ratio aber dass ich deswegen das nicht so... Also ich kann dir sagen, ich war nicht der Fehler aber daß ich deswegen so fühle ist mal noch was ganz anderes.

00:46:32: Also, das Klamachen ist glaube ich... also dass er so in die tiefen Schichten eingehen, ein sinkt.

00:46:38: Genau

00:46:38: und deswegen ist es auch wichtig halt mit diesen verletzten Gefühlen, also die wirklich wahrzunehmen und zu trösten.

00:46:46: Ich mache dann ja viel mit so innern Dialogen und wenn man spürt, ich bin doch sehr im Widerstand neue Glaubenssätze, die positiv realistisch meiner Gegenwart viel mehr entsprechen, wie ich genüge oder ich kann vieles erreichen im Leben und so weiter.

00:47:07: Ich habe viele Freunde die sich freuen dass es mich gibt.

00:47:12: Wenn es sehr schwer fällt diese neuen Glaubenssätze anzunehmen dann hat das meistens einen guten Grund.

00:47:20: Und dann ist es wichtig mal hin zu gucken welchen Grund könnte denn mein psychisches System haben an dem alten Glauben festzuhalten.

00:47:30: Weil die Psyche macht eigentlich nichts Sinnloses, es ist immer irgendwie sinnvoll auch wenn sie erst mal Paradox erscheint.

00:47:38: und nicht wenig Menschen kommen nicht raus aus ihrem alten Glaubensystem weil sie sich ihren Eltern zutiefst loyal verbunden fühlen selbst wenn die Eltern misshandelnd waren oder so Und Sie müssten diese Loyalitäten ein Stück weit aufgeben oder Opfern um in ihrer Heilung zu kommen.

00:48:01: Und das ist für nicht wenig Menschen schwierig.

00:48:05: und deswegen im tiefsten Inneren glauben sie lieber, ich bin der Fehler und beschützen damit unbewusst ihre Elternbeziehungen.

00:48:13: Ja.

00:48:13: Hast du für dich auf dir... Du hast dich ja super, super intensiv und jetzt schon lange Jahre mit diesem Thema beschäftigt.

00:48:21: Gab es für dich da eigentlich mal so ein Aha-Moment?

00:48:25: Der dir so richtig in Erinnerung geblieben ist?

00:48:31: Ja aha Moment war, das ist jetzt eine andere Antwort als du erwartest.

00:48:37: Ich bin gespannt.

00:48:39: Es kam ein Klientin zu mir viele Jahre her und sagte Frau Stahl ich würde gerne heute mal richtig was Konkretes machen.

00:48:48: Und ich also ich steffi ich bin ne Sprechnenkerin.

00:48:51: und dann hörte ich mich selber sagen ja da nehmen wir jetzt mal einen Zettel und ein Stift Jetzt machen wir mal diese Etter eines Kindes hier auf.

00:48:57: Dann schrauben wir rechts und links neben dem Kopf Mama und Papa.

00:49:01: Und jetzt stichwortartig, wie waren ihre Eltern drauf?

00:49:05: So und so hat's ja geschrieben.

00:49:06: Dann sag ich unten welche Glaubenssätze so sind.

00:49:09: Ich mach jetzt die Kurzfassung.

00:49:11: Ja, ich genüge mich und ist da.

00:49:13: und wie fühlt sich das an?

00:49:14: so und so.

00:49:15: Schreiben Sie es bitte alles mal im Bauchraum.

00:49:18: Und dann habe ich gefragt, was machen Sie um dieses schreckliche Gefühl von nicht genügen und so weiter zu kompensieren?

00:49:23: Ja, ich bin super perfektionsstreber.

00:49:26: Ich versuche immer alles richtigzumachen einen Erwartung zu erfüllen.

00:49:30: Da schreiben sie jetzt mal hier unten in den Fußraum rein von diesem Bild und sehen sich das ist ihr Programm.

00:49:36: Dann sagt sie ja, stimmt!

00:49:40: Dann fängt es an zu weinen.

00:49:41: Ich dachte genau darauf läuft alles hinaus weil er sich so erkannt gefühlt hat in diesen Bild.

00:49:46: Und da dachte ich heilige Scheiße, was hast du da gerade erfunden?

00:49:49: Das ist ja richtig geil.

00:49:51: So ging das los.

00:49:54: Hammer!

00:49:55: Ich habe auf dieses Schattenkind gekommen.

00:49:57: Krass, das ist herrlich.

00:49:58: Ich hab nicht in Bücher gelesen, von dem nimmst du das und vom Nebennimmst Du das.

00:50:02: Ich habe das selber entwickelt in einer Therapiestrunde.

00:50:05: Es war eine Eingebung.

00:50:07: Dann dachte ich dann müssen wir das weiterentwickeln wenn wir dieses Ding jetzt haben.

00:50:11: Da brauchen wir auch einen Zielinwurf.

00:50:13: Dadurch bin ich aufs Sonnenkind gekommen.

00:50:17: Das war mein größtes A-Erlebnis.

00:50:19: Ja, das ist wirklich ein großes A-Heuerlebnis!

00:50:24: Toll, toll vielen Dank.

00:50:25: ich würde dich gerne zum Abschluss nochmal zwei kleinere Fragen fragen nicht nach dem großen A-Herlebnis aber ja doch persönlicher.

00:50:34: du hast ja schon ein, zwei drei vier Bücher geschrieben und wenn dein Leben einen Buch wäre welchen Titel würde es tragen?

00:50:43: Bin ich blöderweise heute schon mal gefragt worden?

00:50:45: Ich habe den Titel nicht gefunden.

00:50:54: Vielleicht wie mein Podcast, Stahl aber herzlich!

00:51:00: Nehmen wir somit letzte Frage über welchen Satz oder welche Frage sollte jeder Mensch einmal nachdenken?

00:51:13: Über die Frage... Tatsächlich über die Frage was hat mich eigentlich geprägt?

00:51:21: Was ist so das, was ich bei mir im Kopf festgesetzt habe in Verbund mit der Frage.

00:51:30: Halt dich das eigentlich wirklich für richtig?

00:51:33: Halt euch das eigentlich für richtig?

00:51:34: also Ich sag immer so Man kann sich das manchmal vorstellen mit den eigenen Eltern wie wenn man ein Haus geerbt hat Der Erbsenhaus.

00:51:45: Und jetzt gehst du durch das Haus und jetzt guckst du was es schön was kann bleiben Was ist vielleicht nicht so schön, was möchte ich entrumpeln?

00:51:54: Wo muss ich vielleicht ein bisschen

00:51:55: anbauen?".

00:51:56: Und so kann man das mit der eigenen Kindheit auch sehen.

00:51:58: Man betrachtet sich das mal und sagt, was kann bleiben?

00:52:01: Was finde ich richtig gut?

00:52:02: Was ist schön?

00:52:03: Wo musst du dich vielleicht ein bißchen anbauten?

00:52:06: um was soll du vielleicht raus?

00:52:10: Um wirklich zusammen authentischen und mit fühlenden selbst zu kommen?

00:52:14: weil in all meinen Büchern Podcasts, in allem was ich so mache geht es mir... Immer darum, eben nicht nur wie du persönlich ein bisschen glücklicher wirst sondern dass du auch ein besserer Mensch wirst.

00:52:27: Denn je sortierter wir selber sind, je reflektierter Wir sind desto besonder mit fühlender und sozial verträglich und gemeinnütziger können wir uns verhalten.

00:52:39: und das ist mir halt ganz wichtig weil es gibt so viele Brutalität, so viel Attression da draußen in der Welt und wir können eigentlich nur bei uns selbst anfangen.

00:52:53: Ja, vielen, vielen Dank.

00:52:55: Steffi ich danke dir wirklich von Herzen für dieses tolle Interview!

00:52:58: Wenn du möchtest dann gehen die letzten Worte jetzt an dich.

00:53:01: Oh, die letzte Worte ist so balsam.

00:53:08: Wie heißt das bei der Kirche?

00:53:09: Ich weiß auch nicht mehr... Die letzten Wörter gehen an mich.

00:53:13: Vielen Dank dass du mich hier eingeladen hast und alle die vielleicht bis zum Ende zugehört haben.

00:53:19: Das freut mich sehr Und der kürzeste Weg, um ein bisschen sich zu entspannen und damit auch ein besserer Mensch zu werden.

00:53:25: Weil wir kennen das alle.

00:53:26: Wenn wir gestresst sind, werden wir ein bisschen kleinlich und aggressiv.

00:53:30: Das ist normal wenn man so selber im Stress ist.

00:53:34: Der kürzteste Weg in die Spannung zu kommen deswegen auch ein bisschen bessere Menschen sein, es bewusst sein Leben zu genießen und sich auch an Kleinigkeiten zu erfreuen.

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