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So vereinst du Wissenschaft und Spiritualität – mit Dr. Ullrich Ott | Wdh.

Shownotes

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu einer weiteren Highlight-Folge aus fünf Jahren Humans Are Happy.

00:00:06: Ich bin Leonhard Gabriel Heigster und ich lade dich in dieser Woche ein weiteres Mal ein, zu einer kleinen Zeitreise in die Welt des Wohlbefindens und in der Welt von Humans are happy!

00:00:16: In dieser Woche stelle ich dir eine weitere Jubiläumsfolge vor – genau genommen die fünftzigste Folge hier im Podcast.

00:00:24: Und ich stelle dir auch einen Interviewpartner vor, den ich zweimal anfragen musste bevor er mir für ein Gespräch zugesagt hat.

00:00:31: In dieser Woche spreche ich mit dem Psychologen- und Meditationsforscher Dr.

00:00:35: Ulrich Ott der ebenfalls Autor von so wunderbaren Büchern ist wie beispielsweise Meditation fürs Skeptiker, Yoga fürs Skektiker oder auch Spiritualität fürs Skepptiker Und genau darum geht es auch in dieser Folge.

00:00:50: Ich möchte von Dr.

00:00:51: Ulrich Ott wissen, wie das zusammengeht – Spiritualität und Wissenschaft!

00:00:56: Und ich kann dir sagen Es geht wunderbar zusammen!

00:01:00: Nach diesem Gespräch hatte ich wirklich nie wieder Probleme diese beiden scheinbar widersprüchlichen Bereiche miteinander zu vereinen.

00:01:08: Und falls du dir ebenfalls manchmal denkst oder eben dachtest, wie soll das denn gehen?

00:01:12: Wissenschaft und Spiritualität stehen sich doch fast diametral gegenüber.

00:01:17: Na ja!

00:01:17: Dann kann ich dir sagen diese Folge wird dich eines Besseren belehren.

00:01:21: Oder vielleicht etwas diplomatischer ausgedrückt Diese Folge macht ihr ein sehr wohlwollendes Perspektivangebot warum vielleicht am Ende einfach doch alles eins ist Und warum das so ist?

00:01:33: Das erklärt dir jetzt Dr.

00:01:35: Ulrich Ott, ich sage herzlich willkommen!

00:01:38: Ja

00:01:38: hallo!

00:01:39: Ich freue mich dass Sie hier sind und finde es total spannend heute das Thema Spiritualität, Wohlbefinden und Wissenschaft irgendwie mal so zusammen zu bringen.

00:01:49: für mich waren das ehrlich gesagt früher immer viele Gegensätze oder eher gegensätzlich und ich würde gerne deswegen mit einer Frage an sie beginnen.

00:01:56: wenn sie entscheiden müssten wählen sie Spiritualität oder Wissenschaft

00:02:02: Wissenschaft.

00:02:05: Okay, aber sie sind ja trotzdem in dem Thema drin und sagen hey das geht irgendwie zusammen!

00:02:11: Also was ist das schlagende Argument dass sich beides vielleicht gar nicht ausschließt gegenseitig?

00:02:16: Ja also die Haltung mit der Wissenschaft betrieben wird und auch oft Spiritualität betrieben werden es sehr ähnlich nämlich ein Erkenntniswunsch.

00:02:27: Die Methoden sind zum Teil etwas andere weil in der Wissenschaft geht's ja primär darum Theorien zu entwickeln, die die Phänomene eines Gegenstandsbereich sehr gut beschreiben also definieren.

00:02:40: Erklären und dann wenn die Erklärungen gut sind wie die Dinge zusammenhängen kann man auch vorher sagen treffen.

00:02:46: Wenn ich so eine gute Theorie habe ist das sehr praktisch weil ich kann damit dann auch die Grundlage schaffen zum Beispiel für Ingenieure, für technische Problemlösung usw.. Also das ist die eigentliche Zielsetzung.

00:02:57: Das wird jetzt in einem spirituellen Bereich, eigentlich niemand sagen ja ich will eine Theorie entwickeln sondern ich will mich befreien.

00:03:05: Es sind oft Erlösungswege.

00:03:07: Ja es ist schon Selbsterkenntnis auch sehr wichtig aber eben nicht so wie in der Wissenschaft mit dem Ziel einer Theorie zu entwickeln.

00:03:16: Oft geht's eigentlich mehr darum von sich von allen Konzepten, Theorien und so weiter zu befreihen der Spiritualität.

00:03:25: Okay, das ist super spannend.

00:03:27: Sie haben gerade die Worte gesagt ja also man möchte sich vielleicht befreien oder man sucht Erlösungswege.

00:03:33: wovon möchte man sich denn befreihen?

00:03:35: Ja das ganz Klassische ist natürlich das Leid, dass leiden an der Welt.

00:03:39: vor allem im Buddhismus ist es ja quasi das erste.

00:03:42: Die Ausgangsbasis, dass man sagt alles Leben ist leiden.

00:03:46: Das hat mich immer ein bisschen irritiert weil ich finde das stimmt nicht.

00:03:49: Es gibt auch sehr viele positive freudige Aspekte am leben.

00:03:54: Aber es ist natürlich schon von der Motivation, Herr Klug damit den Ausgangspunkt zu nehmen.

00:04:01: Weil wenn jemand etwas leidet, ist er motiviert, das zu ändern.

00:04:04: und genau das will ja Buddha erreichen.

00:04:07: Er sagt dass es quasi die Diagnose ist, dass wir leiden.

00:04:10: und ich zeige euch was ist die richtige Therapie?

00:04:13: Also was ist Die Ursache des Leidens?

00:04:15: wie kann man sie beenden?

00:04:16: Das ist im Yoga übrigens ganz ähnlich.

00:04:19: Also da sind die theoretischen Grundlagen und die Zielsetzung sehr eng miteinander verwandt.

00:04:25: Was ja auch nicht verwunderlich ist, da Buddha ja ein Vollende der Yogi war als er zum Buddha wurde.

00:04:32: Da steht auf den Schultern von Riesen.

00:04:36: Alles klar!

00:04:37: Ich würde gerne nochmal den Bogen dann machen.

00:04:39: zur Spiritualität.

00:04:40: Sie haben ja vorhin gesagt, Wissenschaft strebt quasi nach einem Erkenntnisgewinn und möchte oder beides strebt nach Erkenntniss gewinnen.

00:04:48: aber Wissenschaft möchte dazu Theorien entwickeln und validieren usw.

00:04:54: Ich kann mir vorstellen zumindest ging es mir so und vielleicht geht's auch anderen Hörer erinnern so.

00:04:58: Spiritualität ist manchmal ein Begriff der gar nicht einfach zu fassen ist.

00:05:04: Vielleicht auch um... im Abgrenzung zum Glauben.

00:05:07: Wir haben ja vorhin Wissenschaft und Spiritualität gegeneinander gestellt, aber wie könnte man denn das so einphasen?

00:05:13: Was ist denn überhaupt Spiritualität?

00:05:15: Wo beginnt das, wo endet es... was ist das?

00:05:17: Vielleicht können Sie da uns mal helfen!

00:05:19: Ja also Spiritualität ist in der Tat noch eher die Frage Begriff.

00:05:23: und wir bei all diesen großen Begriffen, wo sich sehr viel dahinter verbirgt oder sehr viel damit gemeint ist.

00:05:30: wenn man genau hinschaut wird's immer schwieriger mit der Definition.

00:05:34: Aber da gibt es Gott sei Dank einen Kollegen, den Anton Bucher.

00:05:37: Der hat ein ganzes Buch geschrieben.

00:05:39: Psychologie der Spiritualität war sich nur damit beschäftigt und alle möglichen Aspekte und Definitionsversuche gegenüberstellt.

00:05:49: Und miteinander vergleichen.

00:05:50: am Ende kommt er eigentlich zu einem sehr plausiblen Modell.

00:05:54: jedenfalls habe ich das dann auch für mein Buch übernommen dass er sagt Das Kernelement von Spiritualität ist eine Verbundenheit, eine Erfahrung von Verbundenheiten.

00:06:06: Und das spaltet er dann auf oder teilt es auf in vier Richtungen zwei Vertikale und nach unten wäre die Verbundenkeit mit sich selbst, nach oben wäre die Verbundenheit mit einer höheren Macht oder auch oft mit Gott bezeichnet und dann in der horizontalen einmal eine Einheit oder eine Verbundenheid mit der Umwelt oder eben mit anderen Menschen.

00:06:32: Und damit kann man mit dieser Definition und mit diesen verschiedenen Arten von Verbundenheit, kann man eigentlich schon sehr viele Spielarten von spirituellen Erfahrungen wunderschön beschreiben.

00:06:42: Man hat aber einen Kernelement der Verbundenkeit was da im Mittelbrück steht.

00:06:47: Das habe ich dann auch als Ausgangspunkt genommen.

00:06:50: für mich Meditation ist insofern ein spirituelles Verfahren oder ein spiritueller Weg weil ich damit eben Verbundenheid erfahren kann.

00:07:01: Die erste Art von Verbundenheit, die mir besonders wichtig ist es eben die mit sich selbst.

00:07:07: Weil wir oft doch ziemlich weit von uns selbst

00:07:09: weg sind

00:07:10: und durch Meditation zu uns selbst kommen

00:07:12: können.".

00:07:32: bei Apple oder Spotify mit fünf Sternen bewertest.

00:07:36: Für dich sind das wenige Klicks, aber für mich macht das hier wirklich einen großen Unterschied aus!

00:07:41: Ich danke dir im Vorfeld und ich wünsche dir jetzt wieder ganz viel Spaß beim Gespräch.

00:08:01: Wie komme ich denn zu mir selber, also ich könnte jetzt ja argumentieren.

00:08:04: Ich bin doch schon da hier ist mein Körper.

00:08:07: was wollen sie mehr?

00:08:08: Das ist ja nicht gemeint.

00:08:11: wie kommt man zu sich und was verstehen Sie darunter?

00:08:15: Ja das ist auch für mich in der Wissenschaft eine echte Erfolgsgeschichte die Beschäftigung mit der Frage Was ist eigentlich dasselbst?

00:08:22: Und dann muss ich sagen, als Psychologe in meinem Studium war ich ziemlich unzufrieden mit den Antworten die es damals gab.

00:08:29: Ich habe da wirklich danach gesucht und auch Bücher gewälzt zu Selbstkonzeptforschung – das hat mich alles nicht überzeugt!

00:08:37: Das hat sich erst mit den neurowissenschaftlichen Methoden geändert, die da sehr überzeugende Konzepte vorgestellt haben.

00:08:45: Sie haben eben schon den Körper erwähnt, ja?

00:08:47: Das ist sozusagen das Kern selbst, ist ein körperliches.

00:08:50: Wir identifizieren uns mit uns selbst und wenn wir fragen, wer bin ich dann kann man natürlich anfassen.

00:08:57: Mit den Händen im Körper einfach sagen ja hier siehst du doch Ich bin dieser Körper.

00:09:01: Wenn man aber genauer hinschaut ist das zwar die Basis Aber wir haben noch sehr viel mehr Identitäten, Identitäts-Ebenen.

00:09:10: Also die Körper Erfahrung ist schon sehr wichtig auch in der Meditation Und da ist auch schon der erste Bruch wo wir sagen wir sind oft von unserem Körper entfremdet Das heißt, wir kriegen gar nicht so viel mit was da unterhalb des Halses noch dran hängt.

00:09:25: Es sei dann der Körper meldet sich mit irgendeinem Bedürfnis.

00:09:28: es ist jetzt natürlich bei Menschen die Sportreiben und so anders hier haben ein besseres Körpergefühl.

00:09:33: aber viele von uns sind doch immer so schön sagt ziemlich verkopft.

00:09:37: das heißt dass Leben spielt sich vor allem im Kopf ab und da auch zunehmend in virtuellen Welten ja so autistisch.

00:09:45: in Verbundenheit mit dem Handy sieht man heute sehr viel wenn die Leute irgendwo sind.

00:09:50: Die sind eigentlich physisch gar nicht in ihrem Körper anwesend oder nicht bewusst, körperlich bewusst.

00:09:56: Sondern sie sind in Gedankenwelten oder Fantasiewelden unterwegs und teilweise auch in virtuellen Welten.

00:10:02: Das heißt wir haben uns von unserem Körper entfremdet und das ist oft die erste Kernerfahrung oder Schlüsselerfahrung in der Meditation dass ich erstmal wieder mich aufmerksam meinem eigenen Körper zuwende und Introspektion betreibe.

00:10:19: Wenn ich die Augen zumache, ist das besonders leicht.

00:10:22: Dann habe ich keine Ablenkung von außen.

00:10:25: Das ist auch so ein großes Thema, dass wir Reizüberflutung erleben.

00:10:28: im Alltag und in Meditationen habe ich da eine Gegentendenz,

00:10:31: d.h.,

00:10:31: ich schließe die Augen, wende die Aufmerksamkeit nach Innen und nehme dann viel mehr von dem wahr was da ist Was die ganze Zeit eigentlich da ist.

00:10:40: nur ich blende es aus D.h.

00:10:42: Die Schwelle für Empfindungen aus dem Körper wird gesenkt.

00:10:46: Ich kann's deutlicher wahrnehmen Und das sehen wir auch bei den Meditieren mit der Zeit, dass sie tatsächlich in deutlicheres Körpergefühl empfinden entwickeln.

00:10:59: Ja und daraus entwickelt sich dann viel mehr weil im Körper wiederum sind unsere Gefühle lokalisiert.

00:11:04: Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis wo es spannende empirische Forschung dazu gibt.

00:11:09: wenn man Leute fragt wie fühlst du Angst Liebe Wut?

00:11:15: Dann ist das die Wut im Bauch oder die Liebe im Herzen, oder die Angst im Nacken.

00:11:19: Das heißt wir haben wirklich so eine Art körperliche Landkarte wo die Emotionen sind.

00:11:24: Das heisst mit dem hineinspüren in den Körper werden auch die Gefühle intensiver wahrgenommen deutlicher wahrgenommen und es ist auch ein Effekt der Meditation.

00:11:36: Total total der spannende Punkt.

00:11:38: ich kann das sehr nachfühlen.

00:11:40: ich versuche seit Einigen monaten wirklich auch intensiver so ja wirklich körper wahrnehmung hinzubekommen im sinne von wie fühlt sich etwas an?

00:11:50: ich habe in meinem studium beispielsweise sehr viel im sportbereich gearbeitet und meine deswegen ein gutes körper gefühlt zu haben wenn wir über irgendwie die Properiozeption, also die Wahrnehmung des Körpers zur Lage im Raum sprechen oder Koordination.

00:12:03: Ja vielleicht aber wo fühle ich meine Wut?

00:12:07: Wo fühle Ich meine Angst?

00:12:08: Wo fühl' ich meine Trauer?

00:12:09: Das ist vielleicht noch mal was ganz anderes und hier haben wir einen spannenden Punkt.

00:12:13: Okay!

00:12:14: Also ich darf aufmerksam dafür sein, wo ich in meinem Körper etwas spüre und gleichzeitig haben sie ja auch einen stark neurologischen Ansatz und schauen dann beispielsweise oder beschreiben viel mehr.

00:12:28: Was passiert denn im Gehirn?

00:12:29: Welche Areale sind denn hier aktiv?

00:12:31: und hier haben wir ja vielleicht einen ganz spannenden Link zwischen Kopf- und Körper, wenn man so will.

00:12:37: Weil man vielleicht dann feststellt okay die Wut im Bauch, wenn wir jetzt dieses Beispiel mal nehmen ist dann ja verbunden mit ich weiß es nicht irgendwie einer Region im Gehören vorne rechts oder links da bin ich jetzt da muss ich raten.

00:12:50: Rechts

00:12:50: zu Lehrer Cortex!

00:12:52: Das ist sehr spannend weil wir haben tatsächlich mehrere Landkarten unseres Körpers im Gehirn.

00:12:58: Wir haben einmal quasi die Außenhülle repräsentiert, unsere Hautsensibilität und da ist es auch sehr spannend dass wir riesige Regionen für unsere Hände haben weil da unheimlich viel sensible Fahrsein eben Enden, die wir dann im Geirn repräzentiert haben und andere Regionen sind darunter repräsentiert.

00:13:16: aber so Sachen wie Bauchgefühle oder Freudegefühlen, Schlimmeterlinge im Bauch oder Traurigkeit im Herzen sowas in der Insular dem Insel Cortex, der ist relativ tief im Gehirn.

00:13:30: Auch Obolskortex ist es weit innen auf der rechten Seite und da haben wir eine Metarepresentation also dann Landkarte von unseren viszeralen Afferenzen, also von den inneren Organen.

00:13:42: die werden auch repräsentiert und das sind eben nicht nur die Organe sondern sie sind ganz stark mit Emotionen verbunden und auch mit Intuition.

00:13:51: Also wir sprechen oft davon, ich habe ein Bauch gefühlt.

00:13:55: Ich fühle mich dabei nicht so wohl und oft sind diese Intuitionen auch richtig.

00:14:02: Unser Körper gibt uns da Informationen die wir über jetzt analytisches Nachdenken gar nicht so leicht erlangen können.

00:14:10: Ich hab mal für mich irgendwann diesen Link versucht weil mir fällt sequenziales Denken sehr leicht.

00:14:16: Andersherum hab ich mich deswegen auch sehr angesprochen gefühlt von diesem Begriff für Skeptiker beispielsweise, weil vielleicht dann das intuitive Denken manchmal mit mehr Skepsis beugt wird und ich habe für mich irgendwann mal den Link erstellt.

00:14:30: Ja okay wenn ich ein Bauchgefühl habe mein Bauch-Gefühl oder meine innere Stimme jetzt füllein gesprochen ist ja eigentlich nur die Kommunierung aller Erfahrungen, die ich in meinem Leben jemals gemacht habe auf die aber nicht zugreifen kann.

00:14:43: Aber dass es dann wiederum das Logischste auf der Welt darauf zu hören.

00:14:49: So habe ich das irgendwie für mich in die Logik gedreht, aber wo ich gerade das von Ihnen höre mit dem Landkarte im Gehirn quasi, die wiederum die Organe abbildet bedeutet das jetzt also wenn... Ein Bauchgefühlwahrnehmung.

00:15:07: Ist das jetzt also im Bauch oder ist es da oben in der Insulargeschichte, die das dann nur widerspiegelt?

00:15:12: Oder in Beidem?

00:15:13: Wie kann ich das verstehen?

00:15:14: Also... In Beidim!

00:15:15: Versuchst gerade was in Beide.

00:15:17: Ja weil Repräsentationen haben ja nun die Eigenschaft, dass sie etwas repräsentieren.

00:15:22: Sie spiegeln etwas wieder und dasselbe haben's beim Sehen.

00:15:26: Wenn Sie vor sich irgendeine Objekte wie ein Monitor haben oder das Mikrofon sehen, dann ist das einerseits natürlich da draußen und andererseits ist eine Repräsentation in ihrem Gehirn.

00:15:37: Und Sie können das natürlich auch ausknocken, wenn sie jetzt im visuellen Cortex irgendwie von außen den Lämen würden dann wäre das Mikro nicht mehr da, dann sehen Sie es nicht mehr!

00:15:49: Die Repräsentation und das Objekt sind unabhängig und so haben sie im Körper eben eine Reizquelle.

00:15:54: Das Darm-Nervensystem ist ziemlich komplex, das hat man auch in letzter Zeit erst gemerkt wie intelligent, wie viel Intelligenz da auch drin ist.

00:16:03: Und sie wollen ja nur die Augen zuzumachen.

00:16:05: Sie wissen, das Mikrofon ist noch da draußen aber die Repassionation ist weg.

00:16:09: Sie sehen es nicht mehr und so ist das auch mit den Gefühlen.

00:16:11: Nur dass sie da eben nicht so leicht zumachen können nach unten hin.

00:16:18: Verstehe!

00:16:18: Aber das bedeutet wenn ich jetzt... beispielsweise durch Meditation, versuche meine Achtsamkeit für meinen Körper und für Gefühle in meinem Körper zu steigern.

00:16:28: Vielleicht so ganz klassisch ist ja irgendwie dass ich merke wie die Bauchdecke sich hebt und senkt und wie es sich eigentlich anfühlt oder der Brustkorb usw.

00:16:37: Das einmal ich das Gefühl also die wirklich dann so ganz praktisch die Nerven die da halt einfach verlaufen im Bauch einer Brust

00:16:44: usw.,

00:16:47: Also dass die halt vielleicht einfach sensibler werden in mangel einer besseren Sprache plus im gehörende Region, die das wiederum verarbeitet auch.

00:16:54: Das Sensibler nochmal abbilden kann könnte man das so sagen?

00:16:59: Ja also die Atmung oder die Art der Empfindungen, das ist die ganz klassische Brücke mit der sie die Aufmerksamkeit hinunter in den Rumpf lenken können in Bauchrauben aber auch in den Brustrauben und dann werden die Nerven empfindsamer.

00:17:13: und vor allem die Landkarte differenziert sich aus.

00:17:16: Und wenn Sie das viel üben, haben sie vielleicht sogar so ein permanentes Hintergrundbewusstsein dafür wie es Ihrem Körper gerade geht.

00:17:25: Das fehlt vielen Menschen.

00:17:27: oder auch gerade wenn Sie jetzt zum Beispiel viel am Computer arbeiten und sehr intensiv arbeiten, merken Sie vielleicht gleich eigentlich habe ich Hunger?

00:17:33: Eigentlich habe ich Durst eigentlich ist die Luft so dass ich lüften müsste oder ich müsste jetzt mal bisschen raus mich bewegen.

00:17:39: Und durch die Meditation tun wir viel feiner diese Empfindungen und diese Signale aus dem Körper wahrnehmen.

00:17:46: Wir können dann früh darauf reagieren, damit auch viele potenzielle Krankheiten wo der Körper eigentlich schon vorher gewarnt hat verhindern.

00:17:57: Unser Körper gibt uns eigentlich viele Signale.

00:17:59: wenn man darauf reagiert und es nicht ignorieren würde, könnten wir viele Krankheiten verhindert

00:18:07: werden.

00:18:08: Das ist natürlich dann wiederum, das ist ein spannender Punkt weil es geht ja bei Meditation.

00:18:12: Wenn ich das Thema richtig verstehe auch viel darum achtsam und im jetzt zu sein Und gleichzeitig hat man hier einen langfristigen Effekt.

00:18:21: Natürlich Ist das auch irgendwie miteinander verbunden?

00:18:24: Weil wenn ich im jetzachsam bin habe ich vielleicht langfristig Ja nicht irgendeine Krankheit die mich dann heim sucht oder ereilt.

00:18:31: Aber ich also ich merke einfach an dem punkt auch beim sprechen wie wie verbunden Es dann ja auch wirklich einfach ist Also wie dann sich das die Achtsamkeit im Jetz auf, dass ja die Zukunft einfach auch auswirken kann.

00:18:46: Haben Sie in der Richtung eine Meditation oder Meditationsform wo sie sagen Das macht besonders Sinn?

00:18:53: Oder ist es vielleicht Ihre persönliche Lieblingsform der Praktizierung von Spiritualität um den Rahmen vielleicht mal weiter da zu öffnen?

00:19:02: Ja also ich glaube Also für mich persönlich habe ich so entdeckt, dass der erste wichtige Schritt ist, das man mit sich selbst eins wird.

00:19:10: Also zu sich kommt seine innere Mitte wahrnimmt und das ist eine Bewegung vom Kopf runter in Bauch- und Herzraum.

00:19:19: Ja also diese drei Fühlräume, Spürräume miteinander zu verbinden, da sie eben nicht nur im Kopf bin und verkopft abgespalten vom Körper sind, Diese Räume, wie so ein Bewusstseinsraum wahrnehme Bauch, Herz und Kopf.

00:19:37: Und deswegen auch die erste Meditation in meinem letzten Buch Spiritalität für Skeptiker, die genau diese drei Bereiche nacheinander adressiert einzeln über die Bauchatmung, über die Brustatmungen, auch über die Atemempfindung im Nasenbereich.

00:19:51: da kann man schön den Kopfraum wahrnehmen und dann am Ende wird aber der Atemvorgang als ein ganzes Wahr genommen.

00:19:58: Das ist eigentlich meine Standard- und Lieblingsmetation, weil da komme ich dann ganz anders zentriert heraus.

00:20:05: Und das empfehle auch Personen die Yoga oder Meditation unterrichten, auch psychotherapeutisch tätigen Menschen um zwischen den Sitzungen sich wieder innerlich frei zu machen nicht den Kopf freizubekommen sondern auch dem Bauch in das Herz um wieder entsprechend mit Gefühl für den nächsten Patienten oder Patientinnen zu haben.

00:20:26: Ja, vielleicht ein ganz kurzer Einschub für alle Höhrenden.

00:20:28: Diese Meditationen die Sie gerade angesprochen haben, diese finden sich ja auch auf Ihrer Website.

00:20:32: ich kann das sehr gerne in den Shownotes dieser Podcastfolge einmal verlinken.

00:20:36: dann kommt man da schneller hin und muss weniger suchen falls es jetzt gerade Leute interessiert.

00:20:40: Ich kann mir das zumindest vorstellen.

00:20:45: Hier kommt ein kurzer einschub in eigener Sache.

00:20:48: Wenn dir dieses Interview gefällt Dann freue ich mich wenn du den humans are happy podcast bei apple oder Spotify mit fünf Sternen bewertest.

00:20:56: Für dich sind das wenige Klicks, allerdings haben diese für mich einen großen Effekt.

00:21:01: Ich danke dir im Voraus und wünsche dir jetzt wieder viel Spaß beim Hören!

00:21:16: Komponente mit bei und ich komme dabei gerade spontan auf einen Punkt.

00:21:19: Ich weiß gar nicht, ob das so reinpasst aber ich versuch's mal.

00:21:22: Es gibt ja diesen Satz Emotionen sind im Körper gespeichert.

00:21:27: also wenn ich beispielsweise meine Wut oder mein Hunger oder irgendwelche Signale nicht wahrnehme Sie haben es ja grade schon angeschnitten weil ich vielleicht Krankheiten Oder Warnsignale für mögliche Krankheiten nicht wahrnehme Ja habe ich dann eben später Umstände mit denen ich eben umgehen muss.

00:21:47: Dieser dieser Satz Emotionen sind im Körper gespeichert, wie würden sie das aus ihrer ja spirituell wissenschaftlichen Perspektive einordnen?

00:21:56: Wie kann man das vielleicht übersetzen?

00:21:58: Das ist einfach eine Realität, es ist nur Beschreibung der Realitäten weil wir haben sehr viel Meditierende befragt und was Sie uns berichten ist tatsächlich mit das eines der häufigsten Phänomene das Erfahrungen aus der Vergangenheit und auch zuteil belastende Gefühle wieder auftauchen.

00:22:17: Ja, es ist so eine Art wie ein Intererreinigungsprozess, Glerungsprozesse weil während sie sich auf die Meditation konzentrieren und nicht von außen abgelenkt sind haben Sie ja quasi so eine innere Bühne frei geräumt Und die bleibt aber nicht lange frei Weil alles das was sie sozusagen nicht erledigt haben in der Vergange Was ihnen wichtig war Das können auch ganz uralte Geschichten sein.

00:22:42: Das taucht tatsächlich in der Mediation wieder auf, vor allem wenn sie das ein bisschen intensiver betreiben im Retrieb.

00:22:50: Wenn Sie merken Sie sehen Szenen von Ihrem geistigen Auge aus der Vergangenheit mit geschlossenen Augen die Sie längst vergessen glaubten und das können auch alte tiefe Liebeserfahrungen oder Verletzungen sein von Trennungen also so ein bisschen wie wenn man den Keller aufräumt Und der Keller ist in dem Fall das Bild für die Emotionen, die gespeichert sind.

00:23:13: Die Trauma darf, die wir haben und da muss man auch ein bisschen aufpassen bei den Meditationen, weil Menschen, die posttraumatische Belastungsstörungen oder Missbrauchserfahrung haben, die werden dann manchmal auch in eine Meditation freigesetzt tauchen auf und bedürfen dann therapeutischen Aufarbeitungen.

00:23:32: Ja, das hat auch die Forschung jetzt immer mehr klar erkannt und auch benannt in vielen Studien.

00:23:38: Dass es bestimmte Personen ergibt, die durchaus aufpassen müssen gerade wenn sie zur Belastung haben dass sie nicht drehtraumatisiert werden oder dass sie im Kontext machen wo sie eine gute therapeutische Begleitung haben

00:23:51: Das macht für mich total Sinn und klar das sind sehr sensible Themen bei denen man ja einfach wirklich auch kontext spezifisch und individuell am besten natürlich schauen muss da nichts irgendwie in bester Absicht nach hinten losgeht oder zu noch belastenderen Situation führt.

00:24:07: Aber damit machen Sie einen spannenden Punkt auf, denn wenn ich meditiere und ja sie haben ja gerade gesagt die Bühne freimache und dann Dinge Themen Bilder hochkommen,

00:24:19: die

00:24:21: vielleicht irgendwie meinen selbst mir damit sagt hey schau dir das doch vielleicht mal an!

00:24:26: Dann könnte ich ja sagen Wunderbar, ich packe jetzt direkt meine To-do Liste neben das Meditationskissen und notiere mir mal alles was da so hoch kommt damit ich das dann wunderbar bearbeite.

00:24:37: Das geht jetzt ein bisschen in diese Richtung Selbstoptimierung, Meditation.

00:24:40: Ich kann danach ja dann weiß ich nicht noch effizienter mein Alltag gestalten.

00:24:45: Wo ist denn da jetzt die Balance?

00:24:48: Weil man könnte ja sagen Ja dass selbst will einem sagen hey schau doch mal hin aber ganz liebevoll eben.

00:24:55: Also das sind jetzt nicht irgendwelche Aufträge, die man auf der To-do Liste notiert.

00:24:59: Im Grunde ist während der Meditation tritt schon der Erklärungsprozess ein und schaut sich die Dinge an.

00:25:05: Versucht sie aus einer übergeordneten Perspektive zu verstehen, nicht einzusteigen in die Emotionen.

00:25:10: Das ist nicht da reinzusteigern, sondern quasi distanziert zu beobachten so ein bisschen aus der Vogelperspektiv.

00:25:17: Man spricht auch von Metabewusstheit.

00:25:19: was passiert da eigentlich meinem Körper?

00:25:21: In meinem Geist?

00:25:22: oder sieht man auch wie es zusammenhängt?

00:25:24: Dieser Gedanke löst dieses Gefühl aus, das spür ich da oder umgekehrt.

00:25:28: Ich spüre irgendwas im Körper und auf einmal merke ich auch, dass es ja ein altes Gefühl ist und dann kommen Bilder oder Gedanken dazu in Bewertungen irgendwelche scharmenhaften Geschichten oder Ängste die ich mal hatte.

00:25:40: Und während der Meditation bei mir gelingt, das zu lösen mit ruhiger Atmung, mit Anschauen, mit der Distanzierung kläre ich mich.

00:25:48: Das heißt, ich habe dann hinterher keine Tuduliste neben mir auf dem Meditationskissen liegen, sondern ich stehe auf.

00:25:54: Und nach diesem Klärungs- und Reinigsprozess, wenn Sie merken sie sind anders in der Welt!

00:25:59: Sie reagieren auch anders auf andere Menschen.

00:26:01: Sie sind offener zum einen... Also das ist nicht so ein Egotrip in der Meditation, sondern sie selbst spüren, dass so besser können sie auch Empfindungen von anderen nachempfinden.

00:26:12: Das ist auch etwas was die meditieren uns oft berichten, da sie dünn heutiger werden.

00:26:16: also das stumpft nicht ab Im Gegenteil, sie merken dann viel mehr im Zwischenmenschlichen was da so an unterschwelliger Kommunikation abläuft.

00:26:26: Ja und Selbstoptimierung ist ein bisschen zweischneidig.

00:26:30: also wenn es darum geht dass ich mein eigenes Leben und mich selbst optimal gestalten im Sinne von das es mir gut geht, dass ich frei bin, dass sich autonom bin, authentich bin, dann würde ich sagen super!

00:26:43: Das ist eine gute Art von Selbstoptimmierung Im Sinne von.

00:26:47: ich bin mit mir selbst im Rhein und im Einklang.

00:26:50: Beim Wort Selbstoptimierung klingt aber oft sowas an wie für andere, ja?

00:26:55: Ich will eigentlich nach Außengut dastehen das ist.

00:26:58: dann geht es um einen bestimmten Teil von wir nämlich dem das Image

00:27:01: dass ich habe.

00:27:02: Ja das heißt ich mach jetzt nicht Yoga um zu mir zu kommen ich besser zu spüren sondern ich mache Bauchbeine po Yoga, um schön attraktiv zu sein.

00:27:12: Und das ist halt wie es spricht dem ursprünglichen Gedanken oder Geist des Yoga komplett.

00:27:17: Es ist natürlich schön wenn man sich wohlfühlt und auch wenn der Körper dann jugendliche Früche ausstrahlt einfach durch diesen Glährungs- und Reinigungsprozess.

00:27:26: Aber das ist nicht das primäre Ziel Das ist eben eher so eine Nebenwirkung.

00:27:30: Manchmal hat man den Eindruck dass wenn's um Selbstoptimierung geht, dass es da mehr umso Image geht nach Außendarstellung und eben nicht um was Inneres.

00:27:40: Und das ist auch ein typisches Merkmal von Spiritualität, die hängt man nicht an die große Klocke, sondern das sind mehr innere Erfahrungen, die man macht oder die man nicht unbedingt jetzt so rauspursaunt.

00:27:54: Ja ich habe da also das finde ich total spannend.

00:27:56: zum einen, wir können ja vielleicht ganz mal ganz kurz bei diesem Begriff Selbstoptimierung bleiben der ist natürlich sehr zweischneidig zu Recht gewiss ambivalent diskutiert, so wie ich sie aber verstehe.

00:28:08: Sagen Sie Selbstoptimierung im Sinne von hey!

00:28:11: Ich habe das Ziel für mich selber einfach autonom und frei und ja fähig zu sein mit mir und meinen Erfahrungen umzugehen.

00:28:19: Super Sache, aber in dem Moment wo die Motivation dafür vielleicht am außen kommt, um jetzt mal ganz steh rülpen Stereotyp gesprochen um den manager job dann irgendwie noch effizienter ausfüllen zu können oder um dann einfach äußerlich attraktiv zu sein, um darüber vielleicht selbst wert zu ziehen geht's am ziel vorbei.

00:28:36: aber selbstoptimierung grundsätzlich je nachdem wie man es dann versteht ist gar nicht so verkehrt.

00:28:45: Ja also was oft ein vorteil ist wird das vorurteil ist dass gesagt wird ja in meditation die meditation wird missbraucht dazu, dass man in eigentlich sehr schwierigen Arbeitsbedingungen trotzdem durchhält.

00:28:57: Ja und das wäre dann aus meiner Sicht auch eine Fehlentwicklung.

00:29:01: Also man sollte dann lieber die Verhältnisse ändern als sein eigenes Verhalten was besonders für mich eine wichtige Erkenntnis war in der Meditation ist es selbst wenn ich... Eigentlich mit mir selbst allein bin kann ich sehr viel erkennen was sich dann darauf auswirkt wie ich auf andere Menschen reagiere weil sehr viel das geschieht unbewusst.

00:29:21: wir haben solche Verhaltens- und Reaktionsmuster, die immer wieder von selbst autonom quasi ablaufen.

00:29:28: Und ein Beispiel was ich da ganz gerne bringe ist wenn sie nach einer tiefen Meditation rausgehen und begegnen dann auf dem Gang ihrem Lieblingsfeind sozusagen im Büro der genau weiß auf welchen Knopf wir drücken muss das hier in die Decke gehen.

00:29:42: Dann drückt er den Knopf.

00:29:44: aber Sie haben so eine abgeklärtheit dass Sie das sehen und nicht darauf einsteigen greift ins leere.

00:29:51: also das gegenüber auf dass ihr kollege sozusagen abzieht.

00:29:55: Das ist gar nicht da.

00:29:57: ja, das heißt auch da gibt es so anteile desselbst womit ich identifiziert bin was weiß ich worauf ich stolz bin oder wo ich verletzlich bin und auch diese Anteile kann ich durch die Meditation erkennen Und gucken.

00:30:09: was ist jetzt eigentlich erlernt?

00:30:11: Was sind Identifikationen Die mich begrenzen die ich vielleicht von meiner erziehung habe die ich gar nicht brauche?

00:30:19: Ja und so kann man feststellen, dass man durch Meditation sehr viel offener und freier wird in seinem Verhalten.

00:30:25: Und auch spontan, auch mal völlig anders reagiert als man das sonst tut.

00:30:29: Man ist nicht mehr so leicht berechenbar.

00:30:33: Also es resoniert sehr was sie bei mir sagen.

00:30:35: ich finde das lustig.

00:30:36: Ich meditiere weiß ich nicht Seit ein, zwei, drei Jahren nicht ganz regelmäßig.

00:30:42: Aber ich finde das Thema spannend und habe das selber manchmal tatsächlich erlebt... Also es ist ja jetzt nicht jedes Mal so.

00:30:48: Das klappt manchmal gut, manchmal nicht gut, manchmal ist mal ruhiger, manchmal ist mal unruhiger.

00:30:51: aber es gibt tatsächlich die Situation.

00:30:53: Ich hatte das auf der Arbeit wirklich auch, wo man dann eben merkt, ah, okay krass!

00:30:58: Ja, ich werde gerade irgendwie vielleicht sauer, aber ok, ich kann's jetzt wieder loslassen oder so.

00:31:03: Aber es klappt leider nicht immer.

00:31:05: Wenns funktioniert, ist es sehr schön.

00:31:08: Sie haben gerade noch was anderes gesagt.

00:31:10: Nämlich den Satz Spiritualität macht man ja eher für sich, das ist nichts, was man rausposaunt und ich finde vielleicht ist es aber auch irgendwie aufgrund der sozialen... Ich sag mal Bubble in der ich mich irgendwie bewege oder wenn ich irgendwie auf Social Media unterwegs bin dann hat das Thema Spiritualität einen riesen Zulauf und es gibt ja wirklich große Events, in denen viele Menschen zusammenkommen.

00:31:35: Und dann stehen da vielleicht eine Speakerin oder ein Speaker oder irgendein Mensch auf einer Bühne und es geht darum dass alle Menschen gemeinsam ihre Spiritualität erfahren entdeckten Leben.

00:31:48: wie auch immer Wenn das nichts ist, was man rausposaunt.

00:31:52: Wie stehen Sie dann zu so einer Art Spiritualität zu dem?

00:31:55: Ist es wirklich Spiritualität oder ist es eher ja weiß ich auch nicht Marketing und irgendwie verbunden sein in einem Interesse am Thema auf einem Event?

00:32:06: Ja es gibt alles.

00:32:07: also es gibt so Esoterik-Messen wo das ganze natürlich versucht wird zu verkaufen.

00:32:13: Es gibt andere Sätze natürlich auch spirituelle Gemeinschaften da fällt mir zum Beispiel TC ein wo die christlich eher orientiert sind in Frankreich und zusammen singen.

00:32:24: Da kann man sagen, gut, die posauen das schon hier raus im Sinne von sie singen das.

00:32:28: Und wenn es echt ist, wenn es authentisch ist, ist das natürlich wunderbar.

00:32:32: nur, wenn das so als Ego-Attribut nach außen gekehrt wird um Bewunderung zu erreichen ja?

00:32:40: Also das ist halt auch manchmal ein bisschen zum Beobachten dieser Szene und da mag ich nicht.

00:32:49: Okay, das kann ich nachvollziehen.

00:32:53: Ich hab da für mich auch noch nicht den Grad gefunden.

00:32:57: irgendwie aber fand es ganz spannend das mal zu fragen.

00:33:01: Ich würde gerne nochmal auf dieses Thema Verbundenheit mit Ihnen zurückkommen.

00:33:03: Sie haben ja vorhin diese Achsen aufgemacht mit oben eine höhere Machtenergie Gott man nenne ist wie Mann Wolle und unten quasi die Verbindung mit sich selber.

00:33:15: Da haben wir auch drüber gesprochen.

00:33:16: Es geht nicht nur im Kopf sondern auch um Körper Herz Bauch was auch immer.

00:33:21: Und auf der horizontalen Linie andere Menschen und man selber.

00:33:27: Die Natur.

00:33:28: Oh, Entschuldigung!

00:33:29: Umwelt, Umwelt, ja stimmt.

00:33:31: Umwelt und andere Menschen.

00:33:33: So, jetzt hab ich's.

00:33:35: Wie kann man das erklären wissenschaftlich?

00:33:39: Wir haben ja vorhin schon mal über das Thema was irgendwie im Gehirn passiert gesprochen.

00:33:45: herleiten im Sinne von, naja klar wenn ich irgendwie mit meiner Umwelt was auch immer Umwelt jetzt ist.

00:33:51: Ob das irgendwie die Straße ist auf die ich jetzt mal kein Kaugummi spucke ganz böse gesagt oder der Baum den ich irgendwie im Sommer gieße weil es warm ist oder dem anderen Menschen die mich ein Lächeln schenken.

00:34:03: Das hat ja wirklich auch Auswirkungen auf mich.

00:34:06: also ich kann das aus meiner persönlichen Perspektive berichten.

00:34:08: irgendwie fühle ich mich wohler so durch so einen Verhalten.

00:34:11: dass macht etwas aber Wie kann man das wissenschaftlich oder neurologisch erklären?

00:34:18: Was passiert da, Sie haben ja vorhin gesagt zu einer Metaerfahrung.

00:34:21: Ich kann mir vorstellen dass Wort ist auch schwierig zu greifen und das würde ich gerne nochmal so versuchen zu erfassen.

00:34:27: können sie mir dabei helfen?

00:34:29: Ja also was sehr wichtig ist es zu verstehen dass wir in unserem Gehirn eine Welt kreieren und diese welt ist ziemlich sauber getrennt in das was zu mir gehört und das was außen ist die Umwelt Ja und die zwei sind jetzt erstmal voneinander separat.

00:34:48: Und das Gehirn kriegt es auch ziemlich gut hin, das zu unterscheiden weil zu mir gehört alles was mein Körper ist ja aber sich bewegen kann.

00:34:56: wo ich mich berühren kann da sage ich dass bin Ich und außen isst Die Umwelt und da sind auch die anderen Menschen drin von denen ich annehmen dass sie auch so eine innenwelt haben wie ich.

00:35:05: Aber diese innen welt ist relativ freig.

00:35:07: Da sind nicht nur die empfindungen und die gefühle da ist den gedanken da ist eine fantasiewelt also unser ganze ganz erinnerer kosmos und er ist aber getrennt von dem was außen ist.

00:35:18: Und jetzt ist die Frage, Was ist denn jetzt mit Verbundenheit?

00:35:21: Ich kann mich verbinden mit Außen indem ich rede in dem ich zuhöre Musik höre zum Beispiel dann merke ich das gibt eine Resonanz in meiner Innenwelt.

00:35:30: wenn ich ganz tief in die spirituellen Erfahrungen reingehe stelle ich fest da kommt es dazu dass diese Grenzen die ich normalerweise im Alltag habe wo der sauber getrennete sich auflösen.

00:35:44: Ja das kann sein, dass ich in der Natur eine Erfahrung habe von Verbundenheit mit der Natur wo ich gar nicht mehr so genau bin und nicht mehr zu genau trenne.

00:35:52: Hier bin ich und da ist die Natur sondern ich bin in der natur eins mit der natur.

00:35:58: ja gerade beim sport erleben es auch viele beim klettern oder beim laufen dass irgendwie wird alles zu einem.

00:36:05: Das ist auch sehr schön natürlich mit dem anderen menschen gerade in der sexualität verbundenheit vereinigungen das passiert sehr oft auch innerpsychisch, dass man das Gefühl hat.

00:36:15: Man ist nicht mehr getrennt, da es nicht ein Fremde kam.

00:36:17: also man verbindet sich zu einem.

00:36:20: und dasselbe kann auch im religiösen passieren.

00:36:24: wenn ich einen Gottesglauben habe, dass ich denke auf einmal bin ich gar nicht mir hier so isoliert sondern alles is eins die Zentralaussage der Mystiker und Mystikerinnen und zwar nicht als eine Theorie oder ein Glaube sondern als eine konkrete Erfahrung Das heißt diese Repräsentation in meinem Gehirn von mir selbst und von der Welt die verschmelzen miteinander.

00:36:47: Es wird als eins erfahren, nicht mal so sauber voneinander getrennt.

00:36:50: Das zu trennen macht schon Sinn ja?

00:36:53: Und auch die Dimensionen, die unser Bewusstsein erzeugt um die Welt zur Sortieren nämlich den Raum und die Zeit, die kreieren wir in unserem Geist.

00:37:06: Die sind sehr wichtig zum Navigieren in dieser Welt durch unser Leben.

00:37:11: aber genau diese Dimension die kollabieren in diesen tiefen Erfahrungen.

00:37:17: Da kommt so eine Auflösung der Zeit, zu einer Auflöse des Raums, da wird grenzenlos und zu einer auflösenden.

00:37:26: Ich.

00:37:26: also auch das ich ist im Grunde noch ein Konstrukt etwas was in unserem Gehirn generiert wird und unser Gehirnhalter hat aber andere Modi zur Verfügung wo dass ich überhaupt nicht so stabil ist.

00:37:38: wir kennen es aus den Träumen dass da Raumzeit und ich ziemlich stark fructuieren können.

00:37:44: Bei den müßigen Erfahrungen kann es tatsächlich sein oder auch bei drogeninduzierten Erfahrungen, bei psychischen Substanzen beobachtet man das auch.

00:37:52: Das ist auch die beliebteste Methode, um das wissenschaftlich experimentell zu untersuchen, dass tatsächlich dieses sehr fein abgestimmte funktionierendes Gehirns diese Dynamik wo wir quasi so übergeordnete Strukturen haben, die das Ganze dirigieren das sogenannte Default-Mode Netzwerk.

00:38:11: Die werden tatsächlich runtergefahren und auch die Repräsentationen, mit denen wir den Raum und die Zeit in unserem Gehirn aufbauen, auch die werden heruntergefahren.

00:38:20: Und dann kommt es zu solchen Einheitserfahrungen wo man eben versucht, das verbal zu erfassen mit so Aussagen wie alles ist eins.

00:38:30: Das ist sehr beglückend, sehr tiefgreifend enttäuscht oder ernüchternd, wenn man dann wieder sozusagen aus diesen Erfahrungen zurückkommt in seinen Alltagsbewusstsein und dann steckt mal wieder in diesem Körper und fühlt sich wie so ein Querset seines relativ engen Ichs.

00:38:47: Deswegen ist es auch für viele gerade diese Drogenerfahrung wo diese erweiterten Bewusstseinszustände auftreten oft so einen Aha-Erlebnis dass man denkt wow was hat denn mein Bewusstsein noch für Möglichkeiten?

00:38:59: Und dann machen sie sich aber auf den Weg das eben durch Meditation selbst zu erforschen, weil so eine Droge hat den Vorteil.

00:39:08: Es geht zwar sehr leicht und einfach und auch ziemlich schnell aber es ist halt nicht nachhaltig.

00:39:14: Wenn ich nachhaltige mein Bewusstsein erweitern will wäre eben Meditation eine natürlichere und auch eine sichere Methode.

00:39:23: Wunderbar!

00:39:24: Das heißt Sie haben ja gerade dann erklärt dass das einfach wenn man beispielsweise irgendwelche psychedelischen Drogen in einem gesicherten Rahmen nimmt und dann schaut, was passiert denn da im Gehirn unter medizinischen Umständen?

00:39:36: Kann man eben sehen welche Gehirnarriade die sonst für Raum und Zeit und ich zuständig sind runtergefahren werden.

00:39:43: Was wiederum für den Menschen der den Raustand erlebt als Einswertungserfahrung wahrnehmbar ist.

00:39:52: Gleichzeitig kann man das allerdings auch durch Praxis von Meditation erreichen ansatzweise erreichen.

00:39:59: Ich weiß jetzt nicht genau, was da das richtige Wort ist.

00:40:02: Und so könnte man beispielsweise Skeptikern erklären, dass Spiritualität nichts irgendwie herbeigeredet ist sondern sich tatsächlich auch im Gehirn zeigen lässt.

00:40:14: aber... Das ist wirklich auch... Ja, weiß ich nicht!

00:40:16: ... in der wissenschaftlichen Perspektive echt ist?

00:40:20: Ja, das ist schon eine ziemliche Herausforderung, das zu schaffen.

00:40:24: Lange Zeit hat man Meditation vor allem so als Entspannungsmethode angesehen oder jetzt in der klinischen Anwendung.

00:40:31: ja dann leid man halt sich zu konzentrieren und seine Emotionen zu klären.

00:40:35: aber das worum es eigentlich geht im Kern die tiefsten Erfahrungen da geht's um diese Ich-Auflösung Und das ist schon ziemlich anspruchsvoll, weil es ich begleitet uns ja ständig.

00:40:45: Das heißt wir morgen aufwachen mit einem Fingerschnippen ist das System gebutet wie so ein Computer und dann haben wir unsere benutzte Oberfläche für unser Leben und gehen dabei gar nicht in der Tiefe sondern hängen immer zwischen der tiefen Dimension oder Umwelt.

00:40:59: unseren Bedürfnissen erledigen das alles und dieses ganze System diese Matrix wie unser Körper, unsere Bewusstsein aufgrund von Erfahrungen, Vorhersagen entwickelt.

00:41:10: was wird als nächstes eintreten um die Bedürfnisse zu erfüllen und unangenehme Sachen zu vermeiden.

00:41:16: Wie das alles funktioniert das verstehen wir heute eigentlich ziemlich gut.

00:41:19: da gibt es eine sehr leistungsfähige erfolgreiche Theorie das sogenannte predictive coding Wo man sehen kann, wir haben Modelle in unserem Gehirn und Modelle von unserer Umwelt.

00:41:31: Wir haben aufgrund unserer Erfahrungen Erwartungen.

00:41:35: was wird passieren?

00:41:36: werde ich dies in jedes Tour?

00:41:37: Und das haben wir auf kurze deszeitliche Distanzen und noch lange Sicht wenn man an die Rente denkt.

00:41:44: warum tue ich jetzt?

00:41:45: arbeiten ja und dieses ganze System Was unser Verhalten steuert was unser Weltbild und Selbstbild definiert dass ist alles auf der Grundlage unseres Gehirns und seine Funktionsweise.

00:41:57: Das ist alles auch ganz nützlich, hat sich evolutionell so herausgebildet.

00:42:01: nur kann unser Gehirn halt noch sehr viel mehr.

00:42:04: Und die Menschen, die diese anderen Erfahrungen gemacht haben sagen Ich habe eine wirkliche Wahrheit und eine Tiefe und eine Realität wahrgenommen Die wie ein Aufwachen aus einem Traum ist.

00:42:14: ja das heißt wir stülpen eigentlich die ganze Zeit unsere Erwartungs Interferenzmaschine Gehirnen über die Welt mit irgendwelchen Zielsetzungen.

00:42:25: Und das in der Meditation zu erkennen und vor allem loszulassen ist sehr schwierig, weil wir wenn man schon hinsetzen fängt es sofort an.

00:42:34: warum mache ich denn das jetzt?

00:42:35: Was ist mein Ziel?

00:42:36: was muss ich tun um das effektiv zu erreichen?

00:42:39: und passiert es jetzt schon?

00:42:40: das heißt auch wir bewerten ständig.

00:42:42: habe ich jetzt mein ziel schon erreicht?

00:42:43: und dann sagen aber ich kann nicht meditieren Ich bin ungeduldig verurteilen also dieses ganze system Was Erwartungen bildet und bestimmte Handlungen auswählt, um die zu erreichen und dann zu bewerten.

00:42:56: ist jetzt mein Soll erreicht.

00:42:58: Das System gilt es als System zu erkennen was uns von der Wirklichkeit abschirmt und das sein zu lassen.

00:43:04: deswegen auch die Konzentration auf die Gegenwart weil wenn sie ganz in der Gegenwart sind haben Sie keine Zielprojektion in die Zukunft.

00:43:13: Die Zukunft gibt's nicht!

00:43:14: Das ist nur eine Vorstellung die Sie bilden Und dann antizipieren sie irgendwas was sein soll und zu sind sich ständig eigentlich weg von dem, was jetzt ist hinzudem.

00:43:24: Was sein soll auf verschiedenen Zeitdimensionen.

00:43:26: wenn Sie den ganzen System der Vorhersage die Hauptgrundlage in ziehen sagen zeit Ist irrelevant.

00:43:33: ich bin Jetzt nur da uns gibt nur das jetzt und dass will Ich erfahren.

00:43:37: dann stoppen sie diesen mechanismus.

00:43:39: aber der hat eine sehr der ist sehr stark verankert in unserem Alltagsbewusstsein und deswegen ist es relativ schwierig das zu erkennen, loszulassen und dann zu diesen anderen Transcendensebenen von jetzt Erfahrungen vorzudringen.

00:43:55: Aber die Wissenschaft erklärt das immer besser wie unser Gehirn eigentlich im Alltag funktioniert warum es so tut dass das auch gut ist nur dass wir halt oft auch inzwischen dem versklavt sind und das denke ich ist ein wesentlicher Aspekt von Meditation.

00:44:11: Ich Korsett ausbrechen lernen, das aufzulösen.

00:44:15: Das schließt sich ein wundervoller Kreis denn Sie haben ja ganz am Anfang des Gespräches die Worte Befreiung und Erlösungsgedanke gesagt und ich finde es wird sehr gut deutlich durch das was sie hier jetzt nochmal beschrieben haben nämlich dieses Korset was uns Danke liebes Gehirn und liebe Evolution dann nützlicherweise so mit der Zeit entstanden und mitgegeben worden ist Ja aber dass eben auch Eine Kehrseite der Medaille hat.

00:44:43: Und ich finde, das macht auch nochmal total gut deutlich die... Also nicht nur die Relevanz oder besser gesagt die Notwendigkeit aber vor allem dieses Warum es Sinn macht dann sich aufs Jetzt zu konzentrieren ob das dann eben der Atem ist?

00:44:56: Oder wie weiß ich nicht mein Po das Sitzkissen berührt oder meine Füße den Boden oder sonst irgendwas Das ist ja dann.

00:45:04: Ja Dann sind sie eben unterschiedliche Formen auf die man die Aufmerksamkeit richtet.

00:45:07: Aber Ich finde es für mich sehr hilfreich, um das nochmal zu verstehen.

00:45:12: Wie hieß dieses System?

00:45:13: Das habe ich mir jetzt zuschauen... Predictive

00:45:14: Coding!

00:45:15: Predictives

00:45:16: Coding, das muss ich nämlich noch mal mitschreiben.

00:45:18: Da

00:45:18: kann ich auch einen sehr guten Artikel und ein Interview empfehlen von dem Herrn Lauck Kohnen heißt er ist ein Forscher der hat einen sehr schönen Artikel geschrieben, der ist auch öffentlich zugänglich from many to one beziehungsweise to none.

00:45:32: also dass n ist in Klammern oder um einen von vielen zu ein und er beschreibt, quasi die Plastizität dieses predictive Mind.

00:45:42: Also unser ständig da wird auch nur kleine Erklärung gegeben so eine Art Tutorial was ist denn predictive Coding oder predictive Processing?

00:45:50: Wie arbeitet unser Gehirn normalerweise?

00:45:52: und dann versteht man auf einmal auch Was sollen diese verschiedenen Meditationstechniken wo ich mich auf die Gegenwart fokussiere?

00:45:58: Und in dem nächsten Schritt mache ich den Fokus auf mach ihn weit und lass alles zu was da kommt Aber ohne mich damit zu identifizieren.

00:46:07: und im dritten Schritt kommen dann eben auch so non-duale Meditationstechniken, wo ich genau diese Trendlinie die ich virtuell erzeuge zwischen mir und dem Außen, die hinterfrage.

00:46:19: Und dann auch es spontan kommen kann zu solchen Einsichten wie.

00:46:24: das ist eigentlich eins.

00:46:25: Auch dieser Trennung ist virtuell in meinem Gehirn erzeugt und die muss ich nicht haben.

00:46:31: Und es geht auch ganz gut ohne, insbesondere wenn man in Partnerschaften lebt und sich eigentlich wünscht so eine Verbundenheit.

00:46:39: Das ist eigentlich auch der Bereich wo diese Erfahrungen am meisten spontan erlebt werden.

00:46:45: Ohne irgendeine Methode anzuwenden und sich da zu bemühen einfach weil die Liebe diese Verbundenkeit hervorruft, spontan!

00:46:55: Das, was wir lieben mit dem fühlen wir uns verbunden.

00:46:57: eins und wir sagen das nicht umsonst dass man die anderen in sich spürt.

00:47:02: Da hat man genau diese Überbrückung von dieser virtuellen Grenze wenn der andere einen ganz großen Platz im eigenen Herz hat oder ihr verbunden ist

00:47:15: Wunderbar.

00:47:15: Also das ist ja ein sehr, sehr schöner Ansatz.

00:47:19: nochmal um da weiter wehr mag und weiter noch mal zu lesen aber auch nochmal die Erklärung der Verbundenheit durch die Liebe.

00:47:26: ich glaube liebe wäre ein Thema wenn wir da jetzt einsteigen.

00:47:29: dass sprengt da auch nochmal

00:47:31: Ja liebe Fürst Kritiker wäre doch ein Projekt für mich.

00:47:35: Zukunft.

00:47:36: Sind Sie da dran?

00:47:37: Nein das hatte ich mir überlegt.

00:47:40: Ein schwieriges Thema.

00:47:41: Ich habe es jetzt im letzten Buch Spiritalität für Skeptiker, ganz am Ende gibt's ein Kapitel zu Liebe und Sexualität.

00:47:48: da hab ich das bisschen thematisiert.

00:47:50: aber ganzes Buch dazu zu machen werde ich wahrscheinlich nicht.

00:47:55: Auf jeden Fall Spiritualität für Skeptiker habe ich in Vorbereitung auf das Gespräch gelesen und kann es auf jeden Fall hier auch nur empfehlen.

00:48:03: Es hilft einfach fürs Verständnis für alle die das gerade hören und spannender finden, da kann man vielleicht auch noch mal einsteigen.

00:48:09: Ich habe jetzt hier auf meinem Zettel nochmal irgendwie so die Frage, was für Sie aus dieser Perspektive über die wir gerade sprechen noch wichtig ist.

00:48:17: Sie haben ja gerade nochmal mit dem Artikel From Many to None oder To One einen Ansatzpunkt genannt.

00:48:23: aber gibt es vielleicht etwas das wir bisher ausgespart haben?

00:48:26: Was aber wichtig ist irgendwie nochmal mitzunehmen und zu denken und zu fühlen und spüren?

00:48:31: Helfen sie mir da gerne!

00:48:34: Also es gibt inzwischen wirklich gute Theorien auch die sich auf die Hirn-Dynamik beziehen, auch verschiedene Netzwerke im Gehirn wie deren Zusammenspiel ist.

00:48:45: Und mir persönlich muss ich sagen hilft das sehr wenn ich weiß was ich tue, wenn ich meditiere.

00:48:51: Weil viele wissen es glaube ich gar nicht so genau Die machen zwar jetzt irgendwo steht in dem Buch aber sie haben eigentlich keine Erklärung Wie die verschiedenen Methoden wirken psychologisch neurowissenschaftlich Auf die Hirndynamik und was da alles passiert und warum's auch manchmal so schwierig ist Sich zu konzentrieren.

00:49:08: Ja, auch da hat die Forschung wirklich sehr viel gelernt über dieses Takträumen und dieses Abdriften in Gedanken.

00:49:15: Das sogenannte Default-Mode-Netzwerk was immer wieder einen dazwischen schießt.

00:49:19: und so dieser Plan.

00:49:20: jetzt meditiere ich, jetzt konzentriere ich mich das gelingt nur für relativ kurze Zeit.

00:49:25: Und wenn man dann abdriftet und es dann irgendwann bemerkt und sich zurückholt, muss man sich deswegen nicht verurteilen sondern im Gegenteil dass ist genau der Prozess der Meditation dieses ständige Üben um immer wieder sich in die Gegenwart zu holen.

00:49:38: Also, die Aufmerksamkeit zur Schulen dann auf den Körper zu richten mehr mit dem Körperein so sein, die Emotionen zu klären und schließlich eben auch diesen ganzen Bewusstseinsapparat denen sich klarzumachen.

00:49:49: ich glaube dazu für dieses System.

00:49:52: wie Mutation mit zunehmendem Vertiefung führt haben wir heute sehr gute Erklärungsmodelle in der Wissenschaft und wenn ich sie im Hintergrund habe und verstehe Was ich mache, warum ich das mache und wie es wirkt hilft das in der Meditation ernanmen.

00:50:10: ist mein Ansatz eigentlich da, nicht nur zu spirituell unterwegs zu sein und sich an den traditionellen Lehren zu orientieren.

00:50:18: Obwohl Buddha muss man sagen es war ein genialer Psychologe der hat das alles sehr gut beschrieben und gute Methoden entwickelt um sich dazu transformieren.

00:50:26: aber wir haben heute eben andere Möglichkeiten weil wir ins Hirn reinschauen können und wissen wie das Ganze miteinander verdrahtet ist und auch dass es viel flexibler ist als man lange gedacht hat.

00:50:37: Ja und wenn man das im Hintergrund weiß, hilft es einem das Beste zu verstehen.

00:50:41: Und mit dem größeren Verständnis glaube ich ist Meditation auch einfach effektiver weil ich weiß was ich da tue.

00:50:48: Ja super guter Punkt kann man glaube ich einfach auch so stehen lassen.

00:50:53: dann Ich würde gerne zum Abschluss sie nochmal zwei kurze Fragen stellen oder wie sie zwei kurzen Fragen stellen?

00:51:03: Einen Fragen stellen!

00:51:05: Einzelne Beide.

00:51:07: Wir haben ja über Bücher heute viel gesprochen und wenn ihr Leben ein Buch wäre, welchen Titel würden Sie ihm geben?

00:51:18: Meditation als Weg der Selbsterforschung.

00:51:23: Das ist so eigentlich mein Weg weil damit ging es los mit Fünfzehn, Sechzehn Mit Philosophie und dann direkt ins Yoga in die Meditation Und das durchzieht eigentlich mein ganzes Leben immer wieder Meditation zu nutzen um auch sich zu fragen, was es kommt als nächstes.

00:51:41: Wie geht's weiter?

00:51:44: Und das geht auch weiter!

00:51:45: Also das Buch ist nicht zu Ende geschrieben und das kann noch sehr viel passieren weil je mehr man das macht umso größer werden die Freiheitsgrade, die man hat wenn man sich löst von diesen Vorstellungen, diesen traditionellen, wie man das Leben abzulaufen hat.

00:52:00: Ja, das macht auf jeden Fall Sinn.

00:52:03: Letzte Frage über welchen Satz oder über welche Frage sollte jeder Mensch einmal nachdenken

00:52:12: Wer bin ich wirklich?

00:52:15: Also dieses erkenne dich selbst ist dann sozusagen die Aufforderung und die Frage dazu, wer bin ich.

00:52:21: Und die zweite Frage, die ich auch sehr gut finde ideal für die Meditation ist die Frage was ist jetzt?

00:52:30: das Schöne an dieser frage ist nämlich es kommen immer neue antwort.

00:52:34: Es gibt keine endgültige.

00:52:36: Die Wahrheit liegt darin zu fühlen zu spüren zu erkennen, was ist jetzt.

00:52:45: Damit sich der Wirklichkeit zu öffnen und das ist sozusagen eigentlich Meditationen auf eine ganz kurze Formel gebracht.

00:52:51: Was ist jetzt gerade in mir um mich herum?

00:52:56: Das war die fünftzigste Folge von Humans Are Happy und ich danke dir wie immer fürs Zuhören!

00:53:02: Wenn dir dieses Gespräch gefallen hat, dann freue ich mich wenn du den Humans Are Happy Podcast weiter empfiehlst oder mir bei Apple und Spotify eine fünf Sterne Bewertung darlässt.

00:53:14: Um die nächste Folge nicht zu verpassen folge humans are happy dort wo du gerne Podcasts hörst!

00:53:20: Ich freu mich wenn Du beim nächsten Mal wieder dabei bist und sage bis dahin dein Leo.

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