Wenn ich noch einen Tag zu leben hätte – mit Regina Heygster | Wdh.
Shownotes
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen bei Humans Are Happy.
00:00:03: Ich bin Leonhard Gabriel Heikster und in dieser Woche nähern wir uns schon so langsam wieder dem Ende unserer kleinen Zeitreise durch die Welt des Wohlbefindens, um die letzten fünf Jahre hier im Podcast.
00:00:15: In dieser Woche stelle ich dir aber noch mal eine weitere Highlight-Folge aus meiner eigenen Lernreise hier im podcast vor Und das liegt bei dieser Folge ganz konkret an zwei Dingen.
00:00:26: zum einen liegt es am Thema Denn in dieser Woche geht es hier um das Themenfeld Altern, Sterben, Tod und Trauer.
00:00:33: Und darum was all das jetzt wiederum mit Wohlbefindenung Glück zu tun hat.
00:00:38: Kleiner Spoiler?
00:00:39: Sehr viel!
00:00:40: Vor allem aber hat mich in diesem Gespräch die Gesprächspartnerin heraus gefordert denn in dieser Folge spreche ich hier mit meiner eigenen Mutter.
00:00:48: Wir begegnen uns jedoch nicht in einer klassischen Mutter-Kindbeziehung, sondern – und das ist das Schöne auf kollegialer Augenhöhe.
00:00:56: Aber dennoch sehr persönlich!
00:00:58: Regina Heikster ist seit über twenty-fünf Jahren Hospizbegleiterin, Supervisorin und Dozentin für den sozialen Bereich.
00:01:06: Und genau das macht sie an dieser Stelle eben auch zu einer so spannenden Gesprächspartnerin.
00:01:11: Die familiäre Überschneidung bringt hierbei jetzt einfach nur eine spannende und ebenfalls sehr wertvolle Perspektive mit rein.
00:01:18: Und wenn ich meine wichtigste Erkenntnis aus diesem Gespräch in einem Satz zusammenfassen sollte, dann wäre es dieser Satz nicht immer aber immer wieder!
00:01:27: Diese weiche und liebevolle Haltung auf sich selbst und auf das Leben habe ich nämlich aus diesem Interview mitgenommen ebenso wie das persönliche Highlight auf dieser Bühne ein Gespräch mit der eigenen Mutter zu führen.
00:01:40: Ich wünsche dir also jetzt ganz viel Spaß beim Hören.
00:01:42: Viel Freude, viele Erkenntnisse und vor allem auch eine gute Zeit!
00:01:46: Ich sage herzlich willkommen Regina Heikster.
00:01:50: Hi Leo schön dass ich da sein darf finde ich schön das sich eingeladen worden bin.
00:01:53: vielen Dank.
00:01:55: ja ich habe tatsächlich auch echt große Lust auf dieses Gespräch und bin richtig gespannt auf die thematische Auseinandersetzung aber natürlich auch auf die Konstellation.
00:02:03: lass uns einfach mal das ganze wagen und reinspringen.
00:02:07: Ja gerne.
00:02:07: Du
00:02:07: sagst?
00:02:09: Total gerne.
00:02:09: Du sagst, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod bringt einem dem Leben näher und das interessiert mich.
00:02:17: Wie hängt das denn zusammen?
00:02:19: Da muss ich ganz weit ausholen.
00:02:21: Als ich vier Jahre alt war, saß ich in meiner Wohnung also da wo ich geboren bin, in der Wiedermutstraße hier im Bremen auf dem Fußboden vor der Küche.
00:02:32: Meine Mutter arbeitete in der Küche.
00:02:34: Ich war die Vierte von vier und war die Jüngste, saß da und spielte mit Bauglötzern.
00:02:39: Und ich weiß nicht warum und in welchem Zusammenhang aber meine Mutter sagte einen Satz, den mich bis heute durch mein ganzes Leben begleitet hat.
00:02:48: Sie sagte bedenke Kind, mit jeder Sekunde deines Lebens kommst du deinem Tode näher!
00:02:54: und habe überlegt, was ist der Tod?
00:02:58: Was ist das Leben?
00:02:59: Was eine Sekunde?
00:03:00: Ich hab auch Fragen gestellt.
00:03:01: Das weiß ich aber die Antworten nicht mehr.
00:03:03: Aber dieser Satz hat sich in mir eingebrannt Bedenke Kind mit jeder Sekunde deines Lebens kommst du deinem Tode näher.
00:03:09: Und eigentlich können wir uns das alle sagen.
00:03:12: Jeder Mensch ist ja auch letztlich einmal Kind gewesen.
00:03:15: Wir kommen mit jeder sekunde unseres Lebens unserem Tode Näher.
00:03:19: Wenn wir das bedenken sehen wir manches eventuell anders.
00:03:22: Ich glaube dass dieser Satze unterbewusst ein Gratmesser für mein Leben war.
00:03:27: und letztlich da anzukommen, wo ich dann in meinem zweiten Beruf auch tatsächlich angekommen bin.
00:03:32: Als Sozentin und Supervisor für den sozialen Bereich bei den Themen Altersterbentut und Trauer.
00:03:37: Und ich muss dazu sagen das hat lange Jahre geschlummert.
00:03:41: Ich bin ja in meinem Leben mehrere Berufe und tun jetzt hier nicht viel zur Sache.
00:03:46: aber als meine Kinder klein waren In einer Situation gewesen, meine Kinder kamen also ich so Mitte der dreißiger Jahre war und ich habe drei Kinder bekommen.
00:03:58: Und die sind in vier Jahren auf die Welt gekommen und das war recht schnell und es waren natürlich, kann ich Frauen können das nachvollziehen?
00:04:07: Das kann auch anstrengend sein!
00:04:09: Als meine Kinder dann schon ein paar Jahre älter waren.
00:04:12: da hab' ich dann doch gemerkt dass ich manchmal auch an meine körperlichen und emotionalen Grenzen komme und habe gemerkt, ich brauche eigentlich Unterstützung und Hilfe.
00:04:21: Die kriegt man dann oft eigentlich.
00:04:22: wenn dann Oma und Opa kommen und auch mal sagen macht man eine Woche Urlaub, ich nehme die drei Kinder oder einen Freundin sagt ja in meinem Kreis war das aber so dass meine Eltern schon recht alt waren und wohl mal für den Tag vorbeikommen konnten oder für ein paar Stunden aber nicht für Urlaub.
00:04:38: Und ich hatte zu der Zeit häufiger Migräne und das drei Tage lang.
00:04:44: Und da findet man nicht ad hoc mal eben jemand, der drei Tage ungeplant drei Kinder nehmen kann.
00:04:51: Es hat mich sehr betroffen gemacht wie schwierig das ist wenn man in einer Lage ist wo man Hilfe braucht keine zu bekommen.
00:04:57: Wir haben es natürlich geschafft Der Vater meiner Kinder und ich und wir sind durch diese Zeit gekommen.
00:05:02: Ich habe mittlerweile auch keine Migräne mehr aber ich weiß wie schwer solche Tage sein können.
00:05:08: In dem Zusammenhang habe ich einen Artikel gelesen der hieß Ihr letzter Frühling war wieder erste und er handelte von Sterbebegleitung.
00:05:16: Und dieser Artikel hat mich so eingenommen, dass ich gedacht habe, wow das ist etwas was ich lernen will!
00:05:22: Ich möchte lernen Menschen am Lebensende zur Seite zu stehen weil ich denke, dass Menschen am lieben Anfang und am Liebens Ende den Menschen brauchen.
00:05:32: also kein Mensch kommt auf die Welt und kann sofort laufen der wird erst mal von Händen in Empfang genommen Von den Händern der Hebamme oder des Arztes in der Regel dann der Mutter oder dem Vater überreicht.
00:05:43: und dann braucht es ein kleines Wesen, lange Jahre erst mal Hilfe also ein Jahr zumindest.
00:05:48: Und am Lebensende ist das nicht viel anders.
00:05:51: Am Lebensende braucht der Mensch auch den Menschen, braucht Hilfe bei den Stationen des Lebens wie Naja... Auch Windeln, auch zur Seite stehen beim Laufen, auch überhaupt emotional zur Seite stehn'.
00:06:05: und das habe ich gelernt!
00:06:06: Ich bin dann in einen Kurs gegangen und hab gemerkt dass ist meine Berufung.
00:06:13: Ich bin dann in diesem Beruf seit über twenty-fünf Jahren jetzt tatsächlich leitend tätig.
00:06:18: Ich bilde Menschen in Sterbebegleitung aus, ich bilde Pflegekräfte weiter, gebe Supervisionen und ich bin glücklich in diesen Beruf.
00:06:26: Und ich habe festgestellt dass es sehr gut tut sich mit dem Tod auseinanderzusetzen und dadurch eigentlich wirklich dem Leben näher zu kommen weil man die Kostbarkeit des Lebens viel deutlicher wahrnimmt wenn Wenn man eigentlich sich immer wieder gewahr ist, es kann jederzeit vorbei sein.
00:06:46: Es haben mich gerade zwei Sachen berührt und die waren einmal ganz am Anfang von dem was du gesagt hast und dann ganz am Ende und irgendwie bilden sie auch eine schöne Klammer.
00:06:54: deswegen werfe ich direkt beide rein.
00:06:56: Du hast gesagt als deine Mutter also meine Oma sagt das Kind bedenke jede Sekunde deines Lebens bringt dich dem Tode näher.
00:07:09: Also ich dachte grade, ja okay das kann natürlich eine Kraft entwickeln.
00:07:13: Das kann auch aber eine Angst irgendwie auslösen können ist.
00:07:18: und dann hast du gerade gesagt am Ende es tut gut sich mit dem Tod auseinanderzusetzen.
00:07:27: Das war ja quasi wie ne Antwort schon darauf.
00:07:30: Das hat bei dir scheinbar nicht irgendwie Angst oder Abwehr ausgelöst sondern du sagst Das tut gut, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen.
00:07:38: Und ich glaube, dass diese Aussage in der Gesellschaft nicht unbedingt so populär ist ... Ich erlebe das zumindest nicht.
00:07:47: Deswegen interessiert mich was ist denn das?
00:07:50: Was daran guttut, sich damit auseinandersetzen zu können?
00:07:54: Ich würde es voll gern verstehen!
00:07:58: Als Kind habe ich keine Angst gehabt.
00:07:59: Ich hab das ja gar nicht begriffen, da sind ja alles Worte für mich gewesen die ich überhaupt gar nicht ermessen konnte was das heißt.
00:08:05: als vierjährige wusste ich nicht was tot ist.
00:08:07: ich wusste aber auch nicht was leben ist und ich fand die worte aber so spannend dass ich die haben ich neugierig gemacht.
00:08:14: sie haben sich augenscheinlich auch so in mir festgesetzt dass ich diesen Satz nie vergessen habe.
00:08:20: Er kommt auch in fast allen meiner Kurse auf irgendeine Art und Weise vor, weil das leere ich natürlich.
00:08:25: Ich habe das gelernt und ich leere das auch.
00:08:28: Und natürlich du fragst also warum ist es so dass in der Gesellschaft dieses Thema nicht so ein Paradebeispiel für wow damit will ich mich auseinandersetzen?
00:08:38: Es wird Gott sei Dank mehr.
00:08:40: aber wir Menschen sind ja auch Sicherheitsmenschen.
00:08:43: Wir wollen doch auch gerne wissen was kommt.
00:08:45: Also wir planen unser Leben.
00:08:48: Unser gesamtes Leben besteht daraus, dass wir überlegen was mache ich wann wie wo mit wem zu welcher Zeit oder wenn wir vieles nicht planen können.
00:08:56: Ich denke jetzt nur mal an die schrecklichen Katastrophen die gerade passieren, die Kriege weltweit und die Menschen die überhaupt gar nichts mehr können.
00:09:04: Die sind so rausgeworfen.
00:09:05: da ist all das was vorher unser ganzes Sicherheitsempfinden uns geschenkt hat.
00:09:11: auch So wird mein Leben, so ist es, kaputt gemacht worden.
00:09:16: Darauf können wir uns nicht einstellen und ich habe gemerkt dass Menschen natürlich da auch eine Scheu vorhaben hinzuschauen.
00:09:23: Es kann jeden Tag anders sein.
00:09:25: Natürlich wissen wir das, dass jeden Tag etwas passieren kann.
00:09:29: Du weißt es selbst.
00:09:30: also Gunnar mein lieber Mann ist vor zwei Jahren hat einen Unfall gehabt.
00:09:35: Der hat einfach nur Laubhaken wollen auf der Garage, weil Herbst war so wie jetzt, jetzt haben wir Oktober und das war im November Und die Leiter ist ein bisschen weggerutscht und er ist aus fast drei Meter Tiefe als wäre man voll mit dem Rücken platt auf den Steinfußboden vor unserer Werkstatt gefallen.
00:09:54: Er hatte acht Brüche gehabt sechs Rippenbrüche zwei Beckenbrücher aber es lehm geblieben.
00:09:57: Was für ein Glück, was für einen Segen.
00:10:00: Er war ein Jahr lang krankgeschrieben und hätte genauso gut tot sein können behindert und ähnliches Und das war uns beiden ganz bewusst.
00:10:08: er war ein jahr lang sehr schmerz Ein Schmerzpatient und krank und konnte auch nicht arbeiten.
00:10:14: in dieser zeit hat sich mittlerweile wunderbar Wieder ist wieder gesundet und im Leben zurückgekommen.
00:10:19: aber das war ein Geschenk.
00:10:21: und dass wir ein geschenk bekommen haben dass er Leben geblieben ist, das haben wir wirklich gefeiert.
00:10:25: Wir waren natürlich traurig und wir haben beide auch gelitten eher besonders aber ich auch an seiner Seite.
00:10:32: Aber uns war auch klar es war ein riesen geschenkt dass er leben bleiben konnte Dass ja auch nicht irgendwie quer schnitzgelehnt war und auch nicht den kopf irgendwie durch Ein starke erschütterung so beschädigt hat dass er nicht mehr klar denken konnte.
00:10:44: all das ist nicht passiert Und wir gucken oft auf was passiert aber nicht auf das was nicht passiert diese wo für wir dankbar sein können, was wirklich gut ist.
00:10:54: Was nicht nur tragisch ist.
00:10:56: und der Tod ist etwas, wo wir eigentlich unsere Unsicherheit, unsere Machtlosigkeit am meisten spüren weil wer von uns weiß wie es weiter hinterher geht?
00:11:08: Hier kommt einmal ein kurzer Einschub in eigener Sache.
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00:11:29: Für dich sind das wenige Klicks aber für mich macht das hier wirklich einen großen Unterschied aus.
00:11:34: Ich danke dir im Vorfeld und ich wünsche dir jetzt wieder ganz viel Spaß bei diesem Gespräch.
00:11:53: Und wenn etwas Angst macht, ohne dass wir das uns richtig eingestehen ist, macht mir Angst.
00:12:07: Dann setzen sich die Menschen nicht unbedingt an ihren Tisch und sagen okay, jetzt mach ich mir jetzt Angst.
00:12:12: da schaue ich ganz genau hin um zu gucken.
00:12:14: wie gucke ich der Angst ins Auge?
00:12:15: was steckt dahinter?
00:12:16: Nicht was kommt hinterm hoch tot sondern was steckt hinter der Angst und wie könnte ich mit ihr umgehen?
00:12:21: so gehen wir ja nicht damit um.
00:12:22: Wir vermeiden das und gucken gerne weg auf das was schönes und überhaupt wo wir sicher sind Es auch gut so zum großen Teil Aber eben halt bei diesem Thema ist es eben oft erst so, wenn wir selber mit einer lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert werden oder wenn ein Mensch in unserem Umfeld stirbt.
00:12:45: Dann spüren wir unsere Machtlosigkeit.
00:12:48: ich selber zum Beispiel habe vor sieben Jahren Krebs bekommen Brustkrebs und Ich habe schon viele Jahre, zwei Jahrzehnte vorher Sterbebegleitung gelehrt.
00:12:59: Ich hab mit Menschen gearbeitet die auf den Tod zu gehen.
00:13:02: ich hab Menschen begleitet aber nachts am Bett von Menschen gesessen die auf ihr Lebensende zugehen.
00:13:08: Aber selber mit einer lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert zu werden oder Menschen zu begleiten Oder darüber zu lesen ist etwas völlig anderes.
00:13:18: Das habe ich erfahren und ich musste mich selbst damit auseinandersetzen.
00:13:20: Was macht das mit mir?
00:13:21: Wie gehe ich da mit um, wie teile ich das meinen Kindern mit meiner Familie?
00:13:25: Wie tragen wir das?
00:13:26: Welche Ängste kommen in mir hoch?
00:13:30: Ich musste dann den medizinischen Weg wählen.
00:13:33: was will ich machen lassen?
00:13:34: Was lasse ich zu?
00:13:36: Was entscheide ich selber?
00:13:38: und wie lang ist mein Leben noch?
00:13:40: Und das sind Ängste und Sorgen, die muss man dann für sich selber und ganz alleine durchleben.
00:13:46: Die kann man aber nicht profilaktisch durchleben wenn man nicht Krebs hat.
00:13:49: Das ist ganz schwierig!
00:13:50: Das ist dann wirklich erst in so einer Situation In meinen Augen wirklich real möglich.
00:13:57: Aber wenn ein Mensch stirbt in unserem Umfeld Ich selber hatte zwischen dir und deinem Bruder eine Fehlgeburt Dieses Gefühl Ein Mensch will kommen Wenn ich möchte ihn auch gerne in Empfang nehmen und es klappt nicht.
00:14:13: Und du musst das betrauern oder ein lieber Mensch wie unser Freund Michael ist gestorben, oder meine Eltern sind gestorbt.
00:14:20: Viele Menschen sind in meinem Leben die ich sehr gerne gehabt habe gestorban.
00:14:25: Wenn man sich darauf vorbereiten kann dann ist das nochmal ein anderer Schritt.
00:14:30: wenn aber jemand durch einen Unfall wie unser freund Michael plötzlich verstirbt Dann ist das ein Schock Dann ist das auch ein großer Verlust und dann werden ganz, ganz viele Gedanken frei.
00:14:41: Und die leere ich auch in einem Seminar.
00:14:44: was ich gebe wenn ich noch einen Tag zu leben hätte, Hätte ich doch nur!
00:14:48: Hätte Ich diesen Mehrell doch nur gesagt Mensch Kehl du bist mein größter Kritiker aber ich möchte dich eigentlich überhaupt nicht nie aus meinem Leben raus haben.
00:14:55: und nun war er weg aus meinem leben und ich habe ihn viel mehr lieb gehabt als Ich, dass mir selber eingestehen wollte und Liebhaben heißt nicht irotisch oder Partnerliebe oder ähnliches sondern man kann ja viele Menschen sehr ins Herz.
00:15:09: Ja mit hinein nehmen und schätzen und gern haben und auch lieb haben Und die sind dann weg.
00:15:15: und was dann?
00:15:16: Dann stehen wir da und spüren unsere Machlosigkeit und davon haben Menschen Angst und deswegen ist das ein Thema wo man gerne.
00:15:26: Während ich dir so zuhöre kommt in mir häufig einen Satz In meinen Kopf, den ich in der Zehnt nicht um uns are happy Podcast Folge gehört habe.
00:15:38: Nämlich auch von einem Menschen, den du gut kennst nämlich Anneli Keil und die hat gesagt Das Leben ist verletzlich endlich unverfügbar.
00:15:51: Ich glaube sie hatte auch wieder wen zitiert nur der Vollständigkeit halber aber das trifft es finde ich ganz gut was Du sagst.
00:15:57: kann ich mich darauf vorbereiten?
00:16:00: hab ich vielleicht sogar eine Hospizbegleitung, kann mich selber oder darauf vorbereiten.
00:16:04: Wenn vielleicht ich irgendwann von diesem Erden rund gehe oder Freundinnen von mir aber diese Verletzlichkeit beispielsweise durch einen Unfall oder diese Endlichkeit wir wissen nicht wann und die Unverfügbarkeit Wir können nur sehr bedingt Einfluss nehmen auf Dinge Corona Kriege trifft mich der Blitz was weiß Ich So, das kommt da einfach total in mir hoch und ich mag das einfach gerne teilen.
00:16:35: Weil ich finde dass was du gerade beschreibst trifft es einfach so gut was auch da Anneli Keil gesagt hat.
00:16:42: also für alle die das interessiert gerne mal in die zehnte Podcastfolge rein hören.
00:16:47: Ich möchte gerne eine Frage stellen Die mir gerade gekommen ist wie und ich dir zugehört habe nämlich Nahtoderfahrungen hast als sehr tröstlich beschrieben oder die Auseinandersetzung damit.
00:17:02: Was ist das Tröstliche für dich an Nahtoderfahrungen?
00:17:07: Da müsste man dann in den Spiegelfilmen reingucken, kann man ja mal googeln, Spiegelfilm nahtoderfahrung da gibt es eben halt Beispiele von Menschen, die Nahtoterfahrungen gehabt haben unter anderem eine Frau und einem Alter, die einen Unfall gehabt hat einmal auf der Autobahn Irgendeine Zeit später nochmal im zweiten sehr schrecklichen Unfall und die war so, sag mal kaputt gefahren wirklich.
00:17:31: Wenn man mit dem Auto auf der Autobahn ein Unfall erleidet dann kommt man selten ungeschadet daraus und geht wie normaler Mensch auf zwei Beinen raus.
00:17:38: also ich glaube der ganze Körper hatte war gebrochen aber nicht nur die Knochen sondern auch die Innereien Milz und ähnliches.
00:17:45: das ist alles nicht witzig.
00:17:48: sie hat er auch im
00:17:49: Kopf
00:17:50: also auch eine Gehirnerschütterung Also unzählige Knochenbrüche, unzählig innere Organe die angegriffen waren und Bluten zu Bluten begannen.
00:18:00: Ich bin keine Medizinerin.
00:18:01: es war jedenfalls ein Wunder dass sie sich wieder belebt haben und auch weiter dann beatmet haben Und dann ist sie innerhalb dieser Situation eben klinisch tot gewesen.
00:18:13: Sie haben sie an der Maschine weiter beatmet und auch den Körper versorgt Und alles in dem Sinne operiert, was zu operieren war und die Frau ist zurückgekommen.
00:18:23: Sie hat aber in dieser Zeit eine Nahtoderfahrung gehabt und die ist im Kopf klar geblieben.
00:18:27: das ist also auch ein Wunder und konnte danach auch wieder gehen.
00:18:31: Die Nahtod Erfahrung war tatsächlich dass sie sah wie sie aus ihrem Körper austrat und wie sie dann in einem wunderschönen Licht eintrat und in den sogenannten Himmel.
00:18:44: Sie hat das als Himmel bezeichnet, was im Übrigen sehr viele Menschen die Nahtoderfahrung gemacht haben auch tatsächlich so bezeichnen.
00:18:54: Sie wurde in Empfang genommen von ihrer Oma und das Verblüffende war, dass sie ihre Oma in ihrem Leben nicht kennengelernt hat weil die vor ihr gestorben war.
00:19:03: Und die hat sich ganz liebevoll in Empfangen genommen und ihr gesagt es schön, dass ich sie jetzt sieht und ich weiß nicht was die Oma ihr gesagt hat ob die OMA diejenige war die ihr sagte deine Zeit ist noch nicht gekommen oder ob sie das selber gespürt hat.
00:19:16: Die Menschen die Nahtoderfahrung haben eine Himmelserfahrung und auch das Gefühl haben sie werden in Empfang genommen, spüren selbst dass ihre Zeit noch nicht so weit ist den Schritt weiter zu gehen in dieses himmelsähnliche Welt.
00:19:31: Und sie ist dann wieder zurückgekommen.
00:19:32: aber die Menschen die in diesem Film geschildert werden oder auch an den Berichten von denen ich gelesen habe, die schildern alle, dass sie daraufhin ihr Leben als viel viel kostbarer empfinden, dass Sie dankbare sind, dass wir keine Angst mehr davor haben irgendwann diese Welt zu verlassen und zu sterben weil sie wissen, es wird tröstlich.
00:19:52: Es wird lichtvoll und schön.
00:19:54: was auch immer estern ist dass ich kann das nicht beurteilen.
00:19:58: Ich weiß nicht ob das stimmt.
00:19:59: Ich kann nur sagen mich hat das sehr befriedet.
00:20:02: Und ja ich habe mit meinen Eltern auch darüber geredet als es bei denen aufs lebensende zu ging dass ich diese berichte gesehen habe und dass alle die das erzählt haben in diesen berichten eben halt als tröstliche und schönen erlebt haben.
00:20:16: Das hat auch nichts damit zu tun ob man gläubig ist Also, ob man jetzt religiös erzogen ist.
00:20:22: Ob man gottgläubig ist.
00:20:24: also in dem Film sind auch Menschen interviewt worden mit Nahtoderfahren die überhaupt nichts mit Kircharmut hatten Die dann hinterher allerdings das Gefühl haben ich möchte mich mit meiner eigenen Religiosität und Spiritualität auch auseinandersetzen.
00:20:39: Ich möchte mich Mit mir und meinem inneren.
00:20:42: was is eigentlich mein geistiger Weg?
00:20:44: Ich bin ja mehr als nur meinen Körper Und was triecht mich da?
00:20:49: Was gibt mir halt, wenn mein Halt bricht.
00:20:53: Wo finde ich halt?
00:20:54: außerhalb der Menschen die mir zur Seite stehen?
00:20:56: aber auch die können ja mal wegbrechen.
00:20:58: also wo finde ich in mir und etwas in mir halt was außerhalb von mir ist und das fand ich eigentlich sehr tröstlich.
00:21:07: Ja es erinnert mich gerade an etwas... Ich versuchte es ja dann irgendwie so abzugleichen während ich dich höre mit woran.. Wie kannst du da innerlich Bezug nehmen?
00:21:18: Ich hatte vor fünf Jahren, du weißt jetzt natürlich mal einen Unfall wo ich eine Klippe runtergefallen bin.
00:21:23: Extrem großes Glück gehabt habe.
00:21:24: dass das für mich relativ glimpflig ausgegangen ist hätte wirklich auch anders ausgehen können.
00:21:31: Ich hab mit dem Kopf gebremst sage immer so ein paar Meter.
00:21:35: Das war nicht lustig.
00:21:37: und Ich weiß nur, den Tag danach im Hotel auf Gran Canaria habe ich mir so unter Schmerzen Socken angezogen nachdem ich unter schmerzenden Duschen war und ich war so dankbar meine Füsse zu spüren.
00:21:50: Das war halt geil irgendwie.
00:21:52: Sonst war es eine scheisse Situation aber ich war richtig dankbar.
00:21:56: in dem Moment irgendwie so krass!
00:21:58: Ich darf diesen Körper noch benutzen.
00:22:01: Ja, darf das noch?
00:22:02: Also ich hab jetzt nicht so beispielsweise... keine ahnung weiß es licht gesehen oder so das kann ich nicht erzählen.
00:22:09: aber was sich also diese diese verbundenheit oder dankbarkeit dann dafür geil irgendwie dass ist das ist irgendwie ziemlich kostbar hier.
00:22:20: das hat auch noch ein paar wochen angehalten.
00:22:22: so irgendwie das kein ahnung eigentlich dinge die ich die man selbstverständlich findet vielleicht eher was weiß ich einen baum oder so oder licht dann anders wahrgenommen habe.
00:22:32: das war irgendwie ganz cool.
00:22:36: Ich will nochmal auf den Punkt zurückkommen, den du gesagt hast mit dem Freund Michael.
00:22:43: Er verstorben ist und du sagst... Ja und dann kommen mir so ganz viele hätte ich doch in den Kopf Und das ist glaube ich ein ganz spannender Punkt Für mich jetzt gerade einen schmaler Grad zwischen beräuch vielleicht etwas nicht getan zu haben weil es jetzt hier nicht mehr geht einen Beispiel.
00:23:08: Aber das bringt uns ja wirklich dem, vielleicht dem Leben näher.
00:23:11: hätte ich doch weil ich in dieser vielleicht auch schmerzhaften Erfahrung in dem Moment spüre was sich denn gerne gesagt hätte gemacht hätte getan hätte im Bezug auf diesen Menschen oder vielleicht im Bezu auf mein Leben und das finde ich bringt mich in den moment wirklich auch dem leben näher.
00:23:32: was hätte ich dann eigentlich gerne gemacht?
00:23:35: Wir können, wenn wir uns diese Frage stellen während es vielleicht jetzt noch nicht so eng oder so nah vor dem eigenen Ende ist.
00:23:45: Es muss ja auch nicht immer das Lebensende sein.
00:23:47: Das kann ja auch andere Lebensbereiche sein die zu Ende gehen.
00:23:51: was weiß ich?
00:23:54: Wenn ein Besuch endet und ich will diesen Besuch einfach irgendwie etwas sagen oder was weiß Ich gibt ja alles Mögliche Das kann ich mir vorstellen.
00:24:03: Wenn ich noch einen Tag zu leben hätte, das ist ja auch das Seminar auf das du ansprichst, dass es einen sehr stark damit in Verbindung bringt was will ich eigentlich?
00:24:12: oder was fände ich schön?
00:24:14: Ich würde diesen Ball gerne einfach mal so in die Luft werfen und hoffe du fängst den, weil das ist was in mir gerade einfach da an Resonanz kommt.
00:24:21: Was hast Du für ein Impuls darauf?
00:24:24: Wenn mein... wenn ich am Punkt bin wo ich nichts mehr erinnern kann Dann kommen natürlich solche Gedanken hätte ich doch nur und dann kann ich sie nur bedauern.
00:24:34: Oder ich kann mit einem Ritual vielleicht für mich selbst, ich sag mal immer mich selbst in einen Arm nehmen und sagen Ich bin ein Mensch ich habe nicht alles richtig gut gemacht sowohl an mir selber als auch anderen.
00:24:46: aber wir stecken ja nicht alle am lebensende wo wir zurückschauen und sagen Hätte ich nun können nicht mehr.
00:24:53: Wir stecken hier im moment meistens zumindest jetzt die zuhörenden vielleicht oder wir Menschen in der Regel noch mitten im Leben.
00:25:02: Und für mich ist eigentlich der Punkt, dass diese Achtsamkeit immer wieder – das kann man nicht permanent, ich bin auch nicht in den vierundzwanzig Stunden am Tag achtsamt-, aber dass man die Achtsammkeit des Lebens immer wieder sich so ins Herz zurück holt und sich fragt, was liegt jetzt für mich an?
00:25:19: Wie möchte ich demjenigen begegnen wie Michael, der mein größter Kritiker
00:25:25: ist?".
00:25:26: Was ist da für ein positives Liebesgefühl und wie möchte ich ihm das mitteilen?
00:25:31: Oder wie möchte Ich in einer Konfliktsituation vielleicht rausgehen, ohne dass sich nach zwanzig Jahren sagen muss.
00:25:38: Hätte ich bloß nicht da so auf dem Pod gehauen.
00:25:41: Wäre ich bloßen nicht so ausfallen geworden?
00:25:43: also in der Situation sehr vieles entschuldbar und auch sehr viel es erklärbar aber im Nachhinein relativiert sich sehr Vieles.
00:25:52: Ich ermunter immer viele Menschen In meinen Kursen und in meinen Seminaren dass das sehr heilsam ist fürs eigene Leben zu überlegen, wen man eigentlich wirklich alles gerne mag.
00:26:04: Und sich das wirklich mal so klarzumachen wie viele Menschen das sind und wie viel man an denen nett findet.
00:26:10: Das heißt nicht, man muss jeden menschen sagen ich liebe dich wobei es schön ist wenn man das vielen Menschen sagen kann aber Ich habe dich gern.
00:26:18: also zum Beispiel Man wohnt in einer Nachbarschaft und freut sich dass irgendwie die alte Dame links um die Ecke noch lebt.
00:26:26: Die tut nicht viel, aber die lebt noch.
00:26:28: Sie macht meinen Sicherheitsgefühl hier in der Straße so dass ich weiß sie ist zwei Häuser weiter und immer da und die grüßt so freundlich.
00:26:34: Das heißt das tut mir gut Da passiert nicht viel.
00:26:37: Ich habe mit ihr keinen Kontakt wir trinken nicht Kaffee Und ich brauche sie auch nicht für mein Leben.
00:26:43: Aber wenn sie weg wäre würde sie mir auch auf irgendeine Art und Weise fehlen Weil irgendwie finde ich diese niedliche und so nett.
00:26:49: Warum soll ich es ihr nicht einfach?
00:26:51: Entschuldigung verdammt nochmal sagen Dass sie Zwei Häuser weiter, auch für mein Leben gar nicht so ganz unwichtig ist.
00:26:59: Alleine dadurch dass sie das und ich nett finde, dass sie da ist und dass sich sie vielleicht sogar in ihrer ganzen Art niedlich findet.
00:27:06: Warum denn nicht?
00:27:07: Also ich fände sowas net wenn jetzt jemand Jüngeres zu mir sagen würde Ich würde mich überhaupt nicht blöd dabei fühlen, niedlich oder nett gefunden zu werden.
00:27:16: Und das sind so Dinge wo ich denke man hat so viele Menschen In seinem Kollegenkreis Im Freundeskreis In einer Familie.
00:27:22: auch Da gibt es so viele.
00:27:24: die sind wirklich lieb, nett und freundlich.
00:27:26: Und wir sind auch mit ihnen im Kontakt.
00:27:28: aber wann sagen wir wirklich so bewusst und so offenherzig Mensch weißt du ich hab dich richtig richtig gerne ohne dich als meine Freundin oder ohne dich Als mein Kollege oder ohne Dich als mein was weiß ich wie Projektpartner?
00:27:44: Mir würde glaube ich etwas fehlen.
00:27:45: also nicht immer ne?
00:27:46: Wir können uns ja auch mal zoffen Ehrlich gesagt, wärst du nicht mehr da?
00:27:50: Wär nicht gut.
00:27:51: Also ich möchte dir sagen, ich hab dich gern!
00:27:53: Das muss man nicht in so viele Worte verpacken aber so ein kleines... Ich find das nett und man kann es ja mittlerweile auch mit einer WhatsApp machen oder was weiß ich wie.
00:28:01: also Menschen mitteilen, ich habe dich gerne.
00:28:05: Ich möchte dich in meinem Leben nicht missen dass dazu ermunter ich sehr viele.
00:28:09: Und wenn dann zum Beispiel jemand mal nicht mehr das Dann fällt das auf.
00:28:15: Oder zum Beispiel stellt Fragen Meine Eltern leben nicht mehr.
00:28:18: Sie wurden zweiundneunzig und fünfneunzig, das sind hochbetachte Menschen gewesen.
00:28:23: aber Ich hätte gerne noch so viel gefragt Und während des Lebens habe ich mir diese frage gar nicht richtig gestellt.
00:28:31: was will ich die beiden alten bloß nochmal fragen?
00:28:33: Ich weiß doch schon so viel von denen.
00:28:35: Die haben ja alles mögliche schon zwanzigmal erzählt wie die flucht war und Wie sie dann angekommen sind hier und wie die kinderzeit war.
00:28:42: ich weiß Ja Alles Und mittlerweile sage ich nicht mehr, ich weiß ja alles.
00:28:46: Ich ermunter vielleicht weißt du das was dir erzählt worden ist aber vielleicht möchtest du auch von jemandem der dir nahesteht wissen was der nicht erzählt hat und vielleicht irgendwann geht es nicht mehr.
00:28:59: und dann kommt auch dies hätte ich doch nur... ich habe heute dieses hätt ich doch noch bei meinen Eltern Hätte ich den doch nur ganz andere Fragen gestellt und nicht die üblichen.
00:29:08: Nicht die Frage, ja wart ihr den Nazis oder wart ihr nicht-Nazis.
00:29:11: Fandet ihr Hitler denn schlimm?
00:29:12: Oder fandet ihr den nicht schlimm als ihr gerade mal achtzehn wart?
00:29:15: also Die frage war natürlich normal.
00:29:19: Aber andere fragen hätte ich auch gerne gestellt.
00:29:23: Wie ging es dir eigentlich Als du vom mitten im griech warst und neben dir die granaten einschlugen oder deine deine freunde oder deine Kompany leute mit mal in die luft flogen?
00:29:34: wie hast Du das verkraftet?
00:29:35: die frage habe ich nie gestellt die hätte ich gerne gestellt.
00:29:38: Oder meine Mutter, als sie dann mit meinem Vater durch Polen ging nachdem der Krieg vorbei war und sie durch Bedörfer wanderten wo alles ausgebombt war wie es jetzt ja eben halt in der Ukraine ist.
00:29:49: Wie in Israel Und nur noch irgendwelche alten Laternen von Mastenrumbaumeln Der Wind, Pfiff und ähnliches.
00:29:56: Wie habt ihr die Angst überwunden?
00:29:58: Wie seid ihr klargekommen damit?
00:29:59: Wie habt ihr den Hunger überwunden?
00:30:01: Ihr habt in den ... ah, forty- oder achtenvierzig war das Hungerjahr nach dem Krieg.
00:30:06: Wie habt Ihr dieses Jahr überstanden?
00:30:09: Womit habt ihr euch eigentlich ernährt?
00:30:11: wie habt ihr da geklagt oder war klagen für euch kein Thema?
00:30:15: diese Fragen habe ich nicht gestellt und ich hätte viele andere Fragen die ich jetzt hier nicht erwähnen muss gerne stellen wollen.
00:30:21: dazu ermunter ich Menschen.
00:30:23: sagt euch erbt euch wen ihr gern habt und fragt was ihr wissen wollt Und wenn Menschen gestorben sind, fragt nach den Verstorbenen.
00:30:31: Wenn ein Mensch gestorbt ist dann gibt es Beileidsbekundungen sowohl persönlich als am Grab und mit einer Trauerkarte und danach ist das meistens auch gut.
00:30:41: Ich kann zum Beispiel sagen ich vermisse in meinem eigenen Kreis dass zb niemand mehr nach meinen Eltern fragt Wie waren die denn für dich?
00:30:53: Das sind spannende Persönlichkeiten gewesen und obwohl sie tot sind, würde ich unheimlich gern von denen reden.
00:30:59: Aber das tue ich natürlich nicht, wenn ich nicht weiß ob das jemanden interessiert.
00:31:02: Und so kann man trotzdem auch noch, wenn der Lebenspartner gestorben ist... ...die freundlichen Fragen, Mensch!
00:31:07: Der Martin ist jetzt schon fünf Jahre tot.
00:31:10: Und wie ist dein Leben jetzt für
00:31:12: dich?!
00:31:12: Denkst du viel an den?
00:31:14: Wie viel Raum nimmt das für dich ein oder willst du das gar nicht mehr?
00:31:18: oder woran.
00:31:18: Was sind heute deine schönen Erinnerungen, wenn du an ihn denkst?
00:31:21: Irgendwie sowas!
00:31:22: Da können ganz spannende Gespräche
00:31:24: kommen.".
00:31:25: Ja und das sind so Gedanken die mir dann dabei durch den Kopf gehen.
00:31:29: Ich habe aber jetzt ehrlich gesagt den Faden verloren und die Frage wie war die
00:31:32: noch?!
00:31:48: Aber genau das benötigt auch eine Menge Zeit.
00:31:52: Damit Humans Are Happy kostenlos für alle bleibt, habe ich eine Steady-Seite eingerichtet.
00:31:59: Dort hast du die Möglichkeit humans are happy finanziell zu unterstützen.
00:32:05: So hilfst du dabei dass humans arehappy weiterhin wie gesagt für alle kostenlos bleibt und sogar wachsen kann.
00:32:13: Den Link zur Steady Seite findest Du in den Show Notes.
00:32:16: Alternativ kannst du Humans Are Happy natürlich auch einfach weiter empfehlen oder bei Apple oder Spotify mit fünf Sternen bewerten.
00:32:25: All das sind wirksame Wege dieses Projekt zu unterstützen!
00:32:30: Ich danke dir vorab und wünsche dir jetzt wieder viel Spaß beim Hören!
00:32:36: Ich hab ja auch immer so ein bisschen im Kopf, wenn ich für Menschen die jetzt zuhörn.
00:32:54: Was nehm' ich mit aus so einem Gespräch?
00:32:56: und was nehm', ich vielleicht auch als Host in dem Moment mit aus diesem Gespräch?
00:33:01: Und ich find das total sinnvoll irgendwie diese Frage mir selber zu stellen... Wen mag ich eigentlich alles gerne?
00:33:08: Das hat echt sehr viel mit dem Leben zu tun!
00:33:10: Und erstmal weniger mit dem Tod.
00:33:12: Wen mag ik alles in meinem Leben
00:33:13: gerne?!
00:33:14: Und vielleicht eine Sache pro Mensch warum?
00:33:17: Und dann sich mal vielleicht eine halbe Stunde Zeit zu nehmen und einfach mal darüber Gedanken zu machen.
00:33:23: Ich glaube, dass es eine sehr schöne Tätigkeit ist oder auch sich zu fragen wen will ich eigentlich was noch mal fragen?
00:33:35: Wen will ich was fragen?
00:33:35: Was hast du nicht erzählt?
00:33:37: Das sind so Fragen die ich jetzt gerade für mich mitnehme und ich erzähle es wiederhole das nochmal weil vielleicht finden andere Menschen ja spannend keine Ahnung wird mich freuen.
00:33:47: Das sind auf jeden Fall Essenzen, die ich daraus gerade total ziehen kann.
00:33:52: So.
00:33:54: Das finde ich schön wie du das sagst weil es ja eigentlich auch nochmal auf deine Anfangsfrage zurückführt warum der Tod dem Leben näher führt?
00:34:01: Weil gerade dadurch dass wir jetzt zum Beispiel über dieses Thema sprechen und da ist der Tod im Raum obwohl keiner von uns beiden stirbt aber wir reden über das Thema kommen wir den Leben nähern nämlich in unserem eigenen kleinen Kreis zu gucken.
00:34:16: Du bist jung, aber auch du kannst deine Freunde fragen wenn ich sage mal worüber sprichst.
00:34:20: Du eigentlich gar nicht so gerne oder was.
00:34:23: Ich würde von dir auch gern noch mal etwas neues wissen.
00:34:25: also das ist jetzt blöd ausgedrückt dass So würde ich nie sagen Aber du weißt was?
00:34:30: Ich meine einfach auch nochmal dahin schauen.
00:34:32: was interessiert mich eigentlich an den menschen mit denen ich lebe auch außer hin von dem was sich bisher alles weiß.
00:34:40: Ich kenne das ja auch bei Ehepartnern so gut, ich bin ja nun auch schon ticken älter und habe um mich herum auch viele Menschen die in Beziehungen leben oder lebten.
00:34:48: Und ich höre ganz auf den Satz ach ich kenn ja meinen Partner!
00:34:50: Ich kenn ja mein Partner!
00:34:53: Und ich glaube dass jeder Mensch die Chance hat natürlich der zu sein der er ist und war aber auch jeden Tag ein Stückchen Neues in sich entdecken kann und dass wir auch diese Möglichkeit offen halten dürfen an einem Menschen neues entdeckt zu können.
00:35:09: Ich erlebe das oft auch in Sterwebegleitung.
00:35:12: Wenn es auf das Ende zugeht, dass auch Familienangehörige dann auch sagen zum Beispiel Zu uns zu den Sterwebügleitern ach ja das wollte aber mein Vater nie.
00:35:22: Also der wollte nie viel über die Vergangenheit reden.
00:35:25: Das lassen sie mal schön weg Ja und dann kommen unsere Sterwe Begleiter dahin Und dann ist das mit mal was völlig anderes.
00:35:32: natürlich spricht an der mensch Über das was in ihm ist und vielleicht mit jemandem unbekannten über Vergangenheit, was er mit den eigenen Kindern nie machte.
00:35:41: Und so gibt es auch noch etwas am Lebensende, das dann völlig neu werden kann.
00:35:46: Ich kann da zum Beispiel von einer Begleitung meiner Schwiegermutter berichten die vor zwei oder drei Jahren jetzt gestorben ist und Die wurde begleitet, die ist vier Jahre vor ihrem Tod aus dem Krankenhaus entlassen worden Mit der Prognose Für uns, für die Kinder verabschiedet euch mal.
00:36:06: Wir haben dann die Schwiegermutter nach Hause geholt und sie wollte auch zuhause sterben Und haben alles schön gemacht für Sie und haben nur gewartet das dass sie stirbt.
00:36:16: Aber sie stirb stirbt er nicht sie starb nicht sie lebte.
00:36:21: Und dann haben wir überlegt was können wir ihr für helfen holen?
00:36:24: Was braucht sie noch?
00:36:25: und dann haben überlegt naja wir sind ja von hospice helfe klar.
00:36:28: Wir haben sie gefragt, sag mal möchtest du jetzt?
00:36:30: Ist ja noch nicht ganz so weit.
00:36:31: Das dauert wohl noch der Prozess.
00:36:33: Möchtest Du einen Sterbebegleiter an die Seite haben und ein Menschen der einmal die Woche kommt und vielleicht bei Bedarf auch zweimal Und mit dem du einfach sprechen kannst wie du willst oder Der für dich da ist er mit dir vielleicht ein bisschen Musik hört?
00:36:46: sie war sehr musikalisch Sie hatte früher Klavier gespielt.
00:36:49: auch sagte das finde ich schön.
00:36:51: Dann haben wir sie wählen lassen.
00:36:52: was möchte denn mann oder frau hat sie gesagt auch Ich hätte gern einen Mann.
00:36:56: Und dann haben wir einen ganz tollen Menschen gefunden, ein Mann der zu unserer Mutter meines Mannes und meiner Schwiegermutter Sonntags kam.
00:37:04: Ein ungewöhnlicher Tag aber das passte für ihn am besten!
00:37:07: Und er hat sie jeden Sonntag besucht und man glaubt es nicht vier Jahre lang.
00:37:11: Über diesen Menschen hat meine Schwiegamutter vier Jahre lange Dinge besprochen und Dinge gemacht die sie mit keinem ihrer Kinder hier gemacht hätte.
00:37:18: Wir haben von ihr Seiten erfahren und sie in einer Weise noch mal kennenlernen können wie wir das vorher nicht wussten Und das war so beglückend und schön, an ihr so viel Spass-und Freude erleben zu können.
00:37:30: Sie interessierte sich zum Beispiel für etwas was ihr niemand zugetraut hätte durch den Sterbebegleiter für Philosophie.
00:37:37: Der war nämlich ein philosophieinteressierter Mensch und hat den Mut gehabt meine Schwiegermutter zu fragen ob sie denn nicht Interesse hatte dass er ihr mal einen tollen Text vorliest weil er ihn so schön findet und die war neugierig auch noch am Lebensende und fand es spannend und so haben die dann darüber Philosophiert, was er so vorgelesen hat.
00:37:54: Also sie hat ihre einfachen Gedanken gemacht und hat immer gesagt ach naja es ist ja nichts wichtiges was ich sage aber Ich denke da so zu und so wurden das spannende Gespräche an denen Sie uns anschließt auch erteil haben lassen Und das war ein ganz ganz großes glück und habe ich auch gemerkt Ja wenn man denn gewagt fragen zu stellen zum beispiel darf ich dir mal diesen text vorlesen am lebensende warum der nicht?
00:38:19: hat der Mensch ja immer die Chance zu sagen, nee das möchte ich nicht so gerne.
00:38:22: Das ist ja das Einzige was man am Lebensende noch kann wenn man dennoch denken und reden kann.
00:38:28: zu entscheiden, möchte Ich oder möchte ich Nicht?
00:38:31: Will ich das Fenster offen haben Ja oder Nein?
00:38:34: Möchte ich das Glas Wasser Ja oder nein?
00:38:36: Möcht ich Musik hören Ja oder Nein?
00:38:39: Möchte ich Begleitung Ja oder NEIN?
00:38:43: Möchte ich einen Text Hören Ja oderNein?
00:38:46: Und dadurch dass ich das Entscheidend darf Da mache ich schon wieder was.
00:38:50: Dann habe mich auch ein Stückchen mein Leben in der Hand und deswegen ist das so unheimlich wichtig für Menschen am Lebensende nicht vorsorglich zu überlegen, was für sie gut wäre, was sie jetzt brauchen sondern sie zu fragen Was möchtest du?
00:39:03: Was brauchst Du?
00:39:04: Wie ist es für dich jetzt schön?
00:39:06: Da komme ich auf die Sterbebegleitung dass wir natürlich den Wünschen der Sterbenden oder der Menschen am lebensende Das kann sich wie gesagt vier Jahre hinziehen gerecht werden möchten Und immer einen Schritt hinter ihnen stehen, um von Ihnen dann dadurch dass Sie uns sagen was sie brauchen und was ihn gut tut zu lernen.
00:39:24: darauf stelle ich mich ein.
00:39:25: Das ist für Familienmitglieder oft schwer aber für Menschen von außen viel leichter.
00:39:30: Jetzt habe ich einen kleinen Exkurs in eine andere Richtung gemacht.
00:39:33: Ja
00:39:33: ja ich hab's gehört und ich glaube das ist auch spannend.
00:39:39: Ich würde gerne den Bogen nochmal spannen vielleicht jetzt nicht, wenn ich Menschen begleite am Lebensende sondern diese Frage.
00:39:50: Wenn ich noch einen Tag zu leben hätte die stellen sich ja beispielsweise Menschen, die in deine Seminare kommen auch obwohl sie nicht unbedingt ein tag vor ihrem lebensende sind.
00:40:08: Und ich kann mir vorstellen, das ist also für mich persönlich.
00:40:11: Ist es eine Frage die mich schon auch irgendwie fasziniert?
00:40:14: Also wenn jetzt wir diese frage in den raum stellen Wenn ich noch einen tag zu leben hätte ja und dann nicht dieses lebe jeden tag als wie als dein letzter dass ist Ja ein bisschen flach vielleicht.
00:40:26: Aber wenn ich wirklich noch einen Tag zu leben hatte Was würde ich dann machen?
00:40:32: oder was ist das?
00:40:33: weil wenn ich mit dieser frage jetzt stelle Nicht an meinem hoffentlich Nicht an meinem Lebensende jetzt gerade.
00:40:41: Dann bringt mich das doch sehr dem Leben näher und ich würde mal interessieren, was besprichst du beispielsweise mit Menschen in solchen Seminaren?
00:40:48: oder mit welchen Gedanken gehen die denn daraus?
00:40:50: Die noch nicht genau jetzt in der Sterbebegleitung aus sind?
00:40:55: Also setze die ich ihnen auf jeden Fall mitgebe ist dass es gut ist immer den Moment zu versuchen den moment wahrzunehmen im Moment zu leben also nicht immer in der Sorge Dadurch, dass jetzt zum Beispiel in Israel und Palästina Krieg ist.
00:41:11: Gasa-Streifen... Oh Gott wann wird das bei uns wohlkommen?
00:41:15: Oder wird der Ukrainekrieg auf uns überschwappen?
00:41:17: Wird es Atombomben auf unser Land geben?
00:41:22: Muss ich Angst haben?
00:41:23: Sondern mir zu sagen okay heute jetzt gerade hier wo ich sitze Ich habe schöne Sonne!
00:41:28: Ich bin dankbar, ich bin gesund Wir beide sprechen.
00:41:32: Im Moment geht es mir... Mir geht es jetzt gerade im Moment gut.
00:41:36: Dafür bin ich dankbar.
00:41:38: Und eigentlich ist diese Dankbarkeit auch ein ganz, ganz wichtiges Thema, wo Dankbarigkeit immer wieder neu sich gegenwärtig zu machen.
00:41:51: Was?
00:41:52: Wofür bin ich Dankbar?
00:41:54: also nicht zu schauen was nicht gut ist sondern das ist auch trotzdem ich vielleicht trotz dem ich Migräne habe.
00:42:00: Habe ich drei kleine Kinder für die bin ich dankbar.
00:42:03: Und die lassen mich nicht verzweifeln, trotzdem ich vom Dach gefallen bin und acht Brüche habe und wirklich Schmerzen habe und mich nicht bewegen kann und krankgeschrieben bin, bin ich Dankbar weil ich leben kann und weil ich Leben will.
00:42:16: Trotzdem ich Krebs habe und mir die Gedanken machen muss wie lange lebe ich noch?
00:42:22: Lebe ich jetzt im Moment und hab die Chance tatsächlich mehr Gedanken zu machen?
00:42:26: Dem möchte ich noch sagen... Ich habe dich gerne, dann kommt nicht.
00:42:30: dies hätte ich doch nur.
00:42:30: Ich hab noch die Chance darüber nachzudenken.
00:42:33: wie möchte ich das sagen?
00:42:34: Trotzdem, ich habe viele Leiden in meinem Leben gehabt.
00:42:39: trotzdem ich auch sechs Wochen im Bett liegen musste weil ich aus verschiedensten Gründen schwer schwer krank war und laufen lernen musste und ähnliches war ich unheimlich dankbar weil ich in dieser Zeit einfach die ich sag mal schlecht weg die Gnade hatte mich wirklich wieder selbst zu spüren.
00:42:55: Also die Krankheit war tatsächlich ein Geschenk dafür, dass ich mich so sehr wieder auch in meiner Mitte einfinden konnte wie ich das ohne die Krankheiten und das Bett liegen sechs Wochen im Bett und noch länger niemals gekonnt hätte.
00:43:09: Und diesen Blick den versuche ich in diesem Seminar darauf zu lenken.
00:43:15: Das kann man nicht immer aber das kann man immer wieder!
00:43:18: Und das ist etwas was wir Sophie Sport auch üben müssen.
00:43:21: Dankbarkeit ist ja auch wie so ein kleiner Muskel.
00:43:26: Ich habe das an meiner eigenen Stimme kennengelernt, ich habe früher ganz viel gesungen und ich konnte schön singen.
00:43:32: also ich war auch Chorsängerin und ich konnte wirklich aus dem Stand fein singen Und dann hab' ich aufgehört zu singen, aus welchen Gründen auch immer.
00:43:41: und mittlerweile habe ich Stimmbandprobleme Und ich habe jetzt zwei Stimmbänder, die werden gerade... Ich werde logopädisch unterstützt.
00:43:47: Aber die Stimumbänder schließen sich nicht mehr!
00:43:49: Also diesen Muskel hab' ich nicht trainiert.
00:43:51: Das muss ich jetzt wieder und das werde ich auch tun.
00:43:54: aber auch das ist natürlich.. Ich muss mir die Zeit nehmen und genauso muss ich mir die zeit dafür nehmen mich hinzusetzen und zu fragen wofür bin ich dankbar?
00:44:02: Du weißt es selbst ja Es gibt viele Techniken dafür.
00:44:06: Ich finde immer ganz schön einfach dieses wenn ich im Moment lebe dann bin ich einfach dankbar.
00:44:12: heute scheint die Sonne Wenn ich nachher rausgehe, es ist heute nicht ganz so windig sondern heute ist richtig tolle Luft.
00:44:18: Da freue ich mich schon drauf.
00:44:19: Nachher wenn ich mit unserem Hund einen Spazieren gehe... Ich freu mich darauf!
00:44:23: Freude ist auch ein ganz wichtiges Gefühl was mich dem Leben immer wieder sehr viel näher bringt trotz Leid.
00:44:32: also du weißt selbst das in unserer Familie, wir uns umeinander sorgen.
00:44:37: Wie geht es dem einen?
00:44:38: Wie geht das dem
00:44:39: anderen?".
00:44:39: Und wenn's mal einem von uns nicht richtig gutgeht dann bin ich natürlich als Mutter massiv betroffen und fühle unendlich mit und leide mit.
00:44:48: und gleichzeitig gucke ich aber auch was kann ich tun und wo kann ich das Leben schön machen?
00:44:54: und worüber kann ich mich trotz allem auch freuen und wie kann ich Freude verursachen beim anderen?
00:45:00: Das versuche ich zu vermitteln Auch das Leben zu genießen, trotz Leid.
00:45:07: Es ist ja... ich sage mal was.
00:45:08: wir haben immer dieses Beispiel viele Menschen kennen das halb volle und das halbleere Glas.
00:45:14: Und in allen Situationen die mir wieder fahren Das kann auch sein dass ein Eine situation beruflich mehr geschieht wo ich finde da ist ganz ganz viel unrecht.
00:45:24: Mir passiert dass die sind gemein gewesen hier haben mich top ediert die haben mir etwas die sind mir begegnet, wie ich das überhaupt nicht verdienen und es ist mehr als ungerecht.
00:45:35: Und ja... Mir dann in dieser Situation zu sagen, dass stimmt?
00:45:39: Das ist ungerecht!
00:45:40: Das ist auch überhaupt nicht fair und das ist auch nicht in Ordnung.
00:45:43: Dennoch ist es etwas was nur ein Teil meines Lebens ist.
00:45:46: Das ist nicht mein Leben.
00:45:48: Und das ist der Unterschied.
00:45:49: Ich darf mich von solchen Situationen nicht so regieren lassen, als seien sie hundert Prozent sondern Sie sind vielleicht dreißig Prozent aber was davon den Dreißig-Prozent ist vielleicht aber auch noch in anderer Form und Hinsicht.
00:46:02: wohltun, schön und gut.
00:46:04: Und diesen Blick dann eben halt... es ist auch noch ein halb volles Glas da.
00:46:07: Es ist nicht nur ein halbleeres und dafür darf ich dankbar sein denn wenn dieses halb volle Glas jetzt nur ein Viertel oder einen Fünfl oder ein Zehntelfoll wäre das wär traurig, trauriger.
00:46:20: also ich darf mich nochmal über das halbvolle freuen.
00:46:22: und auch dass versuche ich ja in diesem Seminar den Menschen mit auf den Weg zu geben.
00:46:28: Also einerseits das Thema Dankbarkeit, das Thema Freude... ...das Thema versuchen im Moment zu leben,... ...zuschauen.
00:46:35: an wen kann ich denken?
00:46:37: Wie möchte ich wirklich dieses Gefühl geben du bist es gut dass du in meinem Leben bist?
00:46:40: Ich will dich auch nicht missen!
00:46:42: Auch wenn du ein Kritiker bist.
00:46:45: und noch so manche andere Dinge mehr natürlich auch mit Meditationen und mit Übungen wo wir einander wirklich in unserem Innern uns näher kommen.
00:46:55: Ja also für mich steht da schon wieder ... total eine Haltungsfrage im Vordergrund.
00:47:03: Genau, also als Fitnesstrainer muss ich natürlich auch immer an die körperliche Haltung appellieren.
00:47:08: Spaß beiseite!
00:47:09: Natürlich!
00:47:11: Nein ne?
00:47:11: Also mit welcher Haltung begegne ich dem Leben... Ich musste gerade daran denken, ich weiß gar nicht mehr genau welches Gespräch das war irgendwie.
00:47:18: Ich packe das in die Show Notes.
00:47:20: Da habe ich mit einer Frau gesprochen, die blind ist und die viel über die Frage gesprochen hat Salutogenese vs.
00:47:31: Pathogenese, also den Blick auf das Gelingende zu richten oder dem Blick auf was nicht gelingt zu richtten.
00:47:38: und es geht da auch gar nicht darum irgendwie Sachen jetzt auszuschließen sondern irgendwie... Also ich versuche mal nur jetzt so herauszufiltern was gerade in mir vor allem da hängen geblieben ist in dem, was du gesagt hast.
00:47:52: ja die Haltungsfrage, wofür kann ich dankbar sein?
00:47:55: Oder was gelingt trotz der Slides.
00:47:59: Und das finde ich, dieses Trotz finde ich an dieser Stelle extrem wichtig weil es gibt ja auch viel und was ich ehrlich gesagt extrem schwierig finde gerade irgendwie in den sozialen Medien da wird's ja bei Menschen die sich mit... Den Bereich, naja.
00:48:16: Bewusstes Leben auseinandersetzen wird ja auch viel propagiert sich nur irgendwie auf Positives zu konzentrieren.
00:48:24: Hashtag God Vibes Only oder sonst irgendwas.
00:48:27: Aber so dieses... Wie kann ich mich freuen trotz meines Leides schließt es ja total ein?
00:48:35: Und das ist halt irgendwie, das finde ich hat was sehr Annehmendes und gleichzeitig eben diesen Blick Auf das gelingende und dass es finde ich eine Haltungsfrage, dass sich mich nicht verschließe vor dem was mich echt ärgert.
00:48:48: Und ich find dieses Beispiel genial mit.
00:48:50: diese kollegInnen haben mich echt aufgeregt am andern im Jobgemein zu mir oder mein blöder Partner oder war's auch immer?
00:48:57: Das sind ja Sachen die sehr finde ich so nah dran sind am gewöhnlichen Leben für viele.
00:49:02: Gehe jetzt mal von aus.
00:49:03: alle die das hören dürfen gerne mal gegenchecken und gebt mir Feedback.
00:49:06: wenns nicht so ist dann suche ich andere Beispiele.
00:49:08: aber... finde ich, also das hilft total wirklich sich selber näher zu kommen im Alltag ohne jetzt dieses Ding.
00:49:18: Ich habe nur noch einen Tag zu leben sondern so was ist mir eigentlich wichtig und diese Frage bringt uns ja wieder zum Zu einem selber und dieses Eigentlich es hat wer war das denn?
00:49:29: Ich glaube Martina Weifenbach hat mir letztens gesagt eine der letzten Gespräche So eigentlich bedeutet im Eigen Eigentlich im eigenen Licht stehend.
00:49:42: Was ist mir eigentlich wichtig?
00:49:46: Worüber kann ich mich freuen, was ist eigentlich da?
00:49:50: und das finde ich total spannend sich diese Frage zu stellen natürlich wenn nicht morgen am Lebensende steht sondern vielleicht noch ein paar Tage habe
00:50:04: Da will ich einhaken.
00:50:05: Es gibt es aber auch in Stückchen revidieren, es gibt Zeiten im Leben wo es keine Hilfe gibt und auch kein.
00:50:14: ich konzentriere mich aufs halbvolle Glas oder Ich bin jetzt da dran Bin jetzt an einem punkt zu überlegen wem kann ich noch gut tun oder was schönes sagen?
00:50:22: Aber es gibt zeiten im leben die sind dunkelzeiten sag ich mal Und das wär vermessen.
00:50:30: dann den Menschen, auf denen wie ich mitzugeben, schau mal wofür du dankbar sein kannst.
00:50:34: Guck jetzt nicht auf dein Krebs und guck jetzt nicht, dass dein Partner gestorben ist.
00:50:38: Das geht nicht!
00:50:41: Es gibt Zeiten im Leben wo, ich sag mal schlichtweg nichts weiter uns trägt als unser Atem.
00:50:48: Wo wir demütig sein müssen also für... Ich möchte auch die Begriffe Wenn ich über das Thema Alter, Sterbentod und Trauer spreche die Begriffe Mut und Demut hineinnehmen.
00:51:00: Damit meine ich nicht nur wenn wir alt sind und sterben sondern in uns stirbt ja auch jeden Tag im Leben irgendwas.
00:51:06: Zellensterben ab oder Möglichkeiten sterben ab.
00:51:09: Wir werden auf irgendeine Art und Weise körperlich eingeschränkt dann gibt es nicht mehr die Möglichkeit des Bergsteigens.
00:51:14: also da stirbt diese Möglichkeit stirbt ab Dann stirbt eine Beziehung ab.
00:51:18: Also ist ganz viel was während des Lebens beerdigt und bzw.
00:51:23: betrauert werden darf und auch sollte.
00:51:27: Und die Frage ist, wie wir uns dem hingeben?
00:51:29: Aber es gibt auch Situationen, wie gesagt wenn etwas passiert was uns den Atem nimmt wo wir mit mal von jetzt auf gleich die Botschaft kriegen jemand ist zum Beispiel gestorben oder ich habe Bauchspeicheldrüsenkrebs mit einer Lebenserwartung von vielleicht noch ganz wenigen Wochen weil der schon so weit metastasiert ist, wie ich es mir nicht vervorstellen können.
00:51:53: Ich hab's nicht gemerkt aus welchen Gründen auch immer.
00:51:55: Ich lass das jetzt mal medizinisch nicht untersucht sondern nur fiktiv so gedacht dann sofort zu gucken okay ich wollte ja dankbar sein.
00:52:08: also was ist jetzt noch gut?
00:52:09: Also das ist hier unmöglich.
00:52:11: Es gibt Zeiten wenn der Mann die Frau das Kind stirbt und dass wir nichts weiterkönnen als Atem.
00:52:19: Und da sind die Zeiten wo ich sage Wo ich auch dazu Übungen und Meditationen mache, wo wir einfach nur unseren Atem spüren.
00:52:26: Wir atmen ein, wir atmen aus es atmet in uns.
00:52:30: Wir können den Atem nicht bewusst anhalten und sagen Ich atme ab jetzt nicht mehr.
00:52:35: Irgendwann ist der Drang zu groß und wir müssen wieder einatmen.
00:52:39: Und das ist der Atem trägt uns dann durch die dunkel Zeiten des Lebens, wo eventuell nichts hält auch kein Gespräch hilft und ich habe dich gerne, sondern wo wir einfach das durchleben müssen.
00:52:56: Das wäre vermessen, dass nicht auszulassen, diese Zeiten gibt es auch und die müssen wir Menschen dann auch demütig durchleben bis wir eventuell in dem Sinne die Gnade oder das Glück haben irgendwann ein wenig zumindest nur fünf Prozent leichter uns fühlen zu dürfen oder drei Prozent mit mal ganz, ganz langsam uns aus dieser Welt herauszuschälen und wieder rauszugucken.
00:53:25: Mit den ersten ganzen kleinen Augen blinzeln und einem kleinen Augenblick ohne das so lustig auszudrücken sondern wirklich nur ganz zerkhaft vorsichtig zu merken.
00:53:33: es gibt noch eine Welt auch wenn ich vielleicht nicht mehr reinpasse.
00:53:37: Und ganz langsam, wie wenn wir wachsen... Das tut ja auch weh, wenn Knochen wachsen.
00:53:42: Wachsen wir aus Dunkelzeiten heraus!
00:53:45: Wir wachsen, wenn wir Kinder sind in das jugendlichen Alter hinein mit Schmerzen weil unsere Knochen wachsen und manchmal in der Pubertät wächst auch die Psyche.
00:53:54: Die ist nicht nur mit Juho jetzt werde ich pubertär und revoltiere oder ich weiß gar nicht wie es geht.
00:54:00: Ich habe Schiss und Angst und vergriech mich unter dem Bett.
00:54:03: Die beiden und drei vier fünf Möglichkeiten mehr gibt es auch noch.
00:54:06: Die sind meist mit ganz viel schwierigen Gefühlen verbunden Und Wachsen insgesamt ist mit schwierigen Gefühlen verbunden.
00:54:13: Wenn wir Dunkelzeiten durchleben, dann wächst ja auch etwas in uns.
00:54:16: der Schmerz und dieses Wachstum des Schmerzes ist mit Zeit verbunden, braucht Zeit und braucht Demut bis irgendwann irgendwas passiert ohne was wir ahnen können.
00:54:30: und da trägt uns der Atem durch so dass wir irgendwann wieder schauen können.
00:54:35: heute scheint doch die Sonne und ich denke an meinen lieben Partner Oder ich lebe ja noch.
00:54:39: Ich habe gedacht, nach zwei Wochen ist vorbei... Das ist tatsächlich oft so!
00:54:44: Wenn Menschen denken es ist ganz schnell vorbei sowie auch meine Schwiegermutter und dann lebte die noch vier Jahre Dann zu merken, ich leb ja noch.
00:54:50: Und dann mit mal die Freude über dieses Leben, ich leb ja noch So zu spüren wie sie das vorher nie gespürt hat Die war richtig fröhlich.
00:54:57: Aber das muss nicht jedem Menschen so beschieden sein.
00:55:00: Ich will nur sagen Es gibt Zeiten, die kann man nicht schön reden Da gilt all das was ich eben sagte außer dass uns der Atem trägt.
00:55:10: Ja, ich bin sehr dankbar, dass du das gerade sagst weil ich glaube es ist eine zum einen natürlich einfach extrem wichtige Perspektive und zum anderen bringt mich das auch zu mir, weil für mich diese Balance suche zum einen im persönlichen zum andern aber auch beispielsweise in diesem Projekt Humans Are Happy so einem Beispiel wie dieser Episode.
00:55:32: was ist denn die richtige Balance?
00:55:35: Also... Natürlich dürfen wir nicht Dunkelzeiten auslassen oder den ihr Gewicht absprechen, sag ich mal.
00:55:46: Oder müssen die bewusst durchleben und deswegen bin ich sehr dankbar darum gerade dass du das sagst.
00:55:54: wie gesagt Und es bringt mich dazu dass ich selber eine Unsicherheit in mir spüre Wie stark ist die thematisierung?
00:56:04: Die gewichtung dann für mich Gut.
00:56:09: Denn der Gedanke, der in mir dazu auch ist es so ein ... Also ich spüre in mir einen ganz starken, fast schon so einen Winden und ich will mich aber mit dem Positiven beschäftigen.
00:56:24: Ich
00:56:25: will mich mit dem Gelingenden beschäftigen!
00:56:28: Es geht mir gar nicht darum, dass Dunkelzeiten nicht anzuerkennen, Leiden nicht an zu erkennen sind auch Themen die ich mir wirklich auch anschaue.
00:56:37: Und auch da mir mich frage Wie viel tut mir da deinem Gut?
00:56:41: Und das, also deswegen... Ich glaube ich habe da jetzt auch gar keine Frage.
00:56:45: Wenn du einen Impuls hast total Hirn und nur ich merke einfach gerade so, ah!
00:56:49: Das ist krass.
00:56:51: Das stößt bei mir auf eine Resonanz.
00:56:53: Das löst ne Reibung aus.
00:56:54: Das heißt ja erst mal von meinem Verständnis, aha!
00:56:57: Das wäre interessant da mal hin zu gucken.
00:56:59: Es ist ein Widerstand und ich möchte es nicht zu schwer machen.
00:57:03: Ich will nur der Aufrichtigkeit und der Elligkeit halber sagen wenn ich hierzu heilige Worte sage wie Oh, wir wollen uns auf die Freude konzentrieren und die Dankbarkeit ist wichtig.
00:57:12: Und sagt euch bitte wie gern ihr euch habt und guckt auf Hypehölglas.
00:57:14: das klingt alles sehr, sehr heilig.
00:57:16: es lässt sich wunderbar leben.
00:57:18: dann wenn man gerade in einer Phase ist wo ich die Kraft dazu habe es gibt Phasen wo ich Die Kraft nicht da zu haben und dass will Ich sagen du hast diese phase grad nicht leo.
00:57:26: Das ist nun so.
00:57:27: deswegen Ist das was völlig anderes.
00:57:29: aber ich denke Es werden ja auch Menschen Zuhören die Haben schon mal sehr solche phasen durchlebt Und dann wäre das schlimm, wenn es fehlen würde.
00:57:38: Die wollen sich doch auch verstanden fühlen, dass in so einer Phase der Blick nicht auf... Ja aber dann guck mal was noch halb voll ist gerichtet.
00:57:48: Das finde ich hochmütig!
00:57:50: Das wäre nicht mutig, sondern hochmütigt, das zu glauben, dass ein Mensch leistet können muss.
00:57:56: Wir müssen sowieso schon beim nächsten Thema.
00:57:58: Wir mussten sowieso immer leisten und schaffen und können Und in unserem ganzen Leben wollen wir vorankommen und auch noch alles im Blick haben.
00:58:07: Links, rechts oben und es schaffen wir nicht!
00:58:09: Das ist viel zu überfordern und das Leben stellt uns manchmal ein Bein.
00:58:13: Mir hat's das mit dem Krebs gestellt, mein Mann hats das mit einem Pfeil vorm Dach gestellt die hat dass auch mit dem Sturz von der Klippe gestellt.
00:58:22: Wir wissen das selbst, es gibt viele ganz schwer kranke Menschen auch die durch Corona erkrankt sind und Folgeerkrankungen haben.
00:58:30: Es gibt sehr viele Menschen, die AIDS haben und was weiß ich nicht alles.
00:58:34: in meiner größeren Und mit meiner großen Familie, wo viele Familienmitglieder noch zugehören gab es auch einen ALS-Patienten.
00:58:42: Das ist diese vorschreitende Lehmung die bei den Füßen beginnt und schließlich im Kopf dann irgendwann endet.
00:58:47: das ist eine fürchterliche Krankheit.
00:58:49: also das kann man nicht unbedingt feiern.
00:58:51: so meine ich dass jetzt nicht unter gibt es dunkelzeiten sowohl für die familie wie für den partner wie für dem menschen der auf so ein lebensende zugehen muss und da will ich einfach nur auch dafür das als der Klarheit halber sagen, da muss man sehr sehr liebevoll sein.
00:59:05: und jetzt kommt wieder wenn er Mensch den Menschen braucht.
00:59:09: In solch Fällen, wenn ich in eine Dunkelzeit durchlebe und mich nur der Atem trägt dann tut es gut Wenn mir ein Mensch zur Seite steht nicht indem er mir unbedingt sagt wie gerne er mich hat Das ist nett wenn er mir das sagt sondern wenn er das mit mir trägt dass ich im Moment sprachlos bin Dass sich im moment einfach nicht weiß was ich will dass ich nicht sagen kann, was ich brauche.
00:59:32: Dass sich nicht sagen können.
00:59:33: Ich möchte zum Kaffee rüberkommen oder ich will nicht zum Koffe kommen Sondern das eine der mit mir durch diese Dunkelzeit geht Ob es die Trauer ist Die Krise Oder Der Boden unter den Füßen der weg ist Der einfach da bleibt Der mir anbietet und Nicht traurig ist wenn ich ablehne Der immer wieder kommt Und mir zur Seite steht Mit seinen WhatsApps Mit seinen Nachfragen Mit seinem Liebengedenken Mit einer Blume vielleicht Wie auch immer, der mich nicht vergisst.
01:00:02: Aber ohne dass ich was muss!
01:00:04: Dass ich nicht stark sein muss.
01:00:06: Dass ich nichts zurückgeben muss.
01:00:08: Das Ich Nichts leisten muss in dieser Dunkelzeit.
01:00:11: Und ich glaube dieser Aspekt das wir vielleicht den Blick öffnen dürfen wer braucht mich eigentlich?
01:00:16: In meinem Feld und wo könnte ich mich anbieten?
01:00:19: für wen sollte ich vielleicht doch noch ein bisschen mehr Zeit haben?
01:00:22: Wer braucht mal meinen Ohr Für Wien?
01:00:24: darf ich da sein wenn ich es denn kann Muss ich immer wieder prüfen.
01:00:28: das leere ich auch indem In einem anderen Kurs.
01:00:32: Nicht in dem Kurs, wenn ich noch einen Tag zu leben hätte aber ich leere es in anderen Koursen.
01:00:35: Wir müssen nur aufpassen.
01:00:36: was kann nicht geben und was möchte ich geben?
01:00:38: Aber vorab muss ich mir die Frage stellen will ich etwas geben Und möchte ich dem oder jene Menschen etwas geben?
01:00:43: Die Frage dürfen wir uns stellen.
01:00:45: die menschen die dunkelzeiten durchleben den tut ist gut Wenn ein anderer ihnen anbietet Ich will dir zur Seite stehen.
01:00:52: darf darf ich das?
01:00:53: möchtest du dass heute vielleicht morgen nicht aber Heute verstehst?
01:01:01: Ja, ich versteh es.
01:01:03: Und ... Ich glaube, ich werde wahrscheinlich irgendwann noch mal viel krasser fühlen.
01:01:11: Aber jetzt gerade verstehe ich's!
01:01:13: Lassen wir das.
01:01:14: Verwenden wir uns wieder dem Leben zu?
01:01:16: Verwinden wir uns dem Leben so genau.
01:01:19: Ich würde gerne auch mal mit Blick auf die Uhr dich mal gerne fragen was ist denn so dein für dich persönlich ganz persönlich so dass das wichtigste Learning oder das wichtigste was du so mitgenommen hast aus deiner Auseinandersetzung, mit diesem Themenfeld.
01:01:37: Alter sterben Tod und Trauer.
01:01:39: Also ich glaube ich habe schon gesagt also tatsächlich ist es dasselbe was sich den Menschen in dem Seminar mitgebe.
01:01:45: erst mal dass ich nicht alles planen kann.
01:01:48: Wir wissen ja, wir machen viele Versicherungen und das sage ich in dem Kurs auch.
01:01:53: Wir wollen uns sogar gegen den Tod versichern und machen eine Sterbeversicherung.
01:01:57: Und es ist natürlich der größte Quatsch die müsste heißen.
01:02:00: Versicherung für meine Hinterbliebenen damit sie nichts bezahlen müssen.
01:02:03: Ich kann mich nicht gegen das Sterben versicheren.
01:02:06: Also ich kann nicht alles planen.
01:02:07: Das ist das wichtigste Learning.
01:02:10: möglichst vermeide hätte ich doch nur zu sagen und damit meine ich nicht, dass sich all das was ich in meinem Ich will natürlich immer noch zwei Bücher schreiben.
01:02:17: Eins über den Friedenstunnel und eins auch noch über die Familie.
01:02:20: Ja hätt ich doch.
01:02:21: nun vielleicht schaffe ich das?
01:02:22: Vielleicht habe ich das nicht.
01:02:23: wenn ich es nicht schaffe ist auch nicht schlimm.
01:02:25: Dann hoffe ich, dass meine Kinder mir viele Fragen stellen die in dem Buch drin gewesen wären Und wenn nicht dann ist es auch so.
01:02:32: aber Es gibt Dinge die die hätte ich gern Aber wenn sie denn nicht kommen ist nicht schlimm.
01:02:36: aber ich hätte Dinge die ich wirklich gerne hätte Und da versuche ich auch, die umzusetzen.
01:02:43: Ich kann das nicht immer.
01:02:45: Ich versuche aber immer wieder im Moment zu leben.
01:02:47: Ich bin nicht so sehr der Meditation verbunden und weiß wie heilsam sie ist... ...aber ich bin immer wieder dem Moment verbunden!
01:02:53: Und ich habe gelernt dass mir zwei Handhabungen sehr helfen.
01:02:58: Das eine ist die eine Hand auf meinen Herd zu legen... ...und die andere hand auf mein Bauch und einfach meine Atem zu spülen.
01:03:03: Auch wenn ich mal sehr betroffen bin oder sehr... aufgeregt oder durcheinander oder auch nicht in meiner Mitte.
01:03:11: Im Moment einfach mich zu spüren, das habe ich gelernt und ich hab wirklich gelernt dankbar zu sein!
01:03:17: Ich bin für so unendlich viel immer wieder dankbar.
01:03:21: also ich bin auch nicht nur einmal dankbar, ich freue mich unheimlich oft über das Wetter.
01:03:25: Ich freue mich immer wieder über die Jahreszeiten und wie die Bäume mit mal rot und gelb werden.
01:03:30: Freude ist für etwas, was ich wirklich auch durch diese Auseinandersetzung mit dem Thema so in meinem Leben verinnerlicht habe.
01:03:36: Ich freue mich auch an meinen drei Kindern das ich drei Kinder hab kriegen dürfen.
01:03:39: Das ist für mich das größte Glück überhaupt!
01:03:42: Jetzt kann man nicht in Worte fassen.
01:03:46: Ich bin dankbar dafür und diese Dankbarkeit auch wirklich mir klar zu machen Ehrlich gesagt, auch über ganz normale Situationen mich jeden Tag zu freuen.
01:03:55: Mein Mann und ich zum Beispiel das weißt du genießen es unendlich uns Zeit zu nehmen im Café uns zu treffen Und wir gehen auch gemeinsam ins café.
01:04:03: Wir nehmen unseren Hund an die Leine und fahren mit dem Hund am Fahrrad in ein Café bei uns um die Ecke und da unterhalten wir uns und dieses Glück dass wir beide das so toll finden und dann beim Latte Macchiato uns was erzielen Oder auch manchmal einfach nur in unsere Handys gucken, aber zusammen und das im Café.
01:04:20: Und das genießen wir!
01:04:22: Das ist nicht nur ein schöner Hundegang der sinnvoll ist oder richtig zu der Zeit sondern dass es etwas auf das ich mich tierisch freue.
01:04:29: Das ist eine kleine Sache.
01:04:30: Ich freu mich aber auch über so unheimlich viele Menschen die in meinem Leben durch die Hospizie gekommen sind Die vielen Menschen aus meinen Kursen die in meinem Leben geblieben sind die mir WhatsApps schreiben mit denen ich dich auch zum Teil begleiten darf die mir ihr Vertrauen schenken, darüber freue ich mich.
01:04:44: Dafür bin ich
01:04:45: dankbar.".
01:04:46: Das hätte ich nie gehabt, hätte ich mich diesem Thema nicht zugewendet diese Möglichkeit mit so vielen Menschen tiefe Gespräche führen zu dürfen und was ich überhaupt noch nicht erwähnt habe an Betten von Menschen, die ein zwei Tage oder paar Stunden nach meinem Besuch gestorben sind den zur Seite stehen zu dürfen das bisschen Leben was ihnen noch blieb mit ihnen teilen zu dürfen dieses Geschenk gehabt zu haben das erfahren zu dürfen.
01:05:12: Dafür bin ich dankbar.
01:05:13: Und wenn ich dieses Thema nicht in mein Leben gelassen hätte, hätte ich das alles nicht erlebt und das hätte meinen Leben überhaupt nicht in die Richtung gebracht wo ich heute bin.
01:05:22: Ich wäre nie die geworden, die ich geworden bin.
01:05:23: also ohne das Thema Altersterben Tod und Trauer vielleicht nicht so fröhlich wie ich heute tatsächlich bin aber festgestellt dass in unseren Kursen die Menschen sehr viel lachen und es sind alle lebensbejahende frohe Menschen und ich zähle zu denen Und das macht mich auch wieder schon ganz fröhlich, zu Menschen zu zählen die sich einem schweren Thema verbunden fühlen.
01:05:46: Aber gleichzeitig sich doch im Leben finden und sich daran freuen können.
01:05:52: Ja, das finde ich... Das hat mich... Das alles sind Punkte, die mir sehr wichtig sind Leo!
01:05:59: Das kommt rüber was bei mir gerade vor allem ankommt weil du es einfach ab und zu gesagt hast in diesem Gespräch ist die Formulierung nicht immer aber immer wieder.
01:06:11: Sehr, sehr schön.
01:06:12: So und ich möchte jetzt zum Abschluss nochmal zwei kleine Fragen stellen die du sicher schon kennst aber ich habe sie dir noch nie gestellt.
01:06:20: deswegen bin ich sehr gespannt jetzt wenn dein Leben ein Buch wäre welchen Titel würdest Du ihm geben?
01:06:30: Ich sahe das der Welt mit liebevollen Blick.
01:06:32: Das ist der Buchtitel von der Biografie von Kate Koilwitz Und die Frau hat mich so wahnsinnig fasziniert Und dieser Titel hat mich so wahnsinnig fasziniert, dass er mein Titel geworden ist.
01:06:45: Das ist mein Lebensmotto!
01:06:47: Ich sehe die Welt mit liebevollem Blick – Mit all Ihrem Leid, mit all Ihren Schwarzen und mit allem, was auch mir widerfährt, was nicht fair oder gerecht ist oder schön ist.
01:06:57: Aber ich seh' die Welt und auch die Menschen, die das tun trotzdem mit Liebevollen Blick.
01:07:01: Das wäre noch mal ein anderen Podcast wert aber... Die Welt mit Liebe vollem Blick sehen tut mir gut und macht mich auch froh.
01:07:11: was mein Titel wäre.
01:07:14: Okay, und über welchen Satz oder über welche Frage sollte jeder Mensch einmal nachdenken?
01:07:31: Wie möchte ich wirklich noch einmal sagen dass ich ihn lieb habe?
01:07:40: Ich danke dir total herzlich für dieses Gespräch.
01:07:43: wenn du möchtest gehen die letzten Worte an dich.
01:07:46: also ich bedanke mich bei dir lieber Leo das du mich hier eingeladen hast das vermute ich mich zu fragen Aber ich finde das schön und ich bin dir dankbar, dass du mir die Gelegenheit gegeben hast über deinen Podcast.
01:08:00: Dass ich Menschen etwas von dem was mir wichtig ist mitteilen darf weil ich schon so ein bisschen kleines Endungsbewusstsein habe Und ich finde es... Ich freue mich wenn sich viele Menschen mit diesem Thema beschäftigen und wenn es noch Fragen gibt ich dir jederzeit gerne zur Verfügung.
01:08:14: Danke Leo.
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