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Die drei Achsen eines glücklichen Lebens – mit Glücksforscherin Prof. Dr. Hilke Brockmann | HAH 216

Shownotes

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen bei Humans Are Happy.

00:00:03: Ich bin Leonhard Gabriel Heigster und in dieser Folge geht es hier um das absolute Kernthema dieses Podcasts, denn heute spreche ich mit der Glücksforscherin Prof.

00:00:12: Dr.

00:00:13: Hilke Brockmann.

00:00:14: Und Frau Brockmann eine Frage die mich direkt zu Beginn interessiert ist wie wird man eigentlich Glücks-Forscherinnen?

00:00:20: also wie war Ihr Weg eigentlich dorthin?

00:00:22: Über die chinesische Weisheit!

00:00:24: Ich hatte einen chinesischen Studierenden und er wollte über das Glück forschen als er mal verdutzt, wie man dann das Glück erforschen könne.

00:00:33: Denn ich kam aus der Mortalitätsforschung.

00:00:35: da beschäftigt man sich mit dem Absterben von ganzen Populationen merkte aber schon dass es nicht so viel Resonanz unter der Studierendenschaft erzeugt wie es am Max-Planck-Institut an dem ich vorher gearbeitet hatte es tat.

00:00:51: Und dann hat er mich eingeführt in die Bedeutung des Glücks, in der chinesischen Gesellschaft und er wollte das mit Ostdeutschen vergleichen.

00:00:58: Also zwei Gesellschaften, die eine Transformation vom Kommunismus zum Kapitalismus vollziehen im unterschiedlichen Varianten.

00:01:07: Das fand ich so spannend dass er mich gleich überzeugt hat.

00:01:11: und seitdem bin ich Glücksforscher.

00:01:14: Wie lange ist es jetzt oder wann war das?

00:01:17: Das ist fast zwanzig Jahre her.

00:01:19: Okay ... zwanzig Jahre Glücksforschung, das heißt es.

00:01:22: dadurch erlaube ich mir jetzt mal hier die nächste Frage.

00:01:26: Das musst du mir jetzt verzeihen... Ich kenne diese Frage weil mir wird sie auch ganz häufig gestellt und jetzt bin ich mal so ein bisschen nicht gehässig aber ich freue mich dass ich dich das jetzt mal fragen darf.

00:01:36: als Glücksvorscherin bist du dann eigentlich immer glücklich?

00:01:39: Nein Natürlich nicht.

00:01:40: Und die Glücksforschung beschäftigt sich auch nicht nur mit den Glücklichen, sondern auch mit dem Unglücklichen.

00:01:45: Das ist natürlich die Kehrseite des Glücks aber das Augenberg wird eben schon gelenkt auf Möglichkeiten, die man eventuell herstellen kann umglücklich zu sein.

00:01:59: Das ist schon ein Streben das wir alle verfolgen dass es zumindest die Annahme Wir wollen doch alle ein glückliches Leben führen und deshalb ist das schon so das normative Ziel.

00:02:09: aber dabei sieht man eben natürlich auch viel Unglück Dass Man Eigentlich Lösen Sollte.

00:02:18: Wir Wollen Doch Eigentlich Wir Wollten doch Alle Ein Glückliches leben Führen hast Du gerade gesagt was ist denn ein glückliches Leben?

00:02:25: Ja, das ist also auf zweierlei Ebenen zu betrachten.

00:02:28: Also als Soziologin schaue ich mir das natürlich immer in großen Gruppen an und nicht im Einzelfall wie der Psychologe das macht.

00:02:35: Und im Einselfall sind in der Tat es ganz oft individuelle Rezepturen die da zusammengestellt werden.

00:02:41: Also jeder findet nicht bei den gleichen Dingen des Glückes.

00:02:46: Aber wenn man das alles zusammen betrachtet aus der Vogelperspektive, dann sieht man eben doch allgemeine Muster.

00:02:53: Und die gelten dann schon für alle allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung und auch unterschiedlichen Ingredienzchen will ich mal so sagen.

00:03:05: Also ein glückliches Leben ist eins was sozial eingebunden ist.

00:03:08: Das gilt für alle.

00:03:09: wir sind soziale Tiere Wir wollen gern mit anderen sein.

00:03:12: Ein glückliches Leben ist etwas, das einem einen Sinn vermittelt.

00:03:16: Man möchte Teil eines nicht nur sozialen Verbandes sein sondern auch eines Zusammenhangs der sinnvoll ist und der größere Bedeutung hat die über die eigene Sterblichkeit hinausreicht.

00:03:30: Und ein glückliches Leben ist natürlich auch ein Leben, wo man viele Ereignisse hat.

00:03:35: Die einen unmittelbar spontan positiv stimmen.

00:03:39: Da gibt es ganz viele verschiedene Varianten und da wie gesagt spricht nicht jeder alles an aber es gibt eben so einige Dinge die man vielleicht schon kopieren könnte, die viele Leute glücklich machen.

00:03:52: Was ich immer ganz schön finde ist beim Thema Glück über die Wort Herkunft zu gehen.

00:03:56: also dann landet man nämlich beim Gelücke oder Glücke.

00:03:59: das meint das gelungene, das leicht erreichte und dann finde ich diese Brücke einfach immer sehr hilfreich.

00:04:04: Wer sagt wenn ich ein glückliches Leben führen möchte, dann will ich eigentlich ein gelungenes Leben fühlen.

00:04:09: oder wer sagt Ich will ein glückliches Leben führen sagt in der Wortherkunft ich will ein gelungenes Leben führen und das bringt zu diesen Fokus weg von dem glorifizierten Glücksmoment.

00:04:19: Kannst du damit was anfangen?

00:04:20: Oder wie schaust Du darauf?

00:04:23: Ja, und auch in der Forschung ist es natürlich immer die Frage also ist Glück nicht nur so ein kurzfristiger Moment.

00:04:31: So ein hedonistischer Moment und geht das nicht eigentlich um langfristige Ziele?

00:04:37: Oft wird das in der Forschung wirklich mit dem Begriff der Zufriedenheit auch abgedeckt.

00:04:41: Also da gibt es auch eine Spannung, ob es das momentane Glück ist, die spontanere Aktion auf etwas Positives was man erlebt hat also beim Fußball dieses... Die Arme auseinanderreißen, dass Tore

00:04:54: geschossen sind.

00:04:55: So was, das ist natürlich so ein spontaner Impuls.

00:04:59: Die Frage ist ob jetzt aus vielen solchen spontanen positiven Erlebnissen sich dann das gelungene Leben zusammensetzt oder ob es auch nicht Dinge gibt die man langfristig anstreben muss wo man eventuell vieles negative überwinden muss, bis man das Ziel hat.

00:05:15: und auch da finden wir Beispiele.

00:05:17: Also wenn wir also das Leben von Nonnen und Mönchen anschauen dann ist es ja oft sehr sparsam und sehr karig und auch von Selbstbegrenzung und Einschränkung gekennst sein.

00:05:28: und trotzdem sind die sehr erfüllt weil sie ein Fernziel haben auf das sie zustreben an dass sie glauben dass sie für sinnvoll erachten.

00:05:37: Und insofern sind beide sozusagen Dimensionen in einem gelungenem Leben, glaube ich wichtig und das zeigt jedenfalls auch die Forschung.

00:05:45: Wir haben also so ein Dreiaxen-Modell was glaube ich ganz gut darstellt.

00:05:50: es gibt eben nicht nur die eindimensionale Rezept fürs Glück viel Geld, aber ohne Geld geht es leider auch in unserer Gesellschaft nicht.

00:06:00: Also wir brauchen natürlich so eine materielle Absicherung Wir können nicht hungern, wir müssen schlafen Aber wir brauchen eben auch die anderen zur Unterhaltung, zur Fortpflanzung Zur Bestätigung für Anerkennungen und wir brauchen eigentlich den Trost dass wir endlich sind.

00:06:22: Und das finden wir eben im transzellenten Zielen größeren Zielen, die über uns hinausreichen.

00:06:29: Da sind jetzt direkt mehrere Anknüpfungspunkte aber ich gehe mal bei dem letzten Transzendente-Ziele oder transzendentze-Ziele.

00:06:37: Forschung will ja immer valide und allgemeingültig sein.

00:06:40: wie geht das miteinander einher?

00:06:43: Oder wie blickst du denn auch persönlich darauf?

00:06:45: so auf der einen Seite die Wissenschaftlerin, die sagt Ja wir müssen hier valide geht es ja bei so einem weichen Thema, wie Glück dann häufig irgendwie auch um Sachen die sehr schwer messbar sind oder?

00:07:01: Ja, eigentlich nicht.

00:07:03: Denn das ist wirklich der Trend bei dieser Forschung die lange Zeit ja in der Hand von Philosophen war, die darüber resonierten was das Glück ausmacht auch substanziell ausmach und dann eine sehr überhöhte Definition vom Glück haben bis hin zur heutigen empirischen Forschung.

00:07:20: und empirisch heißt eben beobachtenen Forschungen zu schauen wann Leute sich glücklich zeigen.

00:07:26: und es ist jedenfalls ein Verhalten wo man sich groß wo man Szene zeigt, ein Signal was man in allen menschlichen Kulturen versteht als Glückszeichen und nicht wie beim Hund.

00:07:38: Als Drohgebärde.

00:07:39: In keiner Kultur gilt das Szene zeigen bei Menschen als Drohgebärde.

00:07:44: Sie sind auch keine Raubtiere, unsere Zähne sind keine Waffen.

00:07:47: Sind eher Mahlsteine und sie sind irgendwie von allen Menschen als freundliche Geste verstanden.

00:07:54: Dieses Zugeneigte was die Mutter dem Baby zeigt beispielsweise wird immer als positiv erlebt.

00:08:02: das kann man also bis hin zu Muskelkontraktionen im Gesicht die man erkennen kann wo man der Mensch zeigt sich hier freundlich zugeneigt glücklich zufrieden und an diesen beobachtbaren Dingen, die wir auch ganz bewusst wahrnehmen.

00:08:19: Das ist ja so eine Art Rückkoppelung der Körper einem gibt auf Zustände, die gut sind, die gedeilig sind wo wir wachsen können, wo es uns gut geht, wo wir verharren wollen auch.

00:08:33: Und das ist ein starker Anzeige auch.

00:08:35: Das zeigen wir anderen als soziale Wesen, zeigen wir das auch anderen.

00:08:39: also der Depressive macht sich klein gebürgt, er nimmt auch den Augenkontakt nicht auf.

00:08:44: Der Glückliche ist eben der Expressive, der das auch nach außen ausstrahlt und das kann man natürlich alles messen.

00:08:49: Das kann man auf verschiedenen Ebenen messen.

00:08:51: ich habe gerade gesagt, Messen heißt dann beobachten und in Zahlen transformieren.

00:08:57: Das ist ja irgendwie die Art der Messung, die wir vornehmen jetzt in dieser empirischen Forschung Und zum einen kann man die Leute direkt befragen, weil das Glück in der Tat etwas Bewusstes ist.

00:09:07: Was ganz wichtig ist für unsere eigene Steuerung.

00:09:09: Wir sind ja mobile Wesen und steuern so durch unser Leben und müssen eben aktive Suchverhalten.

00:09:15: wo wollen wir hin?

00:09:17: Was soll das Ziel sein?

00:09:18: Da geht es darum gute Orte zu identifizieren sich das auch zu merken.

00:09:25: Das muss also ganz bewusst wahrgenommen werden und gespeichert werden.

00:09:30: Und das alles kann man entweder abfragen.

00:09:32: Man kann es natürlich auch stimulieren in einem Experiment und dann schickt man die Leute im MRT, und dann sieht man oh da ist das Gehirn oder gewisse sozusagen Belohnungsregionen sind jetzt sehr aktiv durchblutet.

00:09:45: auf dem Niveau laufen ja die MRTs eigentlich nur.

00:09:48: also das Geirn ist immer aktiv aber jetzt sind in bestimmte Regionen Und man mutmaßt das eben in Zusammenhang mit so einer Belohnung und dann sagen die Leute auch wiederum, ja es ist gut.

00:10:00: Das macht mich glücklich bis hin zur... zur Körper sozusagen les, auslese.

00:10:08: Dass man eben sieht.

00:10:08: also wie groß machen sich Leute?

00:10:10: Wie klein machen sich leute?

00:10:12: Lachen sie lachen Sie echt oder eben eher gefaked?

00:10:16: dazu gehören irgendwie diese Muskeln um die Augen herum sind hier wirklich verzogen oder bleiben die Starr und deshalb ist das nicht so gut mit dem Botox bei den Emotionen nicht so.

00:10:28: Also wir können das sehr wohl am Menschen abmessen.

00:10:31: Und das Gute und sehr demokratische dabei ist ja, dass in der Tat der Gegenstand, der Forschungsgegenstand hier völlig integriert ist.

00:10:42: Wir octruieren als Forscher dem nicht irgendwas was da nicht auch sagen würde sondern er ist eigentlich die Experte und kein Laie der Glücksforschung.

00:10:51: Das, glaube ich, macht einfach auch die Mächtigkeit und die Nachfrage nach dieser Forschung so bedeutsam.

00:10:59: Es gibt also ein extremes Wachstum in dieser Forschion.

00:11:03: Die Leute sind interessiert und eben nicht nur in der Wissenschaft sondern eben auch außerhalb sogar in der Politik.

00:11:09: Daher ist es auch ganz stark angestoßen worden dort.

00:11:12: Gibt es einen Maß, die Güte einer Gesellschaft besser zu messen als im Brutto-Sozialprodukt?

00:11:17: Und da fragt man sich eben schon, ob man nicht auch das Proto-Glücksprodukt messen

00:11:22: kann.

00:11:23: Ja, das ist ein spannender Begriff.

00:11:25: darauf müssen wir nochmal zurückkommen.

00:11:27: aber ich muss mal jetzt hier wirklich so ein bisschen von vorne nach hinten gehen.

00:11:30: werde es mit mich am Anfang auch noch einmal gesagt drei Achsenmodell.

00:11:33: Ich habe eine Ahnung was du damit meinen könntest.

00:11:35: Das schiebe ich aber nochmal ganz kurz einmal nach hinten.

00:11:38: Dann der Begriff Zufriedenheit gegen Glück hast du auch abgegrenzt.

00:11:42: Ich für mich, ich mache mal einfach nur einen kurzen Gegencheck.

00:11:45: Übersetzt ist es für mich immer so, Glück ist quasi wie eine Art positiver Effekt im Moment.

00:11:50: Hey, freu mich cooles Gespräch!

00:11:51: Zufredenheit ist die kognitive Bewertung im Nachgang.

00:11:55: Wie zufrieden bin ich jetzt mit diesem Gespräch auf dieses Beispiel gezogen?

00:11:58: Ein schöner Moment am Tag und dann, wie toll war der Tag oder wie gut war der tag?

00:12:02: Am Ende.

00:12:03: Oder mit dem Fußball-Tor das Beispiel dass du ja genannt das Tor zu schießen und dann die Arme hochzureißen den moment zu jubeln Das ist das Glück.

00:12:10: Wie zufrieden bin ich mit der ganzen Saison?

00:12:12: Ist das Resümee am ende?

00:12:14: das sind die Zufriedenheit um es mal so gegensonder abzugrenzen.

00:12:18: Okay dazu sagst Du Ja das waren mir nur wichtig das einmal gegen zu checken wo ich jetzt Mit dir die Chance habe zu sprechen.

00:12:24: aber Du wirst doch bestimmt häufig gefragt was ist glück?

00:12:28: Also diese Frage, was ist Glück?

00:12:29: und es... Genau.

00:12:31: Man kann dann eben sagen psychologisch ist ein positiver Effekt.

00:12:34: wo du gerade Belohnungen gesagt hast muss ich daran denken.

00:12:36: in meiner zweiten Podcastfolge also das hier ist jetzt ja irgendwie etwas in den Zweihundertzwanzigern wird's wahrscheinlich sein.

00:12:42: In meiner zweiten podcastfolge habe ich damals mit dem Neurologen Burkhard Pleger gesprochen der sagte Glück ist eine Belohnungsantwort im Gehirn Was du da grade auch beschrieben hast.

00:12:55: Wie beantwortest du die Frage?

00:12:58: Ja, ich glaube es ist wirklich die individuelle Reaktion auf positive Ereignisse.

00:13:04: Die kann man sich selber vorstellen.

00:13:07: oder aber sie sozusagen nehmen wir wirklich visuell über das Gehör oder über die Haut, oder so auf.

00:13:16: Es ist sozusagen unsere Reaktion auf unser sich ständig veränderndes Leben und die positive Reaktionen also die Antwort, die Belohnung für etwas was wir speichern sollen, was gut für uns ist

00:13:31: genau.

00:13:32: Und in dem Moment wo ich aber jetzt beispielsweise meine individuelle Reaktions kann ja auch unglücklich sein wenn Keine Ahnung, wir bleiben mit dem Fußball Beispiel ein Gegentor bekommen oder wenn halt irgendwas passiert was ich jetzt nicht.

00:13:44: individuell als werthaltig erachte, sondern was ich doof finde.

00:13:48: Das ist

00:13:49: das Unglückte.

00:13:50: also wir erleben natürlich... Also es ist in der Tat, wir erlebenden negative, also das Glück ist sozusagen positive Effekte minus negative Effekten die gibt's aber natürlich gibt sie in unserem Leben auch.

00:14:02: da sind wir ja sehr aufmerksam, also wir wollen natürlich schlechtes Erleben vermeiden.

00:14:06: deshalb brauchen wir da eben schon Erinnerung, was war jetzt nicht so gut?

00:14:12: Was war gut?

00:14:12: Verstrebe ich in Zukunft an.

00:14:15: Dann ist eben die Frage mit dem Gut auf welcher Skala ich das beurteile.

00:14:21: Ist das so impulsiv oder ist das sozusagen auch langfristig gut?

00:14:26: also dass das Eis schmeckt gut Es sich die ganzen Tag eis, dann ist das irgendwann nicht mehr so gut für mich.

00:14:33: Das läuft ja über die Erziehung, dass eben das sozusagen langfristige Ziel den Kindern auch nahe gebracht wird.

00:14:40: Also du kannst nicht jeden Tag nur Eis essen weil dann fallen dir irgendwann die Zähne aus und du kannst dich nie mehr bewegen, weil du so schwer wirst.

00:14:53: So was ist dann eben viel kognitiver aufgeladen und enormen auch dann vermittelt.

00:14:59: Aber diese Normen, also was gut ist für dich, was ein gutes gelungenes Leben ist das wird dann verbunden mit irgendwelchen Vorstellungen von wirtschaftlichem Erfolg beispielsweise und es werden natürlich auch ganz eng verbunden Mit so einer emotionalen Aufladung.

00:15:14: auch Das ist ja nicht nur dann ganz trocken Also ich will jetzt ganz viel Geld verdienen Sondern das wird bis hin zu schönen Produkten, mit denen man sich dann umgibt.

00:15:23: So einer Ästhetik, dass ja auch so ein unmittelbarer Reflex das läuft.

00:15:26: Dann ist es alles viel schöner aus und kann sich viel schönere Sachen leisten.

00:15:32: also diese... Ganz enge oder diese starke Entkopplung.

00:15:36: Hier ist Kognition und da ist die Emotion, die gibt es so eigentlich nicht.

00:15:40: Das geht natürlich ganz naheinander über und Normen sind natürlich auch emotional irgendwie unterfüttert damit das auch stark motivierend ist solche Normen anzustreben.

00:15:53: Lob kriegt man dann für bestimmte Sachen

00:15:55: usw.,

00:15:56: damit man sowas auch anstrebt was eventuell auch in weiter Ferne ist.

00:16:00: Impulse-Kontrolle, ganz wichtig beide

00:16:05: Hetzten.

00:16:05: Jo auf jeden Fall

00:16:08: Werbung.

00:16:11: Werbung Ende.

00:16:13: Also wenn ich liebe diesen Satz der Begleitung mich seitlich den Podcast gestartet habe gibt acht dass das was dir kurzfristig Lust verschafft langfristig auch zur Friedenheit bringt.

00:16:23: also du hast das Beispiel mit dem Eis angeführt.

00:16:25: mal so ein Eis essen kurzfristige Lust oder kurzfristiges Glück aber jeden Tag siebzehn Eisessen.

00:16:32: Langfristig werde ich dann halt unzufriedener wahrscheinlich, weil ich Veränderungen in meinem Körper feststelle.

00:16:37: Weil es auch irgendwann... Man spricht ja von der hedonistischen Anpassung oder Adaptionseffekt.

00:16:43: Irgendwann ist das alles gar nicht mehr so besonders.

00:16:44: Also ich finde, es bringt es einfach so schön zusammen.

00:16:47: Geh beachtest du das was dir kurzfristig Lust?

00:16:48: Oder eben auch Unlust verschaffen natürlich mich jetzt aufzuraffen zum Sport.

00:16:52: Jetzt doch nochmal hier irgendwas zu machen, was mir keine Freude direkt bereitet aber langfristig dann doch mit Zufriedenheit verbunden ist.

00:17:00: Das hilft!

00:17:01: Ich würde gerne einmal auf dieses drei Achsenmodell noch mal zurückkommen.

00:17:04: Du hast ja gesagt, drei Achsten davon sprechen wir.

00:17:06: und wenn ich jetzt auf deine Forschung schaue oder wofür du auch häufig zitiert wirst so wie es auf mich scheint sprichst du von den Parametern haben lieben und sein.

00:17:14: sind das die drei Achsens die du meinst?

00:17:16: Ja dafür erhebe ich keinen Eigentumsrecht darauf erheb' ich kein.

00:17:22: Eigentum's Recht ist also wirklich aus der Skandinavischen Wohlfahrtsforschung.

00:17:27: da hat das Erik Allert irgendwie schon vor langer Zeit irgendwie so definiert, dass Wohlfahrt eigentlich diese drei Achsen abdecken muss.

00:17:36: Und die empirische Forschung zeigt das jetzt auch.

00:17:39: also es ist wirklich... Das ist auch verbunden mit anderen Vorstellungen von der Bedürfnispyramide.

00:17:45: Also da gibt es viele Überschneidung und so ist das ja in der Forschung, man folgt natürlich auch den Trends oder was eben auch als letzter Stand der Forschungen ist.

00:17:54: Darauf baut man auf und deshalb gibt es hier auch Spiegelungen und gegenseitige Bestätigungen.

00:17:59: aber was man wirklich sieht wie ich schon gesagt habe, es nicht nur ein dimensionales Glück gibt.

00:18:05: Denn gleich unsere Gesellschaft natürlich das ganz stark über materielle Werte oft kommuniziert, dass man eigentlich das Geld als generelles Tauschmedium sozusagen mal in alles umtauschen kann bis hin zur käuflichen Liebe.

00:18:19: Aber das ist eigentlich nicht das was die Forschung eben zeigt, sondern dass es Achsen sind die nicht identisch oder die nicht ins andere überführbar sind.

00:18:29: Sondern unabhängig voneinander befriedigt werden müssen.

00:18:32: und das ist eben so eine materielle Achse, die man natürlich bis zum gewissen Grad befriedigen muss um überhaupt erst einmal zu überleben allerdings mit sehr abnehmendem Grenznutzen.

00:18:45: So abnehmen, dass man schon sagen kann dass immer mehr Geld nicht wirklich glücklicher macht.

00:18:51: Das was die Oligarchen und Billionäre antreibt, mehr Geld zu verdienen ist nicht das sie mehr konsumieren wollen oder mit dem Geld irgendwas anfangen wollen jenseits eigentlich ihrer Ihres sozialen Einflusses, die übertragen dieses Geld dann in die nächste Achse.

00:19:08: Die Bedeutung also die die soziale Wahrnehmung und die sozialer Anerkennung das im sozialen Vergleich sozusagen sind die in der hedonistisch oder sie sind in so einer Tretmühle.

00:19:19: und in diesem Wettkampf sozusagen im relativen Wettkämpf sozusagen wollen Sie immer mehr, immer mehr?

00:19:25: Das motiviert uns auch immer mehr und immer mehr zu konsumieren.

00:19:29: eigentlich ist es nur noch der relative Vorteil den wir gegenüber anderen wollen weil weil wir extrem sozial hartgecoded sind.

00:19:39: Wir brauchen den anderen, um uns alleine schon vorzuflanzen.

00:19:42: Deshalb ist uns der andere erst einmal zum Überleben als Nest-Hocker, der wir ja sind!

00:19:49: Wir brauchen die mütterliche und älterliche Pflege und danach zur sexuellen Reproduktion brauchen wenn Partner.

00:19:57: Das heißt, wir brauchen immer den Anderen und das spielt für uns eine große Rolle in auch unserem Glücksempfinden.

00:20:05: Und dafür brauchen wir eventuell einen relativen Vorteil, das motiviert uns hier auch in solche Konkurrenzsituationen einzutreten.

00:20:14: Absolut brauchen wir natürlich nicht so viel Geld.

00:20:17: Irgendwann wie gesagt, das siebzehnte Eis was wir uns kaufen könnten irgendwann haben wir eigentlich Settium Effekte und darauf sollten wir uns auch stärker konzentrieren.

00:20:27: Der Markt hingegen versucht natürlich auch wiederum Sättigungseffekte zu unterwandern mit so Lockangeboten, Essen zum Beispiel das uns ganz lange überhaupt nicht satt macht.

00:20:37: Also da werden wir natürlich auch ein bisschen ausgetrickst.

00:20:40: aber de facto können wir uns auf sowas wie so ein materielles Sättigungsempfinden glaube ich schon verlassen und sollten das auch mehr.

00:20:47: was uns allerdings ganz stark und ganz entscheidend prägt und unabhängig von dieser materiellen Befriedigung ist eben diese soziale Befriedigung, die wir brauchen.

00:20:58: Wir brauchen Freunde, wir brauchen Anerkennung und da ist der Vorteil dass eigentlich Freundschaften beispielsweise nie etwas sind an das man sich gewöhnt beim Konsum zum Beispiel von so Status Konsumgütern.

00:21:11: Es ist so, dass wir unheimlich schnell eben in diese Gewöhnung eintreten und dann brauchen wir mehr mehr mehr.

00:21:17: So ein bisschen wie eine Droge eben.

00:21:18: Mehr mehr mehr das reicht dann nicht für den Kick und so ein Status Symbol ist relativ schnell entwertet wenn der andere mit dem ich ja letztendlich dann konkurriere um die Aufmerksamkeit vielleicht ein besseres Status Modell hat.

00:21:33: also neighbors grass is always greener.

00:21:36: also da komme ich also schnell relativ in so eine Tretmühle hinein.

00:21:43: Bei Freundschaften ist das nicht so, da brauchen wir auch nicht Masse sondern eher Qualität und die sind halt immer wieder neu und da ist wirklich geteiltes Glück mehr Glück.

00:21:53: also der Fußballer der ein Tor schießt findet es ja nur geil weil auch die Fans es geil.

00:22:00: Es ist ja diese Verbindung, die wir dann haben.

00:22:03: Das ist das Euphorisierende in dem Moment.

00:22:05: Ja!

00:22:06: Die schreien auch und reißen auch die Hände hoch.

00:22:09: Die Fans haben ja gar nicht geschossen aber sie teilen dieses Glück.

00:22:12: Und das macht es so besonders.

00:22:15: Genau, und dann diese dritte Achse ist eben letztendlich glaube ich die Antwort auf die große Enttäuschung dass wir nicht ewig leben was... Zum einen auch ein Glück wiederum ist, denn man stelle sich vor, man müsste immer zur Schule gehen.

00:22:29: Oder immer arbeiten oder immer nur das gleiche.

00:22:32: Oder im Fußball Beispiel ein Spiel ohne Abpfiff?

00:22:35: Genau!

00:22:35: Ein Spiel ohne Ende.

00:22:38: Also eigentlich brauchen wir das Ende.

00:22:41: aber das eigene Ende ist natürlich eine unglaubliche Enttäuschung Demütigung wie auch immer.

00:22:48: Zumutung... beängstigend, es ist eben unklar was aus uns wird und da sind eben solche Dinge die über uns und unsere Endlichkeit hinausreichen bedeutsam.

00:23:01: Und selbst das kann man messen woran zum Beispiel dass religiöse Leute glücklicher sind oder leute und es gibt auch natürlich zu rugate also ersatz Für

00:23:14: religiöse Glauben.

00:23:16: Wenn die eigene Endlichkeit eine Enttäuschung, eine Demütigung und eine Zumutung ist... Da habe ich jetzt erst mal so ein Fragezeichen, aber ich würde das eigentlich gar nicht sehen.

00:23:27: Ja umso besser!

00:23:29: Macht nicht die eigene Ändlichkeit erstmal den Wert von allem aus?

00:23:33: Ich glaube es auch.

00:23:35: Es ist in der Tag ganz wichtig Motiv morgens aufzustehen.

00:23:41: Man stelle sich vor, man müsste nie auf.

00:23:43: Also man könnte es an jedem anderen Tag machen.

00:23:46: Ohne so eine Zeitstruktur gäbe es irgendwie keine Bewegung eigentlich.

00:23:51: dann könnte man ewig im Bett liegen weil man hat ja noch ewig Zeit und man würde eigentlich gar nichts anfangen müssen.

00:23:58: wenn man es auch morgen und übermorgen machen kann was heißt auch Morgen und Übermorgen?

00:24:04: Genau, also diese Endlichkeit glaube ich ist in der Tat unser Motor etwas zu machen und auch nach etwas zu streben.

00:24:12: Aber dass wir irgendwann enden – und wie wir auch enden?

00:24:16: Ist häufig ja doch ein sehr unglücklicher Ausblick!

00:24:21: Dass wir irgendwann nicht mehr mit den anderen das teilen, dass wir vieles nicht mehr erleben können und natürlich diese Endlichkeiten natürlich auch oft überschattet sind von Krankheiten oder eben ein abrupten und plötzlichen Ende durch Unfall.

00:24:36: Also diese Endlichkeit, das sind natürlich keine Hochgefühle wenn man daran denkt.

00:24:42: Das zeigt übrigens die Forschung auch.

00:24:45: also es gibt wirklich einen Abfall der Lebenszufriedenheit und des Luxempfindens am Ende des Lebens.

00:24:52: Ja, okay.

00:24:53: Aber glaubst du dass das Leben dann vorbei ist?

00:24:55: Also glaubst Du so in der Karte dein physischer Körper stirbt?

00:24:58: also ich mag

00:24:58: das nicht glaube da sind ja so religiöse, religiöser.

00:25:02: Du hast ja das mit transcendente Ziele vor den Rängen.

00:25:05: Ich würde mal so sagen Das letzte Hemd hat keine Taschen.

00:25:07: Ja es ok aber das Development deiner Seele nimmste mit.

00:25:12: Also mit der Perspektive finde ich eigentlich ganz okay.

00:25:15: Ich find' es auch...also ich gärtner gerne und denke sozusagen das alles ein großes Ganzes

00:25:26: Und wenn ich morgen sterbe, pflanze ich heute noch ein Baum.

00:25:31: Aber das sind natürlich ganz positive Ideen.

00:25:35: Das liegt vielleicht aber auch bei uns in der aktuellen Situation daran dass das noch sehr weit weg ist und wir diskutieren ja die Zukunft.

00:25:42: also was sehr weit Weg ist damit beschäftigen wir uns natürlich irgendwie auch aktuell.

00:25:48: Ich meine es gibt eben natürlich schon Leute sehr kurze Zeithorizonte haben.

00:25:54: Ich nehme an, wenn man jetzt hier mit einem Arzt sprechen würde der das in seinem Alltag sehr viel häufiger erlebt Leuten auch so eine Botschaft zu übermitteln dass das Leben jetzt hier so endet und er wird sicherlich von Situationen erzählen können wo Leute geschockt sind frustriert sind und Angst haben.

00:26:15: Das

00:26:16: kann ich nicht verstehen!

00:26:17: Macht nichts, dann gehe jetzt mal ein Apfelbaum

00:26:20: flanken?

00:26:21: Ich glaube die Frage ist ja auch wie bewusst lebst du denn dein Leben während du eben jetzt nicht den Tod unmittelbar vor vorm Auge hast sondern also man weiß das ja auch nicht.

00:26:32: Du hast ja gesagt bei uns beiden ist es vielleicht noch weiter weg.

00:26:35: keine Ahnung so also wirklich keine Ahnung.

00:26:38: und wenn ich aber mein Leben einfach relativ wenn ich es jetzt sehr bewusst lebe und irgendwie nicht die ganze Zeit nur Glücksmomenten hinterher jage, sondern eben auch wie du es ja gesagt hast so eine Art Erfüllung und Zufriedenheit immer wieder erlebe oder mich auf eine Erfüllung und zu Friedenheiten ausrichte dann muss sich eigentlich am Ende auch nicht mich ärgern vielleicht irgendwas nicht gemacht zu haben oder zu viel oder zu wenig.

00:27:05: Ich bin gerade so erstaunt über diese doch so negative Nachstellung der Endlichkeit, weil ich glaube das dadurch voll viel Wert kommt und ich glaube auch nicht.

00:27:13: Also persönlich ist es an meiner Meinung oder meine Meinung nein.

00:27:16: aber also meine Perspektive auf das Leben auch durch diese wirklich sehr wissenschaftlich gestarteter Auseinandersetzung mit dem Leben irgendwie, ich glaube man landet dann schon bei ... also du kannst bei Spiritualität.

00:27:28: Du kannst schon sagen so ja es ist alles Atome dein Körper zerfällt, alles ist schwarz und nichts und tschüss!

00:27:33: Dann ist das halt so, glaub' ich nicht... Aber gut, kennen wir meine

00:27:38: Antwort.

00:27:38: Also es ist natürlich irgendwie ein Kollabieren einer, sozusagen die Individualität als solche so wie sie eben auch in der Welt war.

00:27:47: irgendwie löst sich jedenfalls auf.

00:27:50: Und das ist natürlich etwas was wir so gar nicht erlebt haben bislang also und da.

00:27:55: die Vertrauen dass es schon gut geht ist vielleicht ja und ich glaube auch es gibt natürlich auch so unzeitgemäße Dinge.

00:28:04: also diese Du hast dir eben Sachen vorgenommen, das Ziel liegt eigentlich in weiterfern und jetzt irgendwie wird er klar gemacht.

00:28:14: Also du kannst das Ziel in weiterferne nicht erreichen dafür fehlt ja die Zeit Und dann würde man vielleicht schon bedauern dass man auf das falsche fährt gesetzt hat und ich glaube auch dieses wenn man jeden tag bewusst erlebt ist es gar nicht so ganz einfach.

00:28:29: also finde schon dass man auch konzedieren muss Also zugestehen muss, dass es Zwänge gibt und manches gefällt einem nicht.

00:28:36: Und mit diesem Zutun muss man vielleicht auch zurecht kommen und dann sagt man okay ich ertrage das jetzt so und solange oder ich erteile das noch eine Zeit lang weil ich glaube danach kann ich das ändern aber für den anderen ist das gut oder wie auch immer und dann hat man diese zeit nicht.

00:28:53: also dass man so ne Fehlkalkulation macht das glaube ich gar nicht so selten weil man vieles nicht vorhersehen kann.

00:29:00: Und man macht natürlich Zukunftspläne, aber das realisiert sich vielleicht so nicht oder Dinge verändern sich und dann hat man aber nicht die Möglichkeit, kein Problem!

00:29:10: Das ändere ich morgen, sondern ich bin ja... Und je älter ich werde, desto mehr gibt es auch Verpflichtungen, die ich eingehe.

00:29:17: Also ich sage mal als Eltern, ich habe eine Verpflichtung meinen Kindern gegenüber.

00:29:22: Das sind andere Verpflichten, als wenn ich alleine durchs Leben gehe Und dann muss ich mich zurücknehmen.

00:29:31: Gefällt mir das immer?

00:29:32: Nein, zeigt auch die Glücksforschung dass Eltern gar nicht glücklicher sind als Singles oder Kinderlose was man ja oft gedacht hat.

00:29:40: Ja weil man sich zurück nehmen muss und es ist natürlich nicht immer toll in jedem Moment und deshalb kann man nicht jeden moment voll und erfüllt leben, also ich glaube das

00:29:50: ist aber du kannst ihn aber ja schon bewusst leben.

00:29:54: Dass man das nicht immer von Freude geprägt ist und von der Belohnungsantwort im Gehirn vom positiven Effekt wie auch immer von Glück ist klar.

00:30:04: Aber das Leben ist ja dann dennoch sehr intensiv Und natürlich geht es auch gar nicht darum, einfach nur ums vielleicht nochmal die Perspektive aus meiner Sicht da zurecht zu rücken.

00:30:13: Es geht nicht darum das alles was ich mir vornehme klappt und nur dann bin ich glücklich oder zufrieden oder nur dann ist das Resümee gut.

00:30:21: Aber wichtig ist ja einfach dass sich erstmal mich überhaupt auf eine Sache hinausrichtet, die für mich wertvoll ist so und dass ich mich dann dahin bewege wenn das dann nicht klappt weil mir die Zeit wählt weil ich das einfach nicht hinbekommen habe.

00:30:33: Aber das ist ja was anderes, aber ich habe es versucht und das doch was zählt.

00:30:37: Also finde ich zumindest da irgendwie auch eine entlastende Perspektive.

00:30:41: Es ist nicht so dass das Glück nur dann eintritt wenn alle Pläne aufgehen.

00:30:46: Das Glück tritt auch dann ein Wenn ich überhaupt mich auf etwas ausrichte Was für mich wertvoll ist.

00:30:51: also ich glaube da sind wir wieder bei der Bedeutsamkeit.

00:30:54: im Endeffekt Natürlich.

00:30:56: Ja,

00:30:56: ich finde es gut dass du das so sagst.

00:30:58: also ich das gefällt mir hätte ich nicht gedacht.

00:31:00: Also Leute haben Todesangst Es gibt sozusagen.

00:31:04: also die Forschung zeigt eher ist es sinkt am Ende des Lebens und Ich glaube wir brauchen da in der Tat So ein auch noch mal so eine Möglichkeit In der Gesellschaft sich da anders mit Und auch vielleicht positiver damit auseinander zu setzen muss finde ich eigentlich auch wichtig.

00:31:20: ja also total Habt vorhin diesen Satz gesagt, aber ich meine das wirklich so.

00:31:26: Das Letzte hat keine Taschen.

00:31:28: Mein Geld kann nicht mitnehmen oder was auch immer für Zertifikate und so.

00:31:31: Aber diese innere... Also es ist ja eine sehr spirituelle Frage im Endeffekt.

00:31:36: Ja, was ist mit deiner Seele?

00:31:37: Wo geht die dann hin?

00:31:38: Geht die in den Himmel

00:31:38: usw.?

00:31:40: Können wir keine Antwort darauf geben?

00:31:41: Aber ich glaube dieser Essenz... Deine selbst, deine Selbstentwicklung die kannst du schon mitnehmen auf eine gewisse Weise und das macht es stimmt mich eigentlich sehr sehr positiv ehrlich gesagt.

00:31:54: Ich würde noch mal gerne auf das Hemd hat keine Taschen das letzte Hemd kann keine Tasche kommen.

00:31:59: Also wenn wir den Streit um die Erbschaftssteuer in unserer Gesellschaft anschauen, dann haben wir natürlich also massiv die Vorstellung das letzte Handmustaschen haben und aus denen möchte ich da noch reichlich umverteilen.

00:32:14: Individuell!

00:32:15: Die Leute zeigen auch die Forschung ein massives Vererbungsmotiv und wollen auf keinen Fall als sozusagen... besitzlos ins Gras beißen.

00:32:35: Und damit wollen sie ja eigentlich, ich glaube das ist schon so eine... Das Bestreben zum einen Schutz.

00:32:42: Also Eltern wollen und deshalb ist es ein unheimlich rationaler Umgang mit der Erbschaftsteuer.

00:32:50: Ich glaube, man kann viel intelligenter mit dem Erbe umgehen als wir es tun.

00:32:54: Aber zum einen scheint es wirklich so ein Schutzreflex zu sein seinen Kindern was zukommen zu lassen wenn ich nicht mehr da bin wer weiß und das andere eben wenn man gar keine Kinder hat dann dann in irgendwelchen Stiftungen oder soweit er so eine So eine Legacy irgendwie zu hinterlassen, indem ich dann Trump Kennedy Center für Performing Arts heiße oder wie auch immer.

00:33:20: Oder ein Arsch oder in diesem Fall keine Ahnung die meisten vielleicht eine Bank im Theater spenden oder im Park oder so.

00:33:28: aber irgendwie was zu hinter lassen ist ein starkes Motiv bei Leuten also nicht vergessen zu werden.

00:33:36: Spannend könnte man auch sich fragen, welche Angst steckt dahinter und so.

00:33:40: Aber ich finde es total toll, das mag ich einfach mal zwischendurch einwerfen.

00:33:45: da sind wirklich in jedem Frage-Antwort-Ding hier gerade so viele Strohhalme und Stränge wo wir eigentlich noch reingehen könnten.

00:33:56: Hier kommt einmal eine kurze Unterbrechung in eigener Sache.

00:33:59: Wir machen ja solche Gespräche wie dieses hier mit Professor Dr.

00:34:04: Hilke Brockmann besonders viel Spaß, weil es dabei um das absolute Kernthema von Humans Are Happy geht – nämlich um ganz valide Glücksforschungen!

00:34:14: Und weil du diesen Podcast hörst, gehe ich jetzt einfach mal ganz selbstsicher davon aus dass du dich für diese Themen genauso enthousiastisch begeistern kannst wie ich.

00:34:24: Das ist super, denn dann teilen wir doch schon eine gemeinsame Leidenschaft.

00:34:28: Und weißt du was?

00:34:29: Ich habe meine Leidenschaft hier für das Thema Glück jetzt sogar auf zweihundert Seiten in meinem ersten Buch zusammengefasst!

00:34:36: Passend zum Titel des Podcasts.

00:34:39: Er scheint mein erstes Buch Humans Are Happy, die Wissenschaft ist wohlbefindens am neunzehnten August im Nauverlag und es enthält alles wirklich alles an wichtigen Wissen dass ich hier in über zweihundert Folgen und in mehr als fünf Jahren einsammeln durfte.

00:34:55: Und wenn du jetzt schnell bist dann kannst Du noch bis zum einund dreißigsten Juli meinen Buch als individuell für dich signiertes Exemplar vorbestellen.

00:35:06: Klicke dafür, noch vor dem ersten achten auf den ersten Link oben in den Show Notes und lasse dir mein Buch direkt am Erscheinungstag mit einer individuellen Widmung automatisch zusenden.

00:35:18: Aber – und auch das ist gar kein Problem!

00:35:21: Falls du das hier jetzt nach dem ersten August hörst dann habe ich direkt die nächste tolle Neuigkeit für dich denn gemeinsam mit meinem Verlag verlose ich unter allen Vorbestellungen eine kostenlose Coaching-Stunde.

00:35:34: Das gilt natürlich auch für Vorbestellungen, die vor dem ersten August getätigt wurden.

00:35:39: Um an der Verlosung teilzunehmen schicke einfach deine Bestellbestätigung mit egal welchem Datum an die E-Mailadresse verlosungatnextlevelverlag.de.

00:35:49: In diesem Sinne jetzt noch einmal die herzliche Einladung!

00:35:53: Klicke jetzt einmal auf Pause und dann auf den ersten Link oben in den Show Notes, um dir eine für dich signierte Version meines Buches zu sichern.

00:36:02: Und gewinne mit etwas Glück obendrein eine kostenlose Coachingstunde!

00:36:14: ganze in und außen layout technisch aufbereitet ist.

00:36:26: Das ist richtig schön, ich freue mich wahnsinnig über diese Buchveröffentlichung!

00:36:31: Und genau das möchte ich hier mit dir teilen.

00:36:34: Ich wünsche dir jetzt schon ganz viel Glück bei der Verlosung der kostenlosen Coachingstunde.

00:36:39: Viel Spaß beim Lesen und jetzt erstmal wieder viel Freude beim Hören dieser Folge wie du es vorhin gemalt hast jetzt mit den oligarchen die beispielsweise dieses haben lieben und sein gesagt ich komme darauf noch mal ganz kurz zurück weil sie mir die ganze Zeit im hinterkopf so klebt haben.

00:36:54: ja ich verstehe schon ich brauche eine gewisse materielle absicherheit vielleicht das mal gekoppelt jetzt mit dem thema freiheit und zwänge.

00:37:01: ja natürlich es gibt keine absolute freiheit.

00:37:05: dass ist voll die illusion weil ich bin ja hier auf dieser welt in einem menschlichen körper der brauche essen der auch trinken der braucht irgendwie eine wohnung um mich herum.

00:37:15: so das kostet alles geld.

00:37:17: das heißt ich habe ja gar also nicht.

00:37:18: Ich hab alleine durch meinen körper schon die notwendigkeit, dass sich irgendwie mich umessen und trinken und dort zum schlafen mal bemühe ganz basic gesprochen.

00:37:28: Das bekomme ich in dieser Welt eigentlich gegen Geld, das bedeutet ich habe nicht so eine grundsätzliche Freiheit sondern wenn dann habe ich eine Gestaltungsfreiheit und das finde ich ist ein wichtiger Unterschied.

00:37:38: So wenn ich natürlich jetzt sage okay du hast das Beispiel mit Kindern angebracht natürlich wenn ich jetzt eben Kinder hab da eine Verpflichtung und dann geht vielleicht mal eine Gestaltungsfreiheit runter oder ich kann dann verschiedene individuelle Lebensentwürfe anschauen, habe ich vielleicht einen Job wo mir viel vorgegeben wird?

00:37:54: Habe ich ein Job mit mehr Freiheiten mache ich mich ganz selbstständig was auch immer so.

00:37:59: Dann variiert dann der Gestaltumsfreiheit grad.

00:38:02: das ist vielleicht eine Sache.

00:38:03: und wie das eben alles so miteinander überschwe- oder eben ineinander übergeht um die Grenzen sind am Ende fließend was ja auch gesagt Kognition und Effekt, also Glück und Zufriedenheit.

00:38:15: Das kann man gar nicht hundert Prozent trennen weil es immer miteinander zusammen ist.

00:38:18: oder die Oligarchen, die jetzt komme ich darauf zurück, dieses haben Geld anhäufen haben haben haben und dann Transzendieren sie ihr Geld in die Bedeutung.

00:38:29: Transferieren!

00:38:31: Ich weiß aber Sie können's ja nicht, das ist kein Banker, es ist ja keine Transaktion.

00:38:38: Aber auch egal

00:38:39: Das ist schon eine Transaktion.

00:38:41: Und ich meine, da muss man auch nochmal kurz... Also dieses... das ist interessant.

00:38:47: also dieses Bedürfnis oder So viel Geld anzuhäufen wird ja zur Zeit und das sehen wir auch wirklich in den USA beispielsweise im politischen Macht umgemünzt.

00:38:58: Also die nutzen das natürlich, um Zugang zu haben, um noch mehr Macht zu akkumulieren – das hat es lange Zeit so gar nicht gegeben.

00:39:07: Was wichtig glaube ich nochmal ist mit diesen Gestaltungsfreiheiten Das setzt immer voraus, auch beim Geld übrigens.

00:39:17: Dass Leute den Geld vertrauen.

00:39:18: Geld ist ja nur Vertrauen!

00:39:20: Es ist ja nichts Fixes gegeben.

00:39:22: und deshalb brauchen wir eigentlich in der Tat... Wir haben nicht nur den Körper, wir brauchen auch die Gesellschaft Und die Institutionen, die funktionieren.

00:39:30: Was die Oligarchen in Russland machen – das habe ich selber erlebt in Italien – die transferieren ganz viel in die EU und haben sich ja ganz viel Geld in die Eu-Transferiert.

00:39:38: Warum?

00:39:39: Weil es eine sichere institutionelle Umgebung ist, weil wir einen Rechtsstaat haben, weil sozusagen die Instituationen funktionieren und nicht durch eine autoritäre Regierung sozusagen ihnen sofort das Geld auch weggenommen werden kann.

00:39:53: Das heißt, damit Geld funktioniert brauchen wir Vertrauen in das Geld.

00:40:00: Und das kann nur das Umfeld geben.

00:40:03: Ich kann eben nur was für Geld kaufen wenn jemand mein Geld annimmt und mir dafür ein Kaffee hinstellt oder einen Teller essen.

00:40:11: Wenn er das nicht mehr macht weil er sagt dann Geld ist nichts wert und ich will da ein Geld nicht gibt mir etwas anderes kann ich anhäufen, was ich will.

00:40:20: Und diese Vertrauensgrundlage – das sehen wir glaube ich aktuell und deshalb ist diese Glücksforschung nicht nur eine Frage der individuellen persönlichen Maxing, Lux-Maxing und Glücksmaxing sondern es essentiell mit der Umwelt verbunden, übrigens sehen wir das in der Biologie ja auch.

00:40:37: Also die Zelle oder den genetischen Kot ist essenziell mit der Umwelt der Zelle verbunden.

00:40:44: nur wenn die Zellen funktioniert funktioniert der genetische Kot und so ist auch unser Körper also schon durch die Atmung also nicht nur beim Essen und Schlafen

00:40:52: jeder

00:40:52: Atemzug ist ein Austausch mit der umwelt.

00:40:55: deshalb ist es auch interessant dass solche Achtsamkeitsgeschichten immer so stark am Atem ansetzen würde.

00:41:02: Das ist der erste Austausch mit der Umwelt, wenn die Luft verschmutzt ist dann verschmutzen wir auch und sozusagen schädigen uns.

00:41:10: Und ich glaube dieses Verständnis dafür dass wir nicht alleine existieren können das wir so viel Geld anhäufen können wie wir denken wenn wir nicht des Vertrauen haben sondern uns eine eventuell erschießen will also das sehen wir ja auch in solchen Gesellschaften wo dann Einer so viel massiert gibt es natürlich viel mehr Kriminalität und vielmehr Gewalttätigkeit, weil das ist ja eigentlich schon ein Anzeichen der Erodierung des Vertrauens in diese Institutionen.

00:41:38: Und dann sozusagen brauche ich noch mehr Security

00:41:40: usw.,

00:41:41: ohne Vertrauen nützt das nichts.

00:41:43: Das ist eben schon die Frage wieviel muss sich individuell anhäufen?

00:41:46: Wieviel musste ich der Gesellschaft eigentlich auch zurückgeben damit sie so einen Vertrauen finanzieren

00:41:51: können?

00:41:51: Ja, um wie glücklich bin ich wenn ich Securities brauche um rauszugehen ist noch mal eine andere Frage.

00:41:56: Aber lassen wir es mal so... Lass uns mal zu einem anderen Thema kommen oder zu einem andern Wort nämlich das Wort Wohlbefinden.

00:42:03: So wie ich das ganze Thema verstehe kann man ja sagen so Ich habe auf der einen Seite so Glück als Effekt und Zufriedenheit als kognitive Bewertung.

00:42:10: Wenn ich jetzt mal trennen will male ich ein Kasten drum und schreibe dann subjektives wohl befinden drauf.

00:42:14: Dann hab' ich beides zusammengebracht.

00:42:18: Ich habe dann irgendwie eine Zeit lang weniger gerne von Glück als von Wohlbefinden gesprochen, weil ich dann irgendwie so der Meinung war.

00:42:26: Das ist eigentlich so der Korrektere oder das fastes Meer zusammen.

00:42:31: Mittlerweile ist es für mich persönlich ziemlich egal.

00:42:34: Man kann gerne von Gluck sprechen, weil da springen alle drauf an.

00:42:38: Es ist wie ein Trojanisches Pferd.

00:42:40: Jeder springt darauf an und keiner kann sich richtig darunter vorstellen was drin ist.

00:42:43: Wie ist es denn bei dir?

00:42:44: Sprichst du lieber von Wohlbefinden oder von Glück oder machst du überhaupt einen Unterschied?

00:42:49: Ja, also in der Forschung ist in der Tat der Oberbegriff subjective well-being.

00:42:53: Also neu Deutsch immer natürlich.

00:42:56: Also subjektives Wohlbefinden und ich finde das zeigt es sehr schön.

00:43:00: auch nochmal dieses Subjektiv Das ist das was ich erlebe meine Reaktionen auf Dinge.

00:43:06: Ich bin der Filter und das wird sozusagen nicht etwas objektives Was lange Zeit?

00:43:13: In der Forschungsgebung als gut.

00:43:15: eine gute Gesellschaft ist eine die objektive wie im Brotesozialprodukt ganz viel Geld irgendwie oder viele ökonomische Transaktionen macht, ist da sozusagen der Gegenbericht.

00:43:25: Es geht ja eigentlich um die Leute und das sollten wir vor dem Hintergrund der zunehmenden Automatisierung vielleicht auch nochmal ganz anders thematisieren.

00:43:33: Denke ich auch wohl befinden und Wohl ist eben gut und die Befindlichkeit ist wirklich das was ich spüre und das glaube ich schafft mir Legitimation weil es noch mal zeigt Also jeder Einzelne sozusagen kann das auch validieren, also bestätigen.

00:43:52: Auf Richtigkeit bestätigend.

00:43:54: Das ist nicht so wo ich sage ja dass können nur die Experten sondern es ist in der Tat eine ziemliche Leinforschung Dass das dann so in der in der breiteren Öffentlichkeit eben als Glück kolportiert ist und manche sagen das ist ja eine Tyrannie des Glücks usw.

00:44:12: Und ich will gar nicht immer glücklich sein.

00:44:14: genau

00:44:18: Was entgegnest du da in den Menschen, die sagen das ist eine Tyranei des Glücks?

00:44:22: Ich bin scheiß auf Glück.

00:44:23: Ich will nicht immer glücklich sein.

00:44:24: Ja

00:44:24: ja, es gibt natürlich eine richtige Bewegung!

00:44:27: Also ich sage, das Unglück ist natürlich in der Glücksforschung irgendwie auch völlig irgendwie abgedeckt.

00:44:34: Das ist eben die eine Ende des Skalers und die andere Ende der Skala.

00:44:37: aber es ist auf dem gleichen Skala.

00:44:40: Und es ist gar nicht ne Tyrannie dass man sagt jeder muss permanent glücklich sein weil man eben in der Tat sieht im Prinzip sieht man das wirklich beim Drogenkonsum.

00:44:50: Das ist ja so eine Art Kurzschluss, wo ich eigentlich der Neurologe, der sagt also es ist eine Belohnung im Gehirn und sozusagen die unmittelbarste direkte Belohnungen im Gehören kann ich eben chemisch erzeugen einfach mal Heroinspritzen oder Kokain nehmen usw.

00:45:07: Da habe ich natürlich ein unheimlich starke Stimulanz dieser Belohnungszentren ohne so einer Art direkte Rückkopplung mit der Wirklichkeit zu haben.

00:45:18: Deshalb sehen wir Drogenabhängige als Nichtdrogenabhängige in Situationen, wo wir denken um Himmels willen wie schrecklich!

00:45:26: Wissen wir gar nicht die sind sozusagen für die ist das wahrscheinlich.

00:45:29: da spielt die äußer Umgebungs vielleicht viel weniger eine Rolle.

00:45:33: Was man allerdings am Körper sieht, wenn man sozusagen so einen Kurzschluss im Körper einrichtet oder davon abhängig wird ist das wir nicht dafür ausgelegt sind.

00:45:43: Sondern wir überreizen in der Tat unsere Hardware Und werden eben drogenabhängig und wenn wir die Drogen nicht kriegen, kommen wir auf Turkey.

00:45:52: Also dann haben wir Entzugserscheinungen das heißt wir überstrapazieren unsere biologische Ausstattung und sind dazu nicht in der Lage.

00:46:01: ganz konkretes Beispiel ist natürlich der sexuelle Orgasmus.

00:46:05: auch da wissen wir alle es geht nicht für immer sondern es hat in der Tat eine Suchphase eine Glücksphase und eine Entspannungsphase.

00:46:16: Und die brauchen wir auch, das ist die Lernphase da lernen wir uns sozusagen wie in der Sexualität ist es auch in anderen Bereichen.

00:46:25: Wir brauchen diese diese Entspanung auch Anspannungen Spannung und wenn wir das so zu sagen nicht haben Ja, dann sind wir aufgebraucht in kürzester Zeit und können das eigentlich nicht aushalten.

00:46:38: Das ist das Problem.

00:46:39: deshalb diese Tyranei des Glücks sich eigentlich nicht aber unnötiges Unglück kann man vermeiden.

00:46:46: Hey!

00:46:47: Hundert Prozent ich gehe da insofern mit weil für mich dass so gerne Ausdrücke natürlich sich mit Glück zu beschäftigen bedeutet nicht immer glücklich zu sein sondern auch ganz ausdrücklich auf die Herausforderungen und Probleme des Lebens zuzugehen.

00:47:03: Aber wenn ich jetzt für alle... wir können es mal so psychologisch oder vielleicht auch therapeutisch sehen, ja?

00:47:08: Wenn ich für alle Emotionen in mir den Raum habe und nichts jetzt irgendwie weg drücke was spricht denn dagegen?

00:47:16: sich auf das positive hinauszurichten?

00:47:19: also

00:47:20: würde ich auch sagen

00:47:21: ist für mich ein ziemlicher No-Brainer eigentlich Weil.

00:47:26: dann muss ich nämlich am Ende meines Lebens nicht so unglücklich sein, dass ich die ganze Zeit ein Kriskram war.

00:47:31: Aber das bringt mich auch zur nächsten Frage.

00:47:35: Ich gucke auch auf die Zeit und habe die Hörenden hier im Blick zu hören.

00:47:38: Und vielen Dank wenn du diese Folge bis hierhin anhörst!

00:47:40: Ich hoffe du findest sie genauso gut wie ich.

00:47:42: Ich würde gerne mal von dir lieber Hilke wissen was machen denn Menschen aus deiner Forschungserfahrung anders?

00:47:49: tun Menschen, die dauerhaft glücklich sind.

00:47:52: Welche Fähigkeiten und Ressourcen sollte ich denn jetzt aufbauen?

00:47:54: Wenn ich sage, ich möchte ein nöchliches Leben führen.

00:47:58: Wo sabotieren wir uns dabei auch häufiger.

00:48:00: oder was würdest du raten wenn ich eher unglücklich bin mal so'n ganz großes Konglomerat an Fragen rübergeworfen?

00:48:06: Ja also in der Tat diese sozialen Kontakte muss man irgendwie pflegen.

00:48:10: Wenn man da irgendwie Hemmschwellen hat dann muss man sich ein bisschen austricksen dass man Events aufsucht wo das geht.

00:48:20: Ich bin beispielsweise Hundebesitzerin und stelle fest mit einem Bund, hat man unheimlich viele Kontakte von denen man auch nicht erwarten würde oder die man sonst so mit den eigenen Interessen vielleicht gar nicht finden würde.

00:48:32: Also das ist ein Türöffner für ganz neue... Bekanntschaftskreise und einen ganz informellen Austausch, den man dann natürlich ausbauen kann.

00:48:44: Ich habe neulich gesehen in Hamburg weil ich eine Freundin in Hamburg hatte und gedacht hab was schenke ich dir denn zum Geburtstag?

00:48:51: Und da gab es so eine Kochschule und die machten Sokochevents wo man mit wildfremden Leuten an einem langen Tisch sitzen kann.

00:49:00: Man kann sich mit denen unterhalten muss aber nicht.

00:49:02: Aber man hat sozusagen leichte Überschneidung bei diesem Zusammenkochen und kann eventuell daraus etwas stricken, aber man kann das auch sozusagen ins Leere laufen lassen wenn einem das nicht gefällt.

00:49:17: Also man hat eine ganz niederschwellige Möglichkeit Leute kennenzulernen die Sachen machen.

00:49:23: kochen ist jeder muss kochen.

00:49:24: also man hat ein unheimlich breiter Auswahl.

00:49:28: Die Kosten sind auch nicht hoch.

00:49:29: Es ist also anders, als wenn ich jetzt mit dem Polo-Spiel anfange.

00:49:32: Da bräuchte man Pferd und so weiter... Das war schon sehr selektiv!

00:49:38: Ein Hund ist vielleicht auch für manche nicht machbar, weil sie eine Allergie haben oder weil die Wohnung zu klein ist oder was weiß ich.

00:49:44: aber sozusagen Koch-Events sind noch offener.

00:49:47: Sozusagen das könnte man zum Beispiel machen.

00:49:53: Das Singen ist etwas, was eigentlich jeder kann Und man weiß aus der Glücksforschung, dass in der Tat die Herzen im gleichen Tag zu schlagen, wenn man an einem Chor singt.

00:50:06: Also mit anderen zusammen und das macht echt glücklich!

00:50:09: Das ist sozusagen ein bisschen zur biologischen Gleichtaktung.

00:50:14: fühlt man sich verbunden durch dieses Lied singen.

00:50:18: Kostet nicht viel kann eigentlich jeder machen.

00:50:20: Zugang ist einfach so.

00:50:24: Und so gibt es, glaube ich ... Sport ist das nächste.

00:50:27: So gibt es ganz viele.

00:50:29: Ich finde dann auch eher so ein Team-Sport ist ganz gut.

00:50:32: Sportvereine oder wie immer.

00:50:34: dieses Fitness wird natürlich viel gelobt und ich würde das in Zukunft auch gerne mehr machen.

00:50:42: Ist aber eventuell eine ziemlich isolierende Sache Obwohl ich von einem jungen Freund gehört habe, dass die Leute in der Fitness, in der Mukibude unheimlich wertschätzend miteinander umgehen.

00:50:53: Also das alles sozusagen sind Dinge einfache Dinge, die man sich am besten von anderen abschaut.

00:51:01: Wir leben ja in einer Gesellschaft wo Authentizität so wichtig ist.

00:51:04: und ich muss was Besonderes sein.

00:51:06: Die Glücksforschung lädt ein zum Kopieren.

00:51:09: Also wir sind individuell, aber auf der anderen Seite sind wir zwei Beine.

00:51:14: Wir haben zwei Augen und zwei Ohren

00:51:16: usw.,

00:51:16: also wir teilen sehr viel.

00:51:18: Und die Glücksforschung zeigt eben doch es gibt allgemeinem Muster... ...die meisten Leute glücklich machen.

00:51:25: einfach mal sich umschauen wo die Leute sich groß machen und viel lachen und hinterher.

00:51:30: In der Tat ist das auch so.

00:51:31: glückliche Leute sind Magneten.

00:51:34: Also das interessiert die Leute, warum sie jetzt glücklich ist ja ganz klar.

00:51:38: da scheint also irgendwie gut zu sein einfach nachmachen und wenn es einem dann nicht so gut gefällt das nächste ausprobieren.

00:51:45: ich plädiere immer für eine Gesellschaft wo man unheimlich viel ausprobierend kann und experimentieren kann weil dass die Glücksmöglichkeiten eben wirklich multiplizieren würde und man sollte kann auch die Scheuheit ablegen.

00:52:01: Also im Kochstudio kann man nicht scheitern, und scheitert dann glaube ich sollte man sowieso viel positiver bewerten.

00:52:07: Und dann ist das noch was die Forschung zeigt.

00:52:09: wir haben eine Präferenz für Höhepunkte und für Endpunkte und das heißt also man sollte sich höhe Punkte schaffen.

00:52:19: Man braucht nicht gleichmäßig vielleicht ein hohes Niveau aber so Peaks und deshalb... Wir machen das ja auch schon mit besonderen Events, die wir machen.

00:52:27: Ich mache das immer im Urlaub.

00:52:29: Also ich wähle da immer so das allerbeste Hotelanschluss aus.

00:52:34: So dass man so eine Steigerung hat.

00:52:36: Weil das gute Erlebnis, was einen noch mal wirklich... Das bleibt dann länger im Gedächtnis.

00:52:42: Am Ende hat man da nochmal so ein Pieck und dann strahlt es auf den ganzen Urlaub aus und der schäbige Stellplatz am Anfang ist schon vergessen oder man belächelt das dann weil man nachher sich noch einmal wirklich etwas gegönnt hat zum Beispiel.

00:52:56: Also man kann glaube ich ganz viel rum variieren Es gibt viele Möglichkeiten und das ist, glaube ich für jeden Geschmack best dabei.

00:53:06: Ja, ich hätte dich jetzt gerade fragen wollen was funktioniert für dich dann gut?

00:53:09: aber du hast da ja so viel schon gesagt.

00:53:10: also Hund kochen das beste Hotel.

00:53:13: zum Schluss

00:53:17: Ja und auch Sachen, zum Beispiel ich schwimme ganz gerne.

00:53:20: Und das sind auch so Erinnerungen weil ich als Kind im Schwimmverein war.

00:53:23: Ich habe das lange Zeit da nicht gemacht und als ich dann wieder unter Wasser war und dieses Gurgel.

00:53:29: Das sind auch ganz Urerfahrung die man eben hat im Wasser oder im Butterleib.

00:53:35: Das finde ich hervorragend!

00:53:37: Ganz kontemplativ, man kann da schwimmen und dann burgelt man unter Wasser.

00:53:41: Da kann ich auch nur jeden einladen.

00:53:43: vielleicht ist das ja auch so eine Sohn ure empfinden wohlig sich im wasser zu bewegen.

00:53:49: Also da gibt es ja da gibt's glaube ich wirklich ganz viele sachen

00:53:54: Werbung Werbung Ende.

00:53:59: Gibt es eine Sache in deiner glücksforschung die dich so richtig überrascht hat?

00:54:05: Ja, in der Tat also was mich überrascht hat waren das Kinder gar nicht glücklich machen.

00:54:10: Das hat ja viele überrasacht.

00:54:12: ich habe selber Kinder und es ist natürlich absurd man würde... Man sagt das ja auch, dass ist das größte Glück.

00:54:19: Ich würde es für die transformierendste Erfahrung in meinem Leben halten, also dass man aus einem selbst heraus neues Leben geboren werden kann und dass man so eng mit allen Menschen zusammen sein kann und den aufwachsen und sich verändern sieht.

00:54:32: Das finde ich eine wahnsinnige Erfahrung sehr transcendent!

00:54:37: Aber im Alltag können die natürlich Nerven ein bis aufs Blut reizen.

00:54:44: Ich habe da auch meine größten Niederlage erlebt bei der Erziehung, wo ich dachte das gibt es jetzt nicht!

00:54:49: Also sie bringt mich auf Hundert Achtzig.

00:54:52: und da hat mich schon eben überrascht dass in der Tat die Kinderlosigkeit... ...das Kinderlose nicht unglücklicher sind als Kinderhabende.

00:55:02: Und ich habe mal mit einem Philosophen aus dem Ethikrat gesprochen, der eben auch für die Invitrofertilisation und was man alles machen können darf.

00:55:12: Damit beraten hat er gesagt hätte er das gewusst von dieser Forschung gewusst hätte er vielleicht auch anders beraten war.

00:55:21: schon ist schon so eine interessante Erfahrung, weil wir dann natürlich auch vielleicht doch sehr viel Unglück produzieren für die Leute.

00:55:29: Die jetzt nicht so ohne weiteres Kinder haben können dass man den zum einen irgendwie die Fiktion aufmacht das ist ganz einfach und du kannst es auch mit enormen technischem Aufwand oder eben auch ich muss gestehen mit dem für mich fragwürdigen Konzept der Leihmunterschaft ob man da nicht auch Leuten sagt, weißt du das ist vielleicht auch Gott gegeben.

00:55:54: Das ist vielleicht gar nicht schlecht und du bist für was anderes vorgesehen!

00:55:57: Du musst die Kinder neben dir schon da sind, denn da gibt es viele, die vielleicht gar nich glücklich sind und die muss man glücklich machen.

00:56:04: Das is etwas, was mich überrascht hat.

00:56:07: Und dann ehrlich gesagt finde ich auch nochmal ganz... Eindrücklich die doch sehr eindeutige Forschung zum Unglück, die sozialen Medien über Kinder gebracht haben.

00:56:21: Dass wir das erlaubt haben dass Kinder also über Pornografie und Gewaltdarstellung alles reinziehen können wenn sie ein Smartphone haben was sie wollen Das war da sehr stumpf und bräßig.

00:56:33: Dass irgendwie erlaubten haben Da denke ich auch Überrascht, dass das so deutlich sich zeigt und man da glaube ich doch handelt.

00:56:43: Das finde ich absolut einleuchtend!

00:56:47: Macht es glücklich zum Glück zu forschen?

00:56:50: Ja, es macht glücklich

00:56:52: Ja, glaube ich.

00:56:53: Macht

00:56:53: auch glücklich!

00:56:54: Also es macht glücklich.

00:56:55: aber mich machen viele Dinge im Getriebe der Wissenschaft sehr unglücklich da.

00:57:00: Es liegt auch noch vieles im Argen und man sieht das jetzt irgendwie natürlich auch wieder die Herausforderung durch künstliche Intelligenz.

00:57:07: Aber ich finde schon dass wir viele Strukturen haben auch in der Wissenschaft.

00:57:12: ja auch ein Spiegel ist der Gesellschaft die mich durchaus unglücklich machen und dann geht mehr.

00:57:18: Das kann nicht...ja das glaube ich dir kommt da gerade für mich so drauf.

00:57:23: Ich habe diese, ich bin so eine Art Beiboot sehe ich manchmal, weil ich suche den Kontakt ganz viel zu Wissenschaftlerinnen sowie mit dir, weil dann eben eine gewisse Validität und Sachlichkeit auch dem Thema gegenüber meine halten zu können.

00:57:42: aber ich bin halt nicht in den wissenschaftlichen Spielregeln verhaftet.

00:57:47: an der Stelle Wo du das sagst, freue ich mich da eben drüber, dass ich alles fragen kann was ich will.

00:57:53: Und im Endeffekt kann niemand sagen es jetzt unwissenschaftlich Aber gleichzeitig darf ich mit ganz vielen Wissenschaftlern sprechen.

00:57:59: Das macht mich in der Tat sehr glücklich.

00:58:01: Ich habe noch mal zwei kleine klitzekleine Fragen gleich an dich zum Abschluss.

00:58:05: Vorher aber haben wir hier irgendwo etwas ausgespart Was aus deiner Perspektive so richtig wichtig ist oder was irgendwie fehlt?

00:58:13: Ja also ich würde schon sagen, wir haben halt einen sehr individuellen Blick auf das Glück geworfen und wir haben das Individuum in den Mittelpunkt gestellt.

00:58:22: Ich habe immer wieder verwiesen auf das Umfeld... Da gibt es natürlich sehr wohl auch qualifizierte Forschung, die zeigt eine Gesellschaft.

00:58:31: Eine Nation in der Menschen eben viel Freiraum hat haben ihre eigenen Lebensentwürfe umzusetzen ist ein Glücksrezept.

00:58:40: also die Umwelt die den einzelnen befähigt frei zu entscheiden etwas was ja heutzutage oft diskreditiert wird oder nicht ausreichend wertgeschätzt wird weil es als selbstverständlich wahrgenommen wird was das aber nicht ist.

00:58:54: und eine vertrauenswürdige... Ein vertrauenswürdiger Staat ist ganz wichtig.

00:59:00: Und da muss der Staat, glaube ich... Also es sind sozusagen politische Forderungen damit durchaus verbunden.

00:59:06: Dass Institutionen vertrauenschwürdig sind und dass man sagt, ich wertschätze das.

00:59:12: Dazu gehört auch die Institution der Wissenschaft.

00:59:14: Dass man sagt ja was sie machen, ist schon richtig.

00:59:18: Dafür müssen aber auch die Wissenschaft ständig sich rechtfertigen vor sich selbst ob das, was man so zu sagen jetzt wissenschaftlich produziert den Hier ein Zielen.

00:59:28: Der Wissenschaft gerecht wird, damit Leute auch wissen genau die Leute forschen da Interessen frei und nicht nach gewissen Interessen.

00:59:35: oder wer das Geld gibt, der bestimmt auch wie die Forschung aussieht.

00:59:38: Oder ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.

00:59:42: also wenn solche sozusagen Einstellungen eben kolportiert werden und gesagt wenn die Wissenschaft ist eigentlich total gebeiist oder sie es immer links oder das sind alles voke Leute dann muss man eben schon irgendwie schauen dass dieser Vertrauensverlust dem entgegengewirkt wird.

00:59:59: Also dieses große Ganze spielt schon eine ganz wesentliche Rolle.

01:00:03: wir sind irgendwie allein und einsam.

01:00:06: Und können gar nicht existieren, uns gar nicht entfalten wenn da die Rahmenbedingungen nicht stimmen.

01:00:11: An denen wird ja massiv herum kritisiert und deshalb glaube ich muss man das mit im Blick

01:00:18: haben.

01:00:19: Ja also das finde ich wichtig und wertvoll dass du es sagst.

01:00:21: Vielen Dank!

01:00:22: So, sind wie die Umwelt das Glück beeinflusst oder das was ich dann eben individuell wahrnehmen kann.

01:00:28: Oder was sich auch als Gesamtcontainer gesellschaftlich spiegelt.

01:00:31: Das ist ja immer dieses Mikromakro hin und her schwingen Ding jetzt mal Ganz da Lob ausgedrückt.

01:00:40: Vier Punkte Umwelt, also physisch die Umwelt.

01:00:43: wenn die Luft verschmutzt ist dann verschmutzte ich wie es aber auch meine Gesellschaft.

01:00:46: Wie ist der Staat?

01:00:47: habe ich Vertrauen in den Staat Aber eben auch in die Wissenschaft Wenn du sagst aus deiner Perspektive das haben jetzt heute ein bisschen zu wenig behandelt.

01:00:53: Ich finde hier sind wirklich so viele Anknüpfungspunkte bei.

01:00:57: Wir können total gerne dazu auch nochmal ein zweites Gespräch führen wenn Du Lust darauf hast.

01:01:01: Also wenn Du die Lust und Zeit drauf hast weil ich find' Es sind wichtige Punkte So und ich will's mir an der Stelle gerne anbieten musst du aber genau sagen, ob das für dich passt können wir sonst natürlich auch ausschneiden.

01:01:14: Ja ja ich meine es wird dann sehr politisch.

01:01:16: und mein Problem ist wirklich man will diese Wissenschaftskommunikation, man will das irgendwie nach außen tragen.

01:01:23: Ich habe das vorhin schon gesagt.

01:01:24: man hat natürlich so eine Schere Simplifiziert kann ich das sagen, wenn ich sage, dass es validiert.

01:01:30: Also auf wie viele Studien kann ich da... Ich kann die ja nicht zitieren.

01:01:33: also die wissenschaftliche Methode kann ich jetzt hier nicht anwenden.

01:01:35: Ich muss das also vereinfachen, kondensieren.

01:01:39: was ist dann auch richtig?

01:01:40: Was ist zu vereinfacht dargestellt?

01:01:44: Wie wird der Causale-Zusammenhänge aufgemacht, die so gar nicht bestehen sondern sind eigentlich nur Korrelation?

01:01:52: und wenn wir jetzt natürlich in die Gesellschaft, also wie müsste die Gesellschaft aussehen dann wird das eventuell extrem politisch, was übrigens von rechts außen einem oft irgendwie... ja genau.

01:02:03: Also ich mache Wissenschaftspolitik da setze ich mir aber dann fast schon einen anderen Hut auf.

01:02:08: Ich mache das weil in der Tat diese Lücke gemerkt habe und dachte als Wissenschaftler stellt man das so in den öffentlichen Raum Und dann wird es aber rezipiert von Leuten die das zum Teil auch extrem falsch auslegen oder die das auch sehr selektiv an die Regelnmacher, also an die Politiker herantragen.

01:02:29: müsste man nicht sozusagen den Absatz und die Umsetzung auch mit irgendwie beeinflussen.

01:02:35: Und wie kann man das machen?

01:02:39: Kann man sich das eigentlich leisten, wenn die Wissenschaft so ein Misskreditgerät oder kritisiert wird von einer bestimmten größerwährenden politischen Gruppierung?

01:02:49: Dass man sagt alles bleibt wie es ist.

01:02:51: Oder muss man nicht jetzt handeln?

01:02:53: Ich für mich persönlich und dass allerdings auch in der Tat von der Glücksforschung durchaus informiert habe den Schluss gezogen Man muss handeln!

01:03:01: Man muss auch was tun.

01:03:02: Es glaubt also ich kann das eben nicht mehr delegieren schon einspielt, der Markt wird schon richten oder die Politiker werden schon sehen.

01:03:14: Sondern ich habe das Gefühl man muss sich einbringen.

01:03:17: Das wäre auch übrigens mein Appell an alle, die Vertrauensverlust haben bringt euch ein.

01:03:23: Man hat einen anderen Einblick nochmal wie das System dann funktioniert und kann natürlich auch da dann verändern mit seiner Perspektive und seiner Expertise.

01:03:35: Ich bin eher positiv überrascht, zum Beispiel über das politische System.

01:03:38: Wie viele Leute mit Ehrenamt übrigens so ein Surgat auch fürs Transcendente und Religiöse?

01:03:45: Mit Ehrenamts sich einbringen für's größere Ganze.

01:03:49: Und sich da also kostenfrei hinsetzen und auf der Beirats-Ebene z.B.

01:03:55: in Bremen Politik machen stundenlang!

01:03:58: Und wie ich finde auch wenig polarisiert Themen bezogen, da Politik gemacht wird.

01:04:05: Also ich habe der Bobka kein Problem mit den verschiedenen Parteienmitgliedern sondern ehrlich gesagt die sind alle ziemlich am Problem dran und suchen nach Lösungen.

01:04:13: Und mich hat das eher positiv gestimmt und er hat mir wirklich mehr Vertrauen gegeben in ja in die Intelligenz der Leute und auch irgendwie die Erdung der Leute.

01:04:25: Insofern können wir gerne darüber reden aber es ist ein... Da bin ich da ein Grenzgänger zwischen meiner Forschung und meiner politischen Aktivität.

01:04:35: Und der Aktivismus wird vielen Wissenschaftlern vorgeworfen, deshalb weiß ich nicht so genau wie gut das

01:04:41: ist.".

01:04:41: Okay

01:04:42: können wir noch mal zu sprechen?

01:04:43: Ich wollte es nur gerne anbieten weil auch einen wichtigen Punkt finde ich immer nur aufs Individuum so zentriert zu sein.

01:04:49: Genau okay.

01:04:51: zum Abschluss zwei mini kleine Fragen!

01:04:53: Es geht jetzt ein bisschen weg vom Thema Glück wie wir drüber gesprochen haben aber ich stelle diese Fragen einfach gerne am Ende immer ganz allgemein wenn dein Leben Ein Buch wäre.

01:05:02: Welchen Titel würde es tragen?

01:05:06: Go get it!

01:05:10: Ja, also ich glaube... Der Taufbruch meiner Tochter war... Ich stelle deine Füße in weiten Raum oder in den Weiten Raum vielleicht.

01:05:25: Weiß nicht so genau wie er war aus der Bibel und etwas anderes natürlich Aber diese Idee Leute zu ermächtigen Empowerment neu Deutsch, mach es.

01:05:36: Setz dir Ziele.

01:05:37: Geh auch Risiken ein und auch wenn du schaltest macht nichts weiter machen.

01:05:44: Das ist sehr schön!

01:05:46: Und damit letzte Frage über welchen Satz oder über welche Frage sollte jeder Mensch einmal nachdenken?

01:06:01: Was kann ich tun?

01:06:03: Vielen lieben Dank, liebe Hülke für dieses wirklich anregende und tolle Gespräch.

01:06:08: Und da war ganz viel Wissen und ganz viel Lebendigkeit und Austausch für mich drin!

01:06:13: Ich danke dir von Herzen dass du dir heute hier die Zeit genommen hast.

01:06:16: ich dank allen Menschen die bis hierhin zuhören und ich hoffe ihr konntet davon auch einiges mitnehmen.

01:06:21: und wenn du möchtest lieber Hülker dann gehen die letzten Worte jetzt an dich.

01:06:27: Damit habe ich jetzt nicht gerechnet.

01:06:29: Ja, also ich bedanke mich auch für die Zeit, die ich mit dir verbringen konnte.

01:06:34: Für das anregende Gespräch und für die Möglichkeit Forschung einem breiteren Publikum irgendwie mitzuteilen und sich dazu auszutauschen.

01:06:45: Ich hoffe es hat viele erreicht und viele haben eine Inspiration genommen.

01:06:54: hoffe, dass man sich irgendwo anders wieder trifft und das Gespräch fortsetzt.

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