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So heilst du dein Trauma – mit Dami Charf | Wdh.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge in der aktuellen Humans Are Happy Zeitreise.

00:00:06: Ich bin Leonhard Gabriel Heigster und nachdem ich dir in der letzten Woche die erste Folge meiner Gesprächsreihe mit Myria Meyer zur Weiterbildung im Kontext Lernziel Wohlbefinden und Schulfach Glück vorgestellt habe, hörst du in dieser Woche ein weiteres Auftaktgespräch jedoch von einer ganz anderen Gesprächssreihe!

00:00:25: Die Rede ist, na klar von meiner Interview-Reihe mit Dami Schaf.

00:00:30: Aus einem einzelnen Interview im Frühjahr ohne dass es im Vorfeld so geplant gewesen wäre, eine dreijährige Gesprächsreihe geworden.

00:00:40: Und dieses Interview hier – das du in dieser Folge hörst – ist das allererste, dass ich jemals und auch vor allem damals mit Damis Schaf geführt habe!

00:00:50: Wir haben uns also quasi in diesem Gespräch kennengelernt denn wir hatten weder ein Vorgespräch noch sonst die persönliche Überschneidungspunkte im Vorfield.

00:00:58: In diesem Gesprich lernst Du wie du mit Deinen Traumata leben und diese v.a.

00:01:03: möglichst integrieren kannst.

00:01:04: Wir sprechen dazu im ersten Schritt darüber, was ein Trauma überhaupt ist aber wir definieren auch was Glück isst oder zumindest was wir in diesem Gespräch darunter verstehen und dann das ist das Schöne!

00:01:17: Dann führen wir beide Themen zusammen.

00:01:19: du hörst in diesem gespräch also was ein trauma ist wie es entsteht und wie du damit möglichst umgehen kannst um dein Leben möglichst in wohlbefinden in Freude und in glück zu führen.

00:01:30: denn und da bin ich mir sicher Das ist meine ganz persönliche Überzeugung, das ist für uns alle im Ersten absolut möglich und dass hast du ganz konkret auch Zweifels ohne einfach nur verdient.

00:01:44: Die Herausforderung dabei ist nur, dass wir selbst natürlich auch immer etwas für unser Glück tun müssen!

00:01:50: Und manchmal kann dieses Tun auch bedeuten weniger zu machen oder vor allem mehr sein zu lassen.

00:01:57: Aber bevor ich hier jetzt schon im Intro ganz tief einsteige, stoppe ich mich einfach mal selbst und sage herzlich willkommen.

00:02:04: Liebe Dami!

00:02:05: Ja vielen Dank für die Einladung Leo.

00:02:08: Es freut mich sehr dass du mich dabei haben magst.

00:02:10: Mich freut das du auch direkt zugesagt hast und da sind wir nämlich direkt bei einem guten Punkt.

00:02:15: in deiner Zusage, in Deiner E-Mail.

00:02:18: Hast Du geschrieben ja leo guter Punkt?

00:02:20: Ich glaube nämlich dass nachhaltiges Glück ohne Traumabewältigung eigentlich gar nicht funktionieren kann Und da würde ich gerne direkt mit dir einsteigen.

00:02:28: Aber bevor wir uns jetzt ganz tief ins Thema stürzen, was verstehst du denn eigentlich unter Glück und was heißt Trauma-Bewältigung für dich?

00:02:35: Vielleicht ist es sogar möglich beides in einem Satz zu sagen... Ich weiß das nicht aber wir können's ja

00:02:39: mal versuchen.

00:02:39: Einen Satz!

00:02:40: Ohja, wenn ihr mal von mir ein Video gesehen wisst wie gut ich bin im Kürze.

00:02:47: Trauma sind kleine und große Verletzungen die Spuren hinterlassen so nicht nur Vergewaltigung und Krieg, sondern wirklich auch kleinere Verletzungen in der Kindheit die sich summieren und Lebensmuster ergeben.

00:03:04: Und Glück ist ein schwieriges Wort weil Glück eigentlich ein Gefühl und Gefühle kommen und gehen und sobald wir immer während des Glück haben wollen werden wir unglücklich sein, weil geht nicht.

00:03:15: deswegen ist es für mich ich weiß das Wort Glück ist eben viel catchier und wir können alle mehr damit anfangen Ist sowas wie eine Lebenserfüllung wäre für mich ein gutes Ziel sozusagen, ein erfülltes Leben was mich mit Freude erfüllt wenn ich zurückgucke.

00:03:33: Also...

00:03:34: Ja, das war gut!

00:03:37: Aber ich weiß was du... ja, Entschuldigung aber Glück ist einfach ein Gefühl von eigentlich die Freude am Leben zu sein.

00:03:43: würde ich das bezeichnen

00:03:45: Ja, richtig gut!

00:03:47: Du bist auch genau darauf eingegangen.

00:03:48: Ich finde auch das Wort Glück kann man kritisch diskutieren.

00:03:52: Finde ich auch wichtig wenn es passiert... ...ich sehe das häufig als so Trojanisches Pferd weil es ist catchy wie du sagst und Leute springen drauf an.

00:04:00: aber was ist es denn jetzt?

00:04:01: Wenn man ein bisschen näher guckt dann wird's auch schnell die Fuß.. ..aber ich kann total gut damit gehen was du gerade gesagt hast.

00:04:06: ein erfülltes Leben.

00:04:08: Ich benutze gerne den Duktus ein gelingendes Leben.

00:04:13: Und das ist erstmal natürlich wichtig, dass wir irgendwie abgleichen sprechen.

00:04:16: Wir hier über die gleichen Dinge oder haben halt in ungefähr eine ähnliche Vorstellung.

00:04:20: aber das ist doch gut wenn man sagt okay ein gelingendes Leben müssen ja irgendwie erstrebenswertes lieben oder es wäre doch nett.

00:04:27: und du sagst ohne Traumabewältigung also dementsprechend ohne die Bewältigung von kleinen oder großen Verletzungen die eben ihre Spuren hinterlassen geht es nicht.

00:04:37: dann lass uns da doch mal dann lasst uns da auch mal tiefer rein.

00:04:41: Vielleicht um Traumata so ein bisschen mehr noch zu verstehen, möchte ich... Ich referenziere mich auf dein Buch.

00:04:47: Du weißt sicher was drinsteht für die Höhenden.

00:04:50: nochmal!

00:04:52: Du schreibst in auch alte Wunden können heilen, sprichst du über Entwicklungstraumata und Schocktraumata.

00:04:57: Und vielleicht macht es Sinn wenn man sich jetzt noch gar nicht so tief mit dem Thema beschäftigt hat da nochmal einfach eine kurze Differenzierung vorzunehmen.

00:05:04: was macht das denn aus?

00:05:05: Wie wirkt sich das erleben von einem Schock Trauma oder von einem Entwicklungstrauma langfristig aus?

00:05:11: Ja unbedingt weil das ist auch das wirklich mein Anliegen in die Welt zu bringen.

00:05:18: Die meisten Menschen, die sich nicht damit beschäftigt haben, verstehen unter Trauma Shop-Trauma.

00:05:23: Und das sind einfach große Ereignisse, die wir nicht schaffen zu bewältigen.

00:05:27: und ein Trauma liegt nie im Eregnis sondern immer in meiner Bewältigungsfähigkeit als gibt es Menschen, mit schweren Autounfälle und keine Spuren davon.

00:05:37: und es gibt andere, die haben leichtes Schleudertrauma und können danach jahrelang nicht mehr schlafen.

00:05:44: also Das heißt, dass die unsere Fähigkeit quasi Traumata zu bewältigen.

00:05:54: Und das ist der eigentliche Punkt so und das hat viel dann mit eben unserer Geschichte zu tun wieviel wir solche Ereignisse bewälteln können.

00:06:02: aber Schocktrauma sind eben diese einzelnen Erlebnisse Die unser Leben wirklich einschneidend berühren sag ich mal auf unterschiedliche Art und Weise.

00:06:12: und es kann sein dass sich von der Leiterfalle Es kann sein, dass ich im Winter mit dem Fahrrad ausrutsche und einen Sturz habe.

00:06:20: Das ist nach Hause gekommen und hat seine Freundin im Bett mit jemand anderem gefunden.

00:06:28: Er war einfach total traumatisiert!

00:06:29: Und wir gehen da zum Teil in unserem Kopf doch gar nicht so schlimmen Sachen sehr lax miteinander um.

00:06:39: Also dieses dann kommt auch mal rüber weg... ist ja jetzt schon irgendwie zwei Monate her, get over it.

00:06:47: Aber manche Ereignisse stecken wir eben nicht einfach weg so wie man das so sagt und das sind Schocktrauma und Entwicklungstrauma sind viel viel subtiler oftmals und in unserem erwachsenen Kopf und das ist das große Problem oft überhaupt nicht als solche zu sehen.

00:07:07: also wenn zum Beispiel man Eltern hatte die überhaupt nicht emotional reagieren können auf ein Kind.

00:07:16: Dann erzeugt das Entwicklungstrauma und große Probleme mit Bindung einfach oder wir werden als Babys in den Nachbarraum gelegt ständig und sind alleine, für Babies ist allein sein wie sterben.

00:07:30: Und es wird immer noch in unserer Gesellschaft propagiert, dass man kleine Babys also frisch geschlüpft einfach alleine schlafen lassen soll.

00:07:37: Das ist großer, großer Unsinn.

00:07:39: oder wenn die schreien sie nicht zu trösten weil die irgendwie manipulativ sein sollen.

00:07:44: Babies haben noch gar keine Absichten und die brauchen quasi die Regulationen und da kommen wir sicherlich nach drauf zurück von außen.

00:07:54: Also jemand der sich tröstet damit Sie sich beruhigen können Weil sie rein biologisch das noch gar nicht können.

00:08:00: Sie können sich nicht selbst beruhigen.

00:08:03: Und ganz viele dieser Ereignisse, gedemütigt zu werden als Kind oder eben sich alleine zu fühlen und unverstanden... Manche haben ja immer das Gefühl ist das überhaupt meine Familie?

00:08:16: Ich bin bestimmt adoptiert worden!

00:08:18: Das sind alles Hinweise darüber dass es eben nicht überhaupt gut gelaufen ist.

00:08:24: Ja und das ist Entwicklungstrauma und Entwicklungstraum prägt Die Art und Weise, wie wir in die Welt schauen was wir von der welt erwarten.

00:08:33: Und wie wir mit anderen menschen umgehen wie über die denken über kontakte Wie wir uns im beziehung und im lebenden verhalten.

00:08:41: eigentlich alles ist davon geprägt und damit eben

00:08:45: auch

00:08:46: unsere klücksfähigkeit und zwar in dem sinne Ich versuche es noch ein bisschen schnell zu erklären ist

00:08:53: Ja

00:08:54: okay ja.

00:08:55: also Wenn wir auf die Welt reagieren, brauchen wir eine bestimmte innere Schwingungsfähigkeit.

00:09:02: So nennt man das.

00:09:03: Das heißt ich muss mich einstellen können auf stressige Situationen Ich muss mit Emotionen umgehen können Die manchmal gut sind oder manchmal angenehm und unangenehm.

00:09:14: Und das erfordert quasi von meinem Nervensystem Und wir sind eben ganz viel Biologie, viel mehr als wir das gerne möchten.

00:09:23: Nicht nur Kopf sondern eben viel viel Körper dass es schwingen kann so und adaptieren kann an die Situation wo wir gerade sind.

00:09:32: und die meisten Menschen denken was einzige wenn es nicht so gut war ist dass man vielleicht viel Stress hat oder so oder viele Probleme.

00:09:41: aber das andere was dazu kommt ist dass wir nicht besonders glücksfähig sind Wenn unsere Eltern zum Beispiel uns viel alleine gelassen haben oder emotional kaum auf uns eingehen konnten, Oder eben auch nicht bespielt haben.

00:09:56: Also man will ja ein kleines Kind und Baby oder wenn es dann bisschen größer ist Nicht nur immer beruhigen Sondern man bespielt das ja auch bis es kriegt und lacht und sich freut und den ganzen Körper arbeitet.

00:10:10: Und dann wenn's nicht mehr kann, dann sollten die Eltern erkennen dass es zuviel wird Und es wieder in Ruhe lassen und wieder beruhigen.

00:10:17: Dadurch lernt das Kind, ich kann Energie hochhaben und es ist angenehm... ...und es kommt jemand und ich kann sie wieder runterfahren und es wird angenehmer.

00:10:25: Kinder zum Beispiel wo die Eltern gar nicht erkennen dass das Kind mich mehr möchte und immer weitermachen und das reizen und kitzeln usw.. Dann wird das Kind ganz steif das Baby oder das Kleinkind und will sich wegziehen weil's nicht, das kann ja nicht weglaufen!

00:10:40: Das heißt unsere Eltern sind quasi für die Stimulation zuständig und für die Beruhigung.

00:10:47: Beides brauchen Babys als

00:10:49: Ansprache.".

00:10:58: bei Apple oder Spotify mit fünf Sternen bewährt ist.

00:11:11: Für dich sind das wenige Klicks, aber für mich macht das hier wirklich einen großen Unterschied aus!

00:11:16: Ich danke dir im Vorfeld und ich wünsche dir jetzt wieder ganz viel Spaß beim Gespräch!

00:11:23: Das kommt dabei Menschen raus, die später im Leben, wenn sie merken, die Energie geht nach oben.

00:11:39: Also Sie gehen in Glück und in Expansion, dass Sie das vermeiden.

00:11:47: Sie vermeiden es einfach so.

00:11:49: Und wir müssen quasi diese Expansionen, die damit verbunden ist mit Lebendigkeit, müssen wir lernen!

00:11:55: Wir haben die nicht von Anfang an, sondern brauchen einen geschützten... Raum von Menschen, die uns sozusagen mitregulieren damit wir lernen dass diese Expansion schön ist.

00:12:08: Also

00:12:09: das es ein gutes Gefühl ist und eben ganz viele von uns haben einmal kaum Expansionen gelernt weil gar niemand da war der es mit ihnen geübt hat auf eine schöne Art und Weise.

00:12:21: und das heißt wir haben wenig Expansionsfähigkeit weil eben sie damit ins Leere gelaufen sind, weil eine Überstimulation war oder auch ein Baby.

00:12:35: wenn das zum Beispiel auf die Welt kommt dann sucht es die Bindung.

00:12:38: Es sucht die Personen die die ganze Zeit gehört hat.

00:12:41: Das heißt wir kommen auf die welt mit dem einer jemand hat es mal sehr schön ausgedrückt Mit wo bist du?

00:12:48: und Wenn dann gar kein willkommen da ist Weil man weggelegt wurde wie unsere generation sofort gar keinen Kontakt oder sofort medizinische Eingriffe kommen, oder die Mutter in Wochenbett-Depression ist.

00:13:03: Oder sich gar nicht einem Kind freut.

00:13:05: Dann laufen wir mit diesem Ja!

00:13:08: Ich bin da!

00:13:10: Hallo wo seid ihr?

00:13:12: Ins komplette nichts und das ist das blanke Grauen also für Libys so.

00:13:17: Und diese... Das bleibt quasi als innere... Als inneres Muster Trägung vorhanden, dass wenn ich zu sehr so mache und mich zu sehr freue und zu sehr das mache, dass es dann furchtbar wird.

00:13:32: Und dann vermeide ich das später.

00:13:36: Deswegen denke ich, dass Glück nur möglich ist, wenn wir das sozusagen integriert haben diese tiefe Angst die dahinter sitzt, dass wir aufmachen uns öffnen lieben Freude zeigen, Glück zeigen und verletzlich machen.

00:13:52: All das was heute so schwer ist inzwischen auch dass wir Spannung aushalten können unsere Gesellschaft kann immer weniger Stille und Spannungen aushalten oder Ambiguität, dass du etwas anderes gerade willst als ich.

00:14:06: und diese Spannungsraum in zwischen uns entsteht.

00:14:10: Menschen wollen es sofort lösen So und dadurch eben ist Glück expansives Glück, was man wirklich hält.

00:14:20: Was ich dann mehr Freude nennen würde als so als Glück, so eine Freude und Lebensfreude das ist fast unmöglich auch ohne zum Beispiel ohne Verkörperung.

00:14:31: viele Menschen sind gar nicht mit ihrem Körper verbunden außer dass er gut aussehen soll Und auch das ist eine Folge von Entwicklungstrauma Dass wir nicht gut in unserem Körper sind.

00:14:41: So!

00:14:42: Das war jetzt eine lange, lange Ansprache.

00:14:44: Das war eine lange, lange wunderbare Ansprache und ich ziehe meinen Hut vor dir die das so in zehn Minuten einmal aus dem Stegreif raushaut.

00:14:54: Und für jedem Menschen der jetzt sagt alles klar, ich habe keine Fragen mehr.

00:14:58: Jetzt

00:15:00: fangen die Fragen

00:15:02: erst an!

00:15:03: Aber bevor die Fragen anfangen ein kleiner Abgleich ob ich das verstehe was du gerade gesagt hast.

00:15:08: In mir macht sich ein Bild auf, du verwendest Worte Bewertigungsfähigkeit und innere Schwingungstfähigkeit.

00:15:15: Und ich habe den Eindruck dass das eng miteinander zusammenhängt also dass quasi die Bewältigungs- fähigkeit oder meine innere Schwingungsfähigkeit quasi einen Ausdruck dafür sein kann wie gut ich fähig bin Situationen zu bewältigen beispielsweise Spannung, Hamburger Tate usw.

00:15:32: Okay!

00:15:33: Gut Das heißt es wäre also spannend darüber zu sprechen wie wir unsere Bewältigungsfähigkeit, wenn sie denn nicht glücklicherweise einfach ausgeprägt ist.

00:15:45: Wie wird die dann überhaupt erlangen können oder stärken können?

00:15:48: Oder ein Gefühl dafür bekommen können?

00:15:50: Ein Gefühl dafür bekommt es glaube ich auch einen ganz guter Link.

00:15:53: Du hast nämlich gerade am Ende gesagt Verkörperung ist ein wichtiger Punkt und was ich selber merke ist... Ich habe diesen Podcast gestartet weil muss ich auch zugeben im Nachhinein so einen schlechten Zugang, zu Emotionen und Gefühlen hatte das mich diese ganze Konfrontation damit ja nur sauer gemacht hat.

00:16:13: Also war meine Einflugschneise, ich gehe den komplett wissenschaftlichen Weg... ...und habe dann dadurch mir die Logik quasi als es war Schlüssel um zu verstehen.

00:16:23: Du solltest mal weitergucken sonst bringst dir auch nichts!

00:16:27: Und dann fängst du an zu spüren Und in den Körper wirklich reinzuspüren und zu fühlen.

00:16:32: Alles klar, fuck Scheiße ich brauch doch die ganzen Emotionen.

00:16:34: alles klar muss sich an meiner Positionierung vielleicht auch arbeiten aber das ist ein anderes Thema.

00:16:41: also wir müssen innere Schwingungsfähigkeit irgendwie erlangen.

00:16:46: und einen Punkt auf den ich nochmal ganz kurz eingehen will wird gesagt entweder hat man Angst vor dieser Expansion oder man ist gar nicht dazu fähig.

00:16:53: In beiden Fällen vermeidet man sie oder kommt gar nicht erst rein so wie ich dich jetzt verstehe die innere Schwingungsfähigkeit, wenn ich die jetzt erhöhe oder trainiere dann kann ich das irgendwie vielleicht bewusster steuern und vielleicht ist das ein spannender Punkt da einfach nochmal reinzugehen.

00:17:10: Wie kommt man denn dahin auch in Bezug auf Verkörperung?

00:17:13: Wie trainiiere ich denn vielleicht auch das Gewahrsein meines Körpers?

00:17:19: Oder bin ich jetzt auf dem Holzweg oder musst du mich zurückholen?

00:17:22: Alles gut!

00:17:25: Also trainieren ist das falsche Wort, würde ich sagen dafür weil es kein Wort ist.

00:17:32: Und also ist ein bisschen der Punkt wo ist mein Startpunkt?

00:17:41: Wir können bestimmte Dinge nicht erreichen ohne einen Du.

00:17:46: Das ist die einfach eine größten Fehlannahmen in denen unsere Gesellschaft sich verandt hat.

00:17:52: Das Autonomie und Individualität Die werden uns in die Hölle führen und führen uns sowieso gerade in den Abgrund, weil wir nicht zu schaffen einen gemeinsamen Gemeinschaftsgefühl zu schaffen mit dem wir gemeinsam Dinge bewältigen.

00:18:08: Also auch von außen auf uns zukommen so was banales wie Klimawandel oder so halt.

00:18:13: Ganz banal?

00:18:14: Genau!

00:18:15: Das heißt der Autonomiebegriff ist inzwischen auch in der Therapiewelt ganz schräg, also ich kenne Menschen die sind bei Therapeuten und die weinen und so.

00:18:30: Und eigentlich brauchen sie Trost und der Therapeut sagt nehm das Kissen und das musst du alles selber können.

00:18:38: Das ist furchtbar!

00:18:40: Das ist grausam!

00:18:43: Aber wir leben in einer Welt, die zum Beispiel in den klassischen und anerkannten, kassenanerkanten Psychotherapien Berührung verbietet.

00:18:51: Das ist völlig veraltet, würde ich sagen meiner Meinung nach so.

00:18:56: Eine gesunde Autonomie heißt Ich kann in Intimität gehen.

00:19:03: Ich kann für mich selbst sein und Zeit mit mir verbringen.

00:19:06: Ich halte stille aus!

00:19:08: Ich kann Dinge auf den Weg bringen aber auch um Hilfe bitten.

00:19:13: das ist gesunde autonomie Und die meisten Menschen, viele, viele Menschen haben inzwischen eine Scheinautonomie.

00:19:19: Das heißt sie vermeiden Kontakt Sie vermeiden um Hilfe bitten zu müssen und versuchen alles alleine hinzukriegen.

00:19:28: Und denken wenn sie um Hilfe bieten sind sie Loser.

00:19:32: so und dieses Bild auch eben von der individuellen Verwirklichung hindert uns daran eigentlich bei uns selbst anzukommen, aber auch in Verbundenheit zu gehen.

00:19:49: Einsamkeit ist inzwischen ein Riesenproblem, Angststörungen, Depressionen.

00:19:53: Wir haben alles was damit zu tun.

00:19:55: die größten Probleme haben das Menschen sich nicht mehr verbunden fühlen sondern immer das Gefühl ich bin eigentlich bin ich alleine und wenn sie Glück haben haben Sie vielleicht noch eine Beziehung die über eine Zeit lang das gefühl gibt von Verbundenheid und dann sind die meisten zu zweit allein So, und das heißt was uns fehlt ist ein Du mit dem wir das gelernt haben.

00:20:22: Das hätten unsere Eltern sein müssen, sag ich mal.

00:20:25: die hätten uns beibringen müssen dass es eine Liebesbeziehung.

00:20:28: so geht Liebe so Und sie hätten uns beibringen müssen Dass wir dass Sie für uns da sind oder uns unterstützen wenn wir Hilfe brauchen und uns nicht dafür demütigen dass wir etwas nicht können.

00:20:41: Sie hätten uns zeigen müssen, dass die Welt ein freundlicher Ort ist und wie man Dinge erreicht.

00:20:47: Und was Selbstwirksamkeit ist.

00:20:50: Das alles hätten wir als Kinder einfach ohne Kosten quasi lernen sollen.

00:20:57: Viele von uns haben davon aber nur Proststücke mitgenommen und versuchen und denken so ist es normal.

00:21:03: So das stellt uns davor das Problem.

00:21:09: noch einen Satz zur Verkörperung.

00:21:11: Wenn wir nicht willkommen geheißen werden auf der Welt und das sich sicher anfühlt, weil wir so viel zum Beispiel alleine sind dann fallen wir offensichtlich und es klingt ein bisschen esoterisch und deswegen finde ich das schwierig aber wir fallen offensichtlich nicht voll und ganz in unserem Körper.

00:21:32: Wir fühlen uns nicht zu Hause in diesem Körper.

00:21:35: Sondern Menschen haben so ein bisschen das Gefühl, ich bin ein Teil von dieser Welt und ein Teil ... keine Ahnung wo welcher Welt oder für mich verloren?

00:21:44: Oder hab's gefühlt!

00:21:45: Ich bin ein Alien unter Menschen.

00:21:46: alle sind anders aber ich fühle mich überhaupt nicht zugehörig.

00:21:50: Und das ist ein Symptom von sehr frühen Traumata also und zwar dem kleinen Trauma quasi Entwicklungstrauma und viele von uns haben natürlich dann auch noch große Traume im Kindheit erlebt wie Gewalt oder Missbrauch oder sonst was das macht, dass dann einfach das Amplifiziert ist.

00:22:10: Einfach nochmal Dollar alles so.

00:22:12: aber das heißt wenn wir gar nicht wirklich gut wissen was ist Nähe eigentlich?

00:22:19: Was ist Kontakt?

00:22:19: Was is' Intimität?

00:22:21: Das können wir nicht alleine lernen!

00:22:24: Wie soll das gehen?

00:22:26: Also das heißt wir brauchen einen Gegenüber Wir müssen das mit anderen Menschen üben.

00:22:32: Und selbst wenn wir am Anfang nur üben, wie geht eigentlich Freundlichkeit oder wie geht es eigentlich mal in Stille miteinander zu sitzen?

00:22:40: Oder wie fühlt sich das überhaupt an, wenn jemand mit mir im Raum ist.

00:22:45: Habe ich eigentlich das Gefühl dann nicht alleine zu sein oder bin ich nur... Ist da jemand?

00:22:50: aber ich fühle die Person gar nicht.

00:22:52: für viele Menschen, wenn man die fragt und sagt, ja ich sehe dass du da bist, aber ich fühl das nicht, dass du hier bist Und das sind halt quasi Erfahrungen, die wir dann langsam, langsam neu aufbauen müssen.

00:23:04: Das Gefühl da ist tatsächlich jemand und die Person ist präsent für mich.

00:23:10: Also es kann ich auch in Freundschaften üben oder im Liebesbeziehung üben.

00:23:14: Ich muss es nur tun!

00:23:16: Weil wir kommen gar nicht drauf dass wir sowas banales vielleicht mal üben müssten.

00:23:21: Was ich immer empfehle also wenn man zu zweit ist toll Weil nebeneinander zu setzen, die Hand zu halten und nur zu spüren.

00:23:31: Du bist da Ich will nichts von dir gerade du musst nicht für mich tun.

00:23:37: Wir sind einfach nur da Und die meisten wenn sie anfangen das zu fühlen fangen an zu weinen weil es so berührend ist Das zu fühlten.

00:23:45: Da ist tatsächlich jemand.

00:23:46: ich bin nicht alleine So und Wenn wir alleine sind können wir halt versuchen Kontakt mit unserem Körper aufzunehmen, mal in Stille zu sitzen und zu spüren.

00:23:58: Was spüre ich eigentlich gerade in mir?

00:23:59: Was ist da eigentlich gerade

00:24:00: los?".

00:24:01: So gibt es Emotionen die ich sonst eigentlich nicht fühlen will.

00:24:05: Gibt es Körperwahrnehmungen.

00:24:07: also wo bin ich denn eigentlich verspannt?

00:24:10: Wo bin ich weich?

00:24:11: Wie fühlt sich mein Körper eigentlich von innen an?

00:24:13: Nicht nur der Rücken an der Stuhlähne sondern wie fühlt mich mein Körper wirklich vom Innen an?

00:24:18: Und wie ist das da drin zu sein?

00:24:22: Und wenn ich in Stille bin, kommen meistens dann Gefühle.

00:24:25: Deswegen vermeiden viele Menschen inzwischen Stille wie die Pest.

00:24:31: Weil Stille bringt hoch was nicht gefühlt werden soll und wenn wir das aber immer abschneiden und immer dafür sorgen dass wir es nicht fühlen, was wir fühlen Dann werden wir entweder irgendwann somatisieren Das heißt wir fangen an Schmerzen zu entwickeln oder fangen an psychische Symptome zu entwickeln.

00:24:50: Wenn Menschen von sich entfremdet sind, werden wir Symptoma haben irgendwann und deswegen haben viele Leute Spaß aber nicht viele sind glücklich.

00:25:03: Oh das ist ein schöner Satz!

00:25:05: Viele Leute haben Spaß, aber nicht viel Leute sind glücklich.

00:25:08: ja... Das erinnert mich wieder, ich glaube, ich referenziere es zum zehntausendsten Mal.

00:25:16: Gib acht, dass das was dir kurzfristig Lust verschafft auch langfristig Zufriedenheit bringt.

00:25:22: Was mir kurzfristige Lust oder Spaß oder sonstwas verschafft heißt ja nicht, dass sich dann ein erfülltes gelingendes Leben führe.

00:25:29: Ja total total wichtiger Punkt.

00:25:32: und Ich muss zugeben, ich habe jetzt hier so einen wundervollen Fragenzettel mit Themen aufgeschrieben will aber gar nicht jetzt so stumpf darauf zurückgehen sondern muss das wirklich mal ganz kurz wirken lassen was du gesagt hast, weil ich finde es ist ein total verrückter Punkt.

00:25:50: Ich hätte nämlich beispielsweise... Also ich hätte irgendwie sowas vielleicht fragen können wie ja?

00:25:55: Wie macht man das denn?

00:25:56: irgendwie weiß ich nicht selber irgendwie mehr empfinden oder eine besseres Körperempfinden bekommen können.

00:26:06: Wie kriege ich das denn hin?

00:26:06: Aber wirklich, ich merke während du hier redest und ich in so einem großen leeren Raum sitze und nichts habe aus mit dieser Computer und mein Körper... dass man also das ist wirklich damit einfach los geht, so zu spüren.

00:26:22: Also ich finde es gerade sehr beeindruckend und spiegel vielleicht auch einfach nur das ohne jetzt auf irgendwas hinauszuwollen ja total gut.

00:26:32: aber trotzdem wenn man vielleicht nicht so... viele berührungspunkte mit diesem thema hat.

00:26:38: es geht ja wirklich umberühren.

00:26:40: was werden denn vielleicht mögliche startpunkte oder was hin vielleicht so leitplanken wie man, wirklich auch seine ja also mit sich selber in berührungen kommen sich selber spüren können vielleicht die eigene schwingung die da ist.

00:26:55: ne vielleicht ist meine schwingungsfähigkeit ja.

00:26:58: Nicht auf null, aber sie ist vielleicht auch nicht in dem weiß ich nicht Maximum wie es theoretisch sein könnte.

00:27:04: und wir müssen jetzt nicht über Selbstoptimierung sprechen sondern so Wie kann ich denn das das schwingen spüren was da ist?

00:27:12: Ja dass ist das was ich eben sagte.

00:27:15: also sich Zeit zu nehmen sich zu spülen Das ist der Schlüssel.

00:27:22: Das Leben wird dann noch die gleichen Aufgaben vor, bis man sie dann mal macht.

00:27:25: Also kriege ich auch die gleiche Antwort.

00:27:29: Es ist einfach eine Frage, die immer wieder ganz viele Stellen.

00:27:32: ja aber wie?

00:27:33: Man setzt sich erstmal jeden Tag erst mal am Anfang fünf Minuten hin und spür dich in Stille ohne Handy, ohne irgendwas.

00:27:42: Einfach nur so!

00:27:43: Und schau einfach mal was passiert wenn du versuchst dich nach innen zu konzentrieren.

00:27:49: Dann weitest du das aus.

00:27:52: So, dann Tagebuch schreiben per Hand.

00:27:54: Das ist ein super Anfrauch.

00:27:56: gut und per Hand nicht mit dem Computer.

00:27:59: Per Hand macht was ganz anderes im Gehirn.

00:28:01: einfach sich Zeit zu nehmen so was ja ein tolles Rituals die Morning Pages oder so von der Julia Cameron.

00:28:09: So als Momentariseiten jeden Morgen schreibt das ist eigentlich los.

00:28:13: Wie geht es mir gerade?

00:28:14: Die bin ich aufgewacht.

00:28:14: Was geht in meinem Kopf vor, was ist in meinem Hirn ... Man darf auch drei Seiten lang jammern das, was für einen guten Tag man vor sich hat.

00:28:20: Das ist egal.

00:28:21: Hauptsache, man geht im Kontakt mit sich und zusätzlich eben wirklich immer wieder zu gucken, was passiert eigentlich grade in mir.

00:28:30: also... Auch wenn man das schafft zum Beispiel auch ein Beziehung oder Kontakt, weil wenn einem etwas ärgert bevor man den Mund aufmacht um irgendwas zu sagen, was die Beziehungen nicht besser machen einfach mal kurz zu spülen, was passiert ja eigentlich in mir und eher auszudrücken.

00:28:48: Was in mir passiert als zu sagen, was ich denke oder was mich ärgert?

00:28:55: Wenn du mit mir so umgehst, merke ich, wie ich mich zurückziehe, wie alles eng in mir wird.

00:29:00: Und das ist eine völlig andere Art von zu sagen Du bist gerade scheiße, grade total scheiße.

00:29:07: Also es ist einfach ihr Mehrwert transportieren was mit uns ist, was wir wirklich gerade fühlen und das Lernen mehr zu sagen.

00:29:20: Und das heißt nicht... also wir befinden uns ja grade in so einer Befindlichkeitswelt.

00:29:28: Jeder hat Befindlichkeit und möchte dass die ganze Welt darauf acht gibt.

00:29:32: Also du darfst mich nicht triggern ich sag dir schon mal im Vorfeld was ich alles nicht hören will.

00:29:38: Also für mich in meiner Welt wird die Welt immer befindlicher.

00:29:43: Jeder drückt seine Befindlichkeiten aus, jeder möchte dass man darauf acht gibt oder so.

00:29:48: das ist einfach ein Trend den ich empfinde und es geht aber gar nicht darum dass die welt auf mich acht gibt sondern dass ich auch die welt acht gebe wirklich so bin wie ich möchte, dass andere mich behandeln.

00:30:05: Ganz banal die goldene Regel und ich kann nicht erwarten das andere auf alle Befindlichkeiten Rücksicht nehmen auch nicht in der Partnerschaft.

00:30:15: Ich kann aber ausdrücken was es mit mir macht Und ich bin verantwortlich dann zu sagen So geht das für mich nicht.

00:30:22: Aber ich kann die anderen Personen nicht erziehen.

00:30:27: Wenn ich nicht happy bin, bin ich nicht Happy Dann muss ich Konsequenzen ziehen dass wir uns besser reguliert bekommen.

00:30:35: Weil ein großer, großer schwieriger Punkt ist das wenn wir nicht gut reguliert sind, nicht gut schwingen dann sind wir meistens also innerhalb von diesem Schwingungsfenster sitzen wir entweder oben drüber und dann sitzen wir im Kampf- und Fluchtreflex ganz biologisch oder wir sind hier unten erstabt und fühlen nicht viel.

00:30:56: Und wenn wir da oben sind und immer mehr Menschen sind, dass sie chronisch das Gefühl haben die Welt ist schlecht.

00:31:03: Die Welt ist ein gefährlicher Ort.

00:31:04: andere Menschen muss sich aufpassen.

00:31:06: Ich traue denen eigentlich nicht mehr.

00:31:08: Ich trau meine eigenen Gattungen nicht mehr.

00:31:13: Das heißt ich erwarte immer Gefahr und sobald irgendwas ist was es bestätigt agiere auch mit Wucht.

00:31:23: Also auf dem Straßenverkehr kann man das total, diese Zunahme von Aggression über meine Lebenszeit.

00:31:29: Woa!

00:31:31: Man kriegt überhaupt nicht mehr den Hauch eines Benefit of Doubt im Zweifel für den Angeklagten, dass jemand einen Fehler einfach gemacht hat aus Versehen.

00:31:40: Nein der wollte mich nicht extra überfahren er hat mich nicht gesehen.

00:31:44: ich muss ihn jetzt nicht zusammen prügeln.

00:31:46: es ist genauso gestresst wie ich gerade dass eben dieses Gemeinschaftsgefüge auch in gesellschaftlich zersetzt sich darüber, wenn immer mehr Menschen im Kampf- und Fluchtmodus sind und schlecht reguliert sind emotional.

00:32:03: Also sich einfach gar nicht spüren sondern immer auf Außen reagieren, immer denken das Außen ist schuld an meinen Gefühlen so... Und diese Interpretation, was da läuft, dass wir alles was von außen kommt interpretieren Das ist den vielen überhaupt nicht bewusst.

00:32:22: Also ich reagiere nicht aufs Außen, ich reagere auf meine Interpretation von dem was da gerade kommt so und wenn mich angemessen sage ich mal reagieren möchte muss sich Emotionen regulieren können und eine Pause zwischen Reiz und Reaktion machen kann Und das ist natürlich auch das Hilfsmittel für gute gelingende glückliche Beziehung dass ich nicht auf jeden Reiz von dir reagiere Und irgendwie reagiere, sondern erst mal sagen kann atmen.

00:32:55: Ich schaue mir mal in welchem Zustand Leo gerade eigentlich ist von wo der gerade so agiert.

00:33:01: und Nee ich will der Kopf gar nicht sauer sehen.

00:33:04: ich bin zwar vielleicht trifft mich aber ich sehe von wo du kommst und kann erstmal atmen und sagen hey was ist denn gerade mit dir los?

00:33:12: Normalerweise gehst du netter mit mir um es so und gebt dir eine Chance dich zu regulieren.

00:33:20: Und weil ich davon ausgehe, du bist ein netter Mensch und wenn du plötzlich nicht mehr nett bist dann ist irgendwas schräg.

00:33:27: Das hat meistens nicht so viel mit mir zu tun sondern ich muss dir eigentlich helfen dich wieder zu regulieren, deine Emotionen wieder in den Griff zu kriegen.

00:33:37: Weil irgendeiner von uns muss es machen und wenn keiner in der Beziehung egal ob das draußen auf der Straße oder ob das Kollegen keiner mehr quasi die Regulationsleistung macht, sondern jeder vom anderen erwartet dass er sich anständig benimmt ohne das er selber tut.

00:33:55: Dann haben wir dieses Ping-Pong nach oben was immer stressiger wird für alle Beteiligten weil immer mehr Menschen völlig gestresst mit anderen Menschen umgehen und immer nur der schlechteste erwarten.

00:34:09: und das finde ich halt eine Entwicklung.

00:34:12: die halte ich.

00:34:13: im Grunde ist es eine persönliche Entwicklung mit großen Schwappern, wie beispielsweise Ringen nach in die Welt.

00:34:22: Ja klar von Mikro zu Meso zum Makro wenn man es jetzt so sociologisch sehen will.

00:34:28: aber ich finde hier zwei spannende Punkte.

00:34:31: du hast gerade nämlich ja den Begriff dieser Regulation angesprochen und das ist vielleicht auch was ich habe ja ganz am Anfang gesagt.

00:34:41: hey lass uns noch mal kurz den Kontext.

00:34:44: über einen Kontext sprechen verstehen wir dass gleiche wenn wir dieselben Wörter verwenden.

00:34:48: Und Regulation ist auch ein Wort, was ich sehr viel verwende.

00:34:54: Ich habe vorhin schon mal von Dr.

00:34:55: Ernst-Wolz Schubert gesprochen den ich hier auch interviewt hab der wiederum referenziert Forschung von Peter Becker aus den achtziger Jahren, der sagt für ein gelingendes Lebensinn im Grunde drei Dinge oder für dauerhafte seelische Gesundheit seinen drei Dinge wichtig.

00:35:12: Und zwar sind das einmal die Fähigkeit der regelmäßigen Selbst Aktualisierung, der selbst Regulierung und einen Sinn im eigenen Handeln zu sehen.

00:35:23: Ich finde es sehr schlüssig.

00:35:25: Selbst Regulierungen in diesem Sinne wie ist aber ja zumindest erklärt worden ist, meinte nicht jedem Bedürfnis nachrennen.

00:35:33: Also das jetzt wirklich so gibt acht dass das was dir kurzfristig Lust verschafft auch langfristig zu Friedenheit bringt.

00:35:40: in jeglicher Hinsicht will ich jetzt heute Nacht irgendwie Computerspielen oder für meine Prüfungen lernen oder den Pudding essen oder was auch immer ist ja voll egal.

00:35:49: aber ich glaube Das wie du Regulation als Begriff hier verwendest gibt noch mal eine andere Bedeutung rein und ich bin sehr, sehr dankbar darum gerade weil wir damit vielleicht auch die das Verständnis des Begriffs der Selbstregulierung oder der.

00:36:02: Es geht ja nicht nur um Selbstregulation.

00:36:04: zweiter Punkt den ich nämlich gerade meinte dass gesagt man kann das auch andere Menschen tun vielleicht Co-Regulierungen also der Regulation oder Ja also das verständnis dafür einmal weiten und das finde ich ist deswegen einfach so spannend Weil vielleicht dieser dieser Punkt damit noch eine größere Bedeutung bekommen.

00:36:21: Also du meinst mit regulieren hier, dass ich wirklich meinen Impuls wahrnehme und dann mich entscheide will ich jetzt gegen Poltern oder was auch immer jemandem gegen das Knie treten oder weglaufen?

00:36:41: Kann es davon ausgehen, dass Menschen die Impulse nicht regulieren können gar nicht können?

00:36:46: sie sind im Knast

00:36:48: Ja oder tot.

00:36:52: Ja, genau so die.

00:36:54: entweder machen sie dann Sportarten wo man sich schnell umbringt Machen immer auf hohem Risiko und werden nicht alt Oder halt du ärgerst mich und ich hau dir eine rein.

00:37:06: So geht man halt dann eben irgendwann in knast und das ist ein Andere.

00:37:12: nehmen Drogen um die gefühle nicht mehr zu haben oder so als Selbstregulation Weil wir neigen dazu halt, wenn wir uns nicht gut regulieren können, egal ob wir das wahrnehmen oder nicht.

00:37:26: Dann suchen wir als erstes Selbstmedikationen.

00:37:30: Das heißt, wir versuchen von außen uns irgendwie in einem Zustand zu halten den wir einigermaßen gut aushalten.

00:37:38: Wir wollen ja alle irgendwie uns selber aushalten und mal wissen alle dass es manchmal nicht so einfach ist.

00:37:45: Und dann greifen wir zu unterschiedlichen Medikationen.

00:37:50: Bei manchen ist es sehr gesund, die gehen spazieren oder rufen eine Freundin an und lassen sich quasi helfen oder von der Natur helfen wieder in einen für sie einigermaßen guten Zustand zu kommen.

00:38:06: Andere greifen eher zu... nicht so hilfreichen Regulationsmechanismen von außen.

00:38:12: Also ich knalbe ein Computer mit fünf Stunden lang vom Computer oder keine Ahnung nehmen, trink Alkohol oder... also das sind oder rauchen oder Zucker oder was auch immer.

00:38:25: wir regulieren uns über etwas oder eine Substanz die wir uns langfristig nicht gut tun wird.

00:38:33: dass es nennt man dysfunktionale quasi Regulationshilfe und wir haben die alle, das ist auch vollkommen in Ordnung.

00:38:44: Der Punkt ist halt wenn ich merke ich trinke abends immer ein zwei Bier weil mich das beruhigt und ich dann schlafen kann wäre halt die Frage was lässt mich denn nicht schlaffen?

00:38:56: viel interessanter also quasi hilft uns.

00:39:02: also.

00:39:02: jemand hat mal gesagt momentan wird auch in der Medizin ganz viel so gehandelt, dass du hast ein Stein im Schuh und ich geb dir eine Schmerzsaplette.

00:39:13: Ja.

00:39:15: So!

00:39:15: Und wir gucken eben nicht was nach dem Stein sondern wir medikamentieren das Symptom.

00:39:24: Das ist das Problem auch am Alltag, dass wir oft halt quasi das Symtom fühlen wollen.

00:39:30: Das heißt, wir suchen uns irgendwas damit was nicht mehr fühlen und wir gehen dem nie auf den Grund was eigentlich was los ist so mit uns.

00:39:41: und darum geht es letztlich weil ich kann Regulation wie gesagt jetzt als Kind lernen sollen aber ich kann das halt nur lernen wenn ich natürlich überhaupt irgendetwas zulasse.

00:39:55: also ich kann nichts lernen was sich die ganze Zeit immer drüber Schwappe.

00:40:00: Irgendwann wird es mir zwar auf die Füße fallen, da bin ich ziemlich sicher bei manchen Leuten auch nicht aber das Leben... Hermann Hesse hat mal gesagt Die Berge und Täler sind einander näher als die Ebene zu beiden.

00:40:18: Also wer halt die Täler nicht haben möchte wird auch die Berge nicht haben im Leben.

00:40:24: Das ist sozusagen Und manchmal merke ich gar nicht weil's für mich so normal ist So eine eher flache Linie zu haben, also nicht viel für irgendwas zu fühlen.

00:40:36: Und vielleicht hinterfrag ich das nie und dann vielleicht bin ich okay damit?

00:40:40: Dann ist es ok.

00:40:41: Aber manchmal wache ich irgendwann auf und denke Das kann zwar nicht gewesen sein.

00:40:45: Also so darf sich Leben nicht anfühlen.

00:40:47: oder was hab ich denn in den Jahren gemacht?

00:40:50: und dann suche ich quasi nach den Bergen.

00:40:53: Ich such natürlich nie nach den Tellern Aber wenn ich die Berge will, werde ich erst mal ins Tal fallen.

00:41:02: Das kann nicht garantieren!

00:41:04: Also erstmal kommen alle Gefühle, die unangenehm sind.

00:41:08: Wenn Menschen nach Glück suchen und sich auf den Weg machen, feilen sie erst einmal in die Täler.

00:41:14: Weil es einer geht nicht ohne das andere.

00:41:16: Ich muss meinen Keller aufräumen damit ich in ersten Stock kann.

00:41:21: Da sind so viele schöne Zitate bei.

00:41:25: Das ist total gut.

00:41:26: Ja aber in der Tat... Von dem, was ich habe das ja vorhin auch schon einmal so eingeworfen ist.

00:41:36: Ich hab irgendwie glaube ich eine Zeit lang selber versucht es einfach nur über die Ratio irgendwie so übers Versprachlichen über den Intellekt mir zu erschließen und dann ja keine Ahnung kommt's halt Ja komm wenn man sich dem Ganzen wirklich öffnen will auch vieles hoch was echt super unangenehmes aber sehr, sehr reinigend und nachhaltig am Ende.

00:42:01: Wir haben die größte Angst, die wir im Leben haben bis vor uns selbst.

00:42:05: Ja?

00:42:09: Die Abgründe in uns selbst, nichts tut mehr weh als die Abgründer in uns Selbst- und Verletzungen, wie wir weggesteckt haben.

00:42:18: Und ich glaube auch wirklich die Welt ist genauso groß wie die Welt außen.

00:42:22: Du hörst nie auf zu lernen wer du bist also... Ich bin jetzt mit einundzwanzig, habe ich meinen ersten Selbsterfahrungskurs teilgenommen.

00:42:31: Jetzt bin ich achtundfünfzig und man wird nicht fertig.

00:42:34: Das Leben verändert sich!

00:42:36: Also es ist überhaupt keine Frage.

00:42:38: Von da wo ich herkomme von einer sehr gewaltvollen Kindheit... also ich hätte mir nie träumen lassen dass ich mal so ein schönes leben habe.

00:42:47: Ich bin mit achtzehn tot.

00:42:50: Es hat überhaupt kein zukunftsgefühl für irgendwas.

00:42:55: Und insofern kann sich ganz viel verändern.

00:42:57: Aber es gibt immer noch Neues, was ich über mich entdecke oder Ecken die noch nicht geputzt sind im Haus und das ist einfach eine Reise unter Leben.

00:43:14: schöne Tage und Tage, wo man überfallen wird oder wo man sein Portmonee verliert.

00:43:19: Oder es regnet den ganzen Tag.

00:43:21: also ich hab mal vor vierzehn Jahren bin ich mit dem Fahrrad los, also Deutschland dann Kanada nach unten nach Los Angeles und so alles in einem Fahrrad gefahren und Neuseeland Und da habe ich auch so gedacht.

00:43:35: Also eine Reise ist im Kopf in der Planung immer schöner als wenn man sie macht auf einer bestimmten Ebene weil im Kopf regnet's eben nicht.

00:43:44: Man stellt sich nicht vor, wie man Tage durch den Regen tratelt.

00:43:49: Man stellt sie auch nicht vor in so einem nassen feuchten Zelt jeden Abend zu liegen.

00:43:55: Man denkt immer an die Sonnentage, wenn man natürlich eine Reise sich vorstellt und so ist das halt einfach...so ist die Realität.

00:44:01: also es gibt einfach beides und Menschen neigen dazu die eine Seite entweder über zu betonen oder die andere.

00:44:09: und so sind wir als Menschen Damit wirst du weit umgehen.

00:44:16: Das hast Du ja auch schon vorhin gesagt, entweder klemmt man immer so leicht über den Beginn der Range oder leicht runter und das höre ich jetzt eben wieder raus mit dem wir entweder neigen wir dazu eher den Regen oder eher die Sonne zu sehen.

00:44:29: aber diese realistische Mitte, dass es selten aber eben das Ziel für ein vollumfängliches Wahrnehmen weiß jetzt nicht, was das richtige Wort wäre.

00:44:42: Aber vielleicht ist es auch gar nicht wichtig in dem Kontext.

00:44:45: Ja und manchmal, um noch mal darauf zurückzukommen, was du gesagt hast... Manchmal können wir das alleine eben nicht mehr halten uns selber.

00:44:52: Also da sind wir einfach in Not!

00:44:55: Und es ist total in Ordnung und sehr menschlich weil wir sind eben soziale Lebewesen eigentlich.

00:45:02: Dann brauchen wir jemand anderen, dem's gerade besser geht und der uns einen Arm nennt oder einfach nur da ist uns reden lässt oder so und einfach per Anwesenheit, weil das uns reguliert eigentlich.

00:45:16: Also wenn wir Körperkontakt haben geht es schneller und besser eigentlich.

00:45:19: aber es reicht auch manchmal, dass jemand wirklich präsent ist nicht noch halb aufs Handy guckt also wirklich präsent ist mit uns und uns lauscht und versucht zu fühlen.

00:45:33: Also Daniel Siegel ist ein ganz bekannter Neurussenschaftler den ich sehr gut finde und auch menschlich sehr toll finde, der sagt jeder Mensch möchte gefühlt werden.

00:45:45: Wir wollen eben als Kinder auch, wir wollen gefühelt werden nicht nur versorgt werden das Essen auf dem Tisch steht und die Schule gebracht werden bla bla, sondern wir möchten wirklich auch dass jemand da ist um uns fühlt denn wir wollen ankommen mit unserer Freude und jemand soll die Freude empfangen weil wir denken oft daran.

00:46:04: also für mich war es nochmal Das ist noch gar nicht so lange her, wirklich nochmal eine tiefe Erkenntnis.

00:46:10: Dass das Gefühl nicht geliebt zu werden... ...das ist furchtbar!

00:46:15: Aber das Gefühl mit seiner eigenen Liebe nicht zu landen ist genauso grausam.

00:46:21: So dass man da es mit all seine Offenheit und Liebe und man geht hin und freut sich und ich komme zu dir und sage hey das habe ich heute erlebt.

00:46:28: Das war so schön und du sagst ja hört sich gut an Ich muss jetzt darüber was anderes machen wirklich vor einer Wand explodieren so.

00:46:40: Und dann nehmen sich Leute eben immer mehr zurück und sagen, ja es hat sowieso keine Interesse an mir.

00:46:46: und wenn aber jemand da ist der sagt hey und toll und erzählt auch so wie war das denn?

00:46:52: Ich freu mich so für dich!

00:46:54: Das ist so schön dass zu hören von dir und das leuchtest wenn du es erzählst Dann lernen wir Expansion.

00:47:01: also dann trauen wir uns weil Expansionen viele denken Das ist doch gar nicht so schwer, aber Expansion macht uns total verletzlich.

00:47:11: Wenn ich in meine Freude gehe und auch in meine Liebe gehe oder so... Und damit komme, dann bin ich superverletzlich!

00:47:17: Und wenn wir oft genug gelernt haben, dass wir nicht landen, dann zeige ich dir das einfach nicht mehr.

00:47:25: Voll?

00:47:26: Okay.

00:47:30: die ganze Zeit dann so im Kopf den da den Bogen zu spannen, um dahin zu kommen.

00:47:34: Weil ich verstehe in der Koordination natürlich so dass das natürlich Sinn macht oder nützlich ist hilfreiches erstrebenswert ist Da hinzukommen vielleicht dann die Freude zu spüren sich zu zeigen sich verletzlich zu zeigen etc.

00:47:54: und Ich habe es ja vorhin zweimal versucht.

00:47:57: du sagst Der erste Schritt ist Sich selber Spüren Und dann vielleicht einfach irgendwie, ja schrittweise.

00:48:04: Vielleicht auch vorgehen und irgendwie zu schauen okay wo habe ich vielleicht Verbindungen Beziehung in meinem Leben mit denen ich sowas auch testen kann?

00:48:14: In einem gesicherten Rahmen oder so?

00:48:15: also so stelle ich es mir jetzt mal vor

00:48:17: Ja weil irgendjemand muss voraus gehen.

00:48:19: das ist unser aller Problem.

00:48:21: Also was wir immer wieder gefragt werden noch in unseren Gruppen und so Wo finde ich so Menschen mit den nicht so sein können?

00:48:28: Na ja, guck dich um und mit den meisten hättest du nichts zu tun in deinem Alltag.

00:48:34: Der Punkt ist quasi hier draußen dich zu sein und dich zu zeigen und du kriegst ein Echo dafür.

00:48:42: und bei den Leuten wo du dich am meisten gefühlt fühlst und geborgen fühlste, mit denen fängst du an mehr zu machen und irgendjemand muss halt vorausgehen.

00:48:52: das ist gerade das größte Problem dass alle wollen dass etwas anders wird.

00:48:57: Alle wollen, dass was anders ist.

00:49:00: Aber keiner geht voraus!

00:49:01: Also ich bin dafür zuständig dann meine Beziehung zu versuchen und das ist ein lebenslanger auch, ein lebendslanger Prozess so zu gestalten von meiner Seite aus wie ich sie gerne hätte und zu gucken mit wer geht denn damit in Resonanz?

00:49:18: Und

00:49:19: es weiß nicht drum sich ausbeuten zu lassen und sagen immer alle ja aber dann bin ich immer nett und die anderen sind doch... Darum geht's nicht, dass man sich aus beuten lässt sondern es geht darum Stoß ich auf Resonanz, mit dem wie ich bin.

00:49:31: Man stoß sich auf Resonenz oder kommt mir dann auch jemand entgegen und es gibt halt nicht den Trick Fix.

00:49:39: Da werden alle immer amerikanischer.

00:49:41: dieses Instant-Predification.

00:49:43: Es muss jetzt passieren!

00:49:45: Wie Glück... Du sollst sagen, du sollst da fünf Jahre für arbeiten?

00:49:49: Ja wahrscheinlich sogar noch länger.

00:49:51: So und das ist einfach... Es gibt nicht die... Alle die das versprechen im Internet In vier Wochen geht es dir anders.

00:49:59: Nein, ich kann dich vier Wochen lang halten und wenn du es dann selber halten musst, fällst du wieder

00:50:09: runter.".

00:50:10: Das ist eine Reise und man ist unterwegs.

00:50:16: uns gibt immer was noch neu zu lernen.

00:50:20: das Leben ist eben ne Lernreise.

00:50:22: aber wir sollten uns davon verabschieden wirklich dass es dieses schnellen Lösungen gibt.

00:50:29: Du kommst ja auf die Schliche.

00:50:31: Fangen an dich zu spüren, fangen an sich zu fragen warum habe ich denn jetzt so reagiert?

00:50:37: Okay was in mir ist da berührt?

00:50:39: So warum muss ich hier grad so aggressiv werden?

00:50:43: Warum muss ich mich zurückziehen?

00:50:45: Was passiert hier gerade?

00:50:47: und die Frage ist nach innen zu stellen!

00:50:50: Und ich kann sie natürlich auch dir stellen aber auch nach inne zu stellen wie so reagiere ich grade so?

00:50:56: Warum komme ich in meine Wohnung machen Fernseher an.

00:51:00: Warum komme ich in die Wohnung oder mache es radio an?

00:51:02: So warum merke ich, dass ich unruhig bin und gehe vor dem Computer.

00:51:07: Statt einfach mal da zu sitzen und wegen mir noch Musik anzumachen und mal zu setzen und zu fühlen wie war eigentlich mein Tag?

00:51:14: oder begibt's mich gerade?

00:51:18: Kann ich zu jeder Zeit sagen wie es mir geht und kann nicht sagen was ich brauche?

00:51:25: Also ich kann das definitiv nicht zu jederzeit

00:51:28: Ja, genau.

00:51:29: Es können ganz viele nur sehr in kleinen Teilen aber das ist da wollen wir hin.

00:51:34: also ich will einfach die ganze Zeit so viel Verbindung zu mir haben dass ich dir sagen kann wie es mit gerade geht und unter Umständen eben auch was was sich bräuchte damit mein Zustand besser wird?

00:51:46: Und das ist dann nicht ein Bier oder ein Computer sondern es ist Kontakt oder Wertschätzung oder keine Ahnung.

00:51:53: kreativer Ausdruck oder Bewegung oder Ruhe oder stille das sind bechte Bedürfnisse.

00:51:58: So, das geht ja inzwischen alles immer sehr quer durch.

00:52:02: Ich brauche einen Bier?

00:52:03: Nein ich brauch keinen Bier!

00:52:05: Ich möchte ein Bier vielleicht aber ich brauche es nicht.

00:52:08: Also wenn ich's brauche dann würde ich mir wirklich Sorgen machen.

00:52:11: Ja, fairer Punkt.

00:52:14: Okay also ich merke... Das ist total gut, aber das ist vielleicht auch die Quintessenz was du ja gesagt hast.

00:52:20: Die Leute und ich kenne das auch Menschen wollen irgendwie Ja, schnelle Antworten.

00:52:27: Schnelle in sich geschlossene Lösungen und das ist für mich aber wirklich und bewusst gesagt gefühlt gerade eine total runde Sache weil ich finde dass es hier ein Gespräch was auch ja nach wirkt und wirkt.

00:52:44: also Ich hätte normal sonst immer irgendwie den Impuls zu sagen hier kommen noch mal keine Ahnung Was kann man konkret machen?

00:52:49: Aber du hast gesagt Es geht langsam.

00:52:51: nimm dir Zeit

00:52:52: spür dich

00:52:53: und ich finde das is Das ist für mich ein Punkt, der es auch sehr authentisch und echt macht.

00:53:03: Und ich neuerweise mit so etwas sehr gerne zufrieden gebe weil ich glaube dass das ein super guter Appell oder Perspektive ist.

00:53:16: Also zufriedengeben!

00:53:18: quasi halb ironisch gemeint.

00:53:20: Das ist ein total wichtiger Punkt, aber deswegen finde ich das... bin ich jetzt gerade an einem Punkt der sich sehr rund anfühlt?

00:53:30: Aber ich möchte dass hier nicht einfach mir nichts dir abmoderieren.

00:53:36: Deswegen stelle ich nochmal die Frage in die Mitte.

00:53:40: Haben wir jetzt hier gerade aus deiner Perspektive Themen ausgespart, die vielleicht noch total wichtig

00:53:46: sind?".

00:53:47: wo ich jetzt auch gerade gar nicht nachgefragt habe oder wo du noch gar nicht darüber gesprochen hast, gibt es noch was?

00:53:52: Oh Gott!

00:53:53: Ich kann natürlich noch eine Woche weiter reden über alles möglich.

00:53:57: Weil das hier einfach die Themen sind, die uns selbst bewegen, die in Beziehung bewegen und gesellschaftlich bewegen.

00:54:03: Und die überall eben Folgen haben.

00:54:07: Vielleicht noch zwei Sätze zu dem... Du hattest mich ja wegen der sogenannten Polyvagal-Theorie gefragt Und da gehen wir jetzt nicht drauf ein, das ist auch okay.

00:54:17: Aber in der Theorie geht es um Sicherheit, dass wir Menschen Sicherheit brauchen und das ist vielleicht noch ein wichtiger Punkt zu überlegen.

00:54:26: Fühle ich mich eigentlich zum Beispiel immer in einer Beziehung sicher?

00:54:30: Wo fühle ich mir überhaupt sicher?

00:54:31: Und manche Menschen merken dann wenn sie sich die Frage wirklich mal ernsthaft stellen, dass sie sich eigentlich nirgendwo sicher fühlen.

00:54:38: Dann wäre die nächste Frage seit wann ist das denn so?

00:54:42: Und wenn?

00:54:43: und diese frage wird führt dich in deine kindheit oder an die stellen Wo große oder auch viele kleine verletzungen waren Die dazu geführt haben dass ich heute eigentlich nicht mehr das gefühle habe Dass sie ich sein darf, dass ich mich sicher fühle In der welt als ich mit geborgen bin in der welt und und und Das macht natürlich einen großen großen unterschied ob ich mich in der Welt geborgen fühle oder ob das ein unsicherer Ort ist.

00:55:18: Und wir suchen dann eben die Sicherheit durch dich, also ich hoffe dass du mir die Sicherheit gibst damit ich mich sicher fühlen kann und das funktioniert ein Stück weit.

00:55:31: aber eigentlich brauchen wir es alle ein stück aus uns selbst und dann zu kreieren miteinander So, wie würde es denn aussehen wenn ich mich überall sicher fühlen würde?

00:55:44: Was würde ich dir geben wollen damit du dich sicher fühlst?

00:55:47: so und oder was brauchst Du?

00:55:48: wir müssen das klären.

00:55:49: miteinander in einer Beziehung ist eine ganz ganz wichtige Frage.

00:55:54: Was brauchst du dann mit sich erfühlst mit mir so?

00:55:58: und eine andere frage die immer wichtig finden zum Beispiel dann im Beziehungen oder auch in Freundschaften ist was brauchest du damit du Dich geliebt fühlste?

00:56:07: Und viele können das gar nicht beantworten.

00:56:09: Das heißt, ich rudere dann immer herum als Partner und versuche dir zu geben was ich kann aber Ich lande gar nicht weil ich nicht deinen Kanal finde.

00:56:20: Ja, wo du dich geliebt fühlst.

00:56:22: vielleicht fühlte ich gelieb wenn du viel in Ruhe gelassen wirst je nachdem was du im Beziehungsmuster hast und ich bin Aber ganz anders gestrickt.

00:56:29: für mich ist Sicherheit und Geliebtfühlen wenn ihr viel Kontakt.

00:56:34: Das heißt, ich rudere ständig an dir rum und du machst ständig so.

00:56:37: Wir sind beide super frustriert und keiner fühlt sich richtig happy!

00:56:42: Das heißt wir müssen rausfinden was brauche ich damit ich mir geliebt bin?

00:56:47: Gibt ihr eine Gebrauchsanwalzung für mich?

00:56:50: Und das andere ist wirklich zu lernen wie können wir uns gegenseitig regulieren Wie können wir unsere Sicherheit geben dass wir uns wirklich entspannen können?

00:57:02: So, weil zum Beispiel auch nur aus dieser Sicherheit raus und der Entspannung heraus ist echte Intimität möglich.

00:57:09: Auch sexuelle Intimitet ist eigentlich wirklich nur möglich wenn wir da ankommen miteinander Und dafür braucht es Zeit und Kommunikation und Wissen übereinander.

00:57:22: Ich glaube eben dass letztlich das in allen Lebensbereichen so funktioniert Dass wir wieder lernen nicht nur uns zu sehen gerade in der sogenannten, so ich Gesellschaft sozusagen.

00:57:36: Sondern da gibt es noch andere die haben andere Bedürfnisse, andere Wünsche, andere Ängste und erst mal wieder mit Freundlichkeit und Zugewandtheit und Neugier auf andere Menschen zuzugehen sich nicht auch einspannen zu lassen von Social Media, dass alles immer krasser, krasser wird.

00:57:56: Also da gibt es so viel Meinungs- und Stimmungsmache uns davon wirklich ein Stück wieder wegzunehmen und zu sagen ich sehe dich ja ich sehe Dich und ich sehe du bist ein guter Du bist nicht gefährlich für mich so und ich muss sich nicht angreifen nur weil du eine andere Meinung hast.

00:58:12: also wenn wir alle uns besser regulieren können wird einfach alles besser.

00:58:20: Das ist so.

00:58:21: Unsere Beziehung werden besser, unsere Beziehungen zu uns selbst wird besser aber auch gesellschaftlich wird wieder freundlicher und zugewandert.

00:58:27: das wäre so mein persönlicher Traum.

00:58:32: Ja der klingt auf jeden Fall an.

00:58:34: ich hab ja weiß ich nicht jetzt hier gerade zwanzig Ansatzpunkte Thema Sicherheit und Korrigulation im Kopf.

00:58:44: vielleicht müssen wir dazu noch mal sprechen einfach?

00:58:46: Ja

00:58:46: gerne klar immer gerne

00:58:48: Voll gerne, weil ich glaube das würde jetzt an dieser Stelle den Rahmen springen.

00:58:51: Aber ich glaube es sind einfach sehr wertvolle Anknüpfungspunkte.

00:58:57: Deswegen danke.

00:58:57: Sehr, sehr

00:58:59: gerne!

00:59:00: Ich hoffe zwar nicht zu chaotisch und ein bisschen hoffentlich verständlich alles so...

00:59:05: Ja also ich fühle mich jetzt gerade so.

00:59:07: Ich kann ja nur von mir sprechen.

00:59:09: Ich habe natürlich in so einer Aufnummer-Situation auch immer im Kopf was sagen die Hörerinnen.

00:59:13: Also an der Stelle eingeladen.

00:59:14: jeder Mensch, der das hört war es verständlig ... kebt uns Feedback.

00:59:19: Das hilft immer!

00:59:21: Genau, aber ich habe auf jeden Fall das Gefühl so... ... dass einiges echt bei war was nachschwingt und das finde ich total wertvoll.

00:59:36: Ja voll gut, ich würde dich gerne Richtung Abschluss zwei kleine Fragen fragen.

00:59:41: Vielleicht känsel sie das frage ich nämlich immer.

00:59:44: wenn nicht dann stelle ich sie dir jetzt.

00:59:46: Wenn dein Leben ein Buch wäre welchen Titel würdest du ihm geben?

00:59:53: Ich hatte schon mal ein Titel für so ein gelingendes Leben.

00:59:59: Oh das finde ich schön.

01:00:01: ja ein gelingenes Leben und... Über welchen Satz oder über welche Frage sollte jeder Mensch einmal nachdenken?

01:00:12: Wie kann ich die Welt besser machen.

01:00:18: Da mich danke dir wirklich von Herzen und wenn du magst, dann geht das letzte Wort an dich!

01:00:24: Ja einfach vielen Dank für die Einladung.

01:00:26: nochmal und also ich weiß war jetzt sehr viel sehr dicht.

01:00:32: und ein vielleicht noch eine letzte Sache es sind wirklich die kleinen Dinge die das Leben verändern und wir suchen aber immer nach der großen Lösung, nach den großen Veränderungen.

01:00:44: Und letztlich wenn wir zurückgucken ist unser Leben ein Zusammenspiel aus all den kleinen Dingen, die wir getan oder nicht getan haben.

01:00:54: und deswegen glaube ich eben es sind die kleinen Veränderungen die wir jeden Tag machen, die kleinen Gesten die wir jeden Tag machen Das macht unser Leben zu dem was es dann ist für andere Menschen ist, sozusagen wie wir auf andere Menschen zugehen.

01:01:09: Es ist nicht das Große also dass es vielleicht mir noch noch wichtig.

01:01:13: ja und vielen vielen vielen Dank für die Einladung und ich komme auch gerne wieder

01:01:19: da freue mich drauf da freuen sich sicher auch die HörerInnen darauf.

01:01:22: danke Danke Danke Danke dir richtig richtig gut.

01:01:26: Das war die fünfundvierzigste Folge im humans are happy Podcast Und Ich danke dir wie immer fürs Zuhören.

01:01:32: Wenn dir dieses Gespräch gefallen hat, dann freue ich mich wenn du den Humans Are Happy Podcast weiter empfielst oder ihn bei Apple oder Spotify mit fünf Sternen bewertest.

01:01:43: Ab diesem Monat – also ab Februar werde ich einmal pro Monat die für mich wichtigsten Erkenntnisse aus den Interviews im Podcast im humans are happy Newsletter zusammenfassen!

01:01:54: Wenn du daran interessiert bist, dann melde dich schnell zum newsletter an.

01:01:58: ein Link dazu findest Du direkt in den Show Notes.

01:02:02: Ich freue mich, wenn du beim nächsten Mal wieder dabei bist und sage bis dahin dein

01:02:06: Leo.

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